Donald Trump
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epa06408119 YEARENDER 2017 DECEMBER

Embattled US Secretary of State Rex Tillerson speaks at the Department of State in Washington DC, USA, 01 December 2017. Multiple news outlets had confirmed that President Trump would soon replace Secretary Tillerson with CIA Director Mike Pompeo. Tillerson called the reports of his impending dismissal 'laughable.'  EPA/JIM LO SCALZO

Gefeuert, als er sich auf einer Afrikareise befand: Aussenminister Rex Tillerson. Bild: EPA/EPA

Trumps Frühlings-Putz im Weissen Haus hat begonnen

Die Entlassung des Aussenministers Rex Tillerson war erst der Anfang. Stabschef John Kelly und Sicherheitsberater H.R. McMaster dürften bald folgen.



Gemunkelt wurde schon lange, dass die Tage von Rex Tillerson gezählt seien. Nun ist es passiert. Trump hat seinen Aussenminister gefeuert. Weil Stil nicht gerade seine herausragende Eigenschaft ist, tat er es, als sich Tillerson auf einer Afrikareise befand. Auch für Ersatz hat er bereits gesorgt: Nachfolger soll Mike Pompeo werden, der von ihm eingesetzte CIA-Chef.

Tillerson hinterlässt keine Spuren

Tillerson ist kein grosser Verlust. Der ehemalige Exxon-Chef hat sehr diskret gewirkt, um es höflich auszudrücken. Als er erste zaghafte Diplomatie-Schritte in Richtung Nordkorea unternahm, wurde er umgehend vom Präsidenten per Twitter zurückgepfiffen.

Tillersons Hinterlassenschaft besteht vor allem darin, dass er rund einen Drittel der oberen Stellen im Aussenministerium nicht besetzt hat. Sein Rücktritt ist auch wenig überraschend. Der Präsident liebt das Chaos und hat eine Personalfluktuation, die in der Geschichte des Weissen Hauses einmalig ist.

epa06571821 (FILE) - Hope Hicks, then White House director of strategic communications, arrives to a swearing in ceremony of White House senior staff in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, 22 January 2017 (reissued 01 March 2018). Hicks, one of Donald Trump's longest serving advisers, has issued her resignation as the White House communications director.  EPA/Andrew Harrer / POOL

Hat ihr Pult im Weissen Haus ebenfalls geräumt: Kommunikationschefin Hope Hicks. Bild: EPA/Bloomberg POOL

Jüngste Opfer der Trump’schen Rotation sind sein Wirtschaftsberater Gary Cohn und seine Kommunikationschefin Hope Hicks. Cohn hat eingesehen, dass es völlig unmöglich ist, dem Präsidenten auch nur das ABC der Ökonomie beizubringen. Hicks ist möglicherweise tiefer in die Russland-Affäre verwickelt als ihr lieb sein dürfte.

Mit Tillersons Rücktritt wird auch keine Ruhe eintreten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Trump seinen Justizminister Jeff Sessions loswerden will. Er verzeiht ihm nach wie vor nicht, dass er in der Russland-Affäre in den Ausstand getreten ist.

epa06212414 White House Chief of Staff John Kelly (L) and H.R. McMaster (R), President Donald J. Trump's national security adviser, talk before a meeting where Trump spoke about reforming the United Nations the day before the opening of the General Debate of the 72nd United Nations General Assembly at UN headquarters in New York, New York, USA, 18 September 2017. The annual gathering of world leaders formally opens 19 September 2017, with the theme, 'Focusing on People: Striving for Peace and a Decent Life for All on a Sustainable Planet.'  EPA/JUSTIN LANE

Sind sie als nächste an der Reihe? Stabschef John Kelly (links) und Sicherheitsberater H.R. McMaster. Bild: EPA/EPA

Ebenfalls auf der Abschussliste stehen Sicherheitsberater H.R. McMaster und Stabschef John Kelly. Die beiden Vier-Sterne-Generäle hätten eigentlich so etwas wie Disziplin ins Weisse Haus bringen sollen. Beide sind mehr oder weniger gescheitert.

McMaster hat zudem den Präsidenten mit der Bemerkung erzürnt, es geben keine Zweifel daran, dass Russland versucht habe, die US-Wahlen zu beeinflussen. Kelly hat sich mit den Jarvankas angelegt, Trumps Tochter Ivanka und deren Gatte Jared Kushner. Selbst die Jarvankas soll Trump neuerdings aus dem Weissen Haus verbannen wollen.

Trump mag es überhaupt nicht, wenn er gegängelt wird. Zudem ist er nach mehr als einem Jahr im Amt überzeugt, dass er nun das Präsidenten-Handwerk beherrsche und keine Experten mehr benötige.

Auf Zuchtmeister wie Kelly und Bedenkenträger wie McMaster will er deshalb künftig verzichten und das Weisse Haus führen wie er sein Immobilienimperium geführt hat: Aus dem Bauch heraus, ohne erkennbare Strategie und mithilfe von dubiosen Helfern.

Das Personenkarussell wird noch schneller drehen

Eine Kostprobe davon hat er vergangene Woche abgeben. Als er vom südkoreanischen Sicherheitsberater erfahren hatte, dass Kim Jong Un ihn treffen wolle, sagte er zu, obwohl dies diametral dem widersprach, was bisher US-Politik war.

Das Personenkarussell im Weissen Haus wird weiterdrehen, ja es dürfte gar noch einen Gang zulegen. Der Rest der Welt sollte sich daher die Sicherheitsgurte anschnallen.

Donald Trumps Personalkarussell

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    Alle Leser-Kommentare
  • Vanessa_2107 14.03.2018 13:20
    Highlight Highlight Trump hat viel zu viel Macht, die er auch ausspielt und seine Partei lässt ihn einfach gewähren. (Sanktionen Russland, njet, seine Steuern, Vetternwirtschaft, usw.) Gefährlich für einen Irren wie ihn. Er verhält sich schon jetzt wie ein Diktator und will alles selber bestimmen dann die Art - Kündigung per Tweet! (Deshab gefallen ihm ja Duterte, Kim, Putin usw.). Ich bin mir sicher, der Tag wir kommen und er und seine Partei werden für ihr Verhalten die Quittung erhalten. Wann das aber sein wird und was er sich noch alles erlauben wird, werden wir sehen, schlimmer ist immer möglich bei ihm.
  • D(r)ummer 14.03.2018 12:59
    Highlight Highlight Seine Amtszeit beträgt 42.4 Scaramuccis.

    (01.02.2017 - 31.03.2018)
  • rodolofo 14.03.2018 08:07
    Highlight Highlight Tillerson kann doch froh sein, dass er endlich raus ist aus dieser Katastrophen-Regierung und dass sich ein Anderer als Lückenbüsser für ihn opfert...
  • palito 14.03.2018 00:40
    Highlight Highlight der, der gem. eigener aussage einen amokläufer völlig unbewaffnet aufhalten kann, hat keine eier, seinen aussenminister persönlich zu feuern. 🤔
  • Hayek1902 14.03.2018 00:34
    Highlight Highlight CC wird bald sagen, er führe sein Klub halt wie der Präsident der USA sein Land.
  • IisiPiiisi 13.03.2018 23:02
    Highlight Highlight Genau LeChef, auch wenn Tillerson bloss die Rolle als Bäuerchen an der Front zuteil wurde, wieder ein schlechter Schachzug in der Not, eine Figur muss kippen. Wäre ja alles gut und recht, wäre da eine Strategie. Ist aber keine und irgendwann steht der König nackt und umkreist da. Schachmatt ist die Konsequenz. Früher oder später... ich freue mich auf jeden Fall über seinen nächsten Fauxpas.
  • elias776 13.03.2018 22:55
    Highlight Highlight Lasset die Spiele beginnen....
  • LeChef 13.03.2018 22:03
    Highlight Highlight Und wenn dann mal alle weg sind feuert Trump noch sich selbst, und wir haben endlich wieder Ruhe.
  • el heinzo 13.03.2018 19:58
    Highlight Highlight 2/2 Ein Drittel der Stabsstellen sind offenbar noch immer nicht besetzt, es fehlen (im 2. Amtsjahr!) nach wie vor etliche Botschafter, und ganz egal wer nun Aussenminister wird, er hat ja eh nichts zu melden, der Donald regelt das alles aus dem Bauch heraus, und verkündet es dann der Welt via Twitter. Nun ja, er hatte im Wahlkampf versprochen, dass er bei der Verwaltung sparen möchte. Also los, komplett dichtmachen, den Laden. Kostet ja nur einen Haufen Geld. Bildungsministerin auch gleich schliessen. Von Betsy Devos habe ich bisher noch kein einziges Lebenszeichen gesehen. Kann man einsparen.
  • el heinzo 13.03.2018 19:58
    Highlight Highlight 1/2 Feuert seinen Aussenminister also via Twitter, während der auf Dienstreise in Afrika weilt. Aha. Das ist an Taktlosigkeit und schlechtem Stil nicht mehr zu überbieten, schon rein menschlich gesehen unter aller Sau, und in der Funktion als US-Präsident für mich gar nicht mehr vorstellbar. Wie kann sowas angehen? Wie kann es sein, dass die Republikaner bei diesem jämmerlichen Theater mitspielen? Ich begreife das einfach nicht. Könnte man eigentlich gleich zumachen, das Aussenministerium.
  • zombie woof 13.03.2018 18:49
    Highlight Highlight Trump hat die absolute Narrenfreiheit
  • Le_Urmel 13.03.2018 17:47
    Highlight Highlight Wie soll da eine seriöse oder nachhaltige Politik stattfinden. Die Mitarbeiter werden im WeissenHause noch schneller ersetzt als Trainer bei FC Sion
  • Sophia 13.03.2018 17:44
    Highlight Highlight Mich überrascht ja, dass es immer noch Dummköpfe genug gibt, die sich dem Obersolipsist Trump noch als irgendwas zur Verfügung stellen. Sind denn die Renten als Ehemaliger so verlockend oder denkt wirklich einer, er könne etwas in dem Trum'schen Chaos noch bewirken?
    Der könnte mich mal!
  • Bert der Geologe 13.03.2018 17:41
    Highlight Highlight Nochmals dieselbe Fake-News, weils so treffend ist: http://www.der-postillon.com/2018/03/weisses-haus-drehtuer.html#more
  • Gurgelhals 13.03.2018 17:28
    Highlight Highlight Wenn, wie stellenweise bereits vermutet wird, McMaster demnächst durch John Bolton ersetzt wird, dann wird's so richtig ungemütlich. Bolton war UN Botschafter unter GWB und ist so ziemlich der radikalste aller Kriegstreiber unter den republikanischen Neocons (s. hier https://www.vox.com/world/2018/3/12/17091772/john-bolton-trump-national-security-adviser-war-iran-north-korea ).

    Der Senat könnte die Ernennung auch nicht verhindern, da der Nationale Sicherheitsberater direkt vom Präsidenten und ohne Bestätigung durch den Senat ernannt werden kann.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

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