DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Tesla-Chefs und Fans sind wütend, weil seine Aussagen in einer kritischen Reportage über die Gigafactory bei Berlin verkürzt wiedergegeben wurden.
Der Tesla-Chefs und Fans sind wütend, weil seine Aussagen in einer kritischen Reportage über die Gigafactory bei Berlin verkürzt wiedergegeben wurden.
Bild: keystone

Elon Musk tobt wegen ZDF-Doku – und auf der Tesla-Baustelle in Berlin ist Corona los

Auf der Grossbaustelle für die geplante Tesla-Fabrik bei Berlin ist das Coronavirus ausgebrochen. Wie viele Mitarbeiter sich tatsächlich infiziert haben, ist bislang unklar. Für Aufregung sorgt auch ein kritischer TV-Bericht.
26.03.2021, 13:4326.03.2021, 13:52
Ein Artikel von
t-online

Die Corona-Pandemie hat die Baustelle für die geplante Fabrik («Giga-Factory») des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide (Oder-Spree) erreicht. Eine «zweistellige» Zahl an Mitarbeitern habe sich mit dem Coronavirus infiziert, teilte der Landkreis Oder-Spree am Donnerstag mit. Das zuständige Gesundheitsamt sei deshalb in engem Austausch mit Tesla. Zunächst hatte der «Tagesspiegel» berichtet.

Dass eine der grössten Baustellen in Deutschland bei einem sich gerade wieder beschleunigenden Pandemiegeschehen nicht aussen vor bleibe, war zu erwarten, erklärte ein Sprecher des Landkreises.

Tesla hat nach Angaben eines Brancheninsiders ein eigenes Testcenter auf der Baustelle eingerichtet und führt dort regelmässige Testungen von Mitarbeitern durch. Zusätzlich gebe es umfangreiche Sicherheits- und Hygienemassnahmen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA liegt die Zahl der Mitarbeiter im «niedrigen vierstelligen» Bereich.

Streitpunkt Wasserversorgung

Zuletzt war der  Wasserverbrauch der Giga-Factory in die Schlagzeilen geraten. In der Sache geht es um die Frage, wie viel Wasser das neue Werk für den Bau von Elektroautos und den dazugehörigen Batterien verbraucht.

In einem Beitrag des ZDF-Magazins «Frontal 21» hatte der Chef des Wasserverbandes Strausberg-Erkner, André Bähler, gesagt, die Trinkwasserversorgung werde «auf dem Gabentisch der Wirtschaftspolitik geopfert».

Das Unternehmen bestreitet, dass es durch die Tesla-Produktion zu Einschränkungen beim Trinkwasser kommen werde und beruft sich dabei auf Gutachten von Experten.

Der TV-Bericht (bei YouTube):

Auch Tesla-Chef Elon Musk persönlich bestritt mögliche Wasserprobleme. «Im Grunde sind wir nicht in einer sehr trockenen Region. Bäume würden nicht wachsen, wenn es kein Wasser gäbe», sagte Musk. «Ich meine, wir sind ja hier nicht in der Wüste.»

«Schämt euch, ZDF Info»
Elon Musk
quelle: twitter

Auf Twitter kritisierte Musk den Beitrag selbst scharf: «Wow, shame on ZDF Info» (deutsch: Schämt euch, ZDF Info!)«.

Er bezog sich dabei auf einen Beitrag im Blog Tesmanian, in dem eine angeblich fehlerhafte Berichterstattung durch das ZDF kritisiert wurde.

Die Redaktion forderte den Top-Manager daraufhin auf, sich einem Interview zu stellen. Tesla veranschlagt für das Werk einen maximalen Wasserverbrauch von 1.4 Millionen Kubikmetern pro Jahr.

Der Wert wurde durch Wassersparmassnahmen um 30 Prozent gesenkt. Das ist der geschätzte Maximalbedarf unter ungünstigsten Konditionen, im regulären Betrieb soll der Verbrauch deutlich niedriger sein.

Auch weltgrösste Batteriefabrik soll entstehen

In der Autofabrik bei Berlin will Tesla nach bisherigen Plänen im Juli mit der Produktion von Fahrzeugen beginnen. In einer ersten Phase sind bis zu 500'000 Autos pro Jahr vorgesehen. Die abschliessende umweltrechtliche Genehmigung dauert laut Umweltministerium an. Deshalb baut das Unternehmen über vorzeitige Zulassungen.

Musk will auf dem Gelände auch die weltgrösste Batteriefabrik errichten. In Branchenkreisen ist von Investitionen in einem mittleren einstelligen Milliardenbereich die Rede – und das noch ohne die Batteriefertigung.

US-Behörde wirft Tesla wiederholte arbeitsrechtliche Verstösse vor
Der Elektroautobauer Tesla ist wegen eines Anti-Gewerkschafts-Tweets seines Chefs Elon Musk und anderen arbeitsrechtlichen Verstössen in den USA zur Rechenschaft gezogen worden.

Die Arbeitnehmerschutzbehörde National Labor Relations Board NLRB stufte in einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Urteil unter anderem die Entlassung eines Mitarbeiters als illegal ein, der sich für die Gründung einer Gewerkschaft eingesetzt hatte.

Tesla müsse den Mann für jegliche Einkommensverluste entschädigen und anbieten, ihn wieder einzustellen. Zudem ordnete die Behörde an, dass Musk einen Tweet aus dem Jahr 2018 löscht. Darin drohte der Tesla-Chef Mitarbeitern laut NLRB unter anderem widerrechtlich damit, dass sie Aktienoptionen verlieren, wenn sie sich gewerkschaftlich vertreten lassen.

Von Tesla und Musk gab es zunächst keine Stellungnahmen. Der Konzern hat Fehlverhalten bislang abgestritten.

(awp/sda/dpa)

Quellen:

(mak/t-online.de)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete

1 / 20
Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete
quelle: getty images north america / joe raedle
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Australien mit schlimmster Mäuseplage seit Jahrzehnten

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie ein 33-jähriger Winterthurer die Impfskeptiker mit ihren eigenen Waffen schlug

Mit einer einfachen Wordpress-Seite und einem von A bis Z erfundenen Artikel über den «Sputim-Krankheitsverlauf» brachte es der 33-jährige Sasha zu über hunderttausend Views von Impfskeptikerinnen. Wie er die Szene hinters Licht führte.

«Ein Secondo, der in die Sek B ging, hat es mit fünf Stutz geschafft, Tausende von Leuten einen absoluten Quatsch-Artikel unterzujubeln», erzählt «Sputim» auf dem gleichnamigen Kanal in einem seiner YouTube-Videos. Was danach folgt, ist eine Abrechnung – und die akribische Erzählung seines Vorgehens.

Sputim heisst eigentlich Sasha, ist 33 Jahre alt, in Winterthur aufgewachsen und auf YouTube kein unbeschriebenes Blatt. In den 00er Jahren verzückte der Secondo die Video-Community mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel