USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07448947 US President Donald J. Trump (R) and Brazilian President Jair Bolsonaro (L) shake hands at the conclusion of their joint news conference in the Rose Garden of the White House in Washington, DC, USA, 19 March 2019. Bolsonaro, a right-wing nationalist who earned the nickname the 'Trump of the Tropics,' met with President Trump for bilateral negotiations and a joint press conference.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Bild: EPA/EPA

Trump trifft den «Tropen-Trump» – und sie mögen sich (darum gab's Geschenke)



US-Präsident Donald Trump und Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro haben bei ihrem ersten Treffen grosse Einigkeit demonstriert. «Brasilien und die Vereinigten Staaten waren sich nie näher, als wir es jetzt sind», sagte Trump am Dienstag in Washington. Er brachte sogar eine Nato-Mitgliedschaft des südamerikanischen Landes ins Spiel.

«Ich muss mit einer Reihe von Leuten reden», so dass Brasilien «vielleicht ein Nato-Verbündeter» werden könne, fügte der US-Präsident vor Journalisten hinzu. Eine Aufnahme Brasiliens in das transatlantische Verteidigungsbündnis würde «die Sicherheit und Zusammenarbeit unserer Länder ausserordentlich voranbringen».

Vor seinem Besuch bei Trump im Weissen Haus hatte Bolsonaro ein Abkommen unterzeichnet, wonach die USA Brasiliens Weltraumbahnhof Alcántara nutzen dürfen. «Wir wollen Brasilien wieder gross machen, so wie Trump die USA wieder gross machen will», sagte Bolsonaro am Montag bei der US-Handelskammer mit Blick auf Trumps Wahlkampfslogan.

Die Vereinbarung mit US-Unternehmen sieht technische Sicherheitsmassnahmen vor, um kommerzielle Satellitenstarts in Alcántara zu ermöglichen. Alcántara liegt im nördlichen Bundesstaat Maranhao an der brasilianischen Atlantikküste. Wegen seiner günstigen Lage nahe am Äquator brauchen Trägerraketen dort weniger Treibstoff als an anderen Startplätzen.

Former President of Brazil Fernando Henrique Cardoso, center, places his hand on his chest as he is introduced before being conferred with an honorary doctor of laws degree as biographer and literary critic Arnold Rampersad, left, and civil rights advocate Mary Bonauto, right, applaud during Harvard University commencement exercises, Thursday, May 26, 2016, in Cambridge, Mass. (AP Photo/Steven Senne)

Henrique Cardoso Bild: AP/AP

Mit dem Abkommen mit den USA will Brasilien den europäischen Weltraumbahnhof in Kourou im benachbarten Französisch-Guayana ausstechen. Das brasilianischen Parlament muss dem Abkommen allerdings noch zustimmen. Eine ähnliche Vereinbarung von Ex-Präsident Fernando Henrique Cardoso hatte es mit Verweis auf Brasiliens Souveränität abgelehnt. Im Jahr 2003 waren bei der Explosion einer Trägerrakete in Alcántara 21 Menschen ums Leben gekommen.

«Historische Gelegenheit»

Trumps Nationaler Sicherheitsberater, John Bolton, nannte Bolsonaros Besuch in Washington eine «historische Gelegenheit», die beiden «grössten Demokratien des Westens» neu auszurichten.

John Bolton hat nur Positives über Bolsonaro zu berichten.

Die beiden politisch rechtsgerichteten Präsidenten Trump und Bolsonaro liegen in vielen Fragen auf einer Linie. Die Reise in die USA ist Bolsonaros erster Staatsbesuch seit seinem Amtsantritt im Januar. Der selbsterklärte Trump-Bewunderer hat eine Neuausrichtung der brasilianischen Aussenpolitik und eine Annäherung an die USA angekündigt.

Drohfinger Richtung Venezuela

Seit Wochen versucht die US-Regierung mit immer neuen Strafmassnahmen, den venezolanischen Staatschef Maduro zum Rückzug zu drängen. Trump nutzt den Besuch des brasilianischen Präsidenten in Washington nun für eine weitere Drohung Richtung Caracas.

«Wir haben noch nicht die härtesten Sanktionen verhängt», sagte Trump am Dienstag während einer gemeinsamen Medienkonferenz mit Bolsonaro in Washington. «Wir können noch deutlich härter werden.» Die US-Regierung belegte die venezolanische Führung erst am Dienstag mit weiteren Sanktionen und nahm diesmal den Goldsektor ins Visier. Trump und Bolsonaro gaben sich bei ihrem gemeinsamen Auftritt betont eng.

Beide unterstützen Guaidó

In Venezuela tobt seit Wochen ein Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition. Juan Guaidó, Chef des entmachteten Parlaments, hatte sich Ende Januar zum Interimspräsidenten erklärt und Maduro damit offen herausgefordert. Zahlreiche Staaten, darunter die USA und Brasilien, haben Guaidó als rechtmässigen Übergangspräsidenten anerkannt.

Juan Guaidó erklärt sich zum Staatschef Venezuelas:

abspielen

Video: srf

Die US-Regierung versucht seit Wochen, Maduro zum Rückzug zu drängen – vor allem über wirtschaftlichen Druck. Das Finanzministerium verhängte nach und nach diverse Sanktionen gegen das Umfeld von Maduro, auch gegen den wichtigen Ölsektor des Landes.

Auf die Nachfrage, ob auch eine militärische Intervention der USA in Venezuela denkbar sei, sagte Trump am Dienstag zum wiederholten Mal: «Alle Optionen sind offen.» Er fügte hinzu: «Wir werden sehen, was passiert.» Die Entwicklung in Venezuela sei sehr traurig mit anzusehen. Es sei ein sehr reiches Land gewesen, doch unter Maduro gebe es dort kein Essen, kein Wasser, keinen Strom.

Bolsonaro sagte mit Blick auf eine mögliche militärische Intervention, dies sei eine strategische Frage, die nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werde.

Trikottausch

Die beiden Präsidenten kommen offenbar wirklich gut miteinander aus – deshalb gab es dann auch noch Geschenke. Trump nannte Brasilien eine «Fussballmacht» und sagte, er könne sich noch gut an den Fussballer Pelé erinnern. Als Zeichen ihrer guten Beziehung tauschten die beiden Staatsoberhäupter Trikots ihrer Nationalmannschaften aus – selbstverständlich mit dem jeweiligen Namen.

Der neue, rechtskonservative Präsident Brasiliens hat wegen seiner populistischen und in Teilen konfrontativen Äusserungen in Medien auch den Beinamen «Tropen-Trump» erhalten. Für seinen ersten bilateralen Besuch im Ausland seit seinem Amtsantritt zu Jahresbeginn wählte Bolsonaro demonstrativ die USA als Ziel. (vom/sda/dpa)

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump

John Boltons Notiz sorgt für Spekulationen

Play Icon

Mehr zu Donald Trump:

Selbst das amerikanische Wappentier ist vor Trump nicht sicher

Link zum Artikel

Trump hat die USA in eine nationale Sicherheitskrise gestürzt

Link zum Artikel

Make America Weak Again: Trump beschleunigt den Niedergang der USA

Link zum Artikel

Trump bleibt Trump: Bei der Richterwahl denkt er nur an sich selbst

Link zum Artikel

Der Mann, der Trump retten soll

Link zum Artikel

«F**k July 4th»: Kritische Stimmen und Proteste gegen Trump am Unabhängigkeitstag

Link zum Artikel

Warum US-Medien besessen sind von Donald Trump

Link zum Artikel

Harry-Potter-Autorin macht sich via Twitter über Donald Trump lustig

Link zum Artikel

Trump kann sein giftiges Erbe auf Jahre hinaus zementieren

Link zum Artikel

Gestern hatte Trump einen «Wow!»-Tag – aber diese Frau könnte ihm den Spass noch verderben

Link zum Artikel

Donald Trump ätzt gegen 2 US-Comedians – und die schiessen so zurück 😅

Link zum Artikel

Harley-Davidson ist nur der Anfang: Wie Trump sich im Handelskrieg verfahren hat

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 20.03.2019 08:02
    Highlight Highlight DIESE Art von Nord-Süd-Solidarität habe ich mir eigentlich nicht vorgestellt...
    Aber es kommt im Leben immer anders, als wie man es sich erträumt.
  • Crissie 20.03.2019 07:00
    Highlight Highlight Bitte ein Bild von Trump in diesem T-Shirt!
  • Töfflifahrer 20.03.2019 06:14
    Highlight Highlight Adolf und der Duce.
  • Demo78 20.03.2019 00:52
    Highlight Highlight Mir wird schlecht 🤮
  • Rontaler 20.03.2019 00:27
    Highlight Highlight Bolsonaro hat gute Chancen das von den Sozialisten heruntergewirtschaftete Land wieder auf Vordermann zu bringen. Seine Vorgänger besuchten jeweils lieber Caracas und Havanna...Viel Erfolg!
    • Nilda84 20.03.2019 07:08
      Highlight Highlight Ja, man bringt ein Land wunderbar auf Vordermann in den man den Zugang zu Bildung erschwert, die Lehrer generell als Kommunisten verklärt, Menschenrechte einschneidet, mehr Waffen fordert, den Urwald rodet und sich dem dümmsten Präsidenten, der die Welt je gesehen hat, anschliesst und ihn kopieren will...
      Ja, dass sind alles wirklich gute Massnahmen um ein Land auf Vordermann zu bringen! 🙄
    • Rontaler 20.03.2019 17:01
      Highlight Highlight Nach Jahren Herrschaft der Sozialisten ist eine Reform des Bildungssystems zu begrüssen. Menschenrechte werden keine beschränkt! In Brasilien haben nur noch die Kriminellen Waffen - Bolsonaro will die Sicherheit der Bürger erhöhen. In der Schweiz ist die Waffendichte auch hoch - trotzem ist die Mordrate niedrig. Weiter will Bolsonaro die Biodiversität fördern und gute Handelsbeziehungen mit den USA.

      Im Gegensatz zu Kuba ist Brasilien eine Demokratie und die Bevölkerung hat in klar gewählt.
    • Stormrider 20.03.2019 18:24
      Highlight Highlight Die Zeit wird es zeigen. Aber es ist ja wirklich schwierig es schlechter zu machen als die korrupten Sozialisen vor ihm.
  • Doeme 20.03.2019 00:19
    Highlight Highlight Na toll, da haben sich ja zwei gefunden...

Trump behauptet, Windmühlen würden Krebs verursachen – die Reaktionen sind grossartig 😂

Donald Trump hat bei einem Abendessen vor republikanischen Abgeordneten lautstarke Kritik an Windturbinen geäussert. Der US-Präsident ist kein Freund von Windenergie, das hat er bereits in der Vergangenheit mehrfach zum Ausdruck gebracht.

Windmühlen würden tausende Vögel umbringen und den Wert der Immobilien senken, falls sie in der Nähe gebaut würden, so die Meinung Trumps.

Doch nun sollen Windmühlen auch die Gesundheit der Menschen gefährden, wie der 72-Jährige diese Woche behauptet hat. Man …

Artikel lesen
Link zum Artikel