Astronomie
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Potentiell bewohnbare Exoplaneten 2018

Alle auf einen Blick: Die aussichtsreichsten potentiell bewohnbaren Exoplaneten, hier geordnet nach ihrer Entfernung von der Erde. Rechts zum Vergleich Erde, Mars, Neptun und Jupiter.  Bild: PHL/UPR Arecibo

Wo ist die Erde Nummer 2? Das sind die Top Ten der Kandidaten

22.07.18, 15:42


Leben ist anspruchsvoll, wie es scheint. Von den acht Planeten in unserem Sonnensystem ist nach unserem Wissensstand nur einer belebt: die Erde. Weder auf dem Mars noch auf der Venus, die unserem Planeten am ähnlichsten sind, gibt es Leben. 

Kein Wunder richtet sich der suchende Blick nach aussen, über die Grenzen unseres Sonnensystems hinweg. Seit der Entdeckung der ersten sogenannten Exoplaneten in den Neunzigerjahren haben die Astronomen fast 4000 dieser fernen Welten gefunden.

Viele davon sind riesige, lebensfeindliche Gasplaneten; andere umkreisen ihre Sonne zu nah, wieder andere sind zu weit von ihr entfernt. Nur in einem relativ engen Abstandsbereich kann Wasser in flüssiger Form vorkommen. Das ist die sogenannte habitable Zone. 

Das Planetary Hability Laboratory (PHL) der University of Puerto Rico in Arecibo unterhält einen Katalog der potentiell bewohnbaren Exoplaneten. Die aktuell zehn aussichtsreichsten Kandidaten präsentieren wir hier, geordnet nach dem Grad ihrer Ähnlichkeit mit der Erde (ESI). 

ESI

Die Ähnlichkeit eines Himmelskörpers mit der Erde wird durch den Earth Similarity Index (englisch für «Erdähnlichkeitsindex»), kurz ESI, ausgedrückt. Die Skala des ESI bewegt sich zwischen 0 und 1, wobei die Erde den Wert 1 aufweist. Die Werte werden aus dem Radius, der Dichte, der kosmischen Geschwindigkeit und der Temperatur an der Oberfläche errechnet. In unserem Sonnensystem ist das Objekt mit dem zweitgrössten ESI nach der Erde selbst der Nachbarplanet Mars mit einem Wert von 0,697. 

Wikipedia

10
Kapteyn b

Exoplanet Kapteyn b

Künstlerische Darstellung von Kapteyn b. Die helle Wolke im Hintergrund ist Omega Centauri, ein Kugelsternhaufen, der möglicherweise der Überrest einer von der Milchstrasse geschluckten Zwerggalaxie ist. Vielleicht stammt auch das Kapteyn-System aus dieser Zwerggalaxie.    Bild: PHL / UPR Arecibo

Nur gerade 13 Lichtjahre ist dieser Exoplanet von der Erde entfernt. In kosmischen Massstäben ist das gleich um die Ecke. Der 2014 entdeckte Planet umkreist sein Zentralgestirn – Kapteyns Stern im Sternbild Pictor – einmal in 48,6 Tagen. Auf Kapteyn b, der rund fünfmal schwerer als die Erde ist, könnte es flüssiges Wasser geben.

Exoplanet Kapteyn b im Vergleich mit der Erde

Kapteyn b im Vergleich zur Erde. Kapteyn b wird hier dargestellt als kalter Ozeanplanet mit einem Netz von Kanälen unter einer dünnen Wolkendecke. Bild: PHL / UPR Arecibo

Kapteyns Stern ist nach dem niederländischen Astronomen Jacobis Kapteyn benannt und besitzt lediglich 38 Prozent der Sonnenmasse. Der rote Unterzwerg ist etwa 13 Milliarden Jahre alt und lichtschwach. Von seinen beiden Planeten, die etwa doppelt so alt wie die Erde sein könnten, befindet sich nur der etwas kleinere Kapteyn b in der habitablen Zone. 

9
LHS 1140 b

In this artist tendering provided by M. Weiss Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, a newly-discovered rocky exoplanet, LHS 1140b. This planet is located in the liquid water habitable zone surrounding its host star, a small, faint red star named LHS 1140. The planet weighs about 6.6 times the mass of Earth and is shown passing in front of LHS 1140. Depicted in blue is the atmosphere the planet may have retained. (M. Weiss Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics via AP)

Der Exoplanet LHS 1140 b passiert seine Sonne, den Zwergstern LHS 1140.   Bild: AP/Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

LHS 1140 b, vermutlich ein Gesteinsplanet mit einem Eisenkern, ist mit seinem Durchmesser von knapp 18'000 Kilometern 1,4-mal so gross wie die Erde und siebenmal so schwer. Für einen Umlauf auf seiner nahezu kreisförmigen Bahn um sein Zentralgestirn, einen 41 Lichtjahre entfernten Roten Zwergstern im Sternbild Walfisch, benötigt der Exoplanet lediglich 25 Tage. 

Exoplanet LHS 1140b

Der 2017 entdeckte Exoplanet umkreist seine Sonne einmal in 25 Tagen.  Bild: ESO/spaceengine.org

Trotz der engen Umlaufbahn befindet sich LHS 1140 b in der habitablen Zone. Das liegt an der geringen Grösse seiner rund fünf Milliarden Jahre alten Sonne, die nur etwa 15 Prozent der Masse unserer Sonne aufweist. Der Exoplanet empfängt daher im Vergleich zur Erde nur etwa die Hälfte der Strahlung. Vorteilhaft ist auch, dass seine Sonne weniger energiereiche Strahlung aussendet, weil sie sich langsamer um die eigene Achse dreht als andere Rote Zwerge. 

8
Trappist-1 f

Exoplanet Trappist-1 f

Trappist-1 f umkreist seine Sonne in nur 9,2 Tagen. Bild: Wikimedia

Der von seinem Stern her gesehen fünfte von sieben Planeten des Trappist-Systems im Sternbild Wassermann ist mit einem Radius von 1,045 Erdradien fast gleich gross wie die Erde, weist aber eine deutlich geringere Masse auf. Alle sieben Planeten des Systems umkreisen ihren leuchtschwachen roten Zwergstern in engen Umlaufbahnen, die im Vergleich allesamt innerhalb der Merkurbahn liegen würden. Vermutlich ist ihre Rotation gebunden, das heisst, dass sie ihrer Sonne stets dieselbe Seite zuwenden. Mittlere Temperaturen wären somit nur in einer ringförmigen Zone zwischen der Tag- und Nachtseite zu erwarten. 

epa05809145 An undated handout photo made available by the NASA on 22 February 2017 shows an artist's concept to imagine what it would be like to stand on the surface of the exoplanet TRAPPIST-1f, located in the TRAPPIST-1 system in the constellation Aquarius. Because this planet is thought to be tidally locked to its star, meaning the same face of the planet is always pointed at the star, there would be a region called the terminator that perpetually divides day and night. If the night side is icy, the day side might give way to liquid water in the area where sufficient starlight hits the surface. One of the unusual features of TRAPPIST-1 planets is how close they are to each other -- so close that other planets could be visible in the sky from the surface of each one. In this view, the planets in the sky correspond to TRAPPIST1e (top left crescent), d (middle crescent) and c (bright dot to the lower right of the crescents). TRAPPIST-1e would appear about the same size as the moon and TRAPPIST1-c is on the far side of the star. The star itself, an ultra-cool dwarf, would appear about three times larger than our own sun does in Earth's skies. The TRAPPIST-1 system has been revealed through observations from NASA's Spitzer Space Telescope and the ground-based TRAPPIST (TRAnsiting Planets and PlanetesImals Small Telescope) telescope, as well as other ground-based observatories.  EPA/NASA/JPL-Caltech/T. Pyle (IPAC) / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Blick auf den Sonnenuntergang auf Trappist-1 f. Bild: EPA/NASA

Trappist-1 f benötigt nur 9,2 Tage für eine Umrundung seines Sterns, der nur einen Zwölftel der Masse unserer Sonne hat. Möglicherweise handelt es sich um eine Wasserwelt – die fünf leichtesten Planeten des Systems könnten jeder bis zu fünf Prozent aus Wasser bestehen (bei der Erde sind es nur 0,02 Prozent). Auf Trappist-1 f gäbe es in diesem Fall etwa 250 Mal so viel Wasser wie auf der Erde. Der Ozean auf der sonnenabgewandten Seite wäre allerdings wohl von einer Eiskruste überzogen. 

7
Kepler-1229 b

Exoplanet Kepler 1229-b

Kepler-1229 b ist etwas grösser als die Erde. Bild: Wikimedia/MarioProtIV

Auch Kepler-1229 b umkreist einen Roten Zwerg in der habitablen Zone. Eine Umrundung dauert 86,8 Tage. Der 2016 entdeckte Exoplanet hat vermutlich einen Durchmesser von 17'900 Kilometern – rund 5200 Kilometer mehr als die Erde. Die Masse ist noch nicht genau bestimmt; die Schätzungen gehen von 1,2 bis 9,8 Erdmassen. 

Das Zentralgestirn Kepler-1229 hat etwa 0,54 Sonnenmassen und befindet sich – 769 Lichtjahre von der Erde entfernt – im Sternbild Schwan. 

6
Gliese 667 C f

Exoplanet Gliese 667 C f*

Auch Gliese 667 C f ist grösser als die Erde. Bild: Pics-about-space.com

Gliese 667 ist ein 22 Lichtjahre entferntes Dreifachsternsystem im Sternbild Skorpion. Zwei der drei Sonnen umkreisen einander, während die dritte – der Rote Zwerg Gliese 667 C – beide weiter draussen umkreist. Dieser Stern hat nur knapp ein Drittel der Masse unserer Sonne und nur gerade 1,4 Prozent von deren Leuchtkraft. Er besitzt ein Planetensystem, das 2009 entdeckt wurde. 

Gliese 667 C f ist mit einem Radius von 1,5 Erdradien grösser als die Erde. Der Exoplanet ist, wie der Buchstabe in seiner Bezeichnung zeigt, der fünfte Planet des Systems und umkreist sein Zentralgestirn einmal in 39 Tagen. Von diesem erhält er deutlich weniger Strahlung als die Erde; er müsste daher, um lebensfreundlich zu sein, mehr Treibhausgase wie CO2 besitzen.  

5
Kepler-442 b

Exoplanet Kepler-442 b

Grössenvergleich: Kepler-442b und unsere Erde. Bild: Wikimedia/Ph03nix1986

Kepler-442b kennen wir erst seit Januar 2015. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Gesteinsplaneten, der um etwa einen Drittel grösser als die Erde ist. Seine Sonne ist ein orange leuchtender Stern der Spektralklasse K, der etwas kleiner als unsere Sonne ist und sich 1115 Lichtjahre von unserem System entfernt im Sternbild Leier befindet. 

Kepler-442b umkreist sein Zentralgestirn in gut 112 Tagen. Der Exoplanet mit einem ESI von 0,84 gilt, was Grösse und Temperatur anbelangt, als einer der erdähnlichsten Planeten, die bisher entdeckt worden sind. 

4
Gliese 667 C c

Exoplanet Gliese  667C c

Stimmungsvolles Panorama auf Gliese 667 C c. Bild: wikimedia/ESO/L. Calçada

Wie der unter Punkt 6 erwähnte Exoplanet Gliese 667 C f  umrundet der nur 22,1 Lichtjahre von der Erde entfernte Gliese 667 C c einen Roten Zwerg im Dreifach-Sternsystem Gliese 667. Dafür benötigt er gut 28 Tage. Seinen ESI von 0,84 verdankt der Planet, dessen Radius 1,8-mal grösser als jener der Erde ist, unter anderem der angenehmen Oberflächentemperatur von schätzungsweise 27 °C. 

Exoplanet Gliese 667 C c

Gliese 667 C c im Grössenvergleich mit Erde und Mars. Bild: pics-about-space.com

Gliese 667 C c gehört zu einer Dreiergruppe von Gesteinsplaneten, die alle in der habitablen Zone um ihre Sonne im Sternbild Skorpion liegen. Insgesamt umkreisen mindestens sieben Planeten diesen Roten Zwerg. 

3
Kepler-1652 b

Exoplanet Kepler-1652 b

Kepler-1652 b hat vermutlich eine dichte Atmosphäre und zudem ein Magnetfeld.  Bild: Youtube

Der 2013 entdeckte, aber erst 2017 bestätigte Exoplanet hat einen Radius von ca. 1,6 Erdradien und eine hohe Dichte von 9,9 g/cm3, was darauf hinweist, dass es sich um einen Gesteinsplaneten handelt. Seine hohe Masse spricht dafür, dass Kepler-1652 b eine dichte Atmosphäre haben könnte – und zudem ein Magnetfeld, das die Planetenoberfläche vor den Protuberanzen und dem Sonnenwind des Zentralgestirns schützt.  

Kepler-1652 b umkreist seine Sonne – ein 3,2 Milliarden Jahre alter Roter Zwerg – in 38 Tagen einmal; der Exoplanet ist seinem Stern um 83 Prozent näher als die Erde der Sonne. Aus diesem Grund bekommt er im Vergleich vier Fünftel der Strahlung, die die Erde erhält, obwohl der Rote Zwerg nur 1,6 bis 2,6 Prozent der Leuchtkraft unserer Sonne hat. 

2
Trappist-1 e

epa05808994 An undated handout photo made available by the European Southern Observatory (ESO) on 22 February 2017 shows an artist's impression of the view from the surface of one of the planets in the TRAPPIST-1 system. At least seven planets orbit this ultra cool dwarf star 40 light-years from Earth and they are all roughly the same size as the Earth. They are at the right distances from their star for liquid water to exist on the surfaces of several of them. This artist’s impression is based on the known physical parameters for the planets and stars seen, and uses a vast database of objects in the Universe.  EPA/ESO/M. Kornmesser/spaceengine.org / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Künstlerische Darstellung des Trappist-1-Systems.  Bild: EPA/European Southern Observatory

Trappist-1 e gleicht von der Grösse her der Venus. Der Gesteinsplanet ist mit 0,92 Erdradien und 0,62 Erdmassen etwas kleiner als die Erde. Möglicherweise handelt es sich um eine Ozeanwelt; die meisten Planeten des Systems dürften – wie unter Punkt 8 erwähnt – einen Wasseranteil von bis zu 5 Prozent aufweisen, 250-mal mehr als die Erde. 

Exoplanet Trappist-1 e

Trappist-1 e ist etwa so gross wie die Venus. Bild: Wikimedia

Der Exoplanet umkreist seinen Stern in rund 6 Tagen einmal auf einer sehr engen Bahn; der Bahnradius beträgt nur etwa 0,028 Erdbahnen. Dennoch empfängt Trappist-1 e weniger Strahlung von seiner Sonne als die Erde, denn der Rote Zwerg Trappist-1 ist 8,3-mal kleiner als die Sonne und bedeutend lichtschwächer – er ist etwa 200-mal dunkler als unsere Sonne am Mittag. 

1
Proxima b

Exoplanet Proxima Centauri b

Proxima b, der erdnächste Exoplanet, wurde im August 2016 nachgewiesen.  Bild: Flickr

Kein anderer Exoplanet ist so nah bei uns wie Proxima b. Der Gesteinsplanet, der etwa 1,3 Erdmassen aufweist, umkreist den rund 4,2 Lichtjahre entfernten Roten Zwerg Proxima Centauri, den nächstgelegenen Stern, einmal in 11,2 Tagen. «Nah» heisst hier aber so viel wie «unerreichbar»: Mit den gegenwärtig maximal erreichbaren Geschwindigkeiten würde allein die Hinreise schon mehr als 30'000 Jahre dauern. Proxima Centauri bildet mit den Sternen Alpha Centauri A und B ein Dreifachsternsystem. 

This artist rendering provided by the European Southern Observatory shows a view of the surface of the planet Proxima b orbiting the red dwarf star Proxima Centauri, the closest star to the Solar System. The double star Alpha Centauri AB also appears in the image to the upper-right of Proxima itself. Proxima b is a little more massive than the Earth and orbits in the habitable zone around Proxima Centauri, where the temperature is suitable for liquid water to exist on its surface.  (European Southern Observatory via AP)

So könnte es auf Proxima b aussehen. Die Sonne Proxima Centauri ist zwar viel kleiner als unsere Sonne, aber dafür sehr viel näher.  Bild: AP/European Southern Observatory

Die Umlaufbahn von Proxima b liegt in der habitablen Zone; falls der Exoplanet Wasser hat, dürfte es in flüssiger Form vorliegen. Da er sehr nah um seine Sonne kreist, hat der Exoplanet vermutlich eine gebundene Rotation, das heisst, er wendet ihr stets dieselbe Seite zu. Allerdings beträgt die Leuchtkraft von Proxima Centauri nur 0,014 Prozent der Sonne. Problematisch für das Vorhandensein von Leben dürfte freilich die Tatsache sein, dass Proxima Centauri ein sehr aktiver Flare-Stern ist: Seine Helligkeit kann sich plötzlich kurzzeitig verdoppeln, der Stern gibt dann eine starke Röntgenstrahlung ab. Diese sogenannten Flares können die Atmosphäre von nahen Planeten zerstören und deren Oberfläche unbewohnbar machen. Leben wäre dann nur in Ozeanen oder Höhlensystemen denkbar.

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51
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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 23.07.2018 15:08
    Highlight Für einen Lebens-Transfer von der Erde hin zu anderen Planeten sind Menschen ungeeignet.
    Sie verhungern, oder drehen durch.
    Nicht so unsere guten, alten Einzeller!
    Die haben eigentlich Alles, was es braucht, damit sie an einem um Lichtjahre entfernten Ort die Evolution neu gestartet werden kann!
    Ausserdem brauchen sie auf ihrer Reise durchs All nur wenig Nährstoffe. Als pflanzliche Mikroorganismen können sie ihren Energiebedarf mittels Photosynthese selber decken!
    Ausserdem besteht so eine Chance, dass auf einem "beimpften" Planeten später nachhaltigere Lebewesen entstehen, als Menschen...
    4 1 Melden
  • AnnaFänger 23.07.2018 01:03
    Highlight 🙄Hat die Erde überhaupt genug Ressourcen um das Ganze zu starten oder wird nun auch der Mars ausgeschlachtet?
    3 1 Melden
  • Mirischgliich 22.07.2018 22:28
    Highlight "Mit den gegenwärtig maximal erreichbaren Geschwindigkeiten würde allein die Hinreise schon mehr als 30'000 Jahre dauern."

    In einem anderen Artikel waren es nur 6300 Jahre:
    https://www.watson.ch/wissen/raumfahrt/309014667-so-viele-menschen-braucht-es-fuer-eine-reise-zum-naechsten-exoplaneten-proxima-b
    8 4 Melden
    • Daniel Huber 22.07.2018 23:49
      Highlight Stimmt. Dort war allerdings von einem Ionenstrahltriebwerk die Rede. Und das ist noch Zukunftsmusik – jedenfalls, wenn es darum geht, ein veritables Generationenraumschiff zu beschleunigen.
      13 1 Melden
    • Bynaus 23.07.2018 09:13
      Highlight Es sind heute schon Ionentriebwerke im Einsatz, z.B. bei der Raumsonde Dawn oder mittlerweile sogar auch schon bei kommerziellen Satelliten. 30000 Jahre ist der rein chemische Ansatz (raufschiessen und loslassen). Mit einem Ionenantrieb beschleunigt man konstant (wenn auch seeeehr langsam) weiter.
      5 0 Melden
    • KXXY 23.07.2018 14:55
      Highlight Warp-Antrieb?
      1 0 Melden
  • Nominator 22.07.2018 21:53
    Highlight Die Gegend um Alpha Centauri ist heiss. Da könnte die Wiege der Menschheit liegen. Ich kann mir durchaus vorstellen dorthin zurückzukehren. Bis in etwa 1500 Jahren müssen wir hier eh weg sein, weil dann Raumfahrt von der Erde aus nicht mehr möglich ist. Für das Problem mit der Zeit, an dessen Geheimnis wir noch knabbern wird sich eine Lösung finden. Also hört auf zu scherzen und studiert etwas.
    8 17 Melden
    • rodolofo 23.07.2018 16:28
      Highlight Das mit den 1500 Jahren ist vermutlich eine Prognose, welche vom heutigen, in der Evolution noch nicht sehr weit gekommenen Menschen ausgeht.
      Wenn die Menschen allerdings die nötigen Anpassungsleistungen vollbringen (beim lokalen Handeln lokal denken und beim globalen Handeln global denken), dann überwinden wir den Problemberg, der sich vor uns aufwölbt und schon in 100 Jahren unüberwindlich zu werden droht!
      Aber dann könnte unsere Spezies (und/oder andere Spezien) durchaus noch die 2-4 Milliarden Jahre auf der Erde herumlümmeln, bis unsere Sonne sich zur Super-Nova aufbläht.
      2 0 Melden
    • Nominator 24.07.2018 17:29
      Highlight @rodolofo Wenn man die Timeline der Bibel mit den anderen Vorhersagen kombiniert, dann wird es zu einer kosmischen Katastrophe kommen bei der sich ein Gesteinsgürtel um die Erde legt. Das führt dann zu ziemlich lebensfeindlichen Bedingungen. Ob sich dann eine Minderheit noch durchschlägt bis zum Aussterben ist nirgends verzeichnet. Ich tippe auf «eine neue Erde und einen neuen Himmel».
      0 1 Melden
    • rodolofo 24.07.2018 21:37
      Highlight @ Nominator
      Willst Du mich verarschen, oder glaubst Du das wirklich?
      2 0 Melden
  • lilie 22.07.2018 20:04
    Highlight Spannender Artikel! Jetzt noch beleuchten, wie wir da hinkommen könnten! 😊

    Anmerkung: Auf der ersten Grafik wird der ESI vom Mars mit 0.64 angegeben, in der Infobox aber mit 0.697.

    Was muss ich mir jetzt fürs nächste Huberquiz (bin schon auf Entzug 😭) merken? 🤔
    8 3 Melden
  • Bynaus 22.07.2018 19:55
    Highlight Sehr guter Artikel, gerne mehr!
    13 1 Melden
    • Daniel Huber 22.07.2018 22:46
      Highlight Danke schön!
      8 3 Melden
  • N. Y. P. 22.07.2018 19:08
    Highlight Die Erde würde sich übrigens sehr schnell erholen, wenn man sie von Menschen befreien würde.

    19 8 Melden
    • KXXY 23.07.2018 14:57
      Highlight Dann wäre sie aber keine Erde mehr, sondern nur ein Planet.
      0 1 Melden
    • N. Y. P. 23.07.2018 15:59
      Highlight Dann lassen wir zwei Menschlein drauf.
      3 1 Melden
  • Tugium 22.07.2018 18:58
    Highlight Interessanter Artikel. Nur werden wir Menschen niemals einen solchen Planeten betreten. 13 Lichtjahre😅 Und das bei 300‘000 km pro Sekunde. Nur schon „Treibstoff“ für so lange Zeit mitzuführen ist unmöglich🤷‍♂️

    Wir würden besser der Erde mehr Sorge tragen, weil was anderes haben wir nicht.
    16 7 Melden
    • _kokolorix 22.07.2018 22:25
      Highlight Den letzten Satz unterstütze ich voll und ganz.
      Man muss allerdings nicht Treibstoff für die ganze Zeit mitführen, sondern nur für die Beschleunigungs und Bremsphase. Ist die Geschwindigkeit mal erreicht, bleibt sie mangels Wiederstand so bis gebremst wird. Die Gravitation des Zielsystems kann beim bremsen auch noch genutzt werden. D.h. aber auch, je schneller das Raumschiff, desto mehr Energie und Zeit braucht auch das Bremsen. Im Extremfall wird die Hälfte der Zeit beschleunigt, die andere Hälfte gebremst, dann bräuchte es tatsächlich für die ganze Zeit Treibstoff
      16 1 Melden
  • Roman Stanger 22.07.2018 18:08
    Highlight Wenn wir uns dort irgendwann mal ansiedeln, werden die aber vorher hoffentlich noch umbenannt? Ich würde irgendwie nicht gerne zur "LHS-1140-b-Bevölkerung" gehören. Und wenns dort Erde gibt, nennt man die dann auch Erde, oder gibt dann im Gartencenter säckeweise "Blumen-LHS-1140-b" zu kaufen? Diese dringlichen Fragen sollten geklärt werden, bevor wir abreisen!
    110 12 Melden
    • Luca Brasi 22.07.2018 18:33
      Highlight Die Namen werden dann sicher versteigert. Dann heissen die Planeten Pepsi oder Alibaba. 😜
      57 1 Melden
    • swisskiss 22.07.2018 19:56
      Highlight Roman Stanger: Du hast genügend Zeit bei heutiger Raumfahrttechnik um die Distanz von 41 Lichtjahre zu überwinden. Bei heutiger Technik dauert die Reise für ein Lichtjahr rund 4000 Jahre. Mal 40....
      3 1 Melden
    • lilie 22.07.2018 20:01
      Highlight Ich sehe es schon kommen, es wird dann heissen: "Buchen Sie noch heute Ihren Flug mit Dubai Air nach Pepsi LHS 1140 b!".

      Ich reg mich schon bei den Sportanlässen über die unsäglich langen Namen auf. 😖
      19 7 Melden
  • Seelengevögelt 22.07.2018 17:41
    Highlight Interessant, dass keiner dieser Planeten bereits Leben ausweist.
    Sind vermutlich bereits vor langer Zeit geflüchtet und haben auf der Erde das passende Pendant zum versauen gefunden. 🤓
    15 32 Melden
    • Dominik Treier (1) 22.07.2018 20:09
      Highlight Nur so als Tipp, wir haben keinen blassen Schimmer, ob dort nicht schon jemand oder etwas lebt...
      21 1 Melden
    • Seelengevögelt 22.07.2018 21:50
      Highlight Logisch keinen Schimmer. Ist ja auch tiefe Vergangenheit, die uns als Zukunft angepriessen wird. Genau richtig für Deppen ohne genug Verstand. KI Produkte werden dann irgendwann mal vermutlich gucken was dort wirklich ist. 😁
      3 15 Melden
  • Quatonik 22.07.2018 16:46
    Highlight Sollte Gliese 667 C f nicht der sechste Planet im System sein statt der fünfte?
    Ansonsten super Artikel! Bitte mehr davon
    17 3 Melden
    • Daniel Huber 22.07.2018 18:08
      Highlight Dachte ich zuerst auch. Es scheint aber so, dass die Zählung beim Stern mit beginnt, dem der Buchstabe a zugewiesen wird. Der innerste Planet ist dann b. Darum trägt auch Proxima b, der bisher einzige bekannte Planet im Centauri-System, den Buchstaben b.
      34 2 Melden
    • Bynaus 22.07.2018 19:54
      Highlight Der Grund ist, das das System analog zu dem bei den Begleitsternen gewählt wurde. Der hellste heisst XXX A, dann XXX B, etc (also immer mit Grossbuchstaben). Das sieht man z.B. bei Gliese 667 "C". Für Planeten verwendet man stattdessen aber Kleinbuchstaben.
      5 2 Melden
  • demian 22.07.2018 16:21
    Highlight Die Moral der Geschicht, eine Alternative zur Erde haben wir nicht.

    Also hegen und pflegen wir besser was wir haben.
    117 6 Melden
    • Bynaus 22.07.2018 22:53
      Highlight Die Erde sollten wir auf jeden Fall hegen und pflegen, egal ob wir eine Alternative haben oder nicht.

      Und ganz korrekt gesehen haben wir keine Ahnung, ob unter der oben genannten Auswahl eine echte "Erde 2" (oder auch nur eine für Menschen bewohnbare Welt) zu finden ist, weil wir das mit heutigen Mitteln (noch) gar nicht feststellen können. Ich wäre aber nicht überrascht, wenn all diese Planeten ohne irgendwelches Leben wären.
      9 0 Melden
  • N. Y. P. 22.07.2018 16:07
    Highlight Rote Zwerge können übrigens mehr als 1000 Milliarden Jahre alt werden.

    Nisten sich Menschen also einmal auf einem Planeten in der Nähe eines roten Zwergs ein, so haben sie genug Zeit sich einzurichten..
    42 3 Melden
    • Daniel Huber 22.07.2018 18:09
      Highlight Stimmt, das ist der Vorteil der Roten Zwerge. Der Nachteil ist, dass sie meistens ziemlich aktive Flare-Sterne sind.
      31 1 Melden
    • Melker Spitzwegerich 22.07.2018 18:17
      Highlight @ N. Y. P.

      Bist du der Andreas Moser von Netz Natur?
      29 1 Melden
    • N. Y. P. 22.07.2018 19:05
      Highlight Nein, bin ich nicht.

      Astronomie ist einfach enorm faszinierend.

      Heute auf dem Drahtesel bei km 46 dachte ich spontan :
      Wie alt können eigentlich Rote Zwerge werden ? Als ich die Antwort schnell gegoogelt habe, beim Kaffee, stellte sich mir die Mutter aller Astronomiefragen :

      Expandiert das Weltall noch, wenn einer dieser Roten Riesen sein Lebensende erreicht hat ? Oder ist das Weltall bereits wieder auf dem Rückzug, wie es auch einige Theorien voraussagen.

      Jaaa,
      das sind spannende Fragen !
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    • DJ77 22.07.2018 19:13
      Highlight Naja...so alt werden die wohl kaum wenn unser Universum ca. 13.8Mrd. alt ist.
      Und bei Sichtungen bei sollchen Entfernungen nie die Lichtgeschwindigkeit vergessen ;-)
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    • Fumia Canenero 22.07.2018 20:34
      Highlight Faszinierend! Wie alt können eigentlich die blauen Zwerge, also die Schlümpfe, werden?
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    • Slavoj Žižek 22.07.2018 21:45
      Highlight Papaschlumpf ist 542 Jahre alt.
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    • Bynaus 22.07.2018 22:57
      Highlight Neben den Flares sind auch die engen Bahnen (in der bewohnbaren Zone) ein Problem: diese führen dazu, dass der Planet seinem Stern bald immer die gleiche Seite zuwendet. Das muss kein Todesurteil sein, aber es macht die langfristige Erhaltung von lebensfreundlichen Bedingungen auch nicht wahrscheinlicher. Und schliesslich sollte man noch bedenken, dass auch der Planet selbst eine Lebensdauer hat: wenn die innere Wärme nicht mehr ausreicht, um eine Plattentektonik anzutreiben, schläft auch der Kohlenstoff-Zyklus ein und die Atmosphäre reichert sich mit CO2 an - bis zur Treibhaushölle.
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    • N. Y. P. 23.07.2018 07:36
      Highlight @Bynaus

      Das würde dann auch für Mutter Erde gelten.

      Ich schätze, Du bist sehr an Astronomie interessiert, aber arbeitest nicht in diesem Umfeld.

      Super, Deine Inputs.
      4 0 Melden
    • Bynaus 23.07.2018 09:03
      Highlight @N.Y.P.: Ja das gilt auch für die Erde. Mir ging es nur darum, dass Planeten von Roten Zwergen nicht zwingend langfristig bessere Lebensbedingungen bieten als die Erde selbst.

      Ich arbeite in der Forschung, aber im Bereich Meteoriten, also sowas wie in den Suburbs der Astronomie. ;)
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