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Die 7 ungeschriebenen Gesetze des Festivals

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Festivals stellen einen eigenen Kosmos dar, in dem viele Gesetze des Alltags nicht greifen. Dafür kristallisieren sich aber auch in dieser ganz spezifischen Erlebniswelt andere, ungeschriebene Gesetze heraus.

1. Gesetz

Es benutze nicht die Dusche, wer nicht sein will die Lusche

Es bedarf beinahe perverser Schamlosigkeit, Gebrauch von den auf dem Festivalgelände befindlichen Nasszellen zu machen. Während der soziale Stellenwert von Hygiene im helvetischen Alltag kaum hoch genug eingeschätzt werden kann, gilt für das Leben im ekstatischen Kosmos musikalischer Übersteigerung eher das Gegenteil. Aus folgenden Gründen:

Ohne Dusche vs. mit Dusche

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Festival-Dusche-Starterkit:

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Unser Duftvorschlag fürs Festival:

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2. Gesetz

Eingeschränkte Vitalfunktionen gehören zum guten Ton

Diese penetranten Kopfschmerzen, die an ein Heinzelmännchen mit Presslufthammer unterhalb der Schädeldecke erinnern lassen? Dieser Herzschlag, der sich am Takt eines tibetanischen Freejazz-Impro-Quartetts orientiert? Diese latente Übelkeit, die unweigerlich eine bildliche Assoziation zu einem langsam vor sich hingärenden Kompost hervorruft? Normal, mein Freund. Alles gut. Denn der kathartische Abbau sozialen Weltschmerzes kostet seinen Preis. Und die Zeit heilt alle Wunden (siehe 7. Gesetz)!

Live-Bilder von deinem Gesundheitszustand nach dem dritten Festival der Saison:

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Gleich geht's weiter mit den ungeschriebenen Gesetzen, vorher ein kurzer Hinweis:

Zurücklehnen, abfahren – und sparen!

Wir alle wissen: So ein Festival bringt unglaublich viel Spass, ist aber auch ganz schön anstrengend. Damit du dich während An- und Abreise so richtig entspannen und die Festival-Atmosphäre geniessen kannst, reist du am besten mit dem Öffentlichen Verkehr ans Festival. Einfach einsteigen, abfahren und dabei mit den RailAway Kombi-Angeboten bis zu 50% sparen.
www.sbb.ch/festivals

Und nun zurück zur Story ...

3. Gesetz

Die Bands, die du unbedingt sehen willst, sind diejenigen, die du am ehesten verpasst

Manchmal habe ich auch keine Lust auf die Nase zu fallen. Aber dann findet das Gesetz der Gravitation trocken: «Na und?». Ähnlich verhält sich das Gesetz der Realität, wenn es um die Konvergenz zwischen akribischer Planung und effektiver Durchführung geht.

Du willst Band XY unbedingt sehen? Rate mal, wer dann gerade mit neuen besten Freunden unterwegs ist und die Zeit vergisst. Oder im Zelt seinen Kater kuriert. Oder sich plötzlich beim Lauschen einer unbekannten anderen Band ertappt. Spoiler: Du.

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ABER: Trostpflaster! Diese Ach-so-tollen-die-muss-ich-unbedingt-sehen-Bands sind meistens gar nicht das Highlight. Stattdessen wirst du, so lautet das Gesetz, eine unbekanntere Band sehen, die dich umhaut. Dann wirst du nach deren Durchbruch allen Freunden und Bekannten erzählen können: «Die hab ich am Festival XY gesehen, als sie noch niemand gekannt hat. Imfall.»

Du dann so:

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4. Gesetz

Die Nacht im Zelt ist kühl und frisch, die Hitze am Morgen mörderisch

Beglückt man das Festivalgelände auch nachts mit seiner Anwesenheit, so wird man nicht nur unmittelbarer Zeuge des nächtlichen Balzverhaltens, sondern erlebt ebenfalls (für weiche Stadtmenschen) verstörende klimatische Phänomene.

In Kombination mit allfälligem Alkoholkonsum und gepeinigt von einem sich anbahnenden Tinnitus sinkt die Temperatur in der Nacht gefühlt gut und gerne mal unter den Gefrierpunkt, ehe sie sich pünktlich zum Sonnenaufgang in der Region des Siedepunkts befindet.

Für alle, die zu faul zum Lesen sind:

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5. Gesetz

Kreist über der Nahrungsbeschaffung der Pleitegeier, bist du auf der richtigen Feier

Da mittlerweile urban-hipstriger Slow-Food und fancy-pantsy Fusion-Streetfood den in seiner Plumpheit wunderbar authentischen Fastfood abgelöst und sich diese neu vorherrschende Form der Kulinaristik praktischerweise als teurere Variante erfunden hat, erweist es sich als lohnenswert, sich im Vorfeld über Privatinsolvenz zu informieren.

Denn Vertreter dieser neo-noblen Gastro-Gilde werden von Festivals angezogen, wie ein Pop-Up-Street-Café Schnäuze anzieht. Wieso das so ist? Weil man sich im Kollektiv darauf einigt, sich ja sonst nichts zu gönnen. Darum: Gönn dir!

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6. Gesetz

Freundschaften mögen für immer sein, die Anwesenheit von Freunden hingegen ist äusserst temporär

Ja, es schmerzt, jemanden ziehen zu lassen, im Wissen darum, diese geschätzte, ja geliebte Person eine unbestimmte Zeit nicht mehr zu sehen. Das Festival bietet diesbezüglich ein ideales Lernfeld. Denn wie es das Gesetz will, wirst du alle deine Freunde immer verlieren. Ob «kurz aufs WC» oder «noch rasch ein Bier holen» – es wird das Letzte gewesen sein, was du von dieser Person gehört hast. Für eine gewisse Zeit.

Die 3 Phasen des Verlorenseins:

1 - Verzweifelte Hoffnung

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2 - Würdevolle Akzeptanz

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3 - Hemmungslose Gleichgültigkeit

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7. Gesetz

Die Erholungsphase entspricht ungefähr der doppelten Anzahl absolvierter Festival-Tage

Nachdem einem knapp bewusst geworden ist, wie wenig es braucht, um glückliche Tage zu verbringen – überteuertes Essen, mangelnde Hygiene, kritische Wohnumstände, aber vermutlich trotzdem etwas, das in bester Erinnerung bleibt – setzt die Phase der Rekonvaleszenz ein. Diese bemisst sich primär an der Anzahl absolvierter Tage. Sekundäre Faktoren bilden das Alter, die Trinkfestigkeit, die Vorbereitung und das Umfeld.

Die berühmt-berüchtigte Festival-Formel:

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Ist diese Phase überstanden, kann das ganze erlebte Brimborium in jene nostalgische Retrospektive umgewandelt werden, die das Ganze so erlebenswert macht!

Entspannt an- und abreisen – und dabei sparen!

Du bist ready für dein erstes Festival der Saison? Perfekt! Dann löse jetzt dein ÖV-Ticket und profitiere von zahlreichen Vorteilen: Kein Stau, kein Stress und keine Parkplatzsuche. Einfach einsteigen, abfahren und dabei mit den RailAway Kombi-Angeboten bis zu 50% sparen. Du fürchtest dich vor heillos überfüllten Zügen? Musst du nicht, denn die SBB lässt für diverse Festivals zahlreiche Extrazüge rollen.
www.sbb.ch/festivals

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • valve 24.05.2018 07:31
    Highlight Highlight Nr 5 sollte doch eigentlich die Regel "eating is cheating" sein.

    Erspart einem auch das unangenehme Aufsuchen eines Toitoi ;)
  • McStem 23.05.2018 23:32
    Highlight Highlight Gesetz #8 (Vor allem St. Gallen):
    Schlamm und Dreck. Keine weiteren Erklärungen nötig.
  • Against all odds 23.05.2018 16:19
    Highlight Highlight Gemäss der berühmt-berüchtigten Festival-Formel bräuchte ich ca. 64 Rekonvaleszenz-Tage...
  • DerSimu 23.05.2018 13:35
    Highlight Highlight GREENFIELD!! WUUUUUUUUUUHUUUUU!
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  • dudette 23.05.2018 12:49
    Highlight Highlight I zwei wuche greenfield *freudhanwieneschliiseschind* 💜
  • Capoditutticapi 23.05.2018 12:30
    Highlight Highlight 3. Gesetzt so passiert bei Marteria Open Air St. Gallen.. Nur noch die alllerallerletzten 30 Sekunden aus dem Zelt gehört *flenn*
    • Plöder 23.05.2018 13:48
      Highlight Highlight Selber Schuld X-)
  • Nothingtodisplay 23.05.2018 12:24
    Highlight Highlight Trifft zu! Zu 95%! Inzwischen gönne ich mir jeweils eine Dusche... Einfach so, weil duschen geil ist!!!
    • Ramon Sepin 23.05.2018 18:40
      Highlight Highlight igitt. du riechst also komisch...
    • Nothingtodisplay 24.05.2018 10:48
      Highlight Highlight Natürlich nicht! Anstatt Deo nehm ich dann ganz einfach diesen hier...
      Benutzer Bild
    • ibims220 25.05.2018 09:49
      Highlight Highlight Gekauft:)

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