DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Ich kann es nicht mehr ertragen» – Ministerin stellt Corona-Leugner heftig in den Senkel



epa08663756 Minister of Social Affairs, Health, Integration and Consumer Protection of the State of Brandenburg Ursula Nonnemacher (front) stands in front of Brandenburg State Premier Dietmar Woidke who wears a face mask during a press statement in Gross Drewitz, Brandenburg, Germany, 12 September 2020. County Spree-Neisse/Wokrejs Sprjewja-Nysa informed about current measures to contain African Swine Fever (ASF) like electric wildlife fences and warning signs. The German Agriculture Ministry confirmed a first Swine Fever case in a dead wild boar in Brandenburg, Germany, on 10 September 2020. Media reports state, that China reacted to the virus by banning imports of pork meat.  EPA/CLEMENS BILAN

Ursula Nonnemacher. Bild: keystone

Es scheint, als sollte man sich in Deutschland lieber nicht mit hohen weiblichen Regierungsmitgliedern anlegen. Die Chancen, mit Corona-Leugnereien und -Provokationen ungeschoren davon zu kommen, sind eher klein.

AfD-Politiker Hans-Christoph Berndt musste diese Erfahrung soeben im Brandenburger Parlament machen. Er hatte mit seinen Aussagen die Wut der dortigen Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher auf sich gezogen.

«Hören Sie doch mal auf mit ihrer Corona-Leugnerei. Ich kann es nicht mehr ertragen», fauchte Nonnemacher den AfDler an. «Sie, Herr Dr. Berndt, haben nie klinisch gearbeitet. Sie haben nie in einer Notaufnahme gestanden, wenn Leute reinkamen, die erstickten.»

Nonnemacher macht aus ihren Emotionen keinen Hehl. Wütend redet sie auf die rechtsaussen-sitzende Fraktion ein. «Wenn die Leute keine Luft mehr kriegen und Todesangst haben, dem muss sich das Gesundheitspersonal hier täglich stellen.»

Bild

Nonnemacher bei ihrer Tirade.

Sie sei es leid, sich Zahlen aufzählen zu lassen und sich Begriffe wie Einzelfallletalität und Übersterblichkeit erklären zu lassen «oder weiss der Henker was so ‹Grössen› wie Dr. Wodarg und Professor Bhakdi (Verschwörungstheoretiker, Anm. d. Red.) sagen.»

Und dann holt Nonnemacher zum finalen Hieb aus: «Herr Berndt, Sie bleiben Zahnarzt und Rechtsextremist. Sie sind in der Lage, Goethe richtig zu zitieren, das ist in ihrer Fraktion nicht unbedingt selbstverständlich. Aber das war es dann auch.»

Gesundheitsministerin Nonnemacher in Rage

Video: watson

Leider ist in der Videoaufnahme dieser Ansprache, die gerade in den Sozialen Medien herum geht, der Gesichtsausdruck des besagten Herren in diesem Moment nicht zu sehen.

Es dürfte jedoch jenem seines Parteifreundes Uwe Witt geähnelt haben, als dieser von der deutschen Bundeskanzlerin in den Senkel gestellt wurde.

Witt hatte den Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech fälschlicherweise als «genmanipuliert» bezeichnet und wurde daraufhin im Plenum des Bundestags von Angela Merkel gemassregelt.

Deutschland befindet sich seit Mittwoch im Lockdown, nachdem die Fallzahlen auch bei unserem nördlichen Nachbarn in die Höhe geschnellt sind. Täglich sterben mehrere hundert Menschen dort an den Folgen einer Covid-19-Infektion. (aeg)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

Wie es aussieht, wenn du deinen Geschmackssinn wegen Covid verlierst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Hör auf die Wissenschaft und lass dich impfen

Es gibt Leute, die wissen es besser als du. Hör auf sie und lass dich impfen.

Expertinnen und Experten rund um den Globus sind sich einig: Um die Pandemie zu beenden, braucht es eine Impfung.Doch selbst der beste Impfstoff und die schnellsten Impfzentren nützen nur bedingt, solange sich die Bevölkerung nicht beteiligt.

Am Dienstag öffneten die Impfzentren im Kanton Zürich. Weit gefehlt, wer dachte, die Zentren seien von Impfwilligen überrannt worden. Von den bisher 90'000 verfügbaren Terminen waren am Mittwoch 18'000 noch frei.

Die Skepsis gegenüber der Corona-Impfung …

Artikel lesen
Link zum Artikel