Bitcoin

Kohlekraftwerk: Der dreckige Strom wird – vor allem in China – für das Schürfen von Bitcoins verwendet.  Bild: AP

Die Stromkosten für Bitcoins werden sich 2018 verdoppeln

Der Boom der Kryptowährung hat zur Folge, dass immer mehr Strom dafür aufgebracht werden muss.

11.12.17, 17:22 12.12.17, 05:34

ETF Securities ist ein auf Rohstoffe, speziell Gold, spezialisiertes Anlagehaus. Bitcoins werden bekanntlich wie Gold geschürft, allerdings im Internet, und die Miners benutzen nicht Pickel und Schaufel, sondern eigens konzipierte Rechner. Deshalb wird die Kryptowährung auch «digitales Gold» genannt.  

ETF Securities hat deshalb untersucht, wie hoch die Produktionskosten dieses digitalen Goldes sind. «Aufgrund der Ähnlichkeit mit Rohstoffen erscheint uns eine Berechnung der Produktionsgrenzkosten sinnvoll», heisst es in der von James Butterfill verfassten Analyse.  

Täglich verbraucht das Minen von Bitcoins Strom für 3,4 Millionen Dollar

Der letzte Bitcoin wird voraussichtlich 2130 gemint werden, «99 Prozent aller Bitcoins werden bereits bis 2017 ‹abgebaut› werden», schätzt Butterfill. Das hat Auswirkungen auf den Stromverbrauch. Aktuell entspricht der Stromverbrauch der Bitcoin-Miner etwa dem Verbrauch von 600'000 US-Haushalten, will heissen: Täglich wird Strom in der Höhe von 3,4 Millionen Dollar verbraucht.  

Der Boom der Kryptowährungen wird dies rasant verändern. «Bei der aktuellen Wachstumsrate des Bitcoin-Netzwerkes werden sich die derzeitigen Stromkosten bis Ende 2018 verdoppeln», heisst es in der Analyse.  

Der Mainstream ist auf den Bitcoin-Zug gesprungen

Nicht nur den Strom, auch die Rechner müssen die Miner käuflich erwerben. Rechnet man diese Kosten dazu, dann kostet das Mining eines Bitcoin inklusive Hardware heute rund 4300 Dollar. Der wachsende Stromverbrauch wird dazu führen, dass sich nächstes Jahr die Grenzkosten massiv erhöhen werden, gemäss Analyse auf 6500 Dollar.  

Folgt man der etwas kruden Logik der ETF-Securities-Analyse, dann lohnt sich das Bitcoin-Mining trotzdem. Der Kurs liegt derzeit bei rund 17'000 Dollar; und die Euphorie hat sich keineswegs gelegt. Im Gegenteil: Wer heute in Zürich in ein Taxi steigt, muss damit rechnen, dass der Fahrer ihm erklärt, wie Bitcoin-Mining geht. Ein sicheres Indiz dafür, dass der Mainstream auf den Bitcoin-Zug aufgesprungen ist.  

Ein Südkoreaner verfolgt die Kursentwicklung von Bitcoin. Bild: AP/AP

Besonders heftig wütete das Bitcoin-Fieber in Asien. In Südkorea soll es Menschen geben, die ihre gesamte Altersvorsorge in die Kryptowährung investierten – keine nachahmenswerte Idee. Die japanische Börse BitFlyer meldet derweil, dass einzelne Investoren ihre Einsätze bis zu 15 Mal «leveragen», will heissen: Sie spekulieren mit Beträgen, die 15 Mal höher sind als ihre Ersparnisse. Ein äusserst riskantes Unterfangen, denn Banken pflegen ihre berühmt-berüchtigten «margin calls» – die Aufforderung, Geld nachzuschiessen, wenn der Kredit aufgebraucht ist. Für den Kreditnehmer bedeutet dies in der Regel Totalverlust.  

Den Boom befeuern dürfte auch die Tatsache, dass in Chicago die Börse Cboe Global Markets Inc. heute zum ersten Mal Futures auf die Kryptowährung emittiert hat. Die etwas grössere GME Group Inc. wird im Laufe der Woche dem Beispiel folgen. Damit wird es möglich sein, auf die Kursentwicklung der Bitcoins mit Derivativen zu setzen. Angesichts der äusserst volatilen Kursentwicklung ist dies ebenfalls hoch riskant, nicht nur für die Spekulanten, sondern auch für das Finanzsystem.  

Die Gründungsidee geht vor die Hunde

Finanziell geht die Rechnung der Bitcoin-Pioniere auf. Einige von ihnen sind inzwischen sehr reich geworden. Das mag sie darüber hinwegtrösten, dass die Philosophie der Kryptowährung längst vor die Hunde gegangen ist. Bitcoins waren eigentlich gedacht als Geld, das die verhassten Zentralbanken und ihr Fiat-Money austricksen und wie Gold für eine nicht manipulierbare Währung sorgen sollte.  

Diese Rechnung ist gründlich in die Hosen gegangen: Bitcoins sorgen heute für eine der absurdesten Kredit-Blasen in der Finanzgeschichte, sie werden mit dreckigem Strom aus chinesischen Kohlekraftwerken geschürft und ihr Kurs wird nicht vom freien Markt bestimmt, sondern von ein paar chinesischen Oligarchen.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Dharma Bum(s) 12.12.2017 15:05
    Highlight Plastiksäckli verbieten und dann Bitcoins hypen.

    Tumbes Volk.
    8 2 Melden
  • Andre Bossard (1) 12.12.2017 07:42
    Highlight Was kostet es denn einen Franken Buchgeld zu erzeugen? Nichts, dass heist hinter dem Buchgeld steckt kein realer Wert mehr. Bei Bitcoin hingegen, steckt eine Energieumwandlung die zum Zeitpunkt der Erstellung des Bitcoins dem aktuellen Kurs entsprach.
    Genau diese schwer zu wiederholbare Investition von Energie, sichert die Unverfaelschbarkeit der Blockchain.
    2 7 Melden
    • Dharma Bum(s) 12.12.2017 15:08
      Highlight Und verbrennt Unmengen an Braunkohle für ... was genau?

      Bincoins sind tot.
      3 2 Melden
    • SemperFi 12.12.2017 15:16
      Highlight Hä? Das tönt nach höherem Blödsinn.
      5 1 Melden
    • Commander 12.12.2017 21:28
      Highlight @A. Bossard: Das ist richtig. Aber die Notenbank sorgt für einen stabilen Kurs (ja, mit etwas Inflation, gehört auch dazu). Ausserdem ist das Papiergeld gesetzliches Zahlungsmittel und muss demnach zwingend im ganzen Land als solches akzeptiert werden. Der Bitcoin verspricht Freiheit, bietet aber weder Stabilität noch ist irgendjemand verpflichtet, diesen anzunehmen. Niemand kann ihn kontrollieren - oder vielleicht doch, man weiss nur nicht genau wer?
      3 0 Melden
  • Uli404 12.12.2017 05:27
    Highlight Bitcoin sorgen für eine Kreditblase?

    Aber halloo. Wo kann man den ein Kredit in Bitcoin aufnehmen?
    Man kann ausleihen das ist aber was ganz anderes als ein Kredit.
    5 5 Melden
    • SemperFi 12.12.2017 15:17
      Highlight Was bitte ist ein Kredit, wenn nicht ausgeliehenes Geld?
      4 0 Melden
  • EEE 12.12.2017 02:21
    Highlight Interessant wäre es doch den Stromverbrauch aller Banken dieser Welt mit dem Stromverbrauch der Blockchain zu vergleichen. Ich glaube, dass dieser Vergleich nach wie vor zu Gunsten der Blockchain ausfallen würde..
    7 8 Melden
    • p4trick 12.12.2017 07:36
      Highlight Eine Bitcoin Transaktion braucht ca. 5000 Mal mehr Strom als eine Visa Transaktion. Noch Fragen?
      https://motherboard.vice.com/de/article/4xa9ed/das-oeko-problem-von-bitcoin-darum-ist-die-krypto-waehrung-nicht-nachhaltig-3920
      5 3 Melden
    • SemperFi 12.12.2017 15:20
      Highlight EEE: Es geht hier aber nicht um Blockchaintransaktionen sondern um das Bitcoinmining. Das ist nicht ganz dasselbe.
      4 1 Melden
    • Uli404 12.12.2017 18:23
      Highlight Sempi: Ohne Minlng keine Transaktionen und umgekehrt.

      4 2 Melden
    • SemperFi 12.12.2017 19:47
      Highlight @Uli404: Wohl kaum. Geschürfte Bitcoins können beliebig transferiert werden, sonst hätten Sie ja keinen Wert.
      1 0 Melden
    • p4trick 12.12.2017 23:12
      Highlight @Semperfi: leider nein es braucht Mining um eine Bitcoin Transaktion zu tätigen. So funktioniert die Blockchain bei Bitcoin nun mal. Genau drarum hat das ganze System ja ein Problem und Bitcoins haben nur solange einen Wert wie es Miner gibt. Denn ohne Miner keine Transaktion. Ist mir schon klar dass 99% der Käufer das nicht wissen genau auch darum ist es ja eine Blase :-)
      1 0 Melden
    • Uli404 13.12.2017 03:24
      Highlight Es ist leider ein weit verbreitetes Missverständnis Mining sei dazu da Bitcoins zu erzeugen.
      Mining ist dazu da die Transaktionen zu validieren und die Sicherheit des Netzwerkes aufrecht zu erhalten. Die erzeugten Bitcoin sind die Belohnung für diese Arbeit. Ohne Mining steht das Netzwerk still. Mining ist nichts das vom Handel losgelöst ist. Darum ist auch der Vergleich mit Golfschürfen nicht sehr gut.
      0 0 Melden
  • Thinktank 11.12.2017 22:26
    Highlight Als ob die ganzen Banken, Börsen und der Devisenhandel, sowie die Gold und Münzproduktion keinen Strom benötigen. Die Welt wird Digital und Strom gibts aufgrund Solar praktisch umsonst.
    Bitcoin sind die Zukunft.
    17 33 Melden
    • CASSIO 12.12.2017 05:02
      Highlight Bitcoin sind die Zukunft? Dann erklär mir mal Bitcoin! Ich bin gespannt.
      12 4 Melden
    • SemperFi 12.12.2017 19:48
      Highlight @Thinktank: Wenn man eines mit Gewissheit sagen kann, dann ist es die Tatsache, das Bitcoin nicht die Zukunft sind.
      3 0 Melden
  • Sir-Smack-A-Lot 11.12.2017 21:38
    Highlight Soll mal einer ausrechnen wie viel Strom pro Tag weltweit für Internet Porn draufgeht
    30 5 Melden
    • äti 11.12.2017 22:35
      Highlight .. aber da bekommst du was fürs Auge.
      32 0 Melden
    • Musterschüler 12.12.2017 17:55
      Highlight Wenn die Hintergrund Pixel von Google.com nicht weiss sondern Schwarz währen könnte man ein paar AKWs stilllegen. Quellen: (Vergessen woher ist aber irgendwie logisch)
      3 2 Melden
    • ast1 12.12.2017 19:39
      Highlight @musterschüler Falsch, gilt nur für CRT oder OLED-Screens. Bei herkömmlichen LCD läuft die Hintergrundbeleuchtung ohnehin, und das Darstellen schwarzer Pixel braucht sogar mehr Strom, da die Lichtundurchlässigkeit durch Stromfluss erreicht wird.
      3 0 Melden
  • Flexon 11.12.2017 21:06
    Highlight Was Bitcoin angeht bin ich ganz bei Herrn Löpfe. Der Stromverbrauch ist ein Disaster und die Währung ist zum reinen Spekulationsvehikel verkommen. Die Idee von Bitcoin ist aber genial und ich bin absolut davon überzeugt, dass künftige Finanzsysteme in der einen oder anderen Form auf Blockchain-Systemen laufen werden. "Programmierbares" Geld wird herkömmlichem Geld haushoch überlegen sein, weil die damit einhergehende Flexibilität des Geldes völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Die Infrastruktur einer Bank, wird auf eine App reduziert werden können. Das wird einiges verändern.
    18 5 Melden
    • Sir-Smack-A-Lot 11.12.2017 21:39
      Highlight Ja mit der Blockchain und der richtigen APP wird man zu Bank, einfachnur cool
      8 1 Melden
  • Raphael Stein 11.12.2017 21:00
    Highlight Der letzte Absatz sagt es aus.

    Irgendwie gelingt der Menschheit grad nicht wirklich viel zur Zeit.
    16 5 Melden
  • VVS 11.12.2017 20:37
    Highlight Wer braucht schon Kohle Strom wenn er eine Kraftwärmekopplung im Keller hat.
    Ein Gasbetriebener Motor der Strom und gleichzeitig Wärme produziert.

    Ein Brummender V8 der im Keller seine Arbeit leistet und nicht mit Fortbewegung verschwendet wird.

    Hier zum nachlesen ;)
    avesco.ch/BHKW
    10 7 Melden
  • Loeffel 11.12.2017 20:00
    Highlight Deswegen lieben wir IOTA: hier muss gar kein Mining gemacht werden. Daher nicht nur sauberer, sondern auch vieeeeeeel schneller. The future.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/IOTA_(Bezahlsystem)
    12 4 Melden
    • seventhinkingsteps 11.12.2017 22:39
      Highlight Hmhm und hunderte von nicht confirmed Transactions pro Sekunde, die dann 6 Tage irgendwo rumgeistern und dutzende mal reattached werden. Dazu ein Central Coordinator der Foundation, der die Snapshots macht bevor alles ready ist.

      Dazu ein Team, das meint, sie seien so speziell, dass sie eigene Verschlüsselung schreiben können, nur um von einer MIT Professorin zerstört zu werden und dann zuzugeben, dass es dazu dient Copyright durchzusetzen.

      Kombiniert mit schlechtem Code, der nur so trieft vor Bugs und Smells und statt Bytes "Trytes" benutzt.

      Aber marketingmässig einen super Kult aufgebaut.
      21 3 Melden
  • Jokerf4ce 11.12.2017 19:49
    Highlight Achtung das ist eine Falle
    Das herrschende Establismemt will bitcoin nun loswerden, er bedroht die parasitäre Lebensart der Bankster und Politiker.
    Die Operation "Kill Bitcoin" hat heute begonnen und unzählige Medien machen genau heute den Bitcoin schlecht.
    Und watson an der Geldnadel des Establismemt ( zumindest indirekt) ist natürlich direkt auf den Bandwagon aufgesprungen

    https://news.bitcoin.com/ludicrous-headlines-bitcoin-mining-will-kill-us/

    14 37 Melden
  • Tatwort 11.12.2017 19:42
    Highlight Bei der Rechnung von ETF sind diverse Fehler drin - und unter anderem wurde auch nicht einbezogen, dass im März die nächste, effizientere Rechnergeneration an den Start geht. Aber sei's drum.
    Weshalb regt sich eigentlich niemand darüber auf, dass Facebook rund zehnmal mehr Strom verbraucht als das gesamte Bitcoin-Netzwerk?
    57 13 Melden
    • Jokerf4ce 11.12.2017 19:52
      Highlight Facebook ist ein Teil des Establismemt, keine Bedrohung für die Elite!
      11 15 Melden
    • äti 11.12.2017 22:40
      Highlight .. ich reg mich schon über FB auf, aber nicht primär wegen Stromverbrauch. Sondern generell.
      10 0 Melden
    • Dharma Bum(s) 12.12.2017 15:07
      Highlight Facebook generiert einen Mehrwert.

      Bitcoins sind bloss coins, ohne Infogehalt, ohne "inneren Wert".

      Trash für Yuppies, in zwei Jahren wertlos. ..
      1 4 Melden
    • ast1 12.12.2017 19:42
      Highlight @Dharma Bum(s) Werde dir in ein paar Jahren zuwinken wenn ich in meinem Lambo an dir vorbeifahre ;)

      (wer Sarkasmus findet darf ihn behalten)
      1 0 Melden
  • Groovy 11.12.2017 19:40
    Highlight Dümmliches Thema. Gold schürfen und schmelzen dürfte um ein Vielfaches umweltschädlicher sein. Den Banken und den Staaten geht der Arsch auf Grundeis. Nix mehr mit Währungsmanipulation.
    26 14 Melden
  • Jokerf4ce 11.12.2017 19:36
    Highlight Und so zerstören die Banken den Bitcoin wieder, bevor er diesen Parasiten gefährlich werden kann, mit ihrem lieblings hoax dem Klimawandel
    9 46 Melden
  • kleiner_Schurke 11.12.2017 19:20
    Highlight In der Physik gibt es clevere Sätze wie Actio = Reactio oder das Hebelgesetz. Dieses besagt, je schwerer die Last, desto länger muss der Heben sein um sie zu heben. Das zieht sich durch die Natur, wie ein roter Faden. Wird X gross, geht das auf Kosten von Y. So kann es den geneigten Leser kaum erstaunen, dass ein astronomischer hoher Bitcoin Kurs auf Kosten von irgendetwas geht. Scheinbar haben wir dieses irgendetwas nun gefunden. Während die einen Milliarden scheffeln bezahlen andere die Zeche, den Strompreis.
    8 8 Melden
    • Flexon 11.12.2017 20:42
      Highlight @ kleiner_Schurke
      Nicht dass ich den Stromverbrauch von Bitcoin gutheisse. Aber um die Stichhaltigkeit deiner Argumente zu überprüfen ("Wird X gross, geht das auf Kosten von Y."): Auf welche Kosten (ausser auf die des Käufers) geht denn ein astronomisch hoher Preis für ein Gemälde von Leonardo da Vinci (http://bit.ly/2AccTOq) ?

      5 0 Melden
    • kleiner_Schurke 11.12.2017 21:56
      Highlight Die Gemälde von Leonardo da Vinci sind seltene Fälle und taugen nicht zu solchen Vergleichen.

      Da solche Bilder meistens irgendwo in einer Privatsammlung verschwinden, geht das höchstens auf Kosten der Möglichkeit diese zu Besichtigen.

      Man kann sich natürlich fragen woher einer 450 Mio hat um ein Bild zu kaufen. Handelt er mit Aktien gefärdert er evtl. Arbeitsplätze, handelt er mit Drogen, dann ist der Fall klar. Ich denke jedoch kaum, dass ein normaler Mensch soviel Geld anhäufen kann, dass er problemlos 450 Mio für ein einziges Bild aufwenden kann.
      2 4 Melden
    • Flexon 11.12.2017 22:31
      Highlight @ kleiner_Schurke
      Mit selten meinst du, dass das Angebot knapp ist? Bitcoins sind ebenfalls knapp.

      Und auch wenn das Bild für 10 Rappen in einer Sammlung verschwindet, ist es nicht mehr zugänglich.

      Ich glaube an Bitcoins hast du nicht verstanden, dass der hohe Energieverbrauch eigentlich nicht direkt mit dem Preis zusammenhängt. Es könnte durchaus ein Coin auf ähnlichem Preisniveau ohne Energieverbrauch entstehen. Der Energieverbrauch geht lediglich auf den Konsensmechanismus zurück, den man auch anders gestalten könnte (siehe Proof of Stake). Der Preis ist Nachfragebedingt.

      3 1 Melden
    • Flexon 11.12.2017 22:42
      Highlight @ kleiner_Schurke
      Was du auch nicht verstanden hast: Es zahlen nicht die einen den Strompreis und die anderen kassieren ab. Die Miner (die den Strom bezahlen) betreiben ihr Geschäft gerade darum, weil ihre Entschädigung fürs minen grösser ist, als ihre Stromkosten. Sie kassieren selber doppelt ab: sie erhalten direkt Bitcoins und sie profitieren von deren Wertgewinn. Blockchains sind deshalb so robust, weil ihre Existenz durch Marktanreize gesichert sind. Das Minen wird definiert immer schwieriger, deshalb sind Bitcoins begrenzt und knapp.
      1 0 Melden
    • kleiner_Schurke 11.12.2017 23:18
      Highlight Scheinbar ist die Nachfrage an Strom hoch und deshalb steigt auch der Strompreis und zwar letztlich für alle. Auch für diejenige die mit Bitcoins nichts zu Tun haben.

      Leonardos Bild ist nicht nur selten, es ist ein schwarzer Schwan, also unvorhersehbar und taugt nicht um daraus Gesetzmässigkeiten ableiten zu können.
      0 1 Melden
    • Uli404 12.12.2017 05:20
      Highlight Der Preis hat einen direkten Oekonomischen Zusammenhang mit dem Stromverbrauch. Je hoeher der Preis desto lukrativer wird das Mining. Somit kommen neue Miner hinzu. Nun geht aber die Difficulty nach oben damit die Blocktime konstant bleibt. Also mehr Strom pro Block. Bei sinkendem Preis gehts anders rum und Miner gehen wieder raus.
      1 0 Melden
  • TheGoon 11.12.2017 19:02
    Highlight dude..

    Electricity consumption of Bitcoin: a market-based and technical analysis

    http://blog.zorinaq.com/bitcoin-electricity-consumption/
    25 4 Melden
    • Andre Bossard (1) 12.12.2017 07:45
      Highlight Danke!
      2 0 Melden
  • efrain 11.12.2017 18:51
    Highlight Wann wird diesem Schwachsinn endlich Einhalt geboten? 🙄
    30 24 Melden
    • Philipp* 11.12.2017 19:28
      Highlight Das frage ich mich auch: Wann legt Herr Löpfe endlich seine bittere, kategorische Abneigung zum Thema ab und setzt sich ernsthaft und differenziert damit auseinander?
      21 15 Melden
    • 〰️ empty 11.12.2017 19:31
      Highlight Geht nicht.
      3 4 Melden
    • Uli404 12.12.2017 05:06
      Highlight Philipp: wenn das passiert sollte man seine Bitcoin verkaufen.
      3 1 Melden
  • Sophia 11.12.2017 17:55
    Highlight Also das verstehe nun wer will, ich kapier's nicht. Bitcoins verbrauchen Strom? Aber so unter Strom stehe ich nun nicht, um in diese Währung ohne Wert zu investieren, nicht mal einen Rappen!
    16 29 Melden
    • Jokerf4ce 11.12.2017 19:37
      Highlight Hat der Euro einen Wert?
      12 4 Melden
    • Jay #No Billag 11.12.2017 21:54
      Highlight Um sie zu "minen" braucht man einen Rechner, und der verbraucht sehr wohl Strom.
      5 1 Melden
  • ARoq 11.12.2017 17:34
    Highlight Papa: "Sohn, was willst du zu Weihnachten?"
    Sohn: "Ein Bitcoin."
    Papa: "Waaaas? 14'500Fr?! 17'200 ist eine Menge Geld! Was willst du überhaupt mit 12'800Fr kaufen?"
    253 8 Melden
    • ren48ra 11.12.2017 17:52
      Highlight Mit 16'763Fr kann man aber auch viel anfangen.
      21 1 Melden
    • Timmaahh 11.12.2017 18:37
      Highlight -10 CHF Transaktionsgebühr :-D
      25 1 Melden
  • Skeptischer Optimist 11.12.2017 17:34
    Highlight Und wir sollen jetzt überrascht sein, dass die immer schon abstruse Idee in die Hose gegangen ist?
    30 37 Melden
  • Gigi,Gigi 11.12.2017 17:30
    Highlight Und jetzt habe ich als Tesla-Fahrer immer gemeint, Strom sei umweltfreundlich, weil aus der Dose und immissionsfrei. Und jetzt sowas! Ende der Ironie
    117 49 Melden
    • Sophia 11.12.2017 17:51
      Highlight Gigi, für das Batteriefach in deinem Tesla werden so viel CO2 verbuttert, wie ein VW Golf Diesel nach 250 000 km verbraucht hat.
      Der Strom zum Laden deines Tesla müsste demnach ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen stammen, du mindestens 250 000 km damit fahren müsstest, damit du annähernd an die Umweltverträglichkeit eines VW Golf herankommst. Macht aber nichts, eines Tages wird die Batterieherstellung völlig mit umweltneutralem Strom möglich sein, darum bist du ein Pionier auf gutem, aber noch holprigem Wege!
      32 37 Melden
    • DerHans 11.12.2017 18:53
      Highlight Sophia vergleiche doch einen Tesla gleich mit einem Fahrrad. „Eines Tages“ wird schneller eintreffen als es Einigen lieb ist.
      2 1 Melden
    • purpletrain 11.12.2017 20:08
      Highlight @ Der Hans, eigentlich müsste man neue Fahrzeuge tatsächlich mit einem Fahrrad vrgleichen, den in Sachen Energie-Effizienz ist das Fahrrad ungeschlagen.
      8 0 Melden
    • Jay #No Billag 11.12.2017 21:56
      Highlight Sophia, es gibt etwas, das nennt sich Sarkasmus.
      7 0 Melden

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