DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ambri's players and fans celebrate the victory of the regular season game of National League Swiss Championship 2017/18 between HC Ambri Piotta and HC Davos, at the ice stadium Valascia in Ambri, Switzerland, Friday October 27, 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Viele Fans der Leventiner werden den HCAP nach Davos begleiten. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Der HCD und Ambri fordern die Favoriten aus Kanada und Russland

Am 93. Spengler Cup in der Altjahreswoche vertritt neben Gastgeber HC Davos erstmals Ambri-Piotta die Schweizer Farben. Als Topfavoriten auf den Turniersieg gelten jedoch das Team Canada und das KHL-Team aus Ufa.



Seit der Einführung des aktuellen Modus im Jahre 2010 nahmen mit Ausnahme des Vorjahres stets zwei Schweizer Teams am Spengler Cup teil: Neben dem HC Davos waren dies Genève-Servette (2010/2013/2014), Kloten (2011), Fribourg-Gottéron (2012), Lugano (2015/2016) und 2017 sogar die Nationalmannschaft. Diesmal ist Ambri-Piotta dabei.

Erste Spiele morgen

Traditionell beginnt der Spengler Cup am Stephanstag. Das Turnier wird um 15 Uhr mit der Partie zwischen Ambri und Ufa eröffnet, um 20.15 Uhr fordert Ocelari Trinec das Team Canada.

Der Tessiner Dorfklub wird mit der Spengler-Cup-Präsenz auch für seine verblüffende letzte Saison gewürdigt. In dieser hatte der ewige Underdog aus der Leventina nicht nur sensationell die Playoffs erreicht, sondern als Fünfter der Regular Season sogar die Qualifikation für die Champions Hockey League realisiert.

Ambri bringt Fans, Genusskultur und einen Titelverteidiger mit

Doch nach Abgang von Liga-Topskorer Dominik Kubalik zu den Chicago Blackhawks folgte auf diese Saison hin eine Zäsur; das Team von Luca Cereda muss sich jeden Punkt wieder hart erarbeiten. Dies tun die Leventiner mit ihrer sprichwörtlichen Aufsässigkeit. Die Formkurve auf den Spengler Cup hin imponiert. Das kampfstarke Ambri-Piotta realisierte vor Weihnachten seine bislang längste Siegesserie in der laufenden Saison – trotz Verletzungspech und mit teilweise bis zu zehn Absenzen.

Klar ist schon jetzt: Der Fan-Aufmarsch des Nordtessiner Dorfklubs im Landwassertal wird imponierend sein. «Der Spengler Cup ist Sportkultur», betonte Ambris Sportchef Paolo Duca, der einst als Spieler selbst zweifacher Teilnehmer war. Ambri-Piotta wird im Eisstadion Davos das Restaurant «Casa Bianca Blue» betreiben und will den Eishockeyfans die Leventina auch kulinarisch näher bringen.

Speziell wird der Spengler-Cup für Ambris Keeper Daniel Manzato. Eigentlich wäre er am Spengler Cup nur Stellvertreter von Benjamin Conz gewesen. Doch wegen der erneuten Verletzung von Ambris Stammgoalie (Adduktorenprobleme kurz nach dem Comeback nach einer Hüftoperation) ist Manzato nun Ambris Torhüter Nummer 1 für den Spengler Cup.

Kalevan Pallo's goalkeeper Daniel Manzato and Team celebrate after the final game between Team Canada and KalPa Kuopio Hockey Oy at the 92th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Monday, December 31, 2018. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller).

Goalie Manzato kehrt als Titelverteidiger zurück. Bild: SPENGLER CUP

Im Vorjahr hatte Manzato bereits als Verstärkungsspieler für das finnische Team von KalPa Kuopio geglänzt – und mit jener Equipe triumphiert, auch wenn er im Halbfinal und Final nicht mehr im Tor stand. Der frühere Schweizer Nationaltorhüter kassierte vor einem Jahr bei seinen beiden Einsätzen in der Vorrunde gegen Metallurg Magnitogorsk (1:0 n.V.) und Davos (2:1) in 122 Minuten bloss ein Gegentor. Dadurch wurde er als einziger Schweizer ins Allstar Team des Turniers gewählt.

HCD-Coach Wohlwend will den Titel

Den Titelgewinn nimmt auch der in dieser Saison wiedererstarkte HC Davos ins Visier, der letztmals 2011 am Spengler Cup triumphierte. «Ich hoffe, wir holen schon in diesem Jahr noch die erste Trophäe», sagte HCD-Trainer Christian Wohlwend unlängst nach dem Final-Einzug seines Teams im Schweizer Cup. Er dachte selbstredend an den Spengler Cup. Am 2. Februar spielen die Bündner gegen das unterklassige Ajoie dann den Cupfinal.

Doch der Gewinn des Spengler Cups wäre ein mindestens so positives Zeichen des bislang bemerkenswerten Relaunches des HC Davos nach der Ära von Arno Del Curto. Schliesslich betont auch Sportchef Raeto Raffainer: «Einsätze im Spengler Cup sind Momente, die bleiben.»

Die Spengler-Cup-Sieger im neuen Jahrtausend

Favoriten aus Kanada und Russland

Das Team Canada, das mit einem Gros an National-League-Spielern antritt, strebt genau wie der HC Davos den 16. Turniersieg an. Bei den bisherigen 35 Teilnahmen erreichte das Team Canada 23 Mal den Final, zuletzt vier Mal in Folge. Beim letzten Triumph (2017) komplettierten die Kanadier einen Hattrick.

Canada fans during the game between Team Canada and Mountfield HK at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Tuesday, December 26, 2017. (Keystone/Melanie Duchene)

Die Kanadier gehören am Spengler Cup traditionell zu den Fanlieblingen. Bild: SPENGLER CUP

Salawat Julajew Ufa war bereits 2007, 2012 und 2014 in Davos angetreten. 2007 und 2014 schafften die Russen den Final-Vorstoss. Für Ufa spielt unter anderen der schwedische Topstürmer Linus Omark. Der ehemalige Crack des EV Zug war in den letzten vier Saisons stets der beste Skorer der Mannschaft.

Als Nachfolger von Vorjahres-Sieger KalPa Kuopio tritt für Finnland TPS Turku an. Seit 2010 ist Turku zwar ohne Titel, gilt aber weiterhin als Talentschmiede. Ocelari Trinec ist zum zweiten Mal in Folge am Spengler Cup dabei. Die Tschechen scheiterten im Vorjahr zwar in den Viertelfinals, wurden aber Meister. In der Champions League überstand Trinec dann die Gruppenphase aber nicht. (ram/sda)

Wer gewinnt den Spengler Cup 2019?

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Spengler Cup: Bilder aus längst vergangenen Zeiten

Kiko bringt Gabirano und Nico seine Weihnachtstradition bei

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Vier Jahre vor dem grossen Desaster wird der EHC Arosa ein letztes Mal Meister

23. Februar 1982: Der Titel 1980 kam überraschend, der 2. Rang 1981 war dann die Bestätigung und mit der neunten Schweizer Meisterschaft meldet sich Arosa definitiv im Konzert der ganz Grossen zurück. Der Klub wird als gesundes, erfolgreiches Unternehmen gelobt – doch vier Jahre später folgt der überraschende Abschied aus dem Profisport.

Die Poltera-Brüder hatten den EHC Arosa in den 1950er Jahren berühmt gemacht. Von 1951 bis 1957 spielten Ueli und Gebi Poltera, Hansmartin Trepp und ihre Teamkollegen die Gegner schwindlig. In der Nationalmannschaft war der «Aroser Sturm» legendär. Die Schweiz holte 1948 Olympia- und 1950 und 1951 WM-Bronze. Im Klub konnte sie niemand stoppen. Sieben Meistertitel in Serie, die Dominanz war erdrückend. Die Sturmlinie eine der besten Europas.

Verletzungen beendeten die Übermacht. 1960 stieg Arosa …

Artikel lesen
Link zum Artikel