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Keine Stadt nur für Reiche – Demonstranten in Genf wehren sich gegen die Gentrifzierung. Bild: KEYSTONE

«Die Stadt wird uns weggenommen» – 2000 demonstrierten in Genf gegen die Gentrifizierung

17.03.18, 19:57

Rund 2000 Personen haben am Samstagnachmittag in Genf für eine Stadt für alle demonstriert. Sie protestierten gegen die Immobilienspekulation, die Gentrifizierung des Stadtzentrums, den Ausschluss von Migranten aus dem Stadtzentrum und forderten alternativen Wohn- und Lebensraum.

Zur Demonstration aufgerufen hatten mehr als 30 Organisationen. «Diese Stadt wird uns Schritt für Schritt weggenommen», sagte Pablo Cruchon, Generalsekretär der Gruppe Solidarités, bevor sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte.

Françoise Bloch forderte im Namen des Kollektivs für Anwohnergemeinschaften eine territoriale Neuausrichtung. Die Gentrifizierung treibe erschwinglichen Wohnraum an die Ränder der Stadt. «Wir wollen eine Stadt mit Qualität für alle.»

Am Umzug nahmen viele junge Menschen teil - insbesondere an der Spitze des Menschenzugs. Sie waren schwarz gekleidet, einige hatten einen Teil des Gesichts mit einem Schal verdeckt. Während des lautstarken Umzugs wurden farbige Rauchbomben gezündet. Der Umzug skandierte «Nieder mit dem Staat, den Bullen, den Besitzern».

«Keine Quartiere den Banken»

Die Demonstranten trugen Banner, beispielsweise mit der Aufschrift «Unsere Stadt - unsere Quartiere», «Keine Quartiere den Banken» oder «Ihre Kampagne beginnt, unsere Kämpfe gehen weiter» - letzterer in Anspielung auf die Kantonalwahlen im April.

Am Ende des Umzugs lief der Bürgermeister der Stadt mit, Rémy Pagani. Er trug ein Banner der Gruppe Solidarités, dessen Motto «Enteignen und besetzen!» lautete.

In der Nähe des alternativen Kulturzentrums «Usine» forderte das Kollektiv mit dem Namen «Nehmen wir uns die Stadt», dass eines der Gebäude für einen Kultur- und Wohnzentrum zur Verfügung gestellt wird. Das Gebäude steht seit seinem Bau im Jahr 1990 leer und wurde seither drei Mal besetzt. Unter Applaus wurde die Banderole «Keine Reaktion: Besetzt» vom Dach" gerollt. (sda)

Video: srf/SDA SRF

Das sind die teuersten Städte der Welt – Zürich ist neu auf Platz 2, yess! Äh, nein, verdammt!!

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • ZH27 18.03.2018 10:31
    Highlight «Enteignen und besetzen!» soso, dafür steht der Stadtpräsiden also ein. Ich würde sagen, man sollte mit seiner Wohnung beginnen. Nimmt mich nämlich wunder, wie er dann zur Eigentumsgarantie steht.
    7 5 Melden
  • Ni Hao 18.03.2018 06:41
    Highlight Wenn alle die jetzt im Stadt zentrum lebenden wegziehen würden, alle banken und Geschäfte auch, und so ein neues zentrum gründen würden.... Wo denkt ihr würden all die demonstranten hin wollen?
    Die kriegen es doch nie auf die Reihe selber etwas aufzubauen. Die können sich nur in gemachte nester setzen und prifitieren.
    So läuft es aber nicht. Und das ist gut so.
    9 9 Melden
  • Ruffy 17.03.2018 23:52
    Highlight Überall wo eine Bank oder grosser Investor etwas kauft ist auch ein verkäufer, also entweder haben die demonstranten genf selbst verkauft, oder ihnen hat nie ein teil gehört.
    6 5 Melden
  • gas_wookie 17.03.2018 22:44
    Highlight „Der Umzug skandierte «Nieder mit dem Staat, den Bullen, den Besitzern».

    ....dem Staat und den Besitzern die euch füttern ihr Hippies!
    9 6 Melden

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