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Du magst Nutella? Dann haben wir den besten Job für dich – es gibt nur ein Problem

Niemand öffnet ein Nutella-Glas so behände wie du? Dann haben wir ein fettes Jobangebot: Ferrero sucht Geschmackstester, Vorkenntnisse egal. Würdest du für diesen Job nach Italien auswandern?

10.08.18, 09:01

Matthias Kaufmann



Ein Artikel von

Es gibt Leute, denen ist für Nutella kein Weg zu weit. Der zum Schrank schon mal gar nicht. Auch nicht der zu ihrem angeranzten Campingplatzkiosk, der einen eher saloppen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum pflegt. Was tut man nicht alles, wenn der wichtigste Brotaufstrich des Lebens im Urlaub alle ist.

Nutella, diese zähschmierige Mischung aus Zucker, Fett, Palmöl, noch mal Zucker und ein paar obskuren Chemikalien, hat erstaunlich viele Fans. Gehörst du auch dazu? Dann Hand auf deine fettsäuregeplagten Herzkranzgefässe: Wie weit würdest du gehen?

home is where nutella is dessert essen food https://www.pinterest.com.au/pin/408842472406082941/

true, true Bild: pinterest

Wie weit, um wieder und wieder kostenlos von Nutella zu naschen? Wie weit, um über die Mischung mitzubestimmen, die Menschen wie dich da draussen in die Nougatsucht treibt? Wie weit, um jenen Menschen nahe zu sein, die dein heissgeliebtes Nutella machen?

Keine Vorkenntnisse nötig

Wir fragen, weil es einen Job gibt, zu dem eine echte Nutella-Schnute schwer Nein sagen kann – auf den ersten Blick. Der Hersteller Ferrero sucht auf einem italienischen Stellenportal 60 Nutella-Tester. Eine Qualifikation ist unnötig, hier sind dem Konzern Amateure lieber als Routiniers der Geschmackssensorik.

Drei Monate lang sollen die 60 Kalorienkonsumenten in einem Kurs lernen, wie man Geschmack beschreibt, bei voller Bezahlung. Im September geht es los, über die Höhe des Gehalts verrät die Anzeige aber nichts. Egal – wer eine echte Nougatnase ist, kann sich das Gehalt auf der Arbeit locker schönessen.

Nutella-Hysterie, ihr kennt das …

Video: srf/SDA SRF

Nach diesen drei Monaten sollen 40 Mitarbeiter übernommen werden. Sie bekommen eine Festanstellung und dürfen auf immer und ewig Ferreros Zuckerschmiere verkosten, aber nur auf Teilzeitbasis.

Das macht die Stundendiät leider überraschend mager: Zwei Tage die Woche, jeweils zwei Stunden sind vorgesehen. Ferrero betont, dass man die Anstellung problemlos mit einem anderen Job kombinieren kann. Im Ernst: Man muss sogar. So viel lässt sich sogar bei dieser Arbeit nicht schlemmen, um davon leben zu können. Die Differenz zu einer 40-Stunden-Stelle gleichen selbst Nutella-Nerds unmöglich über den Verdauungstrakt aus.

Harte Bedingung: Leben in der Trüffelregion

Ein weiterer Nachteil: Der Arbeitsort ist Alba im Piemont, am Hauptsitz von Ferrero. An sich ist das nicht schlimm, die Stadt rühmt sich ihrer Trüffel und ist umgeben von Obst- und Weinanbaugebieten.

Aber es stellt sich eben die Frage: Wie weit würdest du gehen? Der Kalorienkonzern schreibt, dass sich die Anzeige an «Personen aus Alba und Umgebung» richtet. Wer den Job wirklich will, muss sich also erst dort niederlassen, auf die Schnelle. Andernfalls ist das Angebot streichfähig.

Wenn dir das nun doch zu weit geht, tröstet vielleicht ein Esslöffel Nutella. Oder drei. Oder vier – der Kalorien-Gegenwert eines halben Mittagessens.

Nutella-Gate: Schlechtere Qualität in Osteuropa?

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Siebenstein 10.08.2018 12:46
    Highlight Spart Euch doch den negativen Grundton gegenüber Nutella, das ist einfach billige Meinungsmache!🙄
    11 19 Melden
  • Ursus ZH 10.08.2018 11:59
    Highlight Der beste Brotaufstrich ist Cenovis. Ist auch noch gesund mit vielen Vitaminen. Liebhaber von süssen Brotaufstrichen werden sofort zu diesem salzigen wechseln nach dem ersten Konsum.
    4 16 Melden
    • Past, Present & Future 10.08.2018 18:20
      Highlight Wäh Mann!
      19 3 Melden
  • Uf em Berg 10.08.2018 09:29
    Highlight Zu Nutella gibt es inzwischen viele nachhaltige Alternativen ohne Palmöl. Diese kosten natürlich etwas mehr, da sie nicht aus Massenproduktionen stammen. Aber sind wir ehrlich, ist ja zu unserem Besten, weniger davon zu essen. Die Gesundheit von uns und dem Regenwald dankt es. Noch besser: Macht den Brotaufstrich selbst! Ist ganz einfach: https://www.bettybossi.ch/de/Rezept/ShowRezept/BB_BBZH070915_0014A-40-de
    66 14 Melden
    • Butschina 10.08.2018 10:12
      Highlight Besser sind die Alternativen auch noch. Und wenn man sich nicht täglich einen solchen Aufstrich gönnt, ist er noch besser..
      23 5 Melden
    • Caturix 10.08.2018 11:29
      Highlight Und viele Alternativen sind auch besser. Nutella ist einfach nicht gut.
      10 7 Melden
    • Siebenstein 10.08.2018 12:48
      Highlight Palmöl=böse, Ihr macht es Euch sehr einfach...🙄
      Und ob etwas besser oder schlechter schmeckt ist immer noch Geschmackssache!
      12 21 Melden
    • Uf em Berg 10.08.2018 14:59
      Highlight @Siebenstein: Ich bin nicht auf den Geschmack eingegangen und nein, es ist eben nicht einfach auf Palmöl zu verzichten. Zumindest meistens nicht. Im Fall von Nutella mit all den Alternativen aber schon!
      6 1 Melden
    • thelastpanda 11.08.2018 12:22
      Highlight Kannst du mir einige der Alternativen aufzählen? Muss seit einer Weile auf Kuhmilch verzichten, deshalb auch kein Nutella mehr. Bin aber auf Bionella gestossen, enthält zwar auch Palmöl, aber wenigstens aus biologischem Anbau. Und es schmeckt fast wie Nutella. Ich finde es sogar besser. Und es lässt sich besser streichen, da es nicht so arg zäh ist wie Nutella. Win-Win
      2 2 Melden
    • Siebenstein 11.08.2018 18:37
      Highlight @Uf em Berg: Dann erzähl mal was die Alternativen anstelle von Palmöl beinhalten. Würde man sich einmal ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen stellt man schnell fest, dass man meist mitnichten etwas Gutes für die Umwelt tut wenn man ein vermeintlich sauberer produziertes Produkt als Nutella verwendet.
      Ausserdem ist ausgerechnet Ferrero an der Herkunft und nachhaltiger Herstellung des von ihm verwendeten Palmöls interessiert, ideologisch verblendeten scheint das aber wohl nicht in den Kram zu passen...
      0 4 Melden

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