Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
BILD DER WOCHE NATIONAL - Les militants pro-jurassiens fete la victoire du

In Moutier feiern die Befürworter im Juni bei schönstem Sommerwetter die Abkehr vom Kanton Bern. Bild: KEYSTONE

Bei Sonnenschein stimmen die Schweizer risikofreudiger als bei Regen – sagt eine Studie

Wäre die Schweiz dem EWR beigetreten, hätte an dem schicksalsträchtigen Abstimmungssonntag im Jahr 1992 die Sonne gelacht? Oder wäre die Zweitwohnungs-Initiative bei Regen versenkt worden? Eine Untersuchung von Schweizer Forschern legt dies nahe.



Geht eine Abstimmung knapp aus, warten Politologen meist mit einem bunten Strauss an möglichen Erklärungen auf: das umstrittene Plakat-Sujet, das einer Seite zu einem kraftvollen Schlussspurt verhalf. Der Anti-Elite-Reflex, der doch stärker wirkte als vermutet. Oder die bekannte Politikerin, die sich öffentlichkeitswirksam gegen die eigene Partei aussprach. 

Noch kaum je verwies ein Politikbeobachter in seiner Analyse jedoch auf den Wetterbericht. Dabei hat dieser einen «erheblichen Einfluss» auf die Schweizer Abstimmungsresultate, wie das «St. Galler Tagblatt» mit Verweis auf eine noch unveröffentlichte Studie von Basler und Luzerner Politökonomen schreibt.

Die Wissenschaftler Armando Meier, Lukas Schmid und Alois Stutzer werteten über 400 Volksabstimmungen in den Jahren zwischen 1958 und 2014 aus. Die Ergebnisse zeigten, dass die Stimmbürger bei schönem Wetter eher bereit sind, Risiken einzugehen. Bei Regen stimmten sie hingegen vorsichtiger. Glaubt man der Studie, sinkt der Ja-Anteil an regenverhangenen Abstimmungssonntagen um ganze 1,2 Prozent.

Daraus lassen sich gewagte Thesen ableiten: So wären die Schweizer 1992 bei trockenem Wetter möglicherweise dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beigetreten – und die Zweitwohnungs-Initiative wäre bei Regen versenkt worden. 

Die Wissenschaftler räumen ein, dass sich der Effekt seit Einführung der Briefwahl 1994 abgemildert habe – verschwunden sei er jedoch nicht. Rund 85 Prozent der Bürger geben ihre Stimme heute bereits vor dem Abstimmungssonntag per Post ab.

(jbu)

Seit Tagen über 40 Grad: Zum Glück macht die Politik gerade Sommerpause

abspielen

Video: srf

So sehen Wahlkrimis aus: Die knappsten Abstimmungsresultate aller Zeiten

Das könnte dich auch interessieren:

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

4
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

18
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

95
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

56
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

12
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

4
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

18
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

95
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

56
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

12
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Schluss mit Förderkursen: Kinder müssen das Spielen wieder lernen

Kinder lernen spielend. Aber wir lassen sie nicht. Schon gar nicht, wenn das Wetter draussen garstig ist. Eine Erklärung, wieso es nötig ist, Kinder wieder häufiger frei spielen zu lassen.

Die Kieselsteine liegen hart und glatt in der Hand. Jeder anders geformt. Im Schulhaus Weiach hat ein Drittklässler in einem Wurfspiel so viele Steine abgeräumt, dass sie ihm jetzt durch die Finger purzeln und die Hosensäcke wölben. «Zu Hause», sagt der Vater, «spielt er nur Fussball oder hängt am Computer.» Er zuckt mit den Schultern, selber sei er kein Fussballfan und habe als Kind draussen Versteckis gespielt oder Fangis.

In der Schule Weiach ZH unten am Rhein war am Dienstag …

Artikel lesen
Link zum Artikel