Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die abgewaehlte Gruene Berner Nationalraetin Aline Trede waehrend dem Eingang von  Ergebnissen der Eidgenoessischen Wahlen am Sonntag, 18. Oktober 2015 im Rathaus in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Aline Trede ist raus: Die Grüne wird nicht wiedergewählt.
Bild: KEYSTONE

SVP gewinnt 29,4 Prozent der Stimmen +++ Aline Trede verpasst Wiederwahl +++ fast die Hälfte der Berechtigten wählte

Die SVP geht als klare Siegerin aus den Nationalratswahlen hervor. Sie hat 11 Sitze gewonnen und kommt damit auf den historischen Höchststand von 65 Sitzen. Bluten müssen vor allem die Grünen. Im Ständerat ist das Rennen noch offen.



>>> Der Nachrichten-Ticker des gestrigen Wahltags zum Nachlesen

Es ist ein historischer Sieg für die Bürgerlichen: Im Nationalrat hat die SVP zusammen mit der FDP und den kleinen Rechtsparteien Lega und Mouvement Citoyen Genevois neu mit 101 Sitzen die absolute Mehrheit. Die SP büsst drei Sitze ein und hat noch 43 Mandate. Die FDP kommt mit drei Sitzgewinnen neu auf 33 Vertreterinnen und Vertreter. Die CVP verliert einen Sitz und kommt noch auf 28 Mandate.

Gemäss Zahlen des Bundesamtes für Statistik zu den Parteistärken kommt die SVP nach ihrem Wahlsieg vom Sonntag im Nationalrat auf einen Wähleranteil von 29,4 Prozent. Die Volkspartei hat damit gegenüber 2011 um nicht weniger als 2,8 Prozent zugelegt.

Die SP als zweitgrösste Partei hat einen Stimmenanteil von 18,8 Prozent erreicht (2011: 18,7 Prozent). Die FDP – die zweite Siegerin vom Wochenende – kommt neu auf 16,4 Prozent (2011: 15,1 Prozent). Die CVP kommt laut Bundesamt für Statistik auf neu 11,6 Prozent; vor vier Jahren hatte sie noch 12,3 Prozent der Stimmen geholt.

Die Wahlgewinner und -verlierer im Nationalrat

4,1 Prozent für Widmer-Schlumpfs Partei 

Zu den grossen Wahlverlierern gehören die Sieger der Wahlen 2011. Hart traf es die Grünliberalen, welche 5 ihrer Deputierten einbüssten und noch 7 Sitze haben. Die BDP, die Partei von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf erzielte 7 Sitze, zwei weniger als vor vier Jahren. Federn lassen mussten ausserdem die Grünen. Sie verloren 5 Sitze und kommen noch auf 10.

Die beiden jungen Parteien BDP und GLP haben deutlich an Wähleranteilen eingebüsst, nachdem sie 2011 beide je noch 5,4 Prozent für sich hatten verbuchen können. Die BDP kommt neu noch auf 4,1 Prozent Wähleranteil. Die GLP hat noch 4,6 Prozent Wähleranteil. Federn lassen mussten auch die Grünen. Sie fielen auf einen Wähleranteil von 7,1 Prozent zurück.

Erfolge feiern konnten dagegen kleine Linksparteien. BastA! errang in Basel-Stadt einen Nationalratssitz. Im Kanton Neuenburg hat sich die Partei der Arbeit (PdA) einen Sitz geholt.

Die Wahlbeteiligung

48,41 Prozent der Berechtigten haben sich gemäss Zählung der Nachrichtenagentur sda an den Nationalratswahlen am Wochenende beteiligt, weniger als die Hälfte der Berechtigten. Das sind etwas weniger als 2011 (48,5 Prozent) und etwas mehr als 2007 mit 48,3 Prozent.In absoluten Zahlen wählten allerdings seit 1971 – dem Jahr, in dem auf eidgenössischer Ebene das Stimm- und Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde – noch nie so viele Menschen den Nationalrat wie am Wochenende. 2'564'666 Personen beteiligten sich am Wahlgang. Allerdings war auch die Zahl der Wahlberechtigten die höchste seit 44 Jahren, wie ein Blick auf die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigt. 5'297'603 Schweizerinnen und Schweizer hätten sich am Wahlgang vom Wochenende beteiligen können.

Von Kanton zu Kanton schwankte die Wahlbeteiligung stark: Am höchsten war sie mit 62,65 Prozent in Schaffhausen. Dahinter folgen die Kantone Wallis mit 59,76 Prozent sowie Obwalden mit 59,51 und Nidwalden mit 58,33 Prozent.Die tiefste Wahlbeteiligung hatte Appenzell Innerrhoden. Nur gerade ein gutes Drittel seiner 11'565 Wahlberechtigten begaben sich dort an die Urnen, nämlich 36,72 Prozent. Am zweittiefsten war die Wahlbeteiligung in Glarus mit 41,46 Prozent. 

sda

Prominente Zu- und Abgänge

Etliche amtierende Nationalrätinnen und Nationalräte sind abgewählt worden, unter ihnen bekannte Köpfe wie SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin in Schwyz, die Grüne Aline Trede in Bern und SVP-Vertreter Christoph Mörgeli in Zürich.

Ausgewechselt: Das sind die bekanntesten Neu- und Ex-Nationalräte

Mit dem 20. Platz reichte es Mörgeli nicht in die 12-köpfige Abordnung seiner Partei. Ebenfalls jüngeren Kräften Platz machen müssen Hans Fehr und Ernst Schibli. Insgesamt sind sechs Neue in der Zürcher SVP-Deputation.

Dafür gelang in Zürich zwei Quereinsteigern auf Anhieb der Sprung in die grosse Kammer. Für die SVP wurde «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel mit dem Spitzenresultat gewählt. Für die SP gelang dem Ex-Diplomaten Tim Guldimann das selbe Kunststück. Mit Magdalena Martullo-Blocher zieht für Graubünden ebenfalls eine Quereinsteigerin ins Parlament ein. 

Stabiler Ständerat

Im Ständerat ist ein Rechtsrutsch ausgeblieben. Damit könnte der Graben zwischen National- und Ständerat noch tiefer werden. Vieles entscheidet sich jedoch erst im zweiten Wahlgang im November: Ein solcher ist in insgesamt zwölf Kantonen nötig. 19 der 46 Sitze sind nach dem ersten Wahlgang am Sonntag noch nicht besetzt.

Bisher hat die FDP zwei Sitze dazugewonnen, die CVP büsste ein Mandat ein, und die GLP wird künftig nicht mehr vertreten sein. Vor allem für die SP ist noch vieles offen: Sie muss sechs Sitze in zweiten Wahlgängen verteidigen. (dwi/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Empörung nach Landung am Mont-Blanc

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Khashoggi-Mord: Hinweise belasten Saudi-Kronprinz

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peter von der Flue 19.10.2015 09:54
    Highlight Highlight Ist eigentlich die gleiche Situation wie bei Mörgeli. Beide konnten sich bis jetzt in ihrem Leben von echter Arbeit in der freien Wirtschaft drücken. Mal sehen wie sie das wahre Berufsleben meistern. Fehlen werden mir beide nicht
  • Markus Steinegger 19.10.2015 08:20
    Highlight Highlight Gott sei's gedankt, dass wir das Fräulein Trede los sind!

Höhere Gebühren, weniger Datenschutz? Swisscom ändert AGB – und muss Kritik einstecken

Die Swisscom ändert per Oktober 2019 das Kleingedruckte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und erhöht damit unter anderem die Gebühren. Dies führt zu scharfer Kritik des Konsumentenschutzes.

Mit den neuen AGBs erhöhe die Swisscom aber nicht nur die Kosten für Papierrechnungen, sondern lasse sich durch die Zustimmung der Kunden zu den neuen AGBs auch eine «Blankovollmacht» ausstellen, um Daten zu bearbeiten, warnte die Stiftung Konsumentenschutz (SKS) am Donnerstag in einer Mitteilung.

Klar …

Artikel lesen
Link zum Artikel