Super League
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Super League, 31. Runde

Young Boys – Lausanne 4:1

Luzern – Zürich 2:1

Sion – Basel 2:2

Hoarau trifft doppelt und übernimmt in der Torschützenliste die Führung.  Bild: KEYSTONE

YB nähert sich mit grossen Schritten dem Titel – Luzern gewinnt dank Last-Minute-Tor

Die Young Boys gewinnen gegen ein schwaches Lausanne. Weil Basel gegen Sion nicht über ein Unentschieden hinauskommt, kann YB am nächsten Samstag aus eigener Kraft Meister werden. Luzern bezwingt den FCZ dank eines Treffers in der Nachspielzeit.

22.04.18, 20:58 23.04.18, 08:46

Young Boys – Lausanne

– Unterschiedlicher könnten die Gemütslagen vor dem Aufeinandertreffen von YB und Lausanne nicht sein. Während die Berner scheinbar unaufhaltsam dem ersten Meistertitel seit 32 Jahren entgegen steuern, liegt Lausanne auf dem Abstiegsrang.

– Der Klassenunterschied macht sich auf dem Feld schnell bemerkbar. In der 10. Minute findet Mbabu mit seiner Hereingabe Guillaume Hoarau, welcher das Leder in allerbester Stürmermanier ins Tor spitzelt. Lausanne ist von Beginn weg völlig überfordert – und muss nur acht Minuten später den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Sulejmani legt mit der Hacke wunderbar auf für Fassnacht, welcher sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen lässt. YB nimmt in der Folge den Fuss etwas vom Gaspedal – was jedoch Hoarau nicht daran hindert, noch vor der Pause auf 3:0 zu erhöhen. Nach einem Sulejmani-Freistoss trifft der nun alleinige Liga-Topskorer per Kopf.

– Auch in der zweiten Halbzeit ist YB klar die überlegene Mannschaft, doch die Effizienz aus der ersten Hälfte fehlt. Lausanne spielt in jeder Hinsicht wie ein Absteiger – kommt jedoch in der 62. Minute völlig überraschend zum 1:3. Rapp trifft nach einer Gétaz-Flanke per Kopf. Danach kehrt die Partie jedoch wieder in gewohnte Bahnen zurück. YB dominiert und vergibt weitere Grosschancen, Lausanne sehnt sich dem Schlusspfiff entgegen. In der Nachspielzeit setzt Fassnacht mit dem 4:1 den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie. YB kann aufgrund des Basler Unentschiedens am nächsten Samstag aus eigener Kraft Meister werden.

YB nähert sich mit grossen Schritten dem Meistertitel.  Bild: KEYSTONE

Luzern – Zürich

– Im Kampf um die Europa-League-Qualifikationsplätze kommt es in der Swissporarena zum Aufeinandertreffen der direkten Tabellennachbarn Luzern und Zürich. Der FCZ – drei Punkte hinter Luzern auf Rang 5 klassiert – erwischt jedoch einen veritablen Kaltstart. Nach einem Freistoss von Schneuwly legt Schürpf aus einer stark offsideverdächtigen Position quer für Lustenberger – und dieser lässt sich die Chance zur frühen Führung nicht nehmen. Von der FCZ-Abwehr sträflich alleine gelassen trifft der Luzerner per Kopf. Die Zürcher zeigen sich jedoch unbeeindruckt und kommen durch Dwamena sogleich zu einer guten Ausgleichsmöglichkeit – die Omlin jedoch vereitelt. 

– In der 42. Minute hält Sidler Dwamena im Strafraum ungeschickt zurück – und dieser nutzt die kurze Berührung zu seinem Vorteil. Schiedsrichter San entscheidet auf Elfmeter. Francisco Rodriguez setzt das Leder souverän unter die Latte und schiesst den FCZ noch vor der Pause zum Ausgleich.

– In der zweiten Hälfte ist Luzern zunächst die aktivere Mannschaft – der FCZ bleibt in der Offensive über weite Strecken der Partie ungefährlich. Als jedoch auch die Heimmannschaft das Angriffsspiel weitgehend einstellt, verkommt die Angelegenheit zu einem müden Nachmittagskick. Erst in der Schlussphase kommt nochmals etwas Spannung auf. Demhasajs Treffer wird vom Schiedsrichtergespann fälschlicherweise wegen einer angeblichen Offsideposition aberkannt – und wenig später vergibt auch der FCZ eine vielversprechende Chance. Es läuft bereits die Nachspielzeit, als Luzern zu einem letzten Angriff ansetzt und durch Grethers Sonntagsschuss tatsächlich noch zum Sieg kommt. Der FCZ wird somit im Kampf um die Ränge 3 und 4 womöglich vorentscheidend zurückgebunden. Luzern hingegen überholt St.Gallen und rückt auf den dritten Platz vor.

– In Erinnerung bleibt aus Zürcher Sicht noch dies: Ihre Fans sorgten mit einer Ad-hoc-Aktion für Aufregung. Sie schickten die Tickets im Gäste-Sektor nach Luzern zurück und buchten Plätze inmitten des Luzerner Publikums hinter dem Tor.

Luzern darf gegen den FCZ einen späten Sieg feiern. Bild: KEYSTONE

Sion – Basel

Sion ist im Abstiegskampf dringend auf Punkte angewiesen – und muss heute ausgerechnet gegen den ersten YB-Verfolger Basel antreten. Die Heimmannschaft zeigt sich von Beginn weg bemüht, muss jedoch einen frühen Rückschlag hinnehmen. Trotz eines ansprechenden Beginns gerät Sion in der 11. Minute in Rückstand. Ricky van Wolfswinkel verwertet eine Hereingabe von Campo souverän. In der Folge übernimmt der FCB das Spieldiktat – und ist in der 23. Minute im Pech, als das vermeintliche 2:0 durch Elyounoussi zu Unrecht aberkannt wird. Mit zunehmender Dauer kämpfen sich die Sittener jedoch in die Partie zurück und werden noch vor der Pause belohnt. Nach einem Einsteigen von Lang gegen Cunha entscheidet der Schiedsrichter auf Elfmeter – und Carlitos gleicht das Geschehen vom Penaltypunkt wieder aus.

– Nur zwei Minuten sind in der zweiten Halbzeit gespielt, da erbebt das Tourbillon ein zweites Mal. Toma sieht seine scharfe Hereingabe von Suchy ins eigene Tor abgelenkt. Der Treffer wird offiziell dem Sittener Cunha gut geschrieben, der das Leder ebenfalls noch leicht touchiert. Die Reaktion des FCB lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Nur gerade fünf Minuten später markiert van Wolfswinkel mit seinem zweiten persönlichen Treffer den erneuten Ausgleich.

– In einer attraktiven und bis zum Schlusspfiff höchst spannenden Partie bekommen die Zuschauer keine weiteren Treffer mehr zu sehen – auch weil Petretta in der letzten Minute nach einem Abschluss von Kasami auf der Linie rettet. Der FCB lässt im Wallis Punkte liegen – und muss sich glücklich schätzen, den Platz nicht als Verlierer zu verlassen. Sion holt sich einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf. 

Sion holt gegen den FCB einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Bild: KEYSTONE

Die Tabelle

Die Telegramme

Luzern - Zürich 2:1 (1:1)
11'225 Zuschauer. - SR San. -
Tore: 6. Lustenberger (Schürpf) 1:0. 43. Rodriguez (Foulpenalty) 1:1. 93. Grether (Demhasaj) 2:1.
Luzern: Omlin; Grether, Knezevic, Lustenberger, Sidler; Voca, Kryeziu; Schneuwly (64. Vargas), Custodio (81. Gvilia), Schürpf; Juric (68. Demhasaj).
Zürich: Brecher; Rüegg, Nef, Palsson, Pa Modou; Aliu, Domgjoni; Winter (86. Schättin), Marchesano (62. Sarr), Rodriguez (75. Haile-Selassie); Dwamena.
Bemerkungen: Luzern ohne Alves, Cirkovic, Schulz und Schwegler (alle verletzt), Zürich ohne Alesevic, Bangura, Brunner, Frey, Maouche, Schönbächler und Thelander (alle verletzt). 23. Kopfball von Palsson an den eigenen Pfosten.
Verwarnungen: 42. Lustenberger (Foul). 45. Rüegg (Foul). 58. Winter (Foul). 65. Aliu (Foul). 69. Sarr (Foul). 70. Kryeziu (Foul).

Sion - Basel 2:2 (1:1)
12'800 Zuschauer. - SR Klossner. -
Tore: 11. Van Wolfswinkel (Campo) 1:0. 42. Carlitos (Foulpenalty/Foul Lang an Cunha) 1:1. 47. Cunha (Toma) 2:1. 52. Van Wolfswinkel (Zuffi) 2:2.
Sion: Fickentscher; Maceiras, Bamert, Neitzke, Lenjani; Toma (76. Adryan), Kouassi, Grgic (88. Mveng); Kasami, Cunha, Carlitos (46. Schneuwly).
Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Lacroix (65. Riveros), Petretta; Elyounoussi, Frei, Zuffi, Bua (65. Ajeti); Campo; Van Wolfswinkel (88. Oberlin).
Bemerkungen: Sion ohne Mitrjuschkin, Cümart, Zock, Kukeli, Ucan und Ndoye (alle verletzt), Basel ohne Stocker (gesperrt) sowie Serey Die (krank), Vailati, Balanta und Xhaka (alle verletzt).
Verwarnungen: 18. Campo (Foul). 44. Kasami (Foul). 60. Lacroix (Unsportlichkeit). 63. Lang (Unsportlichkeit). 78. Frei (Foul).

Young Boys - Lausanne 4:1 (3:0)
26'506 Zuschauer. - SR Tschudi. -
Tore: 10. Hoarau (Mbabu) 1:0. 18. Fassnacht (Sulejmani) 2:0. 38. Hoarau (Sulejmani) 3:0. 61. Rapp (Gétaz) 3:1. 91. Fassnacht (Mbabu) 4:1.
Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sanogo, Bertone, Sulejmani (71. Schick); Hoarau (82. Nsame), Assalé (78. Aebischer).
Lausanne: Castella; Loosli, Monteiro, Rochat, Gétaz; Zarate (63. Zidane), Fransson, Cabral (80. Schmid), Geissmann; Margiotta (86. Zeqiri), Rapp.
Bemerkungen: Young Boys ohne Sow, Lotomba und Von Ballmoos (beide verletzt). Lausanne ohne Manière, Kololli, Pasche und Dominguez (alle verletzt).
Verwarnungen: 20. Bertone (Foul), 27. Monteiro (Foul), 47. Fransson (Foul), 68. Cabral (Foul), 72. Nuhu (Foul). (sda)

(jsc/sda)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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15
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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dizzy 23.04.2018 05:33
    Highlight ich hab mich am meisten über den jubel von hansueli rhys gefreut,ich mag es ihm und seiner familie gönnen nach den schweren tagen trotzdem ein wenig glücklich und auch stolz sein zu können
    45 1 Melden
  • MitchBitch 23.04.2018 04:51
    Highlight Das warten hat ein ende, well done boys 💛🖤 Freue mich riesig auf den Titel !! Es war gestern sehr emotional.....Danke für alles Andy Rhis !

    Da war doch noch was : Welcome back, Neuchâtel Xamax👏🏻👏🏻
    41 1 Melden
  • Madmessie 22.04.2018 19:30
    Highlight Zum Glück hat der FCZ Magnin als Trainer eingestellt. Der ist ja wirklich ein Volltreffer.
    82 3 Melden
    • maxi 22.04.2018 20:10
      Highlight es ist keine schande gegen luzern nicht zu punkten
      37 19 Melden
    • Avalanche89 22.04.2018 20:48
      Highlight Naja sein Punkteschnitt ist fast derjenige eines Absteigers. Da muss nächste Saison ordentlich etwas gehen wenn das Ziel internationaler Wettbewerb lauten sollte.
      Wobei man nicht ausser acht lassen darf dass die Liga (zurzeit mit Ausnahme von Basel und YB) völlig ausgeglichen ist. In der Hinrunde hatten GC und Lugano einen Lauf, in der Rückrunde Luzern und St. Gallen. Die Spielerkader sind von den Mannschaften ab Platz 3 alle ungefähr gleich stark einzuschätzen. Nächste Saison wird das wieder ähnlich sein. Von daher sind die vielen Trainerwechsel unverständlich.
      39 1 Melden
    • Knety 23.04.2018 01:22
      Highlight Wenigstens steigt er nicht ab.
      6 1 Melden
  • Datsyuk 22.04.2018 19:07
    Highlight Hopp YB!! Überzeugend und mit Siegeswillen zum Sieg für Andy Rihs!
    94 6 Melden
  • Gähn on the rocks 22.04.2018 19:05
    Highlight juhuuuiii!!!
    13 4 Melden
  • Jonas Schärer 22.04.2018 18:53
    Highlight Bewegende Momente heute im Stadion.
    Hoooooop YyyyyyyBeeeeeee! Wie geil dass der heute geklappt hat! Gänsehaut!
    134 20 Melden
    • MyErdbeere 22.04.2018 19:04
      Highlight Und wie!!! Aber die Schweigeminute hat bei mir fast am maisten Gänsehaut ausgelöst😔
      49 3 Melden
    • Jonas Schärer 22.04.2018 22:39
      Highlight Ebenjene + die Botschaft an die Fans von Hansjöggi nach dem Spiel ebenfalls hab ich mit "bewegende Momente". Ich war beide male froh hatte ich meine Sonnenbrille an😊
      26 3 Melden
    • joe 23.04.2018 15:09
      Highlight "weinst du?"
      "ICH HAB HEUSCHNUPFEN!"
      ;-)
      8 0 Melden
  • HockeyTime 22.04.2018 18:46
    Highlight Da wollten die Zürcher wohl den Siegestreffer näher sehen 😎😎
    47 5 Melden
    • maricana 22.04.2018 19:42
      Highlight Wenn das Pech ausbleibt, kommt auch noch das Glück des Tüchtigen hinzu (FC Luzern). Für den FCZ gilt dasselbe Prinzip, einfach umgekehrt.
      25 8 Melden
  • hoi123 22.04.2018 18:08
    Highlight CL7 🔵⚪
    39 33 Melden

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» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

In der 89. Minute brechen im mit 31'120 Zuschauern ausverkauften Stade de Suisse in Bern alle Dämme. Der französisch-kamerunische Stürmer Jean-Pierre Nsame trifft im Anschluss an einen Corner und der Vorlage von Guillaume Hoarau zum 2:1 und das Warten der Berner. Es ist der Beginn der grossen Partynacht in der Bundeshauptstadt.

Wenige Sekunden nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Stephan Klossner war das Terrain geflutet und überflutet …

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