Donald Trump
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In this Jan. 31, 2014 photo, David Pecker, Chairman and CEO of American Media, addresses those attending the Shape & Men's Fitness Super Bowl Party in New York. The Aug. 21, 2018 plea deal reached by Donald Trump's former attorney Michael Cohen has laid bare a relationship between the president and Pecker, whose company publishes the National Enquirer. Besides detailing tabloid's involvement in payoffs to porn star Stormy Daniels and Playboy Playmate Karen McDougal to keep quiet about alleged affairs with Trump, court papers showed how David Pecker, a longtime friend of the president, offered to help Trump stave off negative stories during the 2016 campaign. (Marion Curtis via AP)

Der Verleger David Pecker weiss womöglich einiges über seinen früheren Freund Donald Trump. Bild: AP/AP

Der Skandal-Verleger und Donald Trumps schmutzige Geheimnisse

Der Verleger David Pecker hat zugegeben, Donald Trump bei der Zahlung von Schweigegeld geholfen zu haben. Nun fragt man sich in den USA, wie viele Skandale er über den Präsidenten in seinem «Giftschrank» hat.



Die Verurteilung von Donald Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen zu drei Jahren Gefängnis warf am Mittwoch hohe Wellen. Er hatte Schweigegeldzahlungen an das frühere «Playboy»-Model Karen McDougal und die einstige Pornodarstellerin Stormy Daniels zugegeben, «in Zusammenarbeit mit und im Auftrag von» Trump, wie Cohen gemäss den New Yorker Anklägern ausgesagt hat.

Damit brachte Trumps einstiger «Ausputzer» in juristischen Angelegenheiten den Präsidenten in direkte Verbindung mit den Zahlungen. Sie sollten das Schweigen der beiden Frauen über ihre Sexaffäre mit Trump erkaufen, und dies kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016. Der Zeitpunkt ist pikant, denn dadurch können die Zahlungen als illegale Wahlkampfspenden gewertet werden.

epa07226156 Michael Cohen (C), President Trump's former lawyer, arrives with his family for his sentencing hearing at United States Federal Court in New York, New York, USA, 12 December 2018.  EPA/JUSTIN LANE

Michael Cohen mit Tochter, Sohn und Ehefrau auf dem Weg zum Gericht. Bild: EPA/EPA

Der «Verrat» seines einstigen Hausjuristen, der sich vor dem New Yorker Bundesgericht geläutert gab, ist aber nicht das einzige Problem für den US-Präsidenten. Im Schatten des Cohen-Urteils wurde eine weitere pikante Vereinbarung publik: Der Verleger David Pecker gab zu, Trump bei der Abwicklung der Schweigegeldzahlung an Karen McDougal geholfen zu haben.

Unterdrückte Story

Der Vergleich zwischen dem Herausgeber des Revolverblatts «National Enquirer» und der Bundesanwaltschaft wurde bereits im September geschlossen und nun mit Michael Cohens Verurteilung veröffentlicht. Die Details sind bekannt: Peckers Verlag American Media Inc. (AMI) hatte McDougal 150'000 Dollar für eine «Enthüllungsgeschichte» gezahlt, die nie erschien.

David Peckers Geständnis könnte einen weiteren Mosaikstein bilden für ein Verfahren gegen Trump wegen Verstosses gegen das Gesetz zur Wahlkampffinanzierung. Und womöglich ist das nur der Anfang. Der «National Enquirer» ist berüchtigt dafür, jedes noch so halbgare Gerücht zu einer Skandalstory aufzublasen. Umso erstaunlicher ist die Unterdrückung der McDougal-Affäre.

Des Rätsels Lösung liegt in der jahrelangen Freundschaft zwischen Donald Trump und David Pecker. Der Verleger wollte verhindern, dass vor den Wahlen unangenehme Dinge über den Immobilienmogul ans Licht kamen. In den US-Medien wird spekuliert, dass Pecker in seinem «Giftschrank» noch einige schmutzige Geheimnisse über Donald Trump aufbewahrt.

Mit Licht und Worten gegen Trump

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Video: srf

Ein Beispiel wurde im Frühjahr enthüllt. Demnach hatte der «National Enquirer» einem ehemaligen Pförtner des Trump Towers 30'000 Dollar bezahlt für Informationen über ein uneheliches Kind, das Donald Trump mit seiner Haushälterin gezeugt haben soll. Auch diese Geschichte erschien nie, angeblich wegen fehlender Glaubwürdigkeit, wie AMI behauptete.

Pecker als «Goldmine» für Ankläger

Derartige Skrupel wären allerdings völlig neu für den «Enquirer». Die Vermutung liegt deshalb nahe, dass der Verlag auch in diesem Fall Trumps Präsidentschaftskandidatur schützen wollte. David Pecker könne deshalb zur «Goldmine für die Staatsanwälte» werden, meint Politico. Der Deal, der ihm Straffreiheit gewährt, sei ein «Paukenschlag» für Trump, sagte ein ehemaliger Bundesanwalt.

Pecker arbeite mit der Justiz zusammen, weil er sich – wie manch anderer – von Donald Trump verraten fühle, schreibt die «New York Times». Der Präsident und seine Entourage bereiten sich offenbar auf Ungemach vor. In ihrer Verteidigungsstrategie wollen sie gemäss der Zeitung auf den früheren demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Edwards verweisen.

FILE - In this April 12, 2012, file photo, former presidential candidate and U.S. Sen. John Edwards arrives outside federal court in Greensboro, N.C.  Andrew Young retook the witness stand for a fourth straight day at Edwards’ criminal trial in a North Carolina courthouse over accused campaign finance violations on Thursday, April 26, 2012. The former aide was the first witness called by the prosecution and is key to making the government’s case that Edwards directed a scheme to use nearly $1 million in secret payments from two wealthy donors used to help hide his pregnant mistress as he campaigned for the White House in 2008.  Edwards has pleaded not guilty to six criminal counts and faces up to 30 years behind bars if convicted.  (AP Photo/Gerry Broome, File)

Ex-Präsidentschaftskandidat John Edwards musste wegen Zahlungen an seine Geliebte vor Gericht. Bild: AP

Er hatte im Wahlkampf 2008 seiner schwangeren Geliebten Schweigegeld bezahlt. Enthüllt wurde der Skandal ausgerechnet vom «National Enquirer». Edwards wurde angeklagt. Vor Gericht sagte er 2012 aus, er habe mit der Zahlung nicht seine politische Karriere schützen, sondern die Affäre vor seiner Ehefrau verheimlichen wollen. Der Prozess platzte, weil die Geschworenen sich nicht auf einen Urteilsspruch einigen konnten. Das Justizministerium stellte darauf das Verfahren ein.

Aussagen von Donald Trump auf Twitter deuten darauf hin, dass er das Schweigegeld für Karen McDougal und Stormy Daniels mit einer ähnlichen Begründung rechtfertigen will. Unklar ist, ob es zu einem Verfahren kommen wird. Das Justizministerium stellt sich auf den Standpunkt, dass ein amtierender Präsident nicht angeklagt werden kann. Allein die Aussicht auf weitere Enthüllungen aus David Peckers «Giftschrank» sollte Trump allerdings Grund zur Sorge geben.

Trump auf dem Titel

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 13.12.2018 20:18
    Highlight Highlight Ach, kommt doch, Trump hat doch keine schmutzigen Geheimnisse (mehr).

    Entweder hat jemand geplaudert, der sich davon eine Menge Geld und/oder Publicity verspricht - oder Trump verplappert sich selber. 🙄
  • NumeIch 13.12.2018 18:28
    Highlight Highlight It‘s Mueller Time!

    Play Icon
  • Bert der Geologe 13.12.2018 17:04
    Highlight Highlight Verstehe immer noch nicht, weshalb die Zahlung von Schweigegeldern zur Verheimlichung von Seitensprüngen strafbar ist. Moralisch verwerflich ja, aber wo ist der Bezug zu einer Wahlkampfspende? Jetzt hat dieses Grossmaul soviel Mist gebaut. Gelogen und beschissen, dass sich die Balken biegen und vermutlich sogar sein Land an Russland verraten. Bestraft wird er aber für das Verheimlichen von Seitensprüngen.
    • pfffffffff 13.12.2018 17:26
      Highlight Highlight weil die Verheimlichung von negativen Tatsachen über einen Kandidaten mittels Schweigegeld-Zahlung als Wahlkampfbeeinflussung gilt, ergo illegale Wahlkampfspende. Wenn man's mal gecheckt hat, wird's plötzlich ganz einfach, hab auch lange gebraucht ;-)
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 13.12.2018 17:29
      Highlight Highlight Du weisst schon, für was Al Capone hinter Gitter gelandet ist? Das hat also Tradition in "good old America"!
    • TanookiStormtrooper 13.12.2018 17:38
      Highlight Highlight Der Fakt, dass er ein Lügner, Betrüger und Dieb ist, hätte ihn vielleicht Stimmen gekostet. Zumindest wenn es dafür knallharte Beweise gibt, Gerüchte gab es ja immer. Die wirklich wichtige Frage ist doch, warum die Republikaner einen so zwielichtigen Vollhorst überhaupt an den Vorwahlen teilnehmen lassen? Es war vielleicht gut für die Quoten, diesen Pausenclown mitmachen zu lassen, für das Land ist es sicherlich eine Katastrophe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 13.12.2018 16:49
    Highlight Highlight Nachrichten gucken muss für Melania schon verdammt anstrengend sein.
    • Bazoo 13.12.2018 18:47
      Highlight Highlight Das ging mir auch schon durch den Kopf...
      Irgendwie tut sie mir leid.
      Im selbem Moment frage ich mich allerdings, was die gute Frau davon hat wenn sie mit diesem Vollidioten zusammen bleibt🤔
    • äti 13.12.2018 20:48
      Highlight Highlight Ein Vertrag regelt das. Zwischen ihr und DT, erstellt während seiner Kandidatur.

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