Fussball
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epa07173495 Switzerland's Xherdan Shaqiri (C) and his teammates attend their training session in Lucerne, Switzerland, 17 November 2018. Switzerland will face Belgium in their UEFA Nations League soccer match on 18 November 2018.  EPA/ALEXANDRA WEY

Xherdan Shaqiri und seine Teamkollegen haben gegen Belgien Grosses vor. Bild: EPA/KEYSTONE

Vor Belgien-Spiel: «Nur die Medien meinen, dass der Trainer uns nicht mehr im Griff hat» 

Die Schweiz braucht am Sonntag im letzten Spiel der Nations League gegen Belgien in Luzern einen Sieg, um ins Finalturnier einzuziehen. Sie braucht also, was ihr schon so lange fehlt: einen Erfolg gegen eine Top-Nation.



Gegen Belgien, die Weltnummer eins, in Luzern. Es ist für das Schweizer Nationalteam die nächste Chance, einen der Grossen zu schlagen. «Es wird langsam Zeit», sagte Captain Granit Xhaka am Tag vor dem Spiel. Es ist Zeit, weil die Schweizer oft nahe dran waren, aber dann doch immer wieder am Ziel scheiterten.

Wie vor einem Monat in Brüssel, als sie eine solide Leistung zeigten, durch ein Tor sechs Minuten vor dem Ende aber doch 1:2 verloren. Oder wie im September in Leicester, als sie im Testspiel England lange Zeit dominierten, aber 0:1 geschlagen wurden.

Vladimir Petkovic will derweil vermeiden, dass dieser fehlende Sieg zur Obsession wird – auch in Bezug auf die Wahrnehmung seiner Karriere als Nationalcoach. «Wir haben vor zwei Jahren Portugal in einem wichtigen Spiel geschlagen. Wir haben gegen Frankreich, Spanien und Brasilien unentschieden gespielt. Man könnte deren Trainer fragen, weshalb sie uns nicht schlagen konnten.»

Es war auch ein bisschen Werbung in eigener Sache, nachdem nach der Niederlage gegen Katar teilweise bereits wieder auf den Mann und gegen den Nationaltrainer gespielt wurde. «Nur die Medien meinen, dass der Trainer uns nicht mehr im Griff hat, und dass wir uns nicht wohl fühlen im Nationalteam. Dabei sind wir sehr zufrieden mit dem Trainer und dem Staff», sagte Xhaka. Ein grosser Sieg gegen Belgien wäre die beste Antwort der Mannschaft.

Die Tabelle vor dem letzten Spiel:

Bild

bild: screenshot srf

Petkovic selber geht es gegen Belgien nicht um sich und um einen dicken Eintrag im Lebenslauf, sondern um den Gruppensieg. «Wir wollen diesen ersten Platz, denn wir wollen im nächsten Juni ein grosses Turnier spielen mit anderen Top-Mannschaften», so Petkovic. Man könnte bereits die Ausgangslage der Schweizer als Erfolg werten. Petkovic sagte dies nicht wörtlich, aber er meinte es so: «Schauen Sie sich an, wer in der Nations League alles abgestiegen ist.» Es sind dies nämlich grosse Nationen: Deutschland und Polen zum Beispiel und am Sonntag trifft es auch noch den WM-Zweiten Kroatien oder England.

Der zweite Versuch sitzt:

Belgien geschwächt

Es geht also um die Qualifikation für das Finalturnier im nächsten Juni. Aber nicht nur. Die vier Gruppensieger der Liga A der Nations League sowie der beste Zweite werden für die Qualifikation der EM-Endrunde 2020 in eine Fünfer- statt in eine Sechsergruppe gelost. Die Setzung in Topf eins haben die Schweizer bereits auf sicher. Jetzt wollen sie in eine Fünfergruppe, weil es dann nur acht Qualifikationsspiele zu bestreiten gibt.

Ob die Schweiz gegen Belgien mit einer Dreier- oder Viererabwehr spielen wird, verriet Petkovic nicht. «Ich bin zufrieden, wie wir zuletzt in beiden Systemen gespielt haben.» Wie und mit wem auch immer die Schweiz in der Defensive antritt, mit zwei ganz unangenehmen Gegenspielern muss sie sich nicht herumschlagen.

Nach Kevin de Bruyne (Knieverletzung) musste auch Romelu Lukaku Forfait erklären. Der Stürmer von Manchester United leidet an Beschwerden am Oberschenkel und hat auf die Reise in die Schweiz verzichtet. Fehlen wird auch Yannick Carrasco, der wegen bürokratischen Problemen nicht aus China ausreisen konnte. (pre/sda)

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