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Letzte Schwelle am Gotthard
quelle: keystone / christian beutler
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Geschafft

Im Gotthard-Basistunnel wurde die «letzte Schwelle» verlegt

Mit dem Verlegen der «letzten Schwelle» in Bodio ist der Schienenweg im Gotthard-Basistunnel durchgehend von Erstfeld bis Biasca. 



Im neuen Gotthard-Basistunnel ist am Freitag die letzte Bahnschwelle gegossen worden. Der längste Eisenbahntunnel der Welt ist nun auf seiner ganzen Länge von 57 Kilometern mit Dieselloks befahrbar. Die Eröffnung des Tunnels ist für den Juni 2016 vorgesehen.

Am Mittag wurde rund 54 Meter vom Südportal in Bodio (TI) entfernt in der Oströhre während einer Zeremonie die letzte – sogenannte goldene – Bahnschwelle mit einem Betonzug gegossen. Dies teilte das für den Bau gesamtverantwortliche Unternehmen Alptransit Gotthard mit.

Insgesamt verlegte der Generalunternehmer Transtec während 39 Monaten 290 Kilometer Schienen. Die Tunnels zählen 380'000 Einzelblockschwellen. Für die Fahrbahn standen total gegen 125 Arbeiter in Schichten sieben Tage die Woche rund um die Uhr im Einsatz.

Fahrbahn ist komplett

Mit der goldenen Schwelle ist der Fahrbahneinbau in den beiden neuen Tunnelröhren praktisch abgeschlossen. Derweil geht der Einbau der Bahntechnik mit Fahrleitungen, Stromversorgung, Telekommunikation und Sicherungsanlagen weiter. Entlang des Tunnels begann der Rückbau der Installationsplätze.

Die Arbeiten am Tunnel seien auf Kurs, heisst es in der Mitteilung. Der Fahrplan zur Eröffnung stimme. Im Herbst 2015 soll der Testbetrieb im gesamten Basistunnel beginnen. Die Eröffnungsfeiern sind für den 2., 4. und 5. Juni 2016 geplant. SBB-Züge sollen ab Dezember 2016 fahrplanmässig durch den Tunnel zwischen Erstfeld (UR) und Bodio (TI) rollen.

Ceneri zu 85 Prozent ausgebrochen

ZU DEN ARBEITEN IN DER OSTROEHRE DES GOTTHARD-BASISTUNNELS DER NEUEN EISENBAHN-ALPENTRANSVERSALE (NEAT) STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Builders align the tracks before concreting, pictured in the east tunnel of the Gotthard Base Tunnel in Erstfeld in the Canton of Uri, Switzerland, on September 30, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die letzten Meter sind auch geschafft Bild: KEYSTONE

Weniger weit fortgeschritten sind die Arbeiten im 15 Kilometer langen Ceneri-Basistunnel zwischen Camorino und Vezia bei Lugano. Dort sind rund 85 Prozent des Tunnelsystems ausgebrochen. Nach erfolglosen Beschwerden bis vor Bundesgericht gegen Vergabentscheide von Aufträgen auf der Ceneri-Baustelle will Alptransit am ursprünglichen Ziel der Eröffnung festhalten. Die Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels ist für Dezember 2019 vorgesehen.

Der Bau des längsten Eisenbahntunnels der Welt begann am 4. November 1999 mit der ersten Sprengung auf der Gotthard-Nordseite. Der Ausbruch des Ceneri-Tunnels wurde 2006 in Angriff genommen. Beide Tunnels und die ausgebauten Zufahrtsstrecken bilden eine neue Flachbahn durch die Alpen. Die neue Zuglinie soll die Fahrzeit zwischen Zürich und Mailand I um rund 60 Minuten auf 2 Stunden und 40 Minuten verkürzen. (whr/sda)

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