SBB

SBB modernisieren rote Lokomotiven der Bahn 2000

17.10.17, 11:32 17.10.17, 15:09

Bild: KEYSTONE

Seit 25 Jahren verkehren auf dem Schweizer Schienennetz die roten Lokomotiven, die mit der Einführung der Bahn 2000 aufkamen. Die SBB bringt die 119 Lokomotiven dieses Typs bis 2022 auf den neusten Stand der Technik. Am Dienstag wurde die erste «neue» Lok präsentiert.

Die komplett modernisierte Lokomotive des Typs Re 460 mit neuem Stromrichter und leistungsstärkerer Druckluftversorgungsanlage steht noch im Industriewerk Yverdon-les-Bains VD. Bald wird sie im Normalbetrieb eingesetzt. Sie sei nun fit für die nächsten zwanzig Jahre, teilte die SBB mit.

Die Loks - seit 1992 Zugpferd der meisten Intercity-Züge - legen pro Tag gemeinsam 104'000 Kilometer zurück und umrunden somit zweieinhalb Mal die Erde. In den angehängten Wagen gibt es Platz für bis zu 700 Personen.

Nun haben die ersten Lokomotiven die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht. Im Industriewerk werden ihnen unter anderem neue Umrichter eingebaut, welche die Fahrmotoren mit Strom speisen und Bremsenergie zurückgewinnen.

Die neuen Umrichter sparen gemäss SBB jährlich 27 Gigawattstunden Energie, was dem Jahresverbrauch von 6750 Haushalten - vergleichbar mit der Stadt Olten - entspricht. Zudem werden die Kühlsysteme für die Umrichter künftig mit Wasser statt mit Öl betrieben.

Die Modernisierung kostet 230 Millionen Franken, wie früher mitgeteilt worden war. Bisher wurden vier Loks als Prototypen umgebaut sowie weitere sieben teilmodernisiert. Nach diversen Tests fährt das SBB-Werk Yverdon-les-Bains gegenwärtig die Serienproduktion der voll modernisierten Lok hoch. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MeinSenf 17.10.2017 15:17
    Highlight Und vom wem stammen die Stromrichter?
    2 0 Melden
    • zettie94 17.10.2017 15:56
      Highlight ABB
      4 0 Melden
  • The Origin Gra 17.10.2017 14:09
    Highlight Bitte lackiert sie um damit mir nicht jedes mal schlecht wird wenn eine Rote Lok 2000 im Bahnhof einfährt :(
    0 41 Melden
  • Madison Pierce 17.10.2017 13:35
    Highlight Liebe Bildredaktion, da gehört doch ein Foto einer erneuerten Lok zum Artikel, zumal der Anstrich ja neuerdings glänzend ist. Der Ferrari auf Schienen quasi. :)
    25 0 Melden
    • atomschlaf 17.10.2017 19:52
      Highlight Sieht gut aus!
      Gibt es einen bestimmten Grund, dass man die Loks jetzt glänzend lackiert? (Bisher waren sie doch matt, nicht?)
      1 0 Melden
    • Hüendli 18.10.2017 18:22
      Highlight Danke! Steht der elegantesten Lok der Neuzeit gut, der Ferrari-Anstrich. Dass sonst nichts am optischen Erscheinungsbild verändert wurde (im Gegensatz zu den LED-Funzeln bei den Re 4/4 z.B.), gefällt mir.
      0 0 Melden
    • Madison Pierce 19.10.2017 11:07
      Highlight @atomschlaf: Gute Frage! Habe als Begründung nur herausgefunden, dass die Reinigung des neuen Lacks einfacher sein soll, bzw. der Schmutz soll weniger haften. Die Re450, welche seit 2011 auch ein Refit durchlaufen, werden ebenfalls glänzend lackiert.
      1 0 Melden
  • Palatino 17.10.2017 12:40
    Highlight Einmal mehr zeigt sich die totale Unfähigkeit des SBB-Managements! Sanierung der Loks für 230 Millionen, geits no? Übergebt das Geschäft der Armasuisse, am besten dem Projektleiter für die "Duro"-Sanierung, die machen euch das für schlappe 2 Milliarden.
    47 41 Melden
    • Energize 17.10.2017 12:55
      Highlight @Platino: du scheinst Experte auf dem Gebiet zu sein. Wieviel würde denn deiner Meinung nach die Modernisierung kosten?
      25 6 Melden
    • Amboss 17.10.2017 13:27
      Highlight Dann nur mal so eine blöde Frage an dich als fähigen Fachmann:
      Was dürfte denn diese Umrüstung kosten? Was wäre der angemessene Preis?
      15 4 Melden
    • made 17.10.2017 13:48
      Highlight Dafür sparen Sie die nächsten 25 Jahre insgesamt ca. 100 Mio. alleine durch den niedrigeren Energieverbrauch der Lokomotiven (mit 15 rp pro kW gerechnet).

      Vorausgesetzt die SBB würde gleichviel für den Strom bezahlen wie ein normaler Haushalt, was angesichts des hohen Stromverbrauchs natürlich kaum so sein wird. Strom sollte jedoch in den nächsten Jahren ein gutes Stück teurer werden, was ich wiederum zum Ausgleich nicht eingerechnet habe...
      4 0 Melden
    • Palatino 17.10.2017 13:53
      Highlight @Energize: Als Berater von zwei Privatbahnen habe ich ein gewisses Wissen in Bezug auf Schienenfahrzeuge. Von daher sind Kosten für die Loks für mich nachvollziehbar. Die RE 460 kosteten im Anschaffungspreis in den 90er-Jahren rund 7 Mio. Die jetztige Sanierung kostet etwa 2 Mio.
      Die Duros werden aber etwa zum doppelten Anschaffungspreis saniert, was nicht nachvollziehbar ist, da zu diesem Vorgang und der Rechtfertigung des Preises null Infornationen erhältlich sind.
      15 1 Melden
    • goschi 17.10.2017 14:14
      Highlight 230mio Gesamtkosten sind 2mio pro Lokomotive und das ist ehrlich gesagt nicht viel.
      9 1 Melden
    • jaran17 17.10.2017 14:45
      Highlight Ich galube, ihr versteht alle nicht die Ironie in Palatinos Post.

      Der Preis ist angemessen, der Kommentar ein Seitenhieb gegen die armasuisse wegen der Duro Revision.
      27 0 Melden
    • Amboss 17.10.2017 15:29
      Highlight @Palatino: Sorry, da habe ich wirklich die Ironie nicht verstanden. Beim zweiten mal lesen muss ich zugeben "hätte sie verstehen sollen" :)

      Aber danke vielmals für die Infos. Für mich als Laie sind solche Zahlen sehr schwierig nachzuvollziehen.
      7 0 Melden
    • Energize 17.10.2017 17:47
      Highlight @Palatino: ich sehe ich muss meinen Hut ziehen 👍 Den Seitenhieb auf den Duro hätte ich erkennen müssen.
      6 0 Melden

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