Justiz
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epa07699459 People participate in the Pride March LGBTQ + Pride (Lesbian, Gay, Bi, Trans and more), in Geneva, Switzerland, 06 July 2019.  EPA/MARTIAL TREZZINI

Die Verschiebung der Debatte rund um die «Ehe für Alle» wird von den Vertreterinnen und Vertreter der Schwulen, Lesben und Bisexuellen (LGB) kritisiert. (Symbolbild: Pride 2019, Genf) Bild: EPA

Nationalrat vertagt Entscheid über «Ehe für Alle»



Gleichgeschlechtliche Paare sollen in der Schweiz künftig die Ehe eingehen können. Der Nationalrat hat am Mittwoch die Debatte über die «Ehe für alle» aufgenommen. Zu einer abschliessenden Entscheidung ist aber noch nicht gekommen: Ratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD) unterbrach die Debatte am Mittag. An welchem Tag diese fortgesetzt wird, ist noch unklar. Moret sagte, man versuche das Geschäft noch in der Sommersession weiter zu beraten.

Die Ehe sei nicht nur ein äusseres Zeichen, sondern auch eine rechtliche Verbindung, erklärte Kommissionssprecher Beat Flach (GLP/AG). Es sei diskriminierend und einer liberalen Gesellschaft nicht würdig, dieses Institut homosexuellen Paaren vorzuenthalten. «Wir haben die historische Möglichkeit, Gleichberechtigung zu schaffen», sagte Tamara Funiciello (SP/BE).

Neben dem Heiraten gehe es darum, ob die Grundrechte in der Schweiz Bestand hätten, sagte Kathrin Bertschy (GLP/BE), die als Urheberin der Gesetzesänderung gilt. Sie verwies auf das Gleichbehandlungsgebot in der Verfassung: Es gehe nicht um neue Rechte, sondern um jene, die heute schon gälten - einfach für alle.

SVP sieht Widerspruch

Auch die Sprecher von Grünen und FDP machten sich für die Vorlage stark. «Es ist an der Zeit für den nächsten Schritt für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare», sagte Christoph Eymann (LDP/BS). Gespalten ist die Mitte: Ihr Sprecher Vincent Maitre (CVP/GE) sprach sich für die Vorlage aus, während sein Parteikollege Matthias Philipp Bregy (VS) zur Minderheit gehört, die die Vorlage insgesamt ablehnt.

Geschlossen trat hingegen die SVP auf. Das «Matrimonium» auf gleichgeschlechtliche Paare anzuwenden, sei ein Widerspruch in sich, sagte Yves Nidegger (GE). Unter dem Namen eingetragene Partnerschaft gebe es die «Ehe für alle» schon heute. Die rechtlichen Unterschiede seien winzig. Pirmin Schwander (SZ) verlangte eine Verfassungsänderung und die damit verbundene öffentliche Diskussion über den Ehebegriff.

Die EDU «bedauert, dass sich eine mehrheitliche Zustimmung zu diesem Vorstoss abzeichnet», wie sie in einer Mitteilung schreibt. Es sei unnötig und falsch, in Zeiten der fordernden Corona-Krise «eine gesellschaftspolitische Zerreissprobe vom Zaun zu reissen, welche die Gesellschaft spaltet und zukunftsentscheidende Prozesse lähmt». Sollte die Vorlage von National- und Ständerat angenommen werden, werde die EDU «zusammen mit verbündeten Kräften das Referendum ergreifen müssen».

Ungleiche Rechte

Die Verschiebung kritisierten Vertretende der Schwulen, Lesben und Bisexuellen (LGB - Lesbians, Gays, Bisexuals) in einer Mitteilung vom Mittwochnachmittag. Das Geschäft müsse noch in dieser Session fertig behandelt werden, forderte Salome Zimmermann, Präsidentin des Komitees «Ehe für alle». Sie zeigte sich aber auch erfreut über etliche Fraktionserklärungen und den breiten Rückhalt im Parlament für eine vollständige Gleichstellung.

Nach geltendem Recht steht die Ehe in der Schweiz nur heterosexuellen Paaren offen. Gleichgeschlechtliche Paare haben die Möglichkeit, ihre Partnerschaft eintragen zu lassen. Die eingetragene Partnerschaft ist aber nicht mit denselben Rechten und Pflichten verbunden. Unterschiede gibt es beispielsweise bei der Einbürgerung, auch die gemeinschaftliche Adoption von Kindern ist nicht erlaubt.

Das soll sich nun ändern. Mit der Änderung des Eherechts wird die Ehefähigkeit unabhängig vom Geschlecht formuliert - rechtstechnisch eine kleine Änderung, aber mit grosser gesellschaftspolitischer Wirkung.

Umstrittene Samenspende

Zu reden geben wird der Zugang zur Samenspende für lesbische Ehepaare. Die vorberatende Rechtskommission hatte diese Möglichkeit in der Vernehmlassung zur Diskussion gestellt. Obwohl der Vorschlag mehrheitlich gut aufgenommen wurde, entschied sie sich zuletzt knapp dagegen. Die Mehrheit argumentierte, dass der Zugang zur Samenspende für miteinander verheiratete Frauen die gesamte Vorlage gefährden könnte.

Das war vor den Wahlen vom Oktober 2019. Der Entscheid im Plenum könnte anders ausfallen. SP, Grüne, Grünliberale und ein Teil der FDP befürworten die Samenspende für lesbische Paare. Sie beantragen, dass Ehefrau der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt automatisch als Elternteil gilt. Die Elternschaft ab Geburt würde lesbischen Paaren den Zugang zur Samenspende ermöglichen.

Heikle Anliegen vertagt

Auf Anpassungen bei der Hinterlassenenrente soll vorläufig verzichtet werden, um die Vorlage nicht zu gefährden. Auch die Leihmutterschaft steht nicht zur Diskussion. Diese wäre Voraussetzung dafür, dass auch schwule Paare Kinder bekommen könnten. Dafür sind die politischen Hürden ungleich grösser als für die Samenspende, die für heterosexuelle Ehepaare heute schon zulässig ist.

Mit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gäbe es keine neuen eingetragenen Partnerschaften. Paare, die bereits in eingetragener Partnerschaft leben, sollen das aber weiterhin tun dürfen. Für sie gelten andere Bestimmungen als für Eheleute. Sie sollen die Partnerschaft aber in eine Ehe umwandeln können. (jaw/aeg/sda)

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Nationalratskommission will Ehe für alle schrittweise regeln

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115Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RETO1 04.06.2020 16:50
    Highlight Highlight Jetzt müssen die Aermsten ihre Hochzeitsplanung anpassen
    Die tun mir ja sooo was von Leid
  • Saerd neute 04.06.2020 09:11
    Highlight Highlight Es täte gut den Entscheid möglichst lange zu vertagen, irgendwann kommen ja vielleicht die Leute wieder zur Vernunft und merken dass homosexuelle Paare nie gleich sein können wie heterosexuelle Paare. Eine natürliche Fortpflanzung wird ihnen immer verwert sein denn diese Art von Sexualität ist von der Natur aus nicht als das Modell Normalo vorgesehen.
    • Liaewen 04.06.2020 12:21
      Highlight Highlight Und warum sollte die Fortpflanzung entscheiden, ob homosexuelle Paare die gleichen Rechte haben, wie die heterosexuellen Paare? Ich und meine Frau ( ja ich sage Frau auch wenn wir "nur" eingetragen sind) wollen keine Kinder, aber wir würden uns wünschen, dass nicht nur bei den Steuern steht "wird wie ein Ehepaar besteuert", aber hey gleiche Rechte wie die heterosexuelle Paare, auf keinen Fall! Sorry, aber wenn nicht die gleichen Rechte gelten, wollen wir auch nicht wie "normale" Ehepaare besteuert werden. Der Staat will in diesem Punkt "dr Batze uns Weggli"!
    • Celian 04.06.2020 12:24
      Highlight Highlight Oh wow echt jetzt? Du machst das an der Fortpflanzung abhängig?! Was ist dann mit den hetero Paaren die keine Kinder bekommen können? Sind die auch nicht "normal"?! Und informier dich mal ein wenig besser, es gibt durchaus sehr viele Beispiele in der Natur für Homosexualität.
  • Toni.Stark 04.06.2020 07:24
    Highlight Highlight Ich bin immer noch für die Ehe für niemand. Das sollte privatrechtlich geregelt werden. Was geht das dem Staat was an?
  • Schso 04.06.2020 05:48
    Highlight Highlight Es könnte so einfach sein. Wer gegen gleichgeschlechtliche Ehe ist, der soll keine gleichgeschlechtliche Ehe eingehen.

    Dieses rumgemurkse der EDU und SVP zu dem Thema sind unerträglich.
  • TZL 04.06.2020 04:54
    Highlight Highlight "Unter dem Namen eingetragene Partnerschaft gebe es die «Ehe für alle» schon heute. Die rechtlichen Unterschiede seien winzig." Mein Gott, ist das die Definition von Gleichberechtigung?
    Es geht darum Gleichberechtigung zu schaffen und nicht winzige Unterschiede zu erhalten.
  • Luki Bünger 04.06.2020 00:26
    Highlight Highlight Läck, die EDU wieder. Was rauchen die eigentlich?

    Es sei unnötig und falsch, in Zeiten der fordernden Corona-Krise «eine gesellschaftspolitische Zerreissprobe vom Zaun zu reissen, welche die Gesellschaft spaltet und zukunftsentscheidende Prozesse lähmt.»

    Aber eigentlich haben sie ja recht. Das Getoibele nervt und lähmt wirklich einfach nur noch alle.
    • Saerd neute 04.06.2020 09:14
      Highlight Highlight Mir scheint es sind eher die Homosexuellen Lobbys die da "rumtoibelen" und jammern. Es kommt mir vor wie im Kindergarten; ich will aber, ich will aber. Und wenn sie dies haben wollen sie sofort das nächste.
      DAS nervt.
    • Marek Zeman 04.06.2020 15:08
      Highlight Highlight Ja, solange wir ihnen nicht gleiche Rechte einräumen wollen sie mehr. Ist ja auch richtig so. Wir könnten das zügig beenden indem wir dem einfach endlich nachkommen...
    • Saerd neute 04.06.2020 19:58
      Highlight Highlight Marek
      Klar, und das Nächste ist das Geschrei nach Leihmutterschaft, was modernem Kinderhandel und Frauenausbeutung gleichsteht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FACTS 03.06.2020 21:29
    Highlight Highlight Eigentlich wäre eine Partnerschaft für alle besser als die Ehe für alle. Der religiös und romantisch aufgeladenen Ehebegriff verschleiert nur, was die Zivilehe heute rechtlich wirklich ist: Ein Vertrag zur Regelung der Scheidungsfolgen (wobei in diesem Zusammenhang auch der Tod scheiden kann).
  • Special K 03.06.2020 18:27
    Highlight Highlight Die Ehe für alle ist in der Gesellschaft nicht umstritten. Das liesse sich recht schnell erledigen. Diese Verschieberei ist jämmerlich, ein Armutszeugnis für dieses Parlament.
  • nukular 03.06.2020 17:23
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • VileCoyote 03.06.2020 17:15
    Highlight Highlight Und weiter so... wir sind alle gleich, aber einige sind gleicher als andere. Wo genau ist die progresive Schweiz? In Sachen Gleichstellung Mann/Frau-Homo/Hetero werden wir jedenfalls von vielen überholt und zurückgelassen.
    • Hierundjetzt 03.06.2020 18:32
      Highlight Highlight Nein werden wir nicht.

      Die, die überall Ehe für alle in Europa haben, haben nicht mal das Erbrecht angepasst.

      Sehr witzig.
    • Froggr 03.06.2020 23:38
      Highlight Highlight Jetzt kommt das wieder🙄. Die Gleichstellung zwischen Mann und Frau ist in der Schweiz vorhanden.
  • Miicha 03.06.2020 16:59
    Highlight Highlight Wenn wir mit Corona und den Protesten in der Welt nicht gelernt haben dass Liebe das Wichtigste ist (egal ob hetero oder homo) dann ist uns echt nicht mehr zu helfen. 🙄
    • RETO1 04.06.2020 16:52
      Highlight Highlight Liebe hilft gegen den Coronavirus?
  • Hierundjetzt 03.06.2020 16:09
    Highlight Highlight Ach dieses geknorzte und gezwänge der GLP 🙄

    - Hinterlassenenrente: nicht angepasst
    - Wittwenrente: nicht angepasdt
    - Kinder: nicht angepasst
    - Erbrecht: nicht angepasst

    Aber grossgekotzt von Ehe für alle sprechen.

    Das ist ja dermassen peinlich. Meine Fresse! Ist bereits Wahlkampf? Lügt die GLP die Homosexuellen brandschwarz an.

    Ich fass es nicht

    Kinder, Hinterlassenenrente, Erbrecht und WittweR-Rente ist 1‘000x wichtiger als das 3 Minuten Standesamt.

    GLP: nicht erfüllt. Jetzt aber dali und sofort dahinter! Die Zeit der lustigen Sprüchlein und des Wahlvieh-Einsammelns ist vorbei
    • SanchoPanza 03.06.2020 17:32
      Highlight Highlight kannst du mir eine Quelle für deine Aussagen zur GLP geben? ich konnte die Debatte leider nicht live mitverfolgen. Merci!
    • Hierundjetzt 03.06.2020 18:31
      Highlight Highlight Die GLP ist die Urheberin der Gesetzesrevision.

      Kannst Du Dir nur mal im Ansatz vorstellen, was es für ein Schlag ins Gesicht der Homosexuellen ist, wenn diese feststellen, dass Sie nur aufs Standesamt können, der Rest aber gleich bleibt?

      Budget Ehe für alle.

      Wow.
    • SanchoPanza 03.06.2020 18:58
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      das ist noch keine Quelle. Nach kurzer Recherche habe ich folgende Infos gefunden: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20130468

      Daraus ergibt sich mir nicht das die von dir genannten Punkte nicht automatisch auch gelten...?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thurgauo 03.06.2020 16:06
    Highlight Highlight Ich kann es einfach nicht verstehen, warum man heute überhaupt noch darüber diskutieren muss. Von einer Heirat ist niemand ausser die involvierten Personen selbst betroffen. Für Dritte hat es keinerlei Auswirkungen ...

    Bei Themen wie z.B. Adoption kann man von mir aus darüber diskutieren, da dort auch "Dritte" betroffen sind aber bei der Ehe ... come on? Wo leben wir?
    • Hierundjetzt 03.06.2020 18:37
      Highlight Highlight Es geht doch nicht um Standesamt 🙄

      Hinterlassenenrente? Wittwenrente? Lesben die unfruchtbar sind aber ein Kind möchten? Schwule mit Kinderwunsch? Erbrecht?

      DAS macht eine Ehe aus.

      Da ist nix geklärt. Gaaaar reeeein nichts😡

      Doch nicht der Schleier macht Dich zur gleichberechtigten Frau / Mann 🥳😂😂😂

      Meine Güte.
  • einmalquer 03.06.2020 16:05
    Highlight Highlight Man könnte statt sich auf den ideologisch aufgebauschten Ehebegriff zu konzentrieren, einfach für alle Partnerschafts-"Verträge" einführen.

    Bei denen es dann keine Rolle mehr spielen darf, wer wen heiratet und wer mit wem auf welchem Weg Kinder hat.

    Wer will kann ja dann immer noch - so wie das heute ist - vor den Altar treten und den kirchlichen Ehebegriff zelebrieren.

    Für alle wäre vieles einfacher.
  • Brockoli 03.06.2020 15:52
    Highlight Highlight Schon als kleines Kind wird einem beigebracht, dass man Probleme nicht vor sich her schieben soll. Scheinbar aber nicht jedem.
    • Froggr 03.06.2020 23:41
      Highlight Highlight Politikern eben nicht ;-)
  • Kaspar Floigen 03.06.2020 15:51
    Highlight Highlight In den USA kein Problem. Und die haben einen Präsidenten, der Tränengas werfen lässt, um mit der Bibel zu posieren.
    Das sollte einen zum Nachdenken bringen.
    • Froggr 03.06.2020 23:41
      Highlight Highlight Erstens hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Zweitens ist „progressiv“ immer eine Definitionsfrage.
  • Domi_Lee_Jones 03.06.2020 15:49
    Highlight Highlight Irgendwie typisch schweizer Parlament, heikle Geschäfte immer aufschieben.
    Wer heute noch ein Problem mit der gleichgeschlechtlichen Ehe hat, lebt für mich noch im Mittelalter.
  • Atavar 03.06.2020 15:47
    Highlight Highlight Was für eine ober-peinliche Scheindiskussion. In einem Staat der sich säkularisiert gibt.

    Niemandem wird etwas genommen, keine ominösen "Werte" (ha-ha, wo bleiben diese, eure "Werte" bei allen anderen Themen?) werden zerstört.

    Aber solche Leute & Parteien werden noch gewählt...
  • fidget 03.06.2020 15:35
    Highlight Highlight Es gibt schlicht und ergreifend kein objektives Argument, das gegen die Ehe für alle spricht. Was interessiert es mich, ob nun zwei Heteros oder zwei Homos heiraten? Schlussendlich ist das eine Sache jener zwei Liebenden. Drittpersonen tangiert es nicht und sie tragen auch keinen Nachteil davon. Hingegen dürfte die Möglichkeit zu heiraten für etliche Homosexuelle sehr wichtig sein.
    Wer dagegen ist, bei dem passt die Ehe für alle nur nicht ins eigene Weltbild.
    • BVB 03.06.2020 17:22
      Highlight Highlight @fidget
      Es gibt sehr viele politische Themen die nicht objektiv bewertet werden. Die Argumentation ist schwach.
    • Froggr 03.06.2020 23:43
      Highlight Highlight Argument: Das natürliche, das was schlussendlich das Überleben der Menschheit sichert, sollte meines Erachtens gewisse Privilegien haben. Wie weit diese gehen, ist die Frage und diskutabel.
    • Raembe 04.06.2020 09:27
      Highlight Highlight @Froggr: Homosexualität ist auch natürlich.

      Und bedenke: Es hat noch nie Privilegien gegeben die nicht auf kosten anderer gingen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Varanasi 03.06.2020 15:20
    Highlight Highlight Beschämend.
  • fabi 03.06.2020 15:08
    Highlight Highlight Vertagt? Wie lange wollen sie bitte daran noch rummachen? Peinlich.
  • Iambatman 03.06.2020 15:06
    Highlight Highlight Tauglicher Haufen, den wir da gewählt haben, momol.
  • B-Arche 03.06.2020 15:01
    Highlight Highlight In Deutschland brachte die AfD 2019 einen Antrag ein die gleichgeschlechtliche Ehe wieder abzuschaffen.
    Nur um einmal zu sehen dass das was Deutschland bereits hat sicher für die Zukunft sei.
    AfD-Wähler sind bereit Homosexuelle unter den Bus zu schubsen wenn sie dafür nur Euro- und EU-Austritt sowie Islamverbote plus "Einwanderung nur für Weisse und Christen" bekommen, inklusive Abtreibungsverbot.
    • Varanasi 03.06.2020 15:46
      Highlight Highlight Als ob AFD Wähler die Mehrheit der Bevölkerung repräsentieren würden.
      Im Moment steht diese Partei bei 9%.
      Soll man sich deswegen jetzt dieser Minderheit anpassen?

      Ich verstehe den Kommentar nicht so richtig.

    • B-Arche 03.06.2020 16:06
      Highlight Highlight Ich meinte dass man sich nicht unbedingt sicher sein kann dass das was man erreicht hat auf Dauer so bleibt. Die Gefahr kommt von AfD in Deutschland bzw von der SVP in der Schweiz.

      Und NOCH sind es 9%. Keine andere Partei hat aber so viel Geld (u.a. von wohlhabenden Schweizer Gönnern) wie die AfD und keine schafft es mittels "sozialer Netzwerke" eine Blase aufzubauen in denen die Menschen dann bleiben.
      Exakt dieselbe Taktik wie bei Trump.

      Ich sehe die AfD bei 30% bei der nächsten Bundestagswahl weil das "FLÜCHTLINGÄÄÄÄÄ" und "ISLAAAAAAAM" wieder aufgeblasen werden wird.
    • Varanasi 03.06.2020 16:26
      Highlight Highlight 30% für die AfD? Was für Medien konsumierst du?

      Die AfD ist gerade dabei sich selbst zu zerlegen, Stichwort Kalbitz. Glaube mir, die kommt bundesweit nie und nimmer auf 30%.

      Aber nun, das ist hier Off-Topic und hat mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 03.06.2020 14:57
    Highlight Highlight Verschoben?? JETZT NOCH?! Gopfetelli, wie lange muss ich denn noch warten? Auf wann verschoben? Ins Jahr 2026einhalb? Bis dann will ich weder heiraten noch Kinder kriegen!!
    Ich zahl hier Steuern, mach einen Job, leiste meinen Beitrag an diese Gesellschaft und versuche mich einzubringen. Weshalb muss ich so lange warten?? Was haben die wenn ich hier nicht das kriege was alle haben dürfen? Weshalb muss man über Jahre so betteln um dann immer wieder vertröstet zu werden?? Was haben wir euch getan damit ihr uns so auf die Folter spannt?
    • Saerd neute 04.06.2020 09:28
      Highlight Highlight Du darfst mit der Person deiner Wahl zusammenleben und du darfst jetzt schon Kinder kriegen. Niemand verbietet es dir. Wo ist das Problem? Ist das Problem dass du keine Kinder kriegen kannst weil du ein Mann bist und dein Partner ebenso? Na dann ist das ein Problem der Natur weil es so einfach nicht funktioniert. Also bitte aufhören mit rumjammern.
  • Michele80 03.06.2020 14:55
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, aus welchen Gründen man ein Geschäft vertagt? Uneinigkeit, zu lange Diskussionsdauer, ungekläre Sachverhalte? Warum stimmt man nicht einfach nach Stunde X der Diskussionsdauer ab? Ist ja hier wahrscheinlich nicht das erste Mal, dass so was passiert, da gibts sicher Regeln?! Kenn mich da nicht aus...
  • Bee89 03.06.2020 14:46
    Highlight Highlight Es hat niemanden zu interessieren, wen jemand liebt. Gleiche Rechte für Alle ist das mindeste was man in einer modernen Gesellschaft bieten muss!

    Und diese Aussage aus den 1920er Jahren, dass ein Kind ein Vater und eine Mutter haben muss... sagt das mal den tausenden Alleinerziehenden. Hauptsache ein Kind wird geliebt und bekommt alles was es braucht, scheissegal ob von 2 Frauen oder 2 Männern oder Mann und Frau.
    Dass man darüber immer noch diskutieren muss!
  • Heini Hemmi 03.06.2020 14:46
    Highlight Highlight 2‘ Strafe für Spielverzögerung!
  • ChiliForever 03.06.2020 14:45
    Highlight Highlight Wenn man mal ganz ehrlich und selbst wenn man eher konservativ ist, muß man doch zugeben: Eigentlich ist das ziemlich egal.

    Ich mag das Konzept der Ehe für alle ja auch irgendwie merkwürdig finden. Aber muß ich deshaab allen Ernstes anderen vorschreiben, wie sie zu leben haben? Vor allem, wenn ihre Art zu Leben niemanden - weder ihnen selbst noch Dritten - Schaden zufügt?
    Und die Erzkonservativen, die schreien, es täte aber ihnen weh/ekle sie an oder was auch immer leiden doch allenfalls unter Phantomschmerz.

    Ich will ja auch nicht, daß mir andere sagen, wie ich zu leben habe.
  • ralck 03.06.2020 14:36
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, alle Menschen würden ständig heikle Aufträge auf unbestimmte Zeit vertagen…

    • Ichweissmeinennamennichtmehr 03.06.2020 17:17
      Highlight Highlight Das hat meine ehemaligen Chef am liebsten getan oder dem stv. In die Finger gedrückt.
      Nach 2jahren bekam er dann die Kündigung, der war ziemlich überrascht deswegen! 🤦‍♀️
    • Froggr 03.06.2020 23:37
      Highlight Highlight Ja, glücklicherweise machen das aber nur die Politiker so. In der Privatwirtschaft: unmöglich.
  • bärn 03.06.2020 14:33
    Highlight Highlight wieder mal typisch... für was wurden die gewählt?? hauptsache sitzungsgelder kassieren und jahrelang darüber diskutieren....
  • Le Tintin 03.06.2020 14:29
    Highlight Highlight Debatte dauert ja schon 6,5 Jahre. Und wir warten jetzt halt nochmals, und warten, warten, sind geduldig und warten, warten... Gottes Mühlen mahlen langsam - die der Politik offenbar langsamer.
  • code-e 03.06.2020 14:29
    Highlight Highlight Schade! Chance verpasst uns endlich ins 21. Jahrhundert zu katapultieren. Wir werden dem Klischee wieder mal gerecht etwas langsamer zu sein
  • ChrigeL_95 03.06.2020 14:22
    Highlight Highlight Wir brauchen endlich eine Volksabstimmung darüber... dann kann es im Parlament nicht mehr weiter hinausgezögert werden..
  • Etniesoph 03.06.2020 14:15
    Highlight Highlight Dieses Parlament ist unbrauchbar.
  • Baccaralette 03.06.2020 14:11
    Highlight Highlight Feiglinge.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.06.2020 16:09
      Highlight Highlight Meine liebe, da drückst du dich aber noch sehr gewählt aus.

      Ich hätte andere, deutlich härtere Worte gewählt, was dieser verhuschte Haufen von feigen Hühner betrifft.
    • Baccaralette 04.06.2020 07:45
      Highlight Highlight Tja Herr Björn. Du kennst mich ja. Das ist echt einfach das, was mir dazu einfallen mag.
  • S. L. 03.06.2020 13:59
    Highlight Highlight Sollen sie doch dürfen. Heute ist doch sowieso alles egal was jemand macht, warum auch das nicht? Im Zeitalter der Gratispornos wird Prüderei eh aussterben
  • Matti_St 03.06.2020 13:49
    Highlight Highlight Ich könnte schreien, was versteht man unter gleiches Recht für alle nicht?
    Man muss jetzt nicht alles zerpflücken. Sonst haben wir wieder eine Rechtsungleichheit die man bekämpfen muss. Und sind wir ehrlich, in 10 Jahren wird man diese Themen wieder auf dem Tisch haben. Zu recht.
  • Pafeld 03.06.2020 13:35
    Highlight Highlight Als gläubiger Christ Homosexuellen das Recht auf Ehe zu verweigern, ist in etwa ähnlich unverschämt, wie wenn ich als Homosexueller exklusiv Christen das Recht auf Ehe aberkennen würde.
    Kümmert euch doch bitte endlich um euren eigenen S*****s.
  • VileCoyote 03.06.2020 13:29
    Highlight Highlight Ich verstehe einfach nicht was es da zu debattieren gibt. Ja, Punkt.
  • Platon 03.06.2020 13:03
    Highlight Highlight Die SVP und ihr ominöses Recht auf Vater und Mutter🤦🏻‍♂️ Ich hab die BV mal durchgeblättert, dieses Recht gibt es nicht. Könnt ja gerne eine Initiative lancieren!
    • Ruefe 03.06.2020 15:28
      Highlight Highlight Ich bin auch nicht dafür dass man versucht mit einer Verbotspolitik diese Rechte durchzuboxen. Aber ich denke jedes lesbische bzw. schwule Paar realisiert von sich aus dass ein Kind Vorbilder von beiden Geschlechtern braucht. Es muss nicht der Vater sein, aber es wird immer Phasen geben wo sich ein Kind auch mit dem Geschlecht mehr abgegen will dass in der Beziehung nichr präsent ist, und dass sollte man meiner Meinung nach als homosexuelles Paar akzeptieren können.
    • Ruefe 03.06.2020 17:03
      Highlight Highlight Ja blitzt mich ruhig, man muss die stumpfe SVP nicht beim Wort nehmen, aber auch auf dieser Seite gibt es Dinge die man sich zu Herzen nehmen kann. Ich toleriere das auch als normal wenn jemand meint dass er zwei Mütter bzw. zwei Väter hat. Aber das ändert nichts am Bedürfnis nach einer tiefen Beziehung zu beiden Geschlechtern. Ich hab gesagt dass ich nichts von Verbotspolitik halte, ich würde JA stimmen bei einer Abstimmung zur Samenspende. Aber wenn man sich der Herausforderung nicht bewusst ist und lieber so tut als wäre alles in Ordnung ist es vielleicht doch keine gute Idee...
    • Caerulea 03.06.2020 19:38
      Highlight Highlight @ruefe ich habe mir meine männlichen Vorbilder ausserhalb des Familienverbundes gesucht.
      Grossvater, Freunde der Familie, Nachbarn und natürlich Trainer und Lehrer.

      Man orientiert sich als Kind doch an allen Erwachsenen im Leben.
      Deshalb ist das für mich kein Argument!
    Weitere Antworten anzeigen
  • rumpelpilzli 03.06.2020 12:58
    Highlight Highlight Gleiche Rechte für alle. Finde es kurios, dass wir immer noch so rückständige gesetzte haben.
  • mrlila 03.06.2020 12:50
    Highlight Highlight Was? Stehe auf dem Schlauch...

    Im 21. Jahrhundert dürfen gleichgeschlechtliche Paare in der Schweiz noch nicht heiraten?

    For Fucks Sake 🤦‍♂️
    • Pafeld 03.06.2020 14:44
      Highlight Highlight Selbst heute gewichtet der Bundesrat das Fremdbestimmungsrecht von ein paar religiösen Splittergruppen noch immer höher als das Selbstbestimmungsrecht von fast einer Million Bürger in diesem Land. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
    • Martel 04.06.2020 04:17
      Highlight Highlight 1 Million? Verstehe Ihre Aussage nicht ganz.
    • Saerd neute 04.06.2020 09:34
      Highlight Highlight Pafeld
      Eine Million?

      Alles klar. Rechnen scheint nicht dein Hobby zu sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • moedesty 03.06.2020 12:49
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • insert_brain_here 03.06.2020 19:07
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • fant 03.06.2020 12:39
    Highlight Highlight Um mir wieder mal den (völlig unberechtigten) Hass der LGBT-Community auf mich zu ziehen: Ich empfinde Fortpflanzungsmedizin (nicht Geburtshilfe!) in der heutigen Zeit als unnötige Luxusmedizin - genau gleich wie Schönheits-OPs (natürlich soll eine z.B. durch einen Unfall entstellte Person wieder ein so normales Gesicht wie möglich erhalten, ich meine damit Busenvergrösserung, Falten entfernen, ...)

    Ich bin daher gegen Fortpflanzungsmedizin und daher auch dagegen, dass der mögliche Benutzerkreis erweitert wird. Ohne die Samenspende für lesbische Paare kann ich der Ehe für alle 100% zustimmen!
    • ChillDaHood 03.06.2020 14:58
      Highlight Highlight Es ist schwierig abzugrenzen, wo das eine anfängt und das andere aufhört. Plus - man schränkt eigentlich niemandes anderen Freiheit damit ein. Wenn man also jegliche Kosten selber trägt (nicht KK-übernommen), weshalb jemandem das Recht darauf verbieten?
    • Iambatman 03.06.2020 15:06
      Highlight Highlight 1. Inwiefern beeinträchtigt dich die Fortpflanzungsmedizin denn in deinem persönlichen Leben? Es zwingt dich keiner, das selber an dir durchzuführen.
      2. Vielleicht würde sich deine Meinung ändern, wenn du selber auf Fortpflanzungsmedizin angewiesen wärst.

      Den "völlig unberechtigten" Hass (wobei ich bezweifle, dass Hass das richtige Wort ist), scheint in anbetracht deinem fehlenden Einfühlungsvermögen diesen Personen gegenüber, nicht mehr so völlig unberechtigt.
      Gruss,
      Heterosexueller Fruchtbarer Mensch
    • Oly photographer 03.06.2020 15:20
      Highlight Highlight @Iambatman, es geht doch darum dass wir heute schon massiv überbevölkern. Darum braucht es die Reproduktionsmedizin nicht. Viele haben keine Kinder, nicht aus medizinischen Gründen sondern, weil es sich so ergeben hat. Also was soll's?
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  • Bits_and_More 03.06.2020 12:37
    Highlight Highlight Was für ein Quatsch der SVP Fraktion... Verschiedene Umfragen haben gezeigt, dass die Mehrheit der Schweizer die Ehe für Alle befürworten.
    Zudem hat die Mehrheit der Schweizer die Abschaffung der Heiratsstrafe UND der Zementierung der Ehedefinition zwischen Mann und Frau abgelehnt. Also die Mehrheit (für SVP: das Volch) wollte nicht, dass in der Verfassung die Ehe auf Mann und Frau definiert ist!

    Aber immer schön behaupten, dass in der Schweiz nur eine kleine Minderheit für die Ehe für Alle ist...
    • Pafeld 05.06.2020 00:09
      Highlight Highlight Selbst die Mehrheit der Basis der SVP befürwortet die Ehe für alle. Es ist lediglich die verkalkte Führung, die mit christlichen Fundies verfilzt ist, die sie bekämpft.

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