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Bencic und Golubic bejubeln den Finaleinzug an den Olympischen Spielen in Tokio.
Bencic und Golubic bejubeln den Finaleinzug an den Olympischen Spielen in Tokio.
Bild: keystone

Bencic und Golubic spielen um Gold: «Das Türchen der Emotionen geht nach dem Final auf»

Die Schweizer Frauen kehren auf jeden Fall mit zwei Medaillen aus Tokio zurück. Nach Belinda Bencic im Einzel erreichen Bencic und Viktorija Golubic auch im Doppel den Final des olympischen Tennisturniers.
29.07.2021, 15:1829.07.2021, 16:11

Im Halbfinal bezwingen die Ostschweizerin und die Zürcherin das brasilianische Duo Laura Pigossi/Luisa Stefani nach einem 0:4-Rückstand 7:5, 6:3.

«Olympiafinal, das klingt unglaublich. Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Das Türchen der Emotionen wird erst nach dem Final richtig aufgehen. Wenn ich es jetzt schon aufreisse, dann wäre ich ausser mir. Wir hätten uns nie eine solche Woche erträumt.»
Viktorija Golubic.

Im Final am Sonntag sind sie gegen die topgesetzten Barbora Krejcikova/Katerina Siniakova allerdings nur die Aussenseiterinnen. Die beiden Tschechinnen haben zweimal das French Open und einmal Wimbledon gewonnen.

«Ich gehe nicht einfach als Fan an Belindas Einzel, sondern versuche, dort auch den Fokus zu haben. Beim Matchball war ich so berührt. das war schön, hat aber auch Energie gekostet.»
Viktorija Golubic

Nach ihrem Effort im Einzel, in dem sie in zweidreiviertel Stunden ebenfalls den Final erreicht hatte, brauchte Bencic mit ihrer Partnerin ein bisschen Anlaufzeit. Die beiden liessen jedoch nie den Kopf hängen und holten im ersten Satz ein 0:4 und ein 3:5 auf und wehrten dabei einen Satzball ab.

Sie gewannen aber fünf Games in Serie und lagen anschliessend im zweiten Satz nie im Rückstand. Nach gut eineinhalb Stunden hatten sie den Sieg – und damit die zweite Medaille für die Schweizer Tennis-Delegation – in der Tasche.

«Ich brauche offenbar den Rückstand. Ich weiss auch nicht. Am Anfang war ich ehrlich gesagt etwas überfordert, habe kaum Bälle reingespielt. Ich kann nicht genug würdigen, wie mich Vicky heute hochgezogen hat. Ich freue mich so extrem aufs Ausschlafen. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Wir werden den morgigen freien Tag geniessen.»
Belinda Bencic

Seit dem Doppel-Triumph von Roger Federer und Stan Wawrinka 2008 in Peking gab es bei allen Olympischen Spielen eine Schweizer Tennismedaille. Beeindruckend ist vor allem die Kampfkraft, Nervenstärke und Ausdauer von Belinda Bencic. Die 24-jährige Ostschweizer stand am dritten Tag in Folge für zwei Partien auf dem Platz, insgesamt rund elfeinhalb Stunden in drei Tagen.

Nun erhält sie einen Tag Pause, ehe am Samstag der Einzelfinal gegen Marketa Vondrousova und am Sonntag der Doppelfinal anstehen. (abu/sda)

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