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Champions League im Stadion von Manchester City – ein Bild, das es möglicherweise zwei Jahre lang nicht mehr zu sehen gibt. Bild: EPA

Star-Exodus und finanzielle Krise? Die wichtigsten Fragen zur Sperre von Manchester City

Die unabhängige Finanz-Kontrollkammer der UEFA hat Manchester City für zwei Jahre aus der Champions League und allen anderen europäischen Wettbewerben verbannt. Was dem englischen Meister vorgeworfen wird, wie es jetzt weitergeht und welche Auswirkungen eine Sperre hätte.



Was wirft die UEFA Manchester City vor?

Es geht um Verstösse gegen die Financial-Fairplay-Vorschriften des europäischen Fussballverbands (UEFA). Der englische Meister habe zwischen 2012 und 2016 Sponsoren-Einnahmen im Wert von mehr als 50 Millionen Pfund falsch deklariert. Gleichzeitig sollen Kosten, die ins Financial Fairplay hätten einfliessen sollen, versteckt worden sein.

Ganz konkret geht es um 51,5 Millionen Pfund (fast 69 Millionen Schweizer Franken), die City von der Abu Dhabi United Group, die Klubbesitzer Sheikh Mansour bin Zayed Al Nahyan gehört, erhielt. Der Klub hat allerdings angegeben, dass dieses Geld von Stadion- und Trikotsponsor Etihad Airways gekommen sei.

Zudem soll City gegen weitere Richtlinien verstossen haben, weil es bei den Ermittlungen der Finanz-Kontrollkammer des Kontinentalverbands nicht kooperierte.

Die UEFA leitete eine Untersuchung ein, nachdem der «Spiegel» 2018 im Rahmen der «Football Leaks» entsprechende Anschuldigungen veröffentlicht hatte. Die Untersuchungskammer der UEFA belegte Manchester City nun mit einer zweijährigen, ab der Saison 2020/21 geltenden Sperre von allen europäischen Wettbewerben. Zudem müssen die «Citizens» eine Busse von umgerechnet rund 32 Millionen Schweizer Franken zahlen.

Wie reagiert Manchester City?

Der Verein reagierte in einer Stellungnahme auf seiner Internetseite «enttäuscht, aber nicht überrascht» und wies die Vorwürfe zurück. Der Fall sei von der UEFA initiiert, von der UEFA juristisch verfolgt und von der UEFA beurteilt worden, kritisierte ManCity. Man wolle nun den Fall vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne ziehen, um ein unabhängiges Urteil zu erhalten.

«Nachdem dieses vorverurteilende Verfahren nun abgeschlossen ist, wird der Klub so schnell wie möglich ein unparteiisches Urteil anstreben und daher in erster Instanz so schnell wie möglich ein Verfahren vor dem Sportschiedsgericht einleiten.»

Das Statement von Manchester City.

Betrifft die Sperre die aktuelle Saison?

Nein, auf die laufende Champions-League-Saison hat die Sperre keine Auswirkungen. ManCity wird am 26. Februar wie geplant das Achtelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid spielen können.

Welche Beweise hat die UEFA?

Dem europäischen Verband sollen E-Mails und andere interne Klubdokumente vorliegen, die im Rahmen der «Football Leaks» ausgegraben wurden und die den mutmasslichen Betrug aufzeigen. Es gab auch den Vorwurf, dass die UEFA durch eigene Hacker in Besitz dieser Mails gekommen ist, doch das scheint unwahrscheinlich.

Es ist vermutlich so, dass die Mails nicht auf legale Weise an die Öffentlichkeit gerieten, allerdings nicht durch Aktionen der UEFA. Zudem hat das CAS bereits in früheren Fällen gehackte Mails als Beweismittel akzeptiert. Insbesondere, wenn die beschuldigte Partei bei der Untersuchung nicht kooperierte – was bei Manchester City laut UEFA der Fall war.

Wie geht es weiter?

Manchester City wird Rekurs einlegen, also nimmt sich der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne des Falls an. Die involvierten Parteien werden dort ihre Beweise vortragen. Am 7. Juli 2020 beginnt die nächste Champions-League-Saison mit der Qualifikation. Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass der Prozess spätestens bis dann abgeschlossen ist.

epa07539581 A general view of the Court of Arbitration for Sport (CAS) headquarters before the release of the decision in the case of South Africa's runner Caster Semenya, in Lausanne, Switzerland, 01 May 2019. Semenya had filed an appeal in the CAS against the International Association of Athletics Federations (IAAF) ruling, forcing female runners to medicate to reduce their testosterone levels for six months before racing internationally.  EPA/LAURENT GILLIERON

Der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne: Hier könnte die Zukunft von Manchester City entscheidend beeinflusst werden. Bild: EPA/KEYSTONE

Sollte das CAS allerdings gegen den englischen Meister entscheiden, werden die Juristen des Klubs wohl alles daransetzen, den Fall noch weiter in die Länge zu ziehen und damit ein definitives Urteil zu verzögern.

Worauf könnte Manchester City den Rekurs berufen?

Die Anwälte von Manchester City werden sich auf jeden formellen Fehler stürzen, den die UEFA möglicherweise begangen hat. Dazu gehört auch ein potenzieller Leak gegenüber der «New York Times», die schon im Mai über einen drohenden Ausschluss Citys aus der Champions League berichtete. Bereits damals versuchte der Klub, die Untersuchung deshalb als ungültig zu erklären und eine andere Einigung mit der UEFA zu finden. Damals lehnte das CAS den Vorstoss allerdings ab.

Des Weiteren könnten die «Citizens» Paris Saint-Germain zum Vorbild nehmen. Der französische Meister entging im letzten Sommer einer Strafe, nachdem Untersuchungsleiter Yves Leterme entschieden hatte, dass die tatsächlichen Sponsorengelder, die PSG erhalten hatte, «mehr oder weniger» den Angaben des Klubs entsprachen. Ein Urteil, das europaweit Kopfschütteln auslöste, insbesondere weil PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees ist.

epa07388842 Accor Group CEO Sebastien Bazin (2-L) and Paris Saint-Germain (PSG) president and CEO Nasser Al-Khelaifi (2-R) shake hands next to PSG head coach Thomas Tuchel (L) and Kylian Mbappe (R) during a signing ceremony for the new partnership of French Ligue 1 soccer club PSG and the Accor Group at the Parc des Princes in Paris, France, 22 February 2019.  EPA/JULIEN DE ROSA

Trotz grossen Ausgaben für Kylian Mbappé und Neymar kam die PSG-Führung um Strafen der UEFA herum. Bild: EPA/EPA

Gleichzeitig könnte Manchester City den schwarzen Peter auch an andere Klubs weiterreichen. Laut «The Athletic» hat City in den letzten Jahren routinemässig finanzielle Daten der anderen europäischen Grossklubs gesammelt und wird diese nun zu einem Dossier bündeln. Der englische Meister will so beweisen, dass ihre Praktiken sich nicht von den restlichen finanzstarken europäischen Teams unterscheiden.

Gab es schon vergleichbare Fälle?

Die UEFA hat schon vermehrt Europa-Cup-Sperren gegen Teams ausgesprochen, aber wohl noch selten hat ein Entscheid derartige Wellen geworfen wie im aktuellen Fall. Eine Auswahl.

epa08206471 Milan's striker Zlatan Ibrahimovic (C) celebrates with teammates after scoring the 2-0 lead during the Italian Serie A soccer match between Inter Milan and AC Milan at the Giuseppe Meazza Stadium in Milan, Italy, 09 February 2020.  EPA/MATTEO BAZZI

Der AC Milan drohen weiterhin Konsequenzen. Bild: EPA

Was bedeutet das für Citys Finanzen?

Wird die Sperre vom CAS und der UEFA bestätigt, drohen Manchester City harte finanzielle Konsequenzen, die weit über die Busse von 32 Millionen Franken hinausgehen. Letzte Saison nahm der Klub 98 Millionen Franken an Champions-League-Preisgeldern ein. Die Einnahmen durch Tickets und Gastronomie an den Spieltagen ist dabei noch nicht eingerechnet.

Im Falle einer zweijährigen Sperre könnte den «Citizens» also eine beträchtliche Summe entgehen – weit über 100 Millionen Franken. Zieht man in Betracht, dass der Gewinn des Klubs letztes Jahr rund 13 Millionen Franken betrug, müsste City wohl beim Spielermaterial einsparen, um nicht weiter gegen das Financial Fairplay zu verstossen.

Verlassen nun also die Stars den Klub?

Das kommt laut «The Athletic» auf die Klauseln in den Verträgen an. Es besteht die Möglichkeit, dass Manchester City bei gewissen Spielern vertraglich festgehalten hat, dass die Gehälter gesenkt werden können, sollte der Klub nicht in der Königsklasse spielen.

Andererseits scheint es auch realistisch, dass Agenten in die Verträge ihrer Klienten Klauseln haben einbauen lassen, wonach die Spieler den Klub für eine festgelegte Ablösesumme verlassen können, sollte die Mannschaft nicht europäisch vertreten sein.

epa08176932 Sergio Aguero of Manchester City reacts during the Carabao Cup semi final second leg match between Manchester City and Manchester United in Manchester, Britain, 29 January 2020.  EPA/PETER POWELL

Sergio Agüero wird diesen Sommer 32. Bleibt er auch bei ManCity, wenn es zwei Jahre nicht europäisch spielen darf? Bild: EPA

Die Fans dürfen jedenfalls nur wenig Loyalität erwarten, denn mit Geld alleine hält man heute die besten Fussballer der Welt nicht mehr. Man muss ihnen auch Erfolgsperspektiven bieten können – und das bedeutet eine (fast) gesicherte Teilnahme an den europäischen Wettbewerben. Nachdem die UEFA die Sperre am Freitagabend bekannt gemacht hatte, hat Manchester City sofort die Agenten der Spieler kontaktiert und ihnen zugesichert, man müsse sich keine Sorgen machen, und dass das Urteil nicht standhalten werde.

Eine andere zentrale Personalie ist Trainer Pep Guardiola. Er hat aber sofort verlauten lassen, dass er seinen bis 2021 laufenden Vertrag erfüllen will, egal was passiert.

Was bedeutet der Fall für die UEFA?

Für die unabhängige Finanz-Kontrollkammer der UEFA ist der Fall ein Prestigeprojekt. Sollte nach PSG und Milan auch Manchester City am Ende ungeschoren davonkommen, müsste der europäische Verband die Financial-Fairplay-Vorschriften wohl oder übel beerdigen – oder zumindest stark überarbeiten.

Wie wird das CL-Rennen in England beeinflusst?

Das ist ziemlich simpel: Wenn die Sperre bestätigt wird und Manchester City sich in der Premier League innerhalb der Top 4 klassiert, dann rutscht die fünftplatzierte Mannschaft in die Champions League nach.

Die Tabelle der Premier League:

Hat der Fall weitere Auswirkungen auf die Premier League?

Vorerst nicht. Die Premier League hat allerdings im März 2019 eine eigene Untersuchung gegen Manchester City eingeleitet. Kommt diese Kommission ebenfalls zum Befund, dass Regelverstösse stattgefunden haben, drohen dem Klub nachträgliche Punktabzüge. Auch ein Entzug der Lizenz für die europäischen Wettbewerbe wäre möglich.

Der aktuelle Tottenham-Trainer José Mourinho witzelte schon: Vielleicht kriege ich noch den Meistertitel von 2017/18. Damals wurde der Portugiese mit Stadtrivale Manchester United 19 Punkte hinter City Zweiter.

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    Alle Leser-Kommentare
  • beautyq 17.02.2020 21:28
    Highlight Highlight Eine Frage bleibt für mich noch - das FFP zählt ja nur für Vereine, welche an europäischen Wettbewerben teilnehmen.

    Wenn Man City für zwei Jahre gesperrt wird, können sie dann tun und lassen, was sie möchten? Ansonsten wäre dies ja wie eine Doppelbestrafung. Ausserdem ist Man City ohne Champions League UND ohne "Investorengelder" dem Tod geweiht.

    Finde diese Bestrafung aus rein sportlicher Sicht sehr schade, da Manchester City in dieser Zusammenstellung, mit diesen Spielern und Pep Guardiola durchaus begeistern kann.

    Ob das Verhalten nun den Regeln entspricht, muss das TAS entscheiden.
    • Schreiberling 17.02.2020 22:15
      Highlight Highlight Sie müssen es trotzdem befolgen, denn beim FFP werden die kumulierten Ausgaben und Einnahmen über den Zeitraum von drei Jahren berücksichtig. Wenn sie also in einem von diesen drei Jahren CL spielen, müssen sie das FFP respektieren.
  • LeBandiereaux 17.02.2020 20:21
    Highlight Highlight Die haben bestimmt alle in City Bettwäsche geschlafen und bleiben😉
  • Filzstift 17.02.2020 19:25
    Highlight Highlight In eurem Artikel steht CAS. Wir sind aber in der Schweiz und bedienen unserer Landessprachen. Folglich schreibt man In der Schweiz eher vom TAS. Steht sogar in der Wikipedia („ Als Abkürzung wird in der Deutschschweiz üblicherweise TAS, in Deutschland dagegen CAS verwendet.“)
    • Mia_san_mia 17.02.2020 19:57
      Highlight Highlight Ich habe es bisher nur als CAS gekannt. Also ist das schon korrekt.
  • Pisti 17.02.2020 19:10
    Highlight Highlight Die Sperre der Ac Milan ist nicht aufgeschoben, die wurden diese Saison von den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen.
  • Pabloes 17.02.2020 19:01
    Highlight Highlight Solche fussballclubs sind grosskonzerne.. stellt euch vor die würden für etwas gesperrt werden, das wäre 10x schlimmer als kurz mal 100mio busse bezahlen den treuhänder entlassen und den vorstand wechseln. Aber gar nichts wird passieren! Schmiergeld ist wertvoller als bitcoins
  • Glenn Quagmire 17.02.2020 18:40
    Highlight Highlight Jeder Dorftreuhänder hätte die Kohle geschickter verschleiert. Was für Hohlköpfe hat der Club, Scheich oder Etihad in der Finanzabteilung?
  • feuseltier 17.02.2020 18:08
    Highlight Highlight Und was ist mit dem Meistertitel vo 2014... Der wird auch aberkannt & Liverpool erbt, oder? ?
  • noname666 17.02.2020 16:21
    Highlight Highlight Sheffield Utd, CL 2020/21? 😍
    • Glenn Quagmire 17.02.2020 18:45
      Highlight Highlight wär geil
  • Stefan Morgenthaler-Müller 17.02.2020 16:02
    Highlight Highlight Ich als City Fan kann nicht nachvollziehen, warum man gerade City bezichtigt und viele weitere Vereine nicht, sei das PSG, Barca oder Schalke.
    • Pukelsheim 17.02.2020 16:15
      Highlight Highlight Naja, in diesem Fall scheinen ja konkrete Beweise vorzuliegen? Aber natürlich, auch für die anderen Vereine gehört gleiches Recht angewandt.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 17.02.2020 16:23
      Highlight Highlight @Marshawn. Beweise, die ähnlich sind wie die Differenzierung zwischen Hinterziehung und Betrug?

      City kann etwas falsch gemacht haben, aber woher will man wissen, ob das auf Nichtwissen beruht? Es gab keinen Gerichtsfall, das ist eine Vorverurteilung.

      Was Real in den letzten Jahren gemacht hat, PSG, usw. Warum gerade City?
    • ursus3000 17.02.2020 16:31
      Highlight Highlight Ich nöd ,er au . Und bitte nöd jammern
    Weitere Antworten anzeigen
  • feuseltier 17.02.2020 15:58
    Highlight Highlight Wird sie überhaupt verhängt?
  • PlayaGua 17.02.2020 15:04
    Highlight Highlight Wir alle wissen, dass es nie zur Sperre kommen wird.
  • GenerationY 17.02.2020 15:00
    Highlight Highlight Irgendwann musste ja mal ein Exempel statuiert werden.
    Für mich wird hier einfach mit ungleichen Ellen gemessen (Vergleich PSG).

    Ausserdem sehr fraglich, wie Sponsoringeinnahmen genau und einheitlich geprüft werden sollen.
    1. Ist es sehr schwer zu definieren, wie viel ein Sponsoringdeal wert hat. Für eine Firma ist die Trikotwerbung 50 Mio. wert, für eine andere 100 Mio. Wie soll festgelegt werden, was zu viel ist?

    2. Ist gibt es sicher Umgehungsvarianten für Vereine/Investoren, über Drittfirmen und vermeindliche Sponsoringverträge Geld einzuschleusen.
    • Amboss 17.02.2020 15:20
      Highlight Highlight Ich denke auch, an ManCity wird hier einfach ein Exempel statuiert. Die UEFA war im Zugzwang, musste was tun, um einigermassen glaubwürdig zu sein.
      ManCity ist da das perfekte Opfer für die Show. Auf den ersten Blick zwar ein grosser Name, andererseits halt doch ein Retortenverein ohne grosse Fanbasis. Wenn die nicht dabei sind, ist das durchaus verkraftbar.
      Wichtig ist der UEFA doch einfach, dass die wirklich grossen Namen, auf die man nicht verzichten möchte, unbehelligt weitermachen können.

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