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Haft für chinesische Seeleute wegen Hai-Fang vor Galápagos-Inseln



Die Besatzung eines chinesischen Schiffes ist in Ecuador wegen des illegalen Fangs seltener Haie rund um die Galápagos-Inseln zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Gegen den Kapitän des Schiffs wurde die Höchststrafe in Höhe von vier Jahren verhängt.

Drei weitere Besatzungsmitglieder sollen drei Jahre ins Gefängnis. Der Reeder muss ein Millionen-Bussgeld zahlen. Der Leiter des Galápagos-Nationalparks sprach von einem «historischen Präzedenzfall».

Mit der Verurteilung zu vier Jahren Haft wurde gegen den Schiffskapitän die Höchststrafe für das Delikt der Zerstörung von geschützter Flora und Fauna verhängt. Seine drei Offiziere wurden zu jeweils drei Jahren verurteilt, die übrigen 16 Seeleute an Bord zu je einem Jahr Gefängnis. Dem Reeder wurde ein Bussgeld in Höhe von 5.9 Millionen Dollar auferlegt, zu zahlen an den Galápagos-Nationalpark.

Nationalparkdirektor Walter Bustos sagte der Nachrichtenagentur AFP nach dem Urteil: «Nach der von uns empfundenen enormen Empörung gleicht das den erlittenen Schaden aus, denn nun gibt es einen historischen Präzedenzfall.» Der ecuadorianische Umweltminister Tarsicio Granizo twitterte: «Null Toleranz für Umweltverbrechen!»

Die 98 Meter lange «Fu Yuan Yu Leng 999» mit ihrer chinesischen Besatzung war Mitte August gestoppt worden, als sie illegal vor der als Weltnaturerbe eingestuften Inselgruppe kreuzte.

An Bord hatte das Schiff rund 300 Tonnen Fisch, darunter mehr als 6600 Haie. Unter diesen waren auch vom Aussterben bedrohte Arten wie der Hammerhai und der Grossäugige Fuchshai. Haiflossen gelten in Asien als besondere Delikatesse.

Rund um das Galápagos-Archipel, dessen einzigartige Tier- und Pflanzenwelt einst den britischen Forscher Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie inspirierte, sind Meeresgebiete auf einer Fläche von 133'000 Quadratkilometern geschützt. Es ist das zweitgrösste Meeresschutzgebiet der Erde. (sda/afp)

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