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IS soll in Libyen 30 Christen exekutiert haben



Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat am Sonntag ein Video veröffentlicht, das ihren Angaben zufolge die Ermordung von rund 30 äthiopischen Christen in Libyen zeigt. Die Getöteten werden als Angehörige der «feindlichen äthiopischen Kirche» präsentiert. Die äthiopische Regierung reagierte mit Empörung.

In dem halbstündigen Internetvideo ist zu sehen, wie mindestens zwölf Männern an einem Strand die Kehle durchgeschnitten wird. 16 weitere Männer werden in einer wüstenähnlichen Gegend erschossen.

Äthiopier suchen Arbeit in Libyen

Der libysche IS-Ableger hatte bereits Mitte Februar ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung von 21 koptischen Christen an einem Strand nahe der Hauptstadt Tripolis zeigen soll. Diese waren zuvor von den Dschihadisten entführt worden. Ägypten bombardierte daraufhin mehrere Lager und Stellungen des IS in Libyen, um Vergeltung für die Morde zu üben.

In Libyen herrschen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 Chaos und Gewalt. Verschiedene rivalisierende Milizen kämpfen um die Kontrolle der grösseren Städte und Ölvorkommen, während zwei Parlamente und Regierungen die Macht für sich beanspruchen.

Viele Äthiopier kommen auf der Suche nach Arbeit nach Libyen oder machen dort Station, bevor sie die gefährliche Überfahrt nach Europa wagen. Fast zwei Drittel der 90 Millionen Äthiopier sind Christen. Ähnlich wie die Kopten gehören sie zu den ersten christlichen Gemeinden Afrikas. (feb/sda/afp)

Öltanks in Libyen in Brand

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