Gesellschaft & Politik
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Die Frau musste sich für ihre Taten vor dem Strafgericht in Lausanne verantworten. 

Babysitterin wegen Sex mit Bub (4) verurteilt

25.05.18, 23:20 26.05.18, 08:19


Das Strafgericht Lausanne hat am Freitag eine Babysitterin wegen sexueller Handlungen mit einem Kind zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Der Staatsanwalt, der eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren verlangte, wird Berufung einlegen.

Die Schuld der Babysitterin wiege «schwer», ihre strafrechtliche Verantwortlichkeit sei «vollständig» und das Rückfallrisiko werde als mittelgross eingestuft, erklärte das Gericht. Die 1981 geborene Babysitterin wurde zudem für schuldig befunden, sexuelle Handlungen mit einer urteilsunfähigen und widerstandsunfähigen Person begangen zu haben.

Während rund dreier Jahre habe sich die Frau brasilianischer Abstammung mehrere Male pro Woche an einem Kind vergangen, für welches sie die Verantwortung trug. Sie habe das Kind gar gezwungen, sie zu penetrieren.

Die Babysitterin habe den zum Tatzeitpunkt vierjährigen Jungen gezwungen, nicht über die Übergriffe zu sprechen. Erst im Rahmen eines Sexualkunde-Kurses an der Schule im Jahr 2016 seien die sexuellen Handlungen aufgeflogen. Angesichts der Schwere der Verstösse hat das Gericht die sofortige Festnahme der Frau angeordnet.

Genugtuung von 15'000 Franken

Rund 90 Tage Untersuchungshaft werden von den fünf Jahren Gefängnis abgezogen. Den Zivilparteien sprach das Gericht eine Genugtuung von 15'000 Franken zu und die gesamten Prozesskosten müssen von der Beschuldigten getragen werden. Ausserdem wurde eine Psychotherapie angeordnet.

Der Staatsanwalt verlangte zehn Jahre Gefängnis. Er kündigte an, angesichts der milden Strafe Berufung einzulegen. Die Verteidigung hat sich zum weiteren Vorgehen noch nicht geäussert. (sda/kün)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Frances Ryder 26.05.2018 16:16
    Highlight Wetten wenn es ein Mann gewesen wäre, wäre das erste Wort im Titel Pädophiler und nicht Babysitter...
    27 0 Melden
    • HerrJirak 27.05.2018 09:34
      Highlight Oder Kinderschänder. Wieder ein Beispiel der Ungleichberechtigung zwischen Frau und Mann.
      6 0 Melden
  • iisebahnerin 26.05.2018 02:06
    Highlight Liebe Watson-Redaktion, sorry, aber der Headliner "Babysitterin wegen Sex mit 4-jährigem verurteilt" ist m.E. völlig daneben; verharmlosend. Das nennt sich sexueller Missbrauch, ggf Vergewaltigung.
    Auch in einem Headliner!
    126 7 Melden
    • TheManoure 26.05.2018 18:11
      Highlight Es handelt sich um einen Jungen, nach unserem grandiosen Gesetz fällt die Vergewaltigung also schon mal weg.
      8 2 Melden
  • elias776 26.05.2018 00:15
    Highlight wow... waaaas?
    20 2 Melden
  • Dong 25.05.2018 23:54
    Highlight Ich kenne die Details zu diesem Fall nicht, man sollte aber daran erinnern, dass solche Urteile, jeweils basierend auf Verhören von Kindern, oft reine Hysterie-Produkte waren.

    Hier ein typisches Beispiel aus den USA: http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-13501717.html
    5 64 Melden
    • iisebahnerin 26.05.2018 08:57
      Highlight @Dong: 'in dubio pro reo' in Ehren, aber wo ist der Zusammenhang, wo sind die Parallelen zu der von Dir verlinkten Massenmissbrauchs-Hysterie? Im einen Fall handelt es sich um einen einzigen Jungen, der nach Jahren von selber von den Missbräuchen erzählt, im anderen Fall/in den anderen Fällen handelt es sich um aberdutzende von Kindern, welche, zusammen mit ihren Eltern über Monate hinweg mit Suggestivfragen "bombardiert" und regelrecht konditioniert wurden, jegliches kindliches Verhalten in einem sexuellen Missbrauchskontext zu sehen.
      Erklär' bitte. Danke.
      31 3 Melden
    • Dong 26.05.2018 16:22
      Highlight Meine Überlegung: Dass ein ansonsten normales Mädchen plötzlich sowas tut, und zwar chronisch, ist extrem unwahrscheinlich. Dass ein Kind hingegen solche Geschichten erfinden kann, dafür gibt’s eine ordentliche Reihe Fallbeispiele ebenso wie wissenschaftliche Untersuchungen.
      Wie gesagt, ich kenne sie Details nicht, und wenn sie‘s war, dann selber schuld, aber eben: ich persönlich halte das für unwahrscheinlich.
      1 15 Melden

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