Windows
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Windows 10 abhŠrten

Der Edge-Browser von Windows 10: Die Datensammelei kann gebremst werden. Bild: Felix Knoke

9 Tipps für alle Windows-10-Nutzer, die ihre persönlichen Daten schützen wollen

Mit Windows 10 wird alles besser – sagt Microsoft. Viele Neuerungen funktionieren aber nur, weil der Konzern auf Nutzerdaten zugreift. Wir zeigen, wie Sie die Datensammelei sinnvoll einschränken.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Bei der Installation fängt es schon an: Wer es sich beim Aufspielen von Windows 10 bequem macht und die von Microsoft festgelegten Express-Einstellungen akzeptiert, gibt dem Konzern damit gleichzeitig einen Freibrief. Denn die Express-Einstellungen räumen dem Konzern weitgehende Rechte zum Erfassen und Verarbeiten von Nutzerdaten ein.

Im Netz hat diese Vorgehensweise reichlich Kritik hervorgerufen. Verschwörungstheoretiker argwöhnen, der US-Konzern würde mit seiner neuen Software ein gigantisches Botnet aufbauen, andere mutmassen, Microsofts neuer Internet-Browser Edge übertrage alle Tastatureingaben zur Analyse an Microsoft-Server.

Meist sind solche Vorwürfe aber kaum nachzuvollziehen oder werden von den Urhebern kaum begründet. So wie etwa bei einer Screenshot-Sammlung, mit der ein unter Pseudonym auftretender Nutzer sich über die Datenschutzvorgaben im neuen Windows echauffiert.

Tatsächlich aber gibt es einige Datenfreigaben, die manchem Nutzer Sorgen bereiten könnten. Vieles davon lässt sich abschalten. Wie das geht, erklären wir am Artikelende.

Allerdings lässt sich Microsofts Neugier nicht vollkommen bremsen. So gibt es in der Systemeinstellung Feedback und Diagnose von Windows 10 zwar die Möglichkeit, den Versand von Diagnose- und Nutzungsdaten einzuschränken, ganz abstellen lassen sich die Übertragungen aber nicht.

Zudem geht der Verzicht auf eine Datenfreigabe oft mit einem Verzicht auf Funktionen einher. Wer Microsoft etwa verbietet, Informationen über Kontakte, aktuelle Kalenderereignisse, Sprach- und Handschriftmuster sowie den Eingabeverlauf zu sammeln, muss sowohl auf die Diktierfunktion als auch auf die sprachgesteuerte Assistenzfunktion Cortana (das Pendant zu Google Now und Apples Siri) verzichten.

Wer auf der Microsoft-Website nach Erklärungen oder gar einer Auflistung der Daten sucht, die Windows 10 an den Konzern sendet, findet nur Allgemeinplätze und offene Aufzählungen. So heisst es etwa, es «werden Informationen zur Verwendung von Windows übermittelt». Welche Informationen das sind, wird nicht erklärt. Ebenso unklar ist, wer Zugriff auf die Daten hat. So hätten die «Mitarbeiter, Auftragnehmer, Lieferanten und Partner» von Microsoft «möglicherweise Zugriff» auf «relevante Teile der gesammelten Informationen».

Solche Formulierungen wecken kein Vertrauen. Aber steckt dahinter wirklich böser Wille - oder hält sich Microsoft damit nur völlig legitime Nutzungsmöglichkeiten offen?

Tatsache ist, dass sich viele Funktionen in modernen Betriebssystemen nur umsetzen lassen, wenn man Details über seine Computernutzung zur Auswertung an einen Zentralserver übermittelt. So können moderne Suchfunktionen wie Microsofts Cortana, Apples Siri und Googles Google Now nur dann ihre Trefferqualität verbessern, wenn sie umfangreiche Informationen über das Verhalten ihrer Nutzer sammeln und auswerten dürfen.

Für Anwender bedeutet das, dass man einen Mittelweg finden muss, der einerseits ein Mindestmass an Privatsphäre gewährleistet und anderseits ein modernes Betriebssystem nicht verkrüppelt.

Hier zeigen wir, wie sich die Datensammelei von Windows 10 sinnvoll einschränken lässt:

1. Bei der Installation

Windows 10 abhŠrten/

Bei der Installation von Windows 10 können Sie erweiterte Einstellungen vornehmen. Klicken Sie dafür beim Installationspunkt Schnell einsteigen auf Einstellungen anpassen am unteren Bildschirmrand. Hier können Sie getrost alle Einstellungen deaktivieren ­ bis auf eine Ausnahme: Lassen Sie den SmartScreen­-Schutz unter Browser und Schutz aktiviert

2. Das Datenschutz-Menü

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Sollten Sie Windows 10 schon installiert haben, drücken Sie die Tastenkombination Windows-­Taste + I und klicken Sie auf Datenschutz. Von hier aus können Sie sehr kleinteilig einstellen, welche Daten Windows und Apps verwenden dürfen und welche nicht. 

3. Windows die Verwendung der Werbe-ID verbieten

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Der wichtigste Schalter ist der erste: Verbieten Sie Ihrem Windows einfach die Verwendung einer Werbungs-­ID. Der SmartScreen­-Filter sollte, anders als hier zu sehen, eingeschaltet werden. Er bietet etwas mehr Web-­Schutz bei etwas weniger Privatsphäre. 

4. Datenübertragung an Microsoft minimieren

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Unter Feedback und Diagnose können Sie justieren, wie oft und in welchem Umfang Diagnose­ und Nutzungsdaten Ihres PC an Microsoft geschickt werden sollen. Ganz abschalten lässt sich diese Datenübertragung nicht, man kann sie aber auf ein Minimum reduzieren. Für Teilnehmer des Windows­-Insider­Programms, die Windows-Updates immer vorab bekommen, ist die vollständige Übertragung der Nutzungsdaten fest voreingestellt. 

5. Sprachassistentin Cortana abschalten

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Microsofts Sprachsuchfunktion Cortana ist praktisch, muss aber, um richtig funktionieren zu können, viele Daten darüber, wie und wonach Sie im Netz suchen, an Microsoft übertragen. Wenn Sie das nicht wollen, können Sie Cortana einfach abschalten. Klicken Sie dazu auf das Lupensymbol, links unten in der Taskleiste, und dann auf Nicht interessiert ­und dann auf das Zahnradsymbol. Wenn Cortana bei Ihnen bereits aktiviert ist, klicken Sie zuerst auf das Lupensymbol, dann in der Symbolleiste links auf das Symbol unter dem Haussymbol und dort auf Einstellungen.

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Um Cortana, und damit die erweiterten Hilfsfunktionen der sprachgesteuerten Assistenzfunktion, zu deaktivieren, müssen Sie nun in den Einstellungen alles abschalten. 

6. Do-Not-Track­ aktivieren und von Bing oder Google zu DuckDuckGo wechseln

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Öffnen Sie nun über das Startmenü den neuen Microsoft­-Browser Edge und klicken Sie auf das Drei-­Punkte-­Symbol rechts oben und dann auf Einstellungen

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Scrollen Sie im Einstellungen­-Menü ganz nach unten und klicken Sie auf Erweiterte Einstellungen anzeigen

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

In den Erweiterten Einstellungen aktivieren Sie Do Not Track­Anforderungen (nicht nachverfolgen) senden. Wenn Sie Cortana nicht nutzen wollen, sollten Sie hier ausserdem Cortana soll mich bei Microsoft Edge unterstützen deaktivieren. Ausserdem können Sie hier die Standard­-Suchmaschine festlegen, die der Edge­-Browser benutzen soll. Statt Microsofts Bing lässt sich beispielsweise die auf den Schutz der Privatsphäre spezialisierte Suchmaschine DuckDuckGo einstellen. Dazu müssen Sie im BrowserFenster www.duckduckgo.com aufrufen, dann wieder die Erweiterten Einstellungen aufrufen und dort unter In der Adressleiste suchen mit auf Neu hinzufügen klicken. Klicken Sie dann auf den Eintrag für duckduckgo.com und danach auf Als Standard hinzufügen

7. Cookies von Drittanbietern blockieren

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Scrollen Sie in den Erweiterten Einstellungen noch etwas weiter nach unten, können Sie festlegen, dass Nur Cookies von Drittanbietern blockiert werden sollen. 

8. Ohne Online-Anmeldung mit Windows 10 arbeiten

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Für Fortgeschrittene: Wer ohne Microsoft­-Account und Online­-Anmeldung mit Windows 10 arbeiten will, sollte über ein Lokales Konto auf Windows 10 zugreifen. Sollten Sie Ihr Windows 10 bereits mit einem Microsoft­-Account verknüpft haben, können Sie die Anmeldung am PC trotzdem nachträglich auf ein lokales Konto ändern. Öffnen Sie dazu die Systemeinstellungen per Windows­-Taste + I und wählen Sie den Menüpunkt Konten aus. Indem Sie dort auf Stattdessen mit einem lokalen Konto anmelden klicken, können Sie die Bindung an Ihren Microsoft­-Account aufheben. 

Personalisierte Werbung ausschalten

Windows 10 abhŠrten

Bild: Felix Knoke

Wenn Sie jetzt noch verhindern wollen, dass Ihnen im Webbrowser personalisierte Werbung angezeigt wird, folgen Sie diesem Link (http://choice.microsoft.com/dede/opt­out) und klicken Sie im Feld Personalisierte Werbung in diesem Browser auf Aus.

Das könnte dich auch interessieren

Windows - die Chronologie: Von Windows 1 bis Windows 10

Das könnte dich auch interessieren:

Alle gegen Trump: Demokraten treten an zum ersten TV-Duell

Link zum Artikel

Wer in Europa am meisten Dreckstrom produziert – und wie die Schweiz dasteht

Link zum Artikel

25 Bilder von Sportstars, die Ferien machen

Link zum Artikel

Mit diesen 10 Apps pimpst du dein Smartphone zum Büro für unterwegs

Link zum Artikel

Holland ist aus dem Häuschen, weil diesem Schwimmer gerade Historisches gelang

Link zum Artikel

Schneider-Ammanns Topbeamter gab vertrauliche Infos an Privatindustrie weiter

Link zum Artikel

Weshalb die Ära Erdogan jetzt schneller vorübergehen könnte, als du denkst

Link zum Artikel

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen

Microsoft verschenkt Windows-95-Pullover – und das Internet dreht durch ...

Wer hat den hässlichsten Pullover?

Das Rennen macht diesen Winter eindeutig Microsoft.

Die PR-Spezialisten des Software-Konzerns haben geschafft, wovon auch andere Unternehmen träumen: einen Viral-Hit.

Es ist ein Hit zum Anfassen. Ein Pullover mit klassischem Windows-Logo. Die «Softwear» wurde offenbar an Mitarbeiter und Fans verteilt und es gibt sie nicht zu kaufen. Nun sorgt das Teil unter #WindowsUglySweater für Furore.

Dazu muss man wissen, dass es in Grossbritannien und den USA schon lange …

Artikel lesen
Link zum Artikel