Thailand
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Schweizer Pädophiler in Thailand vom König begnadigt – und abgetaucht

Behörden sehen sich mit skurrilem Straffall um einen ausgewanderten Baselbieter konfrontiert.



pattaya thailand

Wo ist der Mann? Er lebte einst in Pattaya (Thailand), ist jetzt aber unauffindbar. (Symbolbild) Bild: keystone/epa

Die Baselbieter Behörden befassen sich mit einem aussergewöhnlichen Fall: Ein in Thailand lebender und wegen sexueller Nötigung von Kindern verurteilter Schweizer ist kürzlich vom thailändischen König begnadigt worden.

Damit ist der Mann aber nicht aus dem Schneider: Vor der Begnadigung hatte der Baselbieter in seinem Heimatkanton beantragt, die von einem thailändischen Gericht verhängte Gefängnisstrafe von 4 Jahren und 23 Monaten in der Schweiz abzusitzen. Das Baselbieter Kantonsgericht erklärte im Mai das Urteil für vollstreckbar. Laut aktuellem Amtsblatt gilt dieser Entscheid weiterhin.

Doch der Reihe nach: Der 1998 ausgewanderte Mann wurde im August 2017 in Pattaya wegen sexueller Nötigung von unter 15-Jährigen und Besitzes von kinderpornografischem Material verurteilt. Der Schweizer stellte den Antrag, die Gefängnisstrafe in seinem Heimatland absitzen zu dürfen.

Dies lehnte das Baselbieter Strafgericht in erster Instanz im Dezember 2018 ab. Eine Überstellung in die Schweiz mache nur Sinn, wenn der Täter nach Verbüssung der Strafe auch hier leben wolle. Davon sei beim Auswanderer nicht auszugehen.

Thailand schiebt alle ausländischen Straftäter ab

Dagegen legte der Mann Berufung ein. Er räumte zwar ein, dass ein Beziehungsnetz in der Schweiz fehle; auch zu Sohn und Tochter, die hier leben, sei der Kontakt abgebrochen. Dennoch stehe fest, dass er nach Verbüssung der Strafe in der Schweiz bleiben werde, schrieb er aus einem thailändischen Knast. Dies auch deshalb, weil das Königreich alle ausländischen Straftäter abschiebt, sobald sie aus dem Gefängnis kommen. Es gilt ein unbefristetes Wiedereinreiseverbot.

Dieses Argument hat das Baselbieter Kantonsgericht als Zweitinstanz aufgenommen. Sinn und Zweck einer Überstellung sei es, Straftätern die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Diese könne im Falle des pädophilen Schweizers nur gelingen, wenn er den Rest der Strafe hier absitzen könne.

Da das Kantonsgericht auch die formellen Voraussetzungen als erfüllt ansah, erklärte es am 7. Mai 2019 das Urteil für in der Schweiz vollstreckbar. Doch zum Vollzug ist es nicht gekommen: Laut Amtsblatt ist der Täter vom neuen König Vajiralongkorn begnadigt worden. Dies kommt im südostasiatischen Land immer wieder vor, die Gefängnisse sind chronisch überfüllt.

Gericht publiziert vollen Namen

Offenbar ist der Schweizer nach dem Erlass der Reststrafe abgetaucht. Die Baselbieter Behörden konnten ihm den Entscheid nicht zustellen. Damit er rechtskräftig wird, musste das Kantonsgericht diesen im Amtsblatt unter Nennung des vollen Namens eröffnen.

Letztlich hat sich der Mann mit seinem Wunsch, die Strafe in der Schweiz zu verbüssen, selbst ein Ei gelegt: Reist er ein, muss er mit seiner sofortigen Verhaftung rechnen – royale Begnadigung hin oder her. (haj/chmedia)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sonnenbankflavor 20.09.2019 09:13
    Highlight Highlight In den Kommentaren scheinen sich einige Pädophile zu tummeln die gerne blitzen! Das ist echt erschreckend!
  • flugsteig 20.09.2019 09:04
    Highlight Highlight “alle ausländischen Straftäter abschiebt, sobald sie aus dem Gefängnis kommen. Es gilt ein unbefristetes Wiedereinreiseverbot.”
    Perfekt, so sollte es sein.
    • Roman Rauch 21.09.2019 12:24
      Highlight Highlight ich habe keinen eintrag im pass. habe den kindern auch nichts gemacht, nur filme vom net runtergeladen aus neugier
  • Hummingbird 20.09.2019 06:34
    Highlight Highlight Doch doch, die Zusammenarbeit zwischen Thailand und der Schweiz läuft wunderbar ...[Ironie aus]
  • Jorge de los alpes 20.09.2019 03:42
    Highlight Highlight Und das zweite Ei wurde offenbar als Warnung an den Triebtäter in der Presse gelegt: "Letztlich hat sich der Mann mit seinem Wunsch, die Strafe in der Schweiz zu verbüssen, selbst ein Ei gelegt: Reist er ein, muss er mit seiner sofortigen Verhaftung rechnen – royale Begnadigung hin oder her. (haj/chmedia)".
    Zwischen den Zeilen heisst das wohl, dass der Täter sich von der Schweiz fernhalten soll, "Pass auf, sonst landest da im Knast". Ohne weitere Worte.....
    • Max Cherry 20.09.2019 08:01
      Highlight Highlight Da wäre er sicher niiiiiiiiie selber drauf gekommen, dass er verhaftet wird, wenn ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Ist bestimmt auch nicht der Grund für sein abtauchen. Meine Fresse.
  • s_rosenthaler 20.09.2019 00:53
    Highlight Highlight Mag kleinlich klingen, aber 4 Jahre und 23 Monate, das wären doch eigentlich 5 Jahre und 11 Monate, oder?
  • sikki_nix 20.09.2019 00:04
    Highlight Highlight Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
  • laserCat121 19.09.2019 23:33
    Highlight Highlight 4 Jahre und 23 Monate ist eine ziemlich komische Haftdauer... 🙂
  • TanookiStormtrooper 19.09.2019 22:31
    Highlight Highlight Vier Jahre ist ja bei so einer Tat schon ein ziemlicher Witz, aber dass ein König so jemanden begnadigt sagt ja auch einiges über den König aus...
    • DRS 19.09.2019 22:57
      Highlight Highlight 4 Jahre und 23 Monate um genau zu sein 🤔
    • bytheway 19.09.2019 23:06
      Highlight Highlight 4 Jahre + 23 Monate = 5 Jahre + 11 Monate...?
    • sontau 20.09.2019 04:48
      Highlight Highlight Der König selbst ist ein „ziemlicher Witz“...
      Abgesehen davon hätte dieser Täter hierzulande leider auch kaum eine längere Haft befürchten müssen.
    Weitere Antworten anzeigen

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