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Identitätsdiebstähle im digitalen Raum nahmen 2021 zu.
Identitätsdiebstähle im digitalen Raum nahmen 2021 zu. Bild: shutterstock

E-Bike-Diebstähle und Internet-Kriminalität steigen in der Schweiz stark an

Der Blick in die neu veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik 2021 zeigt auch: Pro Tag wird 85 Mal eingebrochen und fast jede Woche gibt es schweizweit ein Tötungsdelikt.
28.03.2022, 13:4129.03.2022, 11:34
Lea Senn
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Die am Montag veröffentlichte Kriminalitätsstatistik zeigt: Im Jahr 2021 wurden insgesamt 82'284 Personen einer Straftat gegen das Strafgesetzbuch beschuldigt. Das ist etwas weniger als noch im Jahr 2020, als zu Beginn der Pandemie ein Rekordwert aufgestellt wurde.

Rund jede vierte beschuldigte Person ist eine Frau. 13,3 Prozent der Beschuldigten sind Minderjährige, 15,9 Prozent junge Erwachsene (zwischen 18 und 24 Jahren) und 70,9 Prozent Erwachsene. Bei den jungen Erwachsenen und den Erwachsenen ist die Zahl der beschuldigten Personen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen (–5,8 % bzw. –1,0 %), bei den Minderjährigen hingegen angestiegen (+3,5 %).

Tötungsdelikte

In der Schweiz sind 2021 insgesamt 42 Menschen einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen. Dies ist einer der tiefsten Werte seit Statistikbeginn 1982. 54,8 Prozent der vollendeten Tötungsdelikte geschahen im häuslichen Rahmen. 15 Frauen und ein Mann wurden in einer aktuellen oder beendeten Beziehung zu Opfern. Drei der Todesopfer waren von einem Elternteil getötete Kinder.

Gewaltstraftaten

Die Zahl der im Jahr 2021 verzeigten schweren Gewaltdelikte hat sich mit 1665 Straftaten gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Während bei den vollendeten und versuchten Tötungsdelikten sowie bei den schweren Körperverletzungen ein Rückgang festzustellen ist, nahmen die Vergewaltigungen um 44 auf insgesamt 757 zu. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert der letzten zehn Jahre.

Am meisten Gewaltstraftaten wurden im Kanton Basel-Stadt begangen, danach folgen der Bezirk Zürich und Aigle VD. Weniger als 10 Gewaltstraftaten gab es 2021 in den Bezirken Gersau SZ, Bucheggberg SO, Oberklettgau SH, Schleitheim SH, Bernina GR und Goms VS – aus Gründen der Anonymität sind sie in den Daten des Bundesamtes für Statistik daher nicht aufgeführt.

Diebstähle und Einbrüche

Landesweit gab es im vergangenen Jahr 31'186 Einbrüche oder Einschleichdiebstähle, fünf Prozent weniger als 2020. Das entspricht 85 Einbrüchen pro Tag. Die meisten erfolgten mit 17'074 in Wohnungen und Häusern. Seit 2012 hatte die Kategorie dieser Delikte ständig zugenommen.

Während die meisten Arten des Diebstahls wie etwa Taschendiebstahl zurückgingen, nahmen die Diebstähle aus Fahrzeugen um 995 Fälle zu. 2021 wurden 8919 Elektrovelos gestohlen, ein sprunghafter Anstieg von 47 Prozent. Die Diebstähle von herkömmlichen Velos gingen um elf Prozent zurück. Mit 27'246 Fällen bilden sie aber immer noch den Löwenanteil der abhandengekommenen Fahrräder.

Digitale Straftaten

Einen deutlichen Anstieg von 24 Prozent gab es bei den registrierten Digitalstraftaten. Damit registrierte die Polizei 30'352 Straftaten mit einem digitalen Bezug. Das ist ein Durchschnitt von 83 digitalen Delikten im Tag. 88 Prozent davon waren Wirtschaftsdelikte, allen voran der Cyber-Betrug.

2021 unterschied das BFS erstmals zwischen verschiedenen Cyber-Vorgehensweisen. Am häufigsten lieferten Kleinanzeigenplattformen bereits bezahlte Ware nicht aus (6884 Straftaten). Am zweithäufigsten schnappten sich Cyber-Kriminelle in Bezahlsystemen eine fremde Identität, um einen Betrug zu begehen (6670).

Insbesondere bei Sexualdelikten im digitalen Raum sind die Geschädigten sehr jung: Bei vier von fünf Straftaten waren sie unter 20 Jahren alt.

(mit Material der sda)

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