DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erbschaftssteuer: «Das Gejammer der Gegner ist eine schamlose Unverschämtheit»

20.05.2015, 11:3120.05.2015, 11:37
Unternehmerin und SP-Nationalrätin Jacqueline Badran.
Unternehmerin und SP-Nationalrätin Jacqueline Badran.Bild: Keystone

Die Wirtschaftsverbände sind dezidiert gegen die Erbschaftssteuer-Initiative. Doch nun gibt es Widerstand aus den eigenen Reihen: Fünf Unternehmerinnen und Unternehmer haben am Mittwoch für die Initiative geworben.

Die bekannteste unter ihnen ist die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran. Sie ist die Chefin der Zürcher Softwarefirma Zeix. «Das Gejammer der Gegner ist mehr als eine durch und durch schamlose Unverschämtheit», sagte Badran gemäss Redetext an der Medienkonferenz am Mittwoch.

«Die Gegnerschaft will nichts anderes als die Interessen einer äusserst gut betuchten Wirtschaftselite schützen.»
Gerhard Andrey

Sie verwies auf die verschiedenen Steuerreformen der letzten Jahre, die den Grosskonzernen genützt, den KMU und dem Mittelstand aber geschadet hätten. Von der Erbschaftssteuer-Initiative hingegen würde die hiesige Wirtschaft und vor allem das Gewerbe und die KMU profitieren, heisst es in einer Medienmitteilung der fünf Befürworter. Das sei insbesondere der Fall, weil zwei Drittel der Erträge an die AHV fliessen würden.

«Wenn dieses Geld nicht aus den Erträgen der Erbschaftssteuer kommt, bedeutet dies unweigerlich eine Mehrbelastung der Unternehmen», wird Badran in der Mitteilung zitiert. Sie müssten höhere AHV-Beiträge auf den Löhnen oder höhere Mehrwertsteuern bezahlen. Dadurch würden die KMU deutlich mehr belastet.

Ausserdem sehe die Erbschaftssteuerreform explizit den Schutz von Gewerbebetrieben und KMU vor, halten die Befürworter fest. «Die Gegnerschaft will nichts anderes als die Interessen einer äusserst gut betuchten Wirtschaftselite schützen», wird der Freiburger Unternehmer Gerhard Andrey in der Mitteilung zitiert. Er ist Vorstandsmitglied der Grünen Schweiz. (whr/sda)

No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Abonniere unseren Newsletter

43 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Angelika
20.05.2015 11:41registriert September 2014
Meine Meinung: Wer will, dass es in der Schweiz friedlich bleibt, zahlt anständig Steuern. Wer umverteilt, steigert die Gesamtzufriedenheit und muss sich am Schluss nicht in gated communities zurückziehen um sich sicher zu fühlen vor all den "Randständigen". Oder wies Mani Matter formuliert hat: "Dene wo's guet geit, giengs besser, giengs dene besser wo's weniger guet geit, was aber nid geit ohni dass' dene weniger guet geit, wo's guet geit."
6919
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hans Jürg
20.05.2015 12:31registriert Januar 2015
Ich bin klar für eine Erbschaftssteuer, auch wenn ich höchstwahrscheinlich sogar von ihr persönlich betroffen sein werde (toi toi toi).
Das Problematische an der aktuellen Vorlage ist aber die rückwirkende Einführung. Das ist rechtstaatlich nicht zulässig. Da haben die Initianten leider einen grossen Bock geschossen.
Ich werde aber trotzdem ja stimmen.
Falls die Initiative wider Erwarten angenommen wird, bin ich sehr gespannt, wie die Rückwirkung umgesetzt werden soll, ohne das Recht zu verbiegen. Wenn die Initianten klug sind, verzichten sie am besten auf diesen Teil.
5823
Melden
Zum Kommentar
avatar
amore
20.05.2015 12:49registriert Februar 2014
Die Pro-Propaganda ist praktisch nicht vorhanden. Schade. So wird die Erbschaftssteuer Schiffbruch erleiden.
4314
Melden
Zum Kommentar
43
Betrunkener Zuger wollte eine Abkürzung nehmen – diese Holzbrücke hatte etwas dagegen

Ein 59-jähriger Lenker hat am Mittwochabend in Risch ZG nach ausgiebigem Alkoholkonsum mit seinem Auto auf dem Heimweg eine Abkürzung nehmen wollen. Er blieb auf einer Fussgängerbrücke stecken und ist nun seinen Führerausweis los.

Zur Story