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Gotterons Ralph Stalder, Gotterons Marco Forrer, Gotterons Viktor Stalberg, Cheftrainer und Sportdirektor Christian Dube, Gotterons Julien Sprunger und Gotterons Adrien Lauper, von links, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EV Zug und Firbourg-Gotteron, am Samstag, 15. Februar 2020, in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Auch die Spieler von Fribourg müssen auf Geld verzichten. Bild: KEYSTONE

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Kurzarbeit in Zeiten der Krise – für Spieler «Peanuts» oder das Märchen vom Lohnverzicht

Ach, die armen, armen Eishockey-Stars! Sie müssen bei Kurzarbeit auf 20 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Doch das ist barer Unsinn. Die Kurzarbeitsregelung ist für die Fussball- und Eishockey-Klubs bloss ein Tropfen auf den heissen Stein – und für die Spieler «Peanuts».



Die Kurzarbeit ist ein gesetzliches Mittel, um einem Unternehmen in Zeiten der Krise das Überleben und den Erhalt der Arbeitsplätze zu ermöglichen. Der Staat (die Arbeitslosenkasse) bezahlt bei vorübergehender Einstellung der Arbeit 80 Prozent des Lohnes.

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, die restlichen 20 Prozent des Lohnes zu bezahlen. Da es um eine Lohnkürzung geht, muss der Arbeitnehmer mit der Einführung der Kurzarbeit einverstanden sein. In normalen Zeiten ist Kurzarbeit nur für drei Monate möglich. Weil wir jetzt nicht in normalen Zeiten leben, hat der Bundesrat diese Frist auf sechs Monate verlängert.

So gesehen wäre also diese Regelung eigentlich eine spürbare Entlastung für die Profiklubs im Fussball und Eishockey. Bei einer Jahres-Gesamtlohnsumme von 15 Millionen könnte beispielsweise im Monat eine Million eingespart werden.

Nun gibt es tatsächlich Einfaltspinsel, die verkünden, die armen, armen Profis müssten bei Einführung von Kurzarbeit auf 20 Prozent ihres Einkommens verzichten. Bei einem Jahreslohn von 200'000 Franken wäre das ein Verzicht auf immerhin 40'000 Franken oder gut 3'300 Franken pro Monat.

Für einen der zahlreichen Topverdiener mit einem Salär von 500'000 Franken wären es gar 100'000 Franken oder 8'300 Franken im Monat. Da wäre ein wenig jammern und das Sträuben gegen die Kurzarbeitsregelung noch einigermassen verständlich.

Kein Zwang zur Kurzarbeit

So ist es aber ganz und gar nicht. Die Kurzarbeitsregelung gilt nämlich «nur» für einen Jahreslohn von 148'000 Franken oder 12'300 Franken im Monat. Was darüber ist, muss der Arbeitgeber weiterhin zu 100 Prozent bezahlen. Der Klub muss zudem bei der Einführung der Kurzarbeitszeit bestätigen, dass alle einverstanden sind. Keiner kann gezwungen werden, der Kurzarbeitsregelung zuzustimmen.

Selbst Grossverdiener wie Leonardo Genoni müssen also bei Kurzarbeit nur auf 20 Prozent von 148'000 Franken verzichten. Das macht im Monat exakt 2'470 Franken. Wahrlich, ein solcher Lohnverzicht in den Monaten April, Mai und Juni bringt einen Profi mit 200'000 Franken und mehr Jahreslohn nicht in Existenznot. Salopp gesagt: Für die Spieler sind die Folgen der Kurzarbeit eigentlich «Peanuts».

Um den berühmt gewordenen Ausdruck zu verwenden, den einst Hilmar Kopper, der Vorstandssprecher der Deutschen Bank im Rahmen einer Medienkonferenz verwendet hat, um die Folgen der Milliarden-Pleite von Jürgen Schneider für seine Bank zu relativieren.

Zugs Torhueter Leonardo Genoni, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem EV Zug, am Dienstag, 18. Februar 2020, im Eisstadion in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Leonardo Genoni wird wohl kaum in finanzielle Not geraten. Bild: KEYSTONE

Das Geschrei wegen eines Lohnverzichtes von 20 Prozent durch Kurzarbeit ist also bei Hockeyprofis geradezu lächerlich. Im richtigen Leben werden hingegen selten 148'000 Franken im Jahr verdient und bei Löhnen von weniger als 100'000 Franken kann ein Lohnverzicht von 20 Prozent für eine Familie tatsächlich existenziell werden. Weil jeder Franken zählt. Auch so gesehen ist die Jammerei eines Sportprofi über Kurzarbeit stossend.

Mehr Verzicht ist unrealistisch

Etwas ganz anderes wäre ein freiwilliger Verzicht auf 20 Prozent des Jahreslohnes. Doch davon sind die Klubs weiter entfernt als von einem Lottogewinn. Der Lohnverzicht müsste erstens freiwillig sein und zweitens, wenn er Sinn machen soll, von allen Spielern geleistet werden – sonst ist der Kabinenfrieden dahin.

Die Erfahrung lehrt, dass es einfacher ist, einer gereizten Löwin das Junge als einem Profisportler in der Schweiz 20 Prozent seines Lohnes zu entreissen. Unvergessen ist beispielsweise das grandiose Theater, als der HC Davos vor 16 Jahren in wirtschaftlicher Existenznot war (ja, das gab es tatsächlich einmal…).

Selbst ein so charismatischer Trainer wie Arno Del Curto in der Blüte seiner Autorität und Macht brachte einen Lohnverzicht aller Spieler nicht zustande – und es waren Stars, die partout nicht verzichten wollten. Einer davon arbeitet heute in einer hohen Position in der Verbands-Administration.

ARCHIVBILD ZUR VERPFLICHTUNG VON ARNO DEL CURTO ALS NEUER TRAINER DER ZSC LIONS, AM MONTAG, 14. JANUAR 2019 - Cheftrainer Arno Del Curto von Davos, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und SC Bern, am Freitag, 13. Januar 2017, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Nicht mal Arno del Curto brachte seine Spieler dazu, auf Lohn zu verzichten. Bild: KEYSTONE

Da es im Eishockey keinen Gesamtarbeitsvertrag gibt (aus diesem Grund ist die «Spielergewerkschaft» im Eishockey nur eine völlig unbedeutende Operetten-Organisation) kann die Liga keine für alle Spieler und Klubs verbindliche Lohnkürzung aushandeln. Am Ende des Tages muss jeder einzelne Spieler einer Lohnkürzung zustimmen. Wer nicht auf Lohn verzichten will, muss nicht.

Wie steht es nun um die Existenznot der Klubs? Der Monat der Wahrheit wird der August.

Ein Tropfen auf den heissen Stein

Kurzarbeit ist erst einmal für drei Monate bis und mit Juni bewilligt. Wenn wir von 25 Profiverträgen ausgehen (für die die Kurzarbeitsregelung ja nur bis 148'000 Franken gilt), dann beträgt die finanzielle Entlastung der Klub-Lohnbuchhaltung rund 300'000 Franken im Monat. Das ist viel Geld, aber im Hinblick auf die wirtschaftliche Existenz eigentlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Da die Spieler ab August das Training wieder aufnehmen müssen und zu hundert Prozent arbeiten, wird eine Kurzarbeitsregelung ab August sowieso nicht mehr möglich sein.

Matchentscheidend wird die Entwicklung der Einnahmen. Die Liquidität sichern die Klubs ab Juli durch das Geld aus dem Verkauf der Saisonkarten und der ersten Raten der Sponsoren-Verträge.

Die Ungewissheit wird bleiben

In der Regel werden die Rechnungen für die Saisonabos im Mai verschickt. Es zeichnet sich ab, dass es nicht möglich sein wird, schon ab Mai Tickets für eine ganze kommende Saison zu verkaufen. Wahrscheinlich ist im Mai noch nicht einmal klar, ob die Saison wie geplant am 19. September beginnen kann. Und fraglich ist auch, ob das Publikum in Zeiten der Krise das Geld hat, um schon ab Mai Saisonabos zu kaufen. Die Klubs müssen also ab Juni mit erheblich weniger Einnahmen aus dem Aboverkauf rechnen.

Noch wichtiger ist die Frage, ob die Sponsoren (Werbepartner) nach wie vor die Mittel haben, um ihre Verträge zu verlängern bzw. die bestehenden Kontrakte einzuhalten und wie üblich die ersten Raten vor Saisonbeginn zu überweisen.

Das wird bei Zug, den ZSC Lions, Davos und Lugano nicht das Problem sein: Diese Klubs sind im Besitz von Milliardären bzw. haben im Umfeld ihrer Organisation (beispielsweise im «Kristallclub» beim HCD) mehrere Milliardäre. Um es etwas salopp auszudrücken (wofür ich mich sogleich entschuldige): Da wird die Krise aus der Portokasse überbrückt.

ZSC Lions Stuermer Chris Baltisberger feiert seinen Treffer zum 4-4 waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos am Samstag, 25. Januar 2020, in Zuerich. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Die ZSC Lions müssen sich keine Sorgen ums Geld machen. Bild: KEYSTONE

Aber für Klubs, die auf die Beiträge von mittleren und kleineren Unternehmern angewiesen sind – und das gilt mehr oder weniger für die restlichen Klubs – kann es eng werden. Die Gefahr ist gross, dass sich durch die Krise die Schere zwischen den Grossen und Kleinen öffnet und die Ausgeglichenheit der Liga verloren geht. Eine Ausnahme ist Lausanne. Dort sind die Besitzverhältnisse unklar.

Deception des joueurs lausannois lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le Lausanne Hockey Club, LHC, et le HC Fribourg-Gotteron le mardi 18 fevrier 2020 a la patinoire de la vaudoise arena de Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Noch ist offen, was mit Lausanne passieren wird. Bild: KEYSTONE

Nicht ins Gewicht wird die Kürzung der TV-Einnahmen («MySports») durch den vorzeitigen Abbruch der Saison ins Gewicht fallen. Der Rückgang wird pro Klub in der NL für die kommende Saison weniger als 200'000 Franken betragen.

Was gibt es in Zeiten der Krise für Hilfsmöglichkeiten?

Zuerst einmal den Sofortzugriff auf die Kredite für die Gesamtwirtschaft. Die Fussball- und Hockeyclubs sind auch in dieses Programm des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) aufgenommen worden.

Bei der Hausbank gibt es ohne formelles Kreditgesuch einen zinsfreien Sofortkredit in der Höhe von 500'000 Franken, der in der Regel in weniger als einer Stunde bewilligt wird und in 5 Jahren zurückbezahlt werden muss. Der Bund verbürgt diese Kredite.

Hilfe wäre möglich

Wenn dieses Geld nicht reicht, dann ist es möglich, ein Darlehen bis zur Höhe von 10 Prozent des Jahresumsatzes bei der Hausbank zu bekommen. Allerdings braucht es dann ein formelles Kreditgesuch und es werden 0,5 Prozent Zins erhoben. Der Bund verbürgt einen Teil dieser Kredite.

Wenn auch das nicht reicht, gibt es Hilfe aus dem 50 Millionen-Packet, das vom Bundesamt für Sport (BASPO) für den Profisportbetrieb bereitgestellt worden ist. Diese 50 Millionen sind als «lebensrettende letzte Massnahme» für Sportunternehmen – also primär die Proficlubs im Fussball und im Hockey – vorgesehen. Allerdings gibt es hier erst dann Hilfe, wenn alle anderen Möglichkeiten (Kurzarbeit, Kredit vom SECO) ausgeschöpft und Verhandlungen mit den Gläubigern (dazu gehören auch AHV und die Mehrwertsteuer) geführt worden sind.

Alles in allem sehen wir: Bis und mit Juli ist die Existenz der Proficlubs im Hockey noch nicht gefährdet. Auch deshalb, weil sie – anders als im Fussball – die Saison praktisch zu Ende gespielt haben. Der Abbruch der Meisterschaft (Verzicht auf die Playoffs) hat die wirtschaftliche Stabilität nicht beeinträchtigt. Es fehlen nur die Einnahmen aus einem Qualifikations-Geister-Heimspiel. Die Hockeyclubs budgetieren ohne die Playoffs. Weil die Einnahmen aus den Playoffs ungewiss sind.

Aber ab August werden sich die finanziellen Folgen der Krise für die Klubs auswirken. Ist dann nach wie vor offen, ob die Saison am 19. September beginnen kann, geht es an die Existenz.

Und dann müssen auch alle Spieler um ihre Gehälter zittern und haben Grund zum Jammern.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 03.04.2020 01:37
    Highlight Highlight Ja, das war damals ein Theater beim HC Davos. Arno Del Curto verkündete am TV grossmundig, wie alle, wirklich alle seiner Spieler auf Lohn verzichten würden. Als ich dann auf einem der damals noch modernen Pinboards der Eishockey-Schweiz verkündete, dies sei völlig unmöglich, und ich sei mir sicher, dass ADC brandschwarz gelogen habe, sah ich mich einem gewaltigen Shitstorm ausgesetzt.

    Ein paar Tage später wurde dann bekannt, dass Lars Weibel, dessen Traumofferte aus Lugano vom HCD nochmals gekontert wurde, sowie Lonny Bohonos mit den Kürzungen nicht einverstanden sind und streiken.
  • W.G. 03.04.2020 00:08
    Highlight Highlight Auch Josi hat 20'000 Dollar gespendet.
    Wow wie großzügig
    Habe kurz nachgerechnet. Er hat ja 9 Mio pro Jahr. Bei einem Monatslohn von 5000.- wäre es eine Spende von 130 Dollar
    Unglaublich großzügig
  • Lalafi 02.04.2020 23:26
    Highlight Highlight Unmöglich, dass sich während so einer Krise die Clubs und Spieler nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen können. Es geht um Verzicht von meist gut bis sehr gut verdienenden Sportlern, aber vor allem um die Zukunft von ihnen und ihren Arbeitgebern (Clubs).
  • blueberry muffin 02.04.2020 20:49
    Highlight Highlight Moment - der Staat zahlt 80% von diesen Riesengehälter?

    Really?
    • bokl 02.04.2020 21:22
      Highlight Highlight Eben nicht. Lies doch einfach den Artikel.
  • BeatBox 02.04.2020 19:07
    Highlight Highlight Die Angaben stimmen meines Erachtens nicht. In normalen Zeiten kann Kurzarbeit innerhalb von 2 Jahren für 12 Monate abgerechnet werden.

    Die Bewilligungsdauer wurde von 3 auf 6 Monate hochgeschraubt, damit muss nicht alle 3 Monate eine neue Bewilligung eingeholt werden, sondern nur alle 6 Monate.

    Zudem wurde die Karenzfrist ausgesetzt.
  • weissnix 02.04.2020 18:59
    Highlight Highlight *3. Ausser Acht gelassen wird von Klaus, dass insb. für die Spieler der 3. und 4. Linie sowie der Ergänzungsspieler sodann eine Verweigerung der Kurzarbeit durchaus auch sportliche Konsequenzen haben kann - im Gegensatz zu den im obigen Artikel im Fokus stehenden Topverdiener haben diese Spieler mit ihren Lohnsummen und allfälligen Familien zudem wie die restliche Gesellschaft ein existentielles Problem. Die vertragslosen Spieler ausgeblendet, welche aktuell (per 1. Mai) vor dem nichts stehen.
    Insofern fehlt mir die Ausgewogenheit und differenzierte Betrachtungsweise.
    • Hühne Bueber 02.04.2020 22:26
      Highlight Highlight Danke weissnix für deinen Kommentar. Es ist wie du schreibst, die meisten Spieler sind Normalverdiener und in der Swiss League arbeiten die meisten jungen Spieler nebenbei noch 50%.....aber von denen spricht meistens niemand.
  • bokl 02.04.2020 18:56
    Highlight Highlight Wer über 150K verdient sollte gar kein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben.
    • Coffey 02.04.2020 20:15
      Highlight Highlight 🤦🏻‍♂️
    • blueberry muffin 02.04.2020 20:50
      Highlight Highlight Definitiv - sind ja meistens die, die gross von selbstverantwortung und kapitalismus ist so geil reden.
  • weissnix 02.04.2020 18:52
    Highlight Highlight * Zudem erscheint, wie bis dato Spieler oft sowieso schon konnten, ein individuelles Sommertraining über weite Strecken ohne Weiteres möglich, d.h. auch hier ist der geforderte Mindestausfall von 10% grundsätzlich eine grosse Hürde und eigentlich nicht zu erreichen, ansonsten hätten die Spieler jedes Jahr für diese Zeit auf Kurzarbeit gesetzt werden müssen.
    Da aber in der aktuellen Lage grosszügig Kurzarbeitsgesuche bewilligt werden ist dies wohl nur ein theoretisches Problem, ob es dann aber zu nachträglichen Untersuchungen und Abklärungen kommt, kann man wohl nicht ausschliessen.
  • weissnix 02.04.2020 18:48
    Highlight Highlight Zwei Dinge hat Klaus ausser acht gelassen:
    1. von den 25 Verträgen, welche ein Verein hat, sind sicherlich 10 Spieler (Ausnahmen in der Anzahl in den Topclubs) unter dem BVG versicherten Lohn mit der Jahreslohnsumme, d.h. für dies Spieler geht es de facto tatsächlich um 20% des totalen Lohns.
    2. die Argumentation gg. der ALK wird spannend, die Off-Ice Saison/Sommertraining beginnt nämlich bei den meisten Clubs im Anfangs Mai vorher im April sind die meisten Spieler in den Ferien d.h. wo genau der anrechenbare Arbeitsausfall von 10% sein soll wissen nur die Clubverantwortlichen.
  • uhl 02.04.2020 18:01
    Highlight Highlight Als nicht klar war, ob die Playoffs noch ausgetragen werden oder nicht, gab es ein Riesentamtam um die TV-Gelder, die für die Klubs ja ach so wichtig seien. Davon spricht nun aber niemand mehr...
    Was ist das nun genau Sache?
  • Jacques #23 02.04.2020 17:29
    Highlight Highlight Vergiss allerdings alles, wenn Du keinen guten Goalie hast.

    Soviel Zeit muss sein.
    😉
  • lushütte 02.04.2020 17:21
    Highlight Highlight Sehr gut recherchierter Beitrag, der Klartext redet.
    Es wäre schon sinnvoll für's Eishockey, wenn sich die Clubs und zwar alle ernsthaft mit der Zukunft befassen würden und zusammen stehen. Was nützen 4-5 Clubs die mittels Gönner überleben, wer will schon eine Liga mit 5 Clubs und zB 6 Runden Quali dann PO?
    Auch für die Aktiven wäre ein Entgegenkommen, zB um etwaige Grossprobleme im August abzuwenden, jetzt zu besprechen und nicht unter einer Notsituation. Ich denke dabei an einen Lohnanteil der sich an der aktuellen Situation orientiert.
  • Staal 02.04.2020 17:03
    Highlight Highlight Ja ja der Lars Weibel bekam danach den Namen: Chohle Lars...er begründete seinen Wechsel damit den EVZ wieder gross zu machen. Nun gut den Rest kennt man ja
  • Rethinking 02.04.2020 16:57
    Highlight Highlight Soweit ich verstehe gilt dasselbe für Geschäftsleitungsmitglieder mit fürstlichen Salären...
  • bullygoal45 02.04.2020 16:42
    Highlight Highlight Das wird jetzt ziemlich ungemütlich für uns alle. Man stelle sich vor, der Bund erlaubt Events wieder und die Corona Fälle vermehren sich wieder rasant. Das ganze nocheinmal?

    Ich hoffe jeder einzelne Club kann diese Hürde stemmen! 🏒🥅

    Viel Glück wünsch ich Lausanne! Denn da kommts auf ganz andere Köpfe draufan ob das Licht wieder angeht 😶..
    • So oder so 03.04.2020 00:14
      Highlight Highlight Heute gelesen bei Rappi gehen 14 spieler ? wären die so oder so gegangen ?
    • Bacchus75 03.04.2020 07:27
      Highlight Highlight Ja, die wären so oder so gegangen. Der Kader in Rappi war noch zu gross und effektiv Leistungsträger sind zwei mit dabei, Hächler und Simek (der nur ausgeliehen war). Man hat, stand jetzt, in Rappi einen fast kompletten Kader mit noch einem Platz in der Verteidigung, einem Ausländer der noch fehlt und allenfalls einem weiteren Stürmer.
    • bullygoal45 03.04.2020 12:44
      Highlight Highlight Yes richtig 👍🏻 Wir hatten viele Spieler, die noch mit Thurgau abwechselten.

      Offen ist nur noch Cervenka, Schneeberger und eine Ausländer Position.

      Das wird uns auch finanziell ein wenig entlasten und einige wie Casutt und Schlagi in dir Pension entlassen 😉

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