Analyse
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Basel's head coach Raphael Wicky upon his departure the day before the UEFA Champions League second qualifying round first leg match between Greece's PAOK FC and Switzerland's FC Basel 1893 at the EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg, Switzerland, on Monday, July 23, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Raphael Wicky musste beim FC Basel seine Koffer packen. Bild: KEYSTONE

Analyse

«Marco, bin ich noch der richtige Mann?» – so kam es beim FCB zur Wicky-Entlassung

Der FC Basel entlässt Raphael Wicky nach nur zwei Spielen in der neuen Saison. Doch der Bruch mit dem Trainer kam schon viel früher.

sébastien lavoyer, céline feller / Aargauer Zeitung



Das 1:2 gegen Paok Thessaloniki am Dienstag war die berühmte Niederlage zu viel für Raphael Wicky. Es war die fünfte am Stück. Darauf aufmerksam macht am Mittwoch niemand Geringerer als Sportchef Marco Streller, als er auf der Rückreise aus Griechenland gefragt wird, mit welcher Gemütslage er nun heimfliege.

Natürlich, man hätte es nachzählen können, aber offenbar war der Bruch zwischen ihm und Trainer Raphael Wicky zu diesem Zeitpunkt schon so tief, dass er gerne von sich aus darauf hinwies. Am Donnerstagnachmittag ist dann klar, dass es keine gemeinsame Zukunft gibt. Fristlose Entlassung als einziger Ausweg. Nach bloss zwei Ernstkämpfen in dieser Saison.

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde Wicky als Ideallösung präsentiert für die Umsetzung des Konzepts «Für immer Rotblau», des Konzepts von Präsident Bernhard Burgener, das von einer grossen Mehrheit (83,1 Prozent) der FCB-Mitglieder gutgeheissen wurde.

Vorbild Real und Barca

Mehr Basler, mehr Junge – so lässt sich dieses Konzept auf den Punkt bringen. Und wer eignet sich da besser als Wicky, der Mann, der zuvor die U21 trainierte, mit dem Nachwuchs in der Saison zuvor erstmals in der Klubgeschichte die K.o.-Phase der Youth League erreichte. Ein Mann aus den eigenen Reihen. So, wie das zuvor schon grosse Klubs wie Real Madrid oder Barcelona machten.

Real und Barca feierten unter Zinédine Zidane und Pep Guardiola mit die erfolgreichsten Phasen der Klubgeschichte. Die Königlichen holten mit dem Franzosen drei Champions-League-Titel in Serie (2016, 2017, 2018). Die Katalanen räumten mit Guardiola sechs Titel in einer Saison ab (2012).

ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DER FC BASEL SICH VON TRAINER WICKY TRENNT --- Basel's head coach Raphael Wicky gestures during an UEFA Champions League Group stage Group A matchday 2 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Portugal's SL Benfica in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Wednesday, September 27, 2017. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

In der Königsklasse feierte Wicky seine grössten Erfolge. Bild: KEYSTONE

Beim FC Basel und Raphael Wicky ist die Bilanz weit durchzogener: Zwar bescherte der Walliser den Baslern die erfolgreichste Champions-League-Kampagne der Klubgeschichte, den höchsten Sieg in der Königsklasse und Sternstunden, wie man sie unter Fischer nie mehr erlebte. Zugleich blieb er nach acht fetten Jahren erstmals ohne einen einzigen Titel.

Wann genau es zum Bruch kam zwischen Klubführung und Trainer, ist schwer zu sagen. Auch, weil der Klub nach der Entlassung Wickys auf Tauchstation geht. Und man fragt sich, ob man sich die Gründe für eine Entlassung nach zwei Spielen zuerst einmal selbst zurechtlegen muss. Erste Risse dürfte es aber in der Winterpause gegeben haben.

Wicky stellte die Vertrauensfrage

Damals, das Team von Wicky hatte – nach durchzogenem Saisonstart – gerade so richtig ins Rollen gefunden, kam es zum Umbruch. Akanji und Steffen wurden verkauft. Campo, Frei, Lacroix und Stocker verpflichtet. Stocker aber passt nicht wirklich zu Wickys Fussball. Und Lacroix, der Ersatz für den so eminent wichtigen Akanji, stiess kurz vor Beginn der Rückrunde zum Team. Viel zu knapp, um ihn in die von Wicky für die Champions League bevorzugte Dreier-Abwehr einzubauen.

«Marco, bin ich noch der richtige Mann? Wenn ihr Zweifel habt, dann sag’ es mir jetzt.»

Raphael Wicky

Tatsächlich vermasselte der FCB die Meisterschaft mit einem miserablen Rückrundenstart. Aus den ersten acht Spielen 2018 ging der FCB bloss zweimal als Sieger hervor.

Und so kam es, dass Wicky Marco Streller vor dem Spiel gegen den FC Sion Mitte März die Vertrauensfrage stellte: «Marco, bin ich noch der richtige Mann? Wenn ihr Zweifel habt, dann sag’ es mir jetzt.» Streller sprach Wicky sein vollstes Vertrauen aus. Aber Streller bestimmt nicht allein. Und Zweifel an Wicky gab es schon bald.

Wegen seines Auftritts (weil er im Trainingsanzug zu den Spielen erschien), wegen seiner Kommunikation (er machte YB zum Favoriten im Cup-Halbfinal), weil er Spieler nicht weitergebracht haben soll (insbesondere Millionen-Investition Oberlin stagniert seit Monaten), weil er zu nett mit den Spielern sei.

Wicky entlassen! War der Entscheid richtig?

Man muss damit nicht einverstanden sein, aber Wicky ist Geschichte. Mit ihm muss auch Assistenztrainer Massimo Lombardo gehen. Sie werden ad interim durch Alex Frei (U18-Trainer) und Marco Schällibaum ersetzt. Das kann kaum von langer Hand geplant sein, es stinkt nach Kurzschlussreaktion. Sonst hätte man den Trainer kaum nach bloss zwei Ernstkämpfen in der neuen Saison gefeuert, sondern in der Sommerpause. Die Tatsache, dass man die Entlassung kaum begründet und dann auf Tauchstation geht, unterstreicht diesen Eindruck. Ein Armutszeugnis ist es so oder so.

Fussballer im Büro

Video: watson/Angelina Graf

Das sind die 35 teuersten Fussball-Transfers der Welt

Super League

Van Wolfswinkel über seine Hirn-OP: «Der Arzt, der das gemacht hat, ist ein Künstler»

Link zum Artikel

Der neue Globi-Band ist grausam, unzensiert und nicht jugendfrei – er war zu Gast bei GC

Link zum Artikel

Am Geburtstag seines Sohns entlässt sich Christian Constantin selbst

Link zum Artikel

8 Orte, an denen ein neues Zürcher Stadion niemanden stören würde

Link zum Artikel

Zürich stimmt erneut über Fussballstadion ab – auch das «Ensemble»-Tram soll verschwinden

Link zum Artikel

FC Luzern reicht nach Sachbeschädigungen durch Basel-Fans Anzeige ein

Link zum Artikel

Die Statistik zeigt es deutlich: Der Wintermeister müsste Basel statt YB heissen

Link zum Artikel

YB nach 0:0 Wintermeister, weil Basel an Luzern-Goalie Müller verzweifelt

Link zum Artikel

FCZ als Spielverderber für St.Gallen – Thun mit nächstem Rückschlag

Link zum Artikel

Der FCZ schlägt St.Galler und lässt deren Traum von der Tabellenspitze platzen

Link zum Artikel

Peter Zeidler über den Teamgeist des FCSG: «Mir kamen fast die Tränen»

Link zum Artikel

Prädikat ungenügend – der Schweizer Klubfussball kommt in Europa nicht vom Fleck

Link zum Artikel

Servette holt den FCZ auf den Boden der Realität zurück – klare Siege für die YB-Verfolger

Link zum Artikel

YB fügt Luzern dank Eigentor die sechste Niederlage in Serie zu – war's das für Häberli?

Link zum Artikel

Das Gespött der Nation! GC landet trotz hochkarätigem Kader in der Abstiegsrunde

Link zum Artikel

YB neuer Leader, weil Basel beim FCZ verliert – St.Gallen siegt weiter

Link zum Artikel

Heimsieg im Klassiker – dem FCZ gelingt gegen Basel ein Coup

Link zum Artikel

Luzern taucht bei Xamax – kein Sieger im Rhone-Derby

Link zum Artikel

Warum die Schweiz keine Top-Schiedsrichter mehr hat

Link zum Artikel

Wie voll sind eigentlich die Stadien? Ein Blick in Europas Fan-Kurven

Link zum Artikel

FCB-Stürmer Kemal Ademi: «Ich bete vor dem Spiel auch für den Gegner»

Link zum Artikel

Inter bodigt harmloses Dortmund ++ Barça, Liverpool und Napoli gewinnen

Link zum Artikel

Dank Traumtor an Messis Weltrekord dran – der unfassbare Lauf von Ex-YB-Stürmer Martinez

Link zum Artikel

Sympathischer als die Königsklasse: Die Schweizer Chancen in der Europa League

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Nach Spuck-Affäre: Schiedsrichter Klossner tritt Ende Jahr zurück

Link zum Artikel

Strellers Abgang beim FCB: Endgültig, und doch «nicht für immer»

Link zum Artikel

Das schlimmste Foul im Schweizer Fussball: Gabet Chapuisat zertrümmert Lucien Favres Knie

Link zum Artikel

«Kein Abschied für immer» – Marco Streller tritt aus dem Verwaltungsrat des FCB zurück

Link zum Artikel

Ex-Sion-Stürmer Kuljic aus dem Knast, aber weiter im Visier: «Habe Angst um mein Leben»

Link zum Artikel

Basel verliert Balanta – und hat einen weiteren Partnerklub an der Angel

Link zum Artikel

Der FC Basel ist neuer Leader, weil YB in Luzern Punkte liegen lässt

Link zum Artikel

Das Ende einer Ära – im Zürcher Hardturm gehen nach 78 Jahren die Lichter aus

Link zum Artikel

Grandiose Aufholjagd! Servette holt gegen Xamax noch einen Punkt

Link zum Artikel

Wie 2016 unter Hyypiä – der FCZ marschiert mit Magnin Richtung Challenge League

Link zum Artikel

Champions League, wann sehen wir dich wieder in unserem Land?

Link zum Artikel

Ex-Profi Frontino nach Rücktritt mit 29: «Der Lohn ist Horror, es ist lächerlich»

Link zum Artikel

Servette verpasst Thun eine Packung – St.Gallen triumphiert bei Spektakel gegen Lugano

Link zum Artikel

YB gewinnt gegen desolaten FCZ im Schongang – Basel siegt bei Xamax

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

25
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 27.07.2018 20:16
    Highlight Highlight Wenn das Konzept "Für immer Rotblau" mehr Basler und mehr Junge beinhaltet, dann muss die folgerichtige realistische Zielsetzung ehrlicherweise auch genannt werden: Top-3 in der Superleague, Europaleague, wenn möglich Campions-League. In diese Hinsicht war Wicky im Soll. Die Trennung von ihm müsste dann andere Gründe haben: interne Differenzen, erreicht die Mannschaft nicht mehr, oder ähnliches...
  • rudolf_k 27.07.2018 13:04
    Highlight Highlight Als YB Fan kann man die momentane Situation einfach nur in vollen Zügen geniessen :)
    • Don Quijote 27.07.2018 14:14
      Highlight Highlight Das mit den vollen Zügen liegt am SBB-Sommerfahrplan. ;-)
  • ujay 27.07.2018 11:36
    Highlight Highlight Die Trainerentlassung kommt im richtigen Moment. Es ist unvorstellbar, dass der FCB nach der durchzogenen Vorbereitung nicht schon vor Meisterschaftsbeginn mögliche Wicky Nachfolger ins Auge gefasst hat. Das Kader ist breit genug und hat Qualität und wird auch diese Saison an der Spitze mitspielen. Die Ausreden von Ausverkauf der Mannschaft sind an den Haaren herbeigezogen.
    • ybfreak 27.07.2018 12:35
      Highlight Highlight Zur ersten Aussage, nein, die Trainerentlassung kommt im falschen Moment. Entweder unmittelbar nach der letzten Saison oder mehr Geduld als 2 Spiele. Zur zweiten Aussage, ja, sie haben zwar wichtige Spieler abgegeben, weil sie gute Angebote gekriegt haben. Das müssen alle anderen Mannschaften in der Super League schon seit eh und je, nun auch der FCB vermehrt. Aber sicher nicht in dem Masse, dass von einem Ausverkauf die Rede sein kann. Gegen St.Gallen waren 8 Spieler vom letztjährigen Kader in der Startelf. Das sieht bei anderen Klubs ganz anders aus...
    • dding (@ sahra) 27.07.2018 14:52
      Highlight Highlight Na ja. YB musste bis anhin nur einen einzigen Spieler abgeben.
    • ybfreak 27.07.2018 17:07
      Highlight Highlight Stimmt! Also Korrektur, dass sieht bei den meisten Mannschaften ganz anders aus. Zusätzlich kommt hinzu, dass es durchaus möglich, dass bei YB noch weitere Abgänge hinzukommen. Und dann wäre es besser gewesen, wenn man früher auf Abgänge hätte reagieren können. Auch haben nachfolgende Zuzüge die Vorbereitung nicht mitgemacht, sind nicht im gleichen Masse in die Mannschaft integriert usw. Hat also alles seine Vor- und Nachteile.
  • itsnoton 27.07.2018 11:28
    Highlight Highlight Heusler hat in der Zeit seines Wirkens beim FCB einen Fehler gemacht. Einen grossen. Ganz zum Schluss. Und der Fehler, der heisst Burgener.
  • Joe Smith 27.07.2018 11:14
    Highlight Highlight Wicky hatte ein ganzes Jahr Zeit. Ein ganzes Jahr lang war schlicht keine Entwicklung sichtbar. Man hat nun wohl abgewartet, ob nach der Sommerpause eine solche Entwicklung sichtbar würde. Nach – je nach Zählweise – 2 oder 5 Spielen muss man diese Frage ganz klar verneinen, die neue Saison wäre eine Neuauflage der vergangenen geworden. Daher war sowohl der Entscheid als auch der Zeitpunkt logisch.
  • Tetsuya 27.07.2018 10:41
    Highlight Highlight "Marco, bist Du noch der richtige?" Hätte die Frage von Wicky lauten müssen.
  • Don Quijote 27.07.2018 09:11
    Highlight Highlight Ich muss auch noch was anmerken, was "Hoppla!" schon gesagt hat. Das ist wirklich keine Analyse, sondern nur ein Zusammentragen von Fakten. Ich bin mir da von Watson gerade bei Sportgeschichten besseres gewohnt.

    Dass ihr dann titelt "So kam es beim FCB zur Wicky-Entlassung" und im Text steht wörtlich "Wann genau es zum Bruch kam zwischen Klubführung und Trainer, ist schwer zu sagen.", ist irgendwie Blick-Style. Schade.
    • niklausb 27.07.2018 12:42
      Highlight Highlight Der Artikel stammt nicht von Watson sondern von der AZ, Watson stellt ihn hier nur in s Netz geschrieben oder eben "analysiert" wurde von AZ Journalisten.
    • Don Quijote 27.07.2018 14:14
      Highlight Highlight Da hast du Recht, Niklaus. Und auch bei der AZ/BZ ist der Titel mit "Cheftrainer Raphael Wicky beim FC Basel freigestellt: Wie es dazu kam" denkbar schlecht gewählt.
    • dding (@ sahra) 27.07.2018 14:50
      Highlight Highlight Nein ich befürchte, Blick hätte besser analysiert.
      Haben ja auch die besseren Kontakte.
  • Linus Luchs 27.07.2018 09:08
    Highlight Highlight Der Name des Konzepts «Für immer Rotblau» sagt ja schon sehr viel. Ein passender Titel für einen Artikel im Magazin der Muttenzerkurve, aber nicht als Titel eines seriösen Zukunftskonzepts. Diese Emotionalität, das ist Marco Streller. Als Spieler auf dem Platz war sein inneres Feuer sehr wertvoll. Aber ein Sportchef muss der ruhige und unsentimentale Analytiker sein, so, wie es Georg Heitz vorgemacht hat.

    Übrigens, das Konzept stammt nicht von Burgener, sondern von Streller und seinen Spezis. Es wurde Burgener präsentiert, und dieser war mit seiner ganzen Unerfahrenheit damit einverstanden.
    • Bert der Geologe 27.07.2018 10:05
      Highlight Highlight Luchs du bist ein schlauer Fuchs. Genau auf den Punkt gebracht. Meine Frage ist, wieso ein Burgener die (an sich gute) Idee 1:1 übernahm, aber dann die Zügel so locker in der Hand hielt. Er hätte eingreifen müssen. Hätte erkennen müssen, dass Streller als Sportchef nicht am richtigen Platz ist. Hätte erkennen müssen, dass da Transferpolitik rein emotional gemacht wird. Und sollte jetzt hinstehen und Fehler zugeben und die Zukunft skizzieren. Sonst schwinden auch die Zuschauereinnahmen,
    • Asmodeus 27.07.2018 10:23
      Highlight Highlight Burgener ist auf Rendite aus und davon gab es letztes Jahr reichlich.

      Da akzeptiert man gerne ein "Make Basel Great Again"
    • Linus Luchs 27.07.2018 10:51
      Highlight Highlight @ Sheldon: Auf welcher Basis soll Burgener eingreifen, ohne Fachkompetenz? An dieser Mitgliederversammlung, als das Konzept vorgestellt wurde, nannte Burgener sein Vorbildverein: Bayern München. Dort würde er sehen, wie ehemalige Topspieler in der Clubführung (Beckenbauer, Hoeness, Rummenigge) den Verein so stark gemacht hätten. Und so soll es auch beim FC Basel sein, mit Streller, Frei und Ceccaroni. Das ist so unglaublich plump und naiv. Und es zeigt, dass von Burgener keine kompetente Beurteilung in Fussballdingen erwartet werden kann. Wie Asmodeus schreibt, es geht ihm nur ums Geschäft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • virus.exe 27.07.2018 08:50
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht (bin kein Fan des FC Basel) kam diese Entlassung zu früh. Man hätte dem Wicky 8-10 Spiele Zeit geben sollen. Ich denke der hätte schon noch was gerissen. Klar ist es auch verständlich, in Hinsicht des Ausscheidens in der CL und dem zu verlierenden Betrag von 20 Millionen.
  • incorruptus 27.07.2018 07:53
    Highlight Highlight Das neue Basler Konzept macht in einer Liga wie der Super League eindeutig Sinn - jedoch muss man bereit sein den einen oder anderen Titel abzugeben, auch wenn die Basler Jugendmannachaften vorbildliche Erfolge zu verzeichnen haben.

    Letzte Saison war der FC Basel, für mich als mehrheitlich neutraler SuperLeague-Zuschauer, leider kaum wieder zu erkennen. Trotz wirklich starkem Kader (was auch die CL-Kampagne gezeigt hat) ging dieses Gefühl der Basler Dominanz innert kürzester Zeit verloren - und der Eindruck, dass die vergangene Saison kein Einzelfall bleibt, verhärtet sich immer mehr.
    • Amboss 27.07.2018 09:00
      Highlight Highlight Das neue Basler Konzept macht auch deshalb Sinn, weil man die CL nicht mehr auf Sicher hat und eine Quali dafür sehr schwierig wurde.
      Vorher konnte man immer Spieler nach Basel locken, die zu gut für die SL sind. Und dank dem Vorkaufsrecht für die CL-Spiele kauften viele ein Saisonabo. All das geht jetzt nicht mehr!

      Das Konzept ist gut, denn mit jungen lokalen Spielern kann man das Publikum schon begeistern.

      Aber man muss sich bewusst sein, dass man so halt nicht mehr jedes Jahr Titel gewinnt und auch dazu stehen.
      Und nicht wie Streller wild Spieler einkaufen, wenns grad nicht so läuft.

Unvergessen

23 kg Sprengstoff machen das legendäre Wankdorfstadion dem Erdboden gleich

3. August 2001: Unkraut, Moder und eine gemeingefährliche Elektrizitätsanlage. 47 Jahre nach dem Wunder von Bern hat das alte Wankdorfstadion seinen Dienst getan und wird gesprengt.

Um Punkt 15 Uhr ist es um das Wankdorfstadion geschehen. Fünf lange und drei kurze Hornstösse dröhnen als letztes Warnsignal über das Areal – dann zündet Sprengmeister Marco Zimmermann die 23-Kilogramm-Ladung des Sprengstoffs Gelamon. Rund viertausend Augenzeugen sehen, wie die ausgeweidete Fussballruine mit einem dumpfen Knall in sich zusammensackt.

Doch das Wankdorf wäre nicht das Wankdorf, wenn es sich widerstandslos ergeben würde. Trotz der akribischen Planung will sich einer der vier …

Artikel lesen
Link zum Artikel