Justiz
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Weil ein «Nein» nicht reicht – so will die Politik das Sexualstrafrecht abändern

Wie stark muss man sich wehren, damit Sex gegen den eigenen Willen als Vergewaltigung bestraft wird? Darüber zerbricht sich die Politik gerade den Kopf. Wir erklären dir warum – in 9 Punkten.



Wann zählt Sex gegen den Willen als Vergewaltigung?

Laut dem Strafgesetzbuch muss eine Person des «weiblichen Geschlechts» zu Sex gezwungen werden. Und das, indem der Täter die Frau bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck setzt oder sie zum Widerstand unfähig macht. Nur dann greift der Artikel 190 und es handelt sich rechtlich gesehen um eine Vergewaltigung.

Das heisst im Umkehrschluss:

Was ist rechtlich gesehen sexuelle Nötigung?

Die sexuelle Nötigung deckt gemäss Strafgesetzbuch alle weiteren beischlafsähnlichen oder sexuellen Handlungen ab. Dazu gehören auch erzwungener Oral- oder Analverkehr. Dieser gilt – Stand heute – nicht als Vergewaltigung. Auch hier müssen Täter oder Täterin Gewalt anwenden oder das Opfer bedrohen.

Wie will die Politik das Sexualstrafrecht verändern?

Derzeit diskutiert die Rechtskommission des Ständerats über den Brocken «Harmonisierung des Strafrahmens». Dazu gehört auch eine moderate Abänderung des Sexualstrafrechts:

Wer ist gegen diesen Vorschlag?

Für Frauenorganisationen, Politiker und Strafrechtsprofessorinnen gehen die Änderungsvorschläge zu wenig weit. Sie wollen den Tatbestand der Vergewaltigung neu definieren.

Sie kritisieren, dass aktuell ein Nein nicht genügt. Das Opfer muss sich aktiv zur Wehr setzen, damit der Vergewaltigungsartikel greift. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass sich nicht alle Personen aktiv zur Wehr setzen können. Viele Menschen sind in bedrohlichen Situationen überfordert und handlungsunfähig, weil ihr Körper erstarrt (Freeze-Modus).

Mit einer Petition fordern die Frauenorganisationen, dass in Zukunft Sex oder sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person als Vergewaltigung bestraft wird. Egal ob durch Gewaltanwendung oder nicht.

Wie soll diese Regel konkret aussehen?

Anna Coninx und Nora Scheidegger, zwei Juristinnen, die sich auf das Sexualstrafrecht spezialisiert haben, halten das aktuelle Strafrecht für veraltet und unvollständig. Sie haben sich mit zwei Vorschlägen in die politische Debatte eingeschaltet:

Vor rund zwei Jahren führte Schweden die «Ja-heisst-Ja»-Regel ein. Das sorgte international für grosses Aufsehen. Ob sich auch die Schweiz für eine solche Regel entscheiden könnte, liest du unter Punkt 9.

Könnte eine solche Regel nicht zu mehr Falschanschuldigungen führen?

Das befürchten die Gegner einer «Ja-heisst-Ja»- oder «Nein-heisst-Nein»-Regel. Laut Juristin Nora Scheidegger besteht die Möglichkeit zur Falschanschuldigung aber bereits heute – nicht nur bei Sexualdelikten. «Falschanschuldigungen sind verwerflich und werden bestraft», sagte sie in einem Interview gegenüber watson. Scheidegger schliesst deshalb aus, dass es zu mehr Falschanschuldigungen kommen würde als vorher.

Die Gegner einer solchen Regelung sehen noch ein weiteres Problem: Das der Beweislastumkehr. Denn wenn das Opfer sagt, es habe Nein gesagt, müsste der Beschuldigte erklären müssen, wieso er das Nein nicht wahrgenommen oder respektiert hat.

Der Grundsatz «Im Zweifel für den Angeklagten» würde dann nur noch in Theorie gelten, so diverse Juristen und Strafverteidiger, darunter auch SP-Ständerat Daniel Jositsch. «Hier werden strafrechtliche Prinzipien über den Haufen geworfen», so Jositsch gegenüber der NZZ.

Gibt es einen Kompromiss?

Den könnte es tatsächlich geben. Und zwar in Form eines Vorschlags von FDP-Ständerat Andrea Caroni.

Er will ein Drei-Stufen-Modell in die Diskussion einbringen. Neben sexueller Belästigung und Vergewaltigung soll eine Zwischenstufe eingeführt werden: der sexuelle Übergriff. «Damit würden schwere sexuelle Handlungen gegen den Willen des Opfers auch dann angemessen bestraft, wenn kein Zwang vorliegt», so Caroni.

Wie wird das in anderen Ländern geregelt?

Andere Länder haben ihr Recht bereits angepasst. Das Prinzip des gegenseitigen Einverständnisses ist inzwischen in neun europäischen Ländern Realität, darunter Schweden, Grossbritannien, Deutschland und Griechenland.

Mit ihrer aktuellen Regelung verstösst die Schweiz zudem gemäss Analysen von Amnesty International gegen die Istanbul-Konvention, die in der Schweiz seit April 2018 in Kraft ist. Als Vertragsstaat ist die Schweiz verpflichtet, jegliche sexuellen Handlungen mit einer anderen Person ohne deren Zustimmung unter Strafe zu stellen.

Was passiert denn jetzt konkret?

Bis es tatsächlich zu einer Änderung des Sexualstrafrechts kommt – in welcher Form auch immer – wird noch einige Zeit verstreichen. Derzeit debattiert die Rechtskommission des Ständerats darüber, danach kommt die Vorlage ins Parlament. Falls das Referendum ergriffen wird, muss am Schluss das Volk über mögliche Änderungen im Sexualstrafrecht entscheiden.

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197Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ciftci Garbis 19.01.2020 00:02
    Highlight Highlight Die Vorschläge bringen definitiv zu wenig, vor allem wenn man bedenkt, dass bei einer Vergewaltigung das Opfer (die Frau) nicht immer in der Lage ist, eine Nötigungshandlung vom Täter zu erzwingen:

    Active resistance is often considered to be the “normal” reaction during rape, but a new study found that most victims may experience a state of involuntary paralysis, called tonic immobility, during rape.

    Die Vetolösung gemäss dem Schreiben von Coninx/Scheidegger geht da schon eher in die richtige Richtung.
  • Hoci 18.01.2020 00:55
    Highlight Highlight Das neue Sexualstrafrecht ist dringend nötig. Zwingend mit der ja heisst ja Regel und zwar nicht nur verbal, sondern auch mit einer aktiven Rolle, zumindest zu Beginn. Für mich vor jedem Sex schon bisher normal.
    Nein meint nein reicht nicht, das sollte langsam auch der Letzte verstanden haben. Den überrumpelt, verängstigt und paralisiert oder schlicht zu betrunken oder mit anderen Drogen abgefüllt, sagen sehr sehr viele Opfer nicht nein, vielleicht sogar ja unter Druck. Aber sie sind nicht aktiv im Sex, da macht der Körper meist nicht mit bzw. Das Opfer kann sich aus der Schocksstarre lösen.
  • Radesch 17.01.2020 19:48
    Highlight Highlight Im Strafrecht muss man einer Person eine Tat nachweisen. So funktioniert das und das auch gut. Absolute Sicherheit wird es nicht geben und sollte nicht unser Ziel sein.
    Wenn wir das so handhaben, dass die Beweislast beim Angeklagten (noch unschuldig) liegt, verstoßen wir gegen sämtliche Strafrechtsgrundsätze. Es bleibt zu hoffen, dass auch trotz einer Annahme überhaupt Rechtssicherheit besteht. Viele wissen gar nicht, was man da los getreten hätte/hat.
    Im Zweifel für den Angeklagten. Alleine dass ein Unschuldiger potentiell im Gefängnis landen könnte, reicht mir als Grund für die Ablehnung.
    • Hoci 18.01.2020 01:07
      Highlight Highlight Dir ist aber schon klar, dass 90 % der Täter nicht verurteilt werden oder zu lächerlichen Strafen.
      Ist das ok? Nein, wenn die Rate so aussieht und noch dazu massives Opferblaming und Ausgrenzung betrieben wird, ist gröber etwas nicht in Ordnung. Zumindest 50% der angezeigten und offensichtlich schuldigen Täter müssen verurteilt werden , sonst ist es keine faire Rehtssprechung. Und es gibt genug, die sich dafür sogar öffentlich lustig machen und bekennen. Es gibt Freisprüche wo im Video festgehalten wird, dass die Frau mehrfach nein sagte, wo dem Opfer die Schuld gegeben wird usw.
    • Radesch 18.01.2020 10:49
      Highlight Highlight "Zumindest 50% der angezeigten und offensichtlich schuldigen Täter müssen verurteilt werden"

      So funktioniert ein Rechtsstaat nicht. Wenn nicht genügend Beweise für eine Verurteilung vorhanden sind, dann ist egal ob jetzt 50% oder nur 1% der Fälle zu einer Verurteilung führen.

      Über die Strafen lässt sich gerne diskutieren. In Kommentaren weiter unten wurde erwähnt wieso eine tiefe Min. Strafe Sinn ergibt.

      Ausserdem emfinde ich eine sexuelle Nötigung unter Einwirkung von Gewalt (Drohung oder körp. G) anders als das "ignorieren" eines Neins. Da sind andere kriminelle Energien dahinter.
  • honesty_is_the_key 17.01.2020 18:14
    Highlight Highlight 3/3
    Thema Falschanschuldigung. Dazu gibt es ja hier einige Kommentare (zum Teil eher zum Kotzen). Aber ja, ich kann es auch verstehen. Wenn jemand (und das ist dann wohl wirklich vorwiegend ein Mann) fälschlicherweise (aus welchen Gründen auch immer) einer Vergewaltigung beschuldigt wird, dann ist das unglaublich brutal & unfair für ihn, und zieht so viele negative Konsequenzen mit sich, die wohl sehr schwierig zu meistern sind.

    Diese Situation finde ich extrem schlimm - für den Mann der unschuldig ist, und für Opfer die deswegen nicht ernst genommen werden.
    • Hoci 18.01.2020 01:13
      Highlight Highlight Wobei extrem viele Fälle bekannt sind, wo die Frau selbst von Polizisten zum Rückzug der Anzeige genötigt wird und das dann jeweils so gedreht wird, als waere es eine Lüge der Frau gewesen (letzter Fall siehe mehrfache Vergewaltigung Zypern, englische Presse).
      Oft wird auch frisch fröhlich einFreispruch der Täter zur falschen Beschuldigung umstilisert in der Presse. Dabei gabs bloss keine ausreichenden Beweise. ZB auch im Fall, wo die Dame sogar in einem Video deutlich mehrfach nein sagt. Der Fall von Lisa hat die ganze Nein Diskussion erst angestossen, den für die Richter war es kein nein.
    • Daniel Caduff 18.01.2020 23:45
      Highlight Highlight Hoci bleib bitte bei der Wahrheit.

      Im Fall Gina-Lisa Lohfink war es nicht so, dass "es für den Richter kein Nein war". Es war ein Nein. Das Gericht hat lediglich festgehalten, dass die Beschuldigten das Nein auch als blosses Nein zum Filmen hatten interpretieren können. Für die Missachtung dieses Neins wurden die Beschuldigten dann auch zurecht verurteilt.

      Du bringst Beispiele aus Deutschland und Zypern, verfälscht diese absichtlich, kombinierst diese Halb-Lügen mit eklatanter Unkenntnis der Unschuldsvermutung und leitest daraus Forderungen zur Änderung des Schweizer Sexualstrafrechts ab...
  • honesty_is_the_key 17.01.2020 18:03
    Highlight Highlight 2/3
    In meinem ersten Post spreche ich "ganz besonders schlimme" Vergewaltigungen an. Wenn ein Mensch auf dem Nachhauseweg von einer fremden Person vergewaltigt wird, von einer Vertrauensperson vergewaltigt wird, der Peiniger ins Haus einbricht und dort das Opfer vergewaltigt und ähnlich grauenhafte Sachen.

    Eine Vergewaltigung nach einem Date mit einem Flirt, oder mit einem ONS Date wo man/frau plötzlich nicht mehr will etc. ist natürlich auch sehr schlimm, aber vielleicht oder hoffentlich nicht ganz so traumatisierend ?
    • Hoci 18.01.2020 01:18
      Highlight Highlight Fas ist ja wohl nicht dein Ernst und eine Vergewaltigung in der Ehe ist vollkommem harmlos oder was.

      Die Vergewaltigung durch Dates, Freunde und Verwandte ist genauso schlimm oder schlimmer, da man das Vertrauen in sein Menschenurteil und Menschen generell verliert.
      Immerhin wird man von jemand hintergangen und verletzt, dem man vertraut hatte und sogar gemocht.
    • honesty_is_the_key 18.01.2020 14:56
      Highlight Highlight @Hoci
      Ich finde jede Vergewaltigung grauenhaft. Mit dem limitierten Text den man hier zur Verfügung hat, ist es nicht ganz einfach. Da können Missverständnissse schnell entstehen, wie das wohl hier passiert ist.

      Dass eine Vergewaltigung in der Ehe harmlos habe ich nicht geschrieben und das ist auch überhaupt nicht meine Meinung. Ich meine nur dass es bei Vergewaltigungen in der Ehe oder zwischen ONS Partner wohl mehr "Potential" hat dass es schwieriger wird zu definieren was wirklich passiert ist. Es gibt da wohl mehr Raum für unterschiedliche Intepretationen.
  • honesty_is_the_key 17.01.2020 17:55
    Highlight Highlight 1/3
    Ich finde das Thema unglaublich schwierig.
    Wenn ein Mensch vergewaltigt wird (denn es ist natürlich komplett egal ob das Opfer weiblich oder männlich ist, bzw. der Täter männlich oder weiblich ist), ist das schrecklich und extrem schwierig (oder unmöglich) zu verarbeiten für das Opfer. Das Opfer leidet unter Umständen bis ans Lebensende daran. Er/sie bekommt keine zweite Chance, und deshalb finde ich dass Täter viel härter bestraft werden sollte. Warum sollten Täter es besser haben als das Opfer, dessen Leben sie zerstört oder zumindest sehr verschlimmert haben ?
  • Snowy 17.01.2020 17:36
    Highlight Highlight Bin kein Jurist, teile aber in rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen meist die Meinung von SP Ständerat Daniel Jositch.

    Wenn er strikt gegen diese Anpassung ist, mache ich zumindest ein sehr grosses Fragezeichen und gebe der Initiative in dieser Variante keine Chance.

    Grund: Faktische Beweislastumkehr.
    • Hoci 18.01.2020 01:28
      Highlight Highlight Das Hanze ist totaler Quatsch und ein ja ja nötig.
      Was yollden das fpr eine Beweislastumnehr sein, wenneinAngeschultigter erklären muss, wieso er ein nein nicht respektiert. Für michist das normal und die Diskussionzeigt fpr mich nur eins: Viel zu viele Männer (inkl. Jositch) wollen ein nein weder respektieren noch achten. Die Vergewaltiger sind deshalb ja Vergewaltiger.
      Ins Gesetz gehörz eh die Ja Regel, denn bei den meisten Vergewaltigungen ist die Frau paralisiert und kriegt den Mund nicht auf, wehrt sich nicht oder ist mit Drogen (extra) abgefüllt. Deshalb ist ein ja zwingend.
    • Daniel Caduff 18.01.2020 23:16
      Highlight Highlight @Hoci

      Du sagst es ja gerade selbst: Wenn ein Angeschuldigter etwas erklären muss, dann IST das eine Beweislastumkehr.

      In einem Rechtsstaat muss ein Beschuldigter gar nichts. Er muss nicht mal aussagen.

      Bitte mach Dich mit fundamentalen Rechtsgrundsätzen vertraut.
  • B-Arche 17.01.2020 15:07
    Highlight Highlight Ich sehe schon die neue Äpp aus dem Silicon Valley: "Consentual Sex". Alle müssen per Äpp auf ihrem Cellphone in der SeXÄpp.Gruppe per Fingerabdruck mit Kameraaufnahme bestätigen dass sie nun miteinander Sex haben wollen...

    *seufz*
  • Beeee 17.01.2020 13:14
    Highlight Highlight Ab jetz demfall immer alles schön auf Video aufnehmen für Beweise.
    • Hoci 18.01.2020 01:31
      Highlight Highlight Nicht noch mehr Sextapes.Im Übrigen wurde diese Lisa gemäss Richtern nicht vergewaltigt, trotz mehrfach zu hörendem nein und obwohl die Täter es ignorierten. Selbst Video nein der Frau werden von Richtern in ja uminterpretiert. Ganz wies den Männern passt, wieeh und je.
  • Bobby_B 17.01.2020 12:38
    Highlight Highlight Wo liegt der Unterschied im Strafmass bei Vergewaltigung und sexuelle Nötigung?
    • Judge Dredd 17.01.2020 18:12
      Highlight Highlight Bei der Mindeststrafe
  • Daniel Caduff 17.01.2020 12:29
    Highlight Highlight Ich befürworte die geschlechtsneutrale Formulierung, die Ausweitung auf Anal- und Oralverkehr und auch die Erhöhung des Strafmasses.
    Sollte es jedoch auch nur 0.1% in Richtung Beweislastumkehr gehen, werde ich das Gesetz vehement bekämpfen.
    Ich vermute da jedoch Taktik: Man fordert das Unmögliche, um im Kompromiss schliesslich das maximal mögliche zu erhalten.
    Danke an Jositsch und Caroni, dass sie sich parteiübergreifend dieser gefährlichen Schindluderei mit unserem Rechtsstaat entgegenstellen. Ein Armutszeugnis für die Befürworter, die offenbar den Teufel mit dem Belzebub austreiben wollen.
    • derWolf 17.01.2020 13:28
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Ich freue mich jetzt schon für zukünftige Generationen, welche im Ausgang mit GV Verträgen unterwegs sind. Wird sicher toll, dass lästige Knistern ist dann auch gleich gebodigt. Da stimmt einfach zu vieles nicht, wie viele Kommentarschreiber bereits ausführlich darlegten. Dieses Problem können Paragraphen nur bedingt regeln, seht das endlich ein. Man kann nur versuchen den goldenen Weg zu suchen, finden wird man ihn wohl nur in einem Überwachungsstaat nach Orwellschem Vorbild...
    • Hoci 18.01.2020 01:47
      Highlight Highlight Du hast nichts kapiert. Es geht nicht um Beweislastumkehr, sondern die Rechtfertigung und Begründung, wieso man bei einem nein, bzw. Keinem ja, keiner sex. Aktivität der Frau nicht aufhört. Welcher Mann, ausser Vergewaltigern, handelt so?
      Ist es nicht normal, dass man vorher explizit fragt und bei einem nein aufhört? Wenn eine Frau nur da liegt, nicht sexuell aktiv ist, nicht ja sagt, dann muss man zwingend davon ausgehen, dass sie nicht will, aber paralisiert ist vor Schock, Angst. Was sehr sehr oft passiert, gerade bei jungen Girls.
      Ich finde schon, dass Männer dann Rechenschaft schulden.

    • Daniel Caduff 18.01.2020 12:12
      Highlight Highlight @Hoci

      Beziehst Du Dich auf mich, oder auf den Wolf? Wenn Du mich meinst:

      Ich unterstütze ebenfalls die Änderung, dass eine VerGEWALTigung auch ohne direkte Gewaltanwendung vorliegen kann. Hätte ich oben auch erwähnen sollen. Die Beweislast muss aber weiterhin zu 💯% bei der klagenden Person, bzw. der Staatsanwaltschaft liegen.

      Wenn einer der renommiertesten Strafrechtsexperten der Schweiz dann sagt, dass mit dem aktuellen Vorschlag der Grundsatz "In dubio pro reo" ad absurbum geführt wird, hat das für mich Gewicht (bin nicht Jurist).

      Was ist Deine Qualifikation im Bereich Strafrecht?
  • THEOne 17.01.2020 12:10
    Highlight Highlight sie heraufstufung von 1 auf 2 jahre ist insofern schwachsinnig, weil sttafen bis 24 monate bedingt ausgesprochen werden können und meist auch wrerden. heisst, es geht auch kein vergewaltiger ins gefängnis
  • poltergeist 17.01.2020 11:59
    Highlight Highlight Die Änderung ist sinnnvoll. Was mich vor allem stört ist die Unterscheidung 'wo' man penetriert wird.
  • Maragia 17.01.2020 11:40
    Highlight Highlight Hä, kann ein Mann nur vergewaltigt werden, wenn er penetriert wird? Wissen die Leute überhaupt wie Sex von statten geht? Als Mann kann man auch Sex haben ohne penetriert zu werden, also ebenso dazu "gezwungen" werden bzw. dann eben vergewaltigt...
    • derWolf 17.01.2020 16:51
      Highlight Highlight Kenn da einen 😉, der dies tatsächlich erlebt hat. Es ist eine Vergewaltigung, Punkt. Wenn man als 15jähriger Junge an einen Stuhl gefesselt wird, aus Spass natürlich, und sich dann 2 Mädchen plötzlich sehr für dein Teil interessieren macht dieses für was es nunmal konzipiert wurde! Wenn sich diese 2 Mädels dann draufsetzen und ihre Erfahrungen machen klingt das zwar nach einem feuchten Traum, für den Betroffenen ist es das in dieser Situation sicher nicht! Davon gestorben ist mein Freund aber auch nicht, für einen Mann ist das später gar ne coole Geschichte. Damals nicht, ganz und gar nicht..
  • just sayin' 17.01.2020 11:17
    Highlight Highlight erinnert ihr euch noch, wie man früher ein bisschen rummachen konnte? beide step by step ein wenig erforschen konnten?„erlaubnis“ war nur ein lächeln? natürlich und aufregend?

    das ist nun vorbei.
    • Enemy№1 17.01.2020 15:07
      Highlight Highlight Das ist das was ich immer sage: Hat jemals jemand gefragt ob er die Frau oder den Mann ansprechen, küssen, ausziehen oder Sex haben darf? Es ist doch in den allermeisten Fällen zuerst die Aktion, dann die Reaktion. Man probiert aus, wie weit man gehen darf. Frag mal eine Frau, ob du sie Küssen darfst. Die zeigt dir den Vogel, läuft davon und mailt Emma was für Weicheier hier rumlaufen, haha.
    • Hoci 18.01.2020 02:04
      Highlight Highlight Keine Ahnung wo ihr aufgewachsen seid.Ich wurde stets explizit verbal gefragt und kam meinerseits keine Ausreichend positive Reaktion und Aktivität wurde umgehend gestoppt. Völlig unaufgeregt.
      Einfach drauflos machen.ist übergriffig und übelstes veraltetes Machoverhalten und ja Nötigung. Und ja, der Start von Vergewaltigungen und Missbrauch. Das muss aufhören. Diese Mann muss alles machen und Girl dazu drängen um sie klar machen, dann bin ich ein Held unter Männern - Kultur ist idiotisch und übergriffig und Frauenverachtend. Da müsdenJungs im deutschsprachigen Raum heftig umdenken


  • -thomi- 17.01.2020 11:14
    Highlight Highlight Das Problem ist - zumindest aus meiner Erfahrung - dass Menschen vor dem Sex keine Vertragsverhandlungen durchführen. Und wenn das zur Anklage kommt, wird die Beweisführung sehr schwer. Das Beste wäre wohl, Vergewaltigung mit drakonischer Strafe zu bedrohen. Beispielsweise mit dem Höchstmass.
  • chreischeib8052 17.01.2020 11:13
    Highlight Highlight wie wärs mit nem vertrag?
    • chreischeib8052 17.01.2020 20:03
      Highlight Highlight warum blitze? wenns mit gesundem menschen verstand nicht geht dann bürokratisch! beide unterzeichnen n vertrag und gut isses
    • phreko 17.01.2020 21:22
      Highlight Highlight Haha, weil der auch falsch ausgelegt werden kann, irrtümer unterliegen kann und optionen zur sofortigen abänderung haben müsste.
    • Hoci 18.01.2020 02:13
      Highlight Highlight Jumgs bläht nicht einfache Dinge zum Mount everest auf. Fragt explizit vorher, hört sofort auf, wenn ein nein kommt oder wenn die Dame nicht selber genauso aktiv ist und sex. Handlungen an euch macht Ohne sie zu zwingen, zb. in eine Haltug drücken und ähnliches.
      Und wenn die Dame zu besoffen oder zu voller Drogen ist, akzeptiert es als klares NEIN. Ihr müsst euch nicht wundern, wenn die Dame euch am nächsten Tag anzeigt, wenn ihr ihren Zustand ausnutzt.
      Ist ganz einfach und verhindert jegliche Missverständnisse. Ein Nein kann auch mitten drin kommen, für gute aufmerksame Liebhaber kein Thema.
  • Kiro Striked 17.01.2020 11:12
    Highlight Highlight Ich habe nur Angst davor, dass man die Beweislast umdrehen möchte, also dass dieser Vorschlag im Raume steht. Das ist gruselig.

    Stellt euch vor... Mann hat einen ONS... am nächsten Tag findet das der Freund der Frau raus, Sie sagt, es war eine Vergewaltigung, Mann hätte sie gezwungen, und Mann muss jetzt beweisen, dass er unschuldig ist. Unmöglich.

    Klar ist es auch umgekehrt schwierig. Wie will Frau Beweisen, dass Sie nein gesagt hat?

    Das Thema ist so endlos schwierig, ohne eine Art "Vertrag" den beide unterschreiben, wird es unmöglich sein Gerechtigkeit zu schaffen. Für alle.
  • Max Dick 17.01.2020 11:10
    Highlight Highlight Selbst wenn das Parlament diesem Müll jetzt zustimmt - die Schweizer werden so vernünftig sein und es ablehnen.
    • für d' Füchs 17.01.2020 11:48
      Highlight Highlight Was ist denn daran für dich Müll? Findest du es etwa gut, dass Männer aktuell vor Gesetz nicht vergewaltigt werden können? Oder dass eine Frau, die vor Angst gelähmt daliegt und sich nicht gegen die Vergewaltigung wehren kann, den Typen nicht anklagen kann, weil "nicht aktiv zur Wehr gesetzt"? Oder dass das Mindeststrafmass zurzeit ein läppisches Jahr beträgt? Zwei Jahre sind zwar noch immer viel zu wenig, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Deine Meinung dazu nimmt mich ja wirklich wunder.
    • Max Dick 17.01.2020 12:50
      Highlight Highlight Ein Gesetz welches die klare Zustimmung erfordert, ist viel zu swammig für ein Gesetz. Häufig kommt es nach dem Genuss von viel Alkohol zu Sex - da lässt sich im Nachhinein dann sehr schwer feststellen, wann jetzt welcher Schritt erfolgte und was jetzt klare Zustimmung war und was nicht. Folglich werden dann einfach jene verurteilt, die nicht frech genug im Lügen sind.

      Weiter ist das neue Gesetz einfach perfekt um Rache am Ex zu nehmen. Ich könnte bei meiner Freundin jetzt X Beispiele nennen, wo jemand von uns begonnen hat, ohne zu fragen "hei willst Du?"
    • Qui-Gon 17.01.2020 13:54
      Highlight Highlight @Max Dick. Was hängt ihr denn alle so an dem Label "Vergewaltigung"? Wer einen Mann sexuell missbraucht, wird auch bestraft, ist doch egal, unter welchen Tatbestand es subsumiert wird. Und falls es wegen der Mindeststrafe ist, ist das v.a. ein Problem der Gerichte.
  • Cédric Wermutstropfen 17.01.2020 10:48
    Highlight Highlight Was soll denn diese Nein-heisst-Nein Regel konkret bringen? Wie soll man denn ein Nein beweisen können. Klingt für mich eher wie ein Platzhalter. Bisher muss die Tat an sich bewiesen werden, was schwierig ist, jetzt soll eine Nichtzustimmung bewiesen werden, was vermutlich noch schwieriger ist?

    Ich blicke da nicht ganz durch.
  • NaSkivaL 17.01.2020 10:40
    Highlight Highlight Männer in Panik!
    Schaltet mal eurer Gehirn ein und geht recherchieren!
    Die Wahrscheinlichkeit als Mann Opfer einer Vergewaltigung zu werden ist höher als die einer Falschbeschuldigung.
    Kriegt das in eure panischen Dickschädel rein und hört auf, den Schutz der Frauen, und überhaupt von allen, zu blockieren, nur weil ihr auf einen dummen Mythos reinfallt.

    https://www.sueddeutsche.de/kultur/sexualisierte-gewalt-der-mythos-der-falschen-beschuldigung-1.4166540
    • Asho 17.01.2020 17:23
      Highlight Highlight „... variiert der Anteil der Falschbeschuldigungen an tatsächlich angezeigten Vergewaltigungen zwischen zwei und acht Prozent.“

      Also so marginal empfinde ich 2-8% nicht?
    • NaSkivaL 18.01.2020 11:29
      Highlight Highlight 64'000 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung plus 14'410 sexuell missbrauchter Kinder in Deutschland 2018, sind für dich unwichtig. Und das sind nur die polizeilich erfassten Fälle, die bekanntlich nur die Spitze eines Eisberges bilden. (Quelle BKA)

      Die Gefahr von unter 0,1% dass DU falsch beschuldigt werden könntest, wiegt schwerer als 100'000 missbrauchte Frauen und Kinder. Zusammengefasst: Dein persönliches Wohl hat Vorrang vor vergewaltigten Kindern und bei sexueller Gewalt ermordeten Frauen.
    • Asho 18.01.2020 16:44
      Highlight Highlight Ich weiss nicht wo du gelesen hast, dass mir die Opfer egal sind?

      Gemäss deinem Zeitungsartikel sind 2-8% der Anzeigen Falschbeschuldigungen (ich weiss nicht, warum du jetzt von 0.1% schreibst?). Bei den von dir erwähnten 64‘000 Anzeigen wären das folglich ca 1200-5100 Falschbeschuldigungen pro Jahr.

      Dementsprechend bin ich mit dir nicht einig, dass Falschbeschuldigungen so selten vorkommen, dass man sämtliche rechtstaatlichen Prinzipen über den Haufen werfen kann.
  • Ohniznachtisbett 17.01.2020 09:59
    Highlight Highlight Man kann über vieles diskutieren, nicht aber über Beweislastumkehr. Dass die Anklage einem Straftäter seine Tat beweisen muss, ist m.E. das höchste rechtstaatliche Gut und darf auf keinen Fall in Frage gestellt werden. Zudem, die Aussage, dass falsche Anschuldigungen bestraft würden, stimmt zwar. Nur: eine falsche Anschuldigung ist schon genug schlimm, wenn der/die Angeschuldigte nun auch noch seine Unschuld beweisen muss, wirds so richtig schlimm.
    • DaAlex 17.01.2020 10:56
      Highlight Highlight Als Nicht-Jurist verstehe ich nicht, wie es zu einer Beweislast-Umkehr kommen kann bei beiden Varianten? Muss die Anklage dann nicht beweisen, dass keine Zustimmung (Ja-heisst-ja) gegeben wurde bzw. dass die Zustimmung verweigert wurde (nein-heisst-nein)? Ohne Beweise dafür wäre es ja einfach Aussage gegen Aussage, was ja an der Beweislast nichts ändert.
    • TheBase 17.01.2020 12:03
      Highlight Highlight Richtig! Weicht man solch grundlegenste Prinzipien auch nur für einen einzigen Straftatbestand auf, würden weitere rasch folgen, weil man für alles irgendwelche „Gründe“ fände.

      Wir empfinden den Rechtsstaat heute als eine völlige Selbstverständlichkeit. Wie fragil Zivilisation und Rechtsstaatlichkeit tatsächlich aber sind, ist den wenigsten wirklich bewusst.
    • wintergrün 17.01.2020 18:01
      Highlight Highlight DaAlex hat recht. Es geht Nicht um eine Beweislast Umkehr.
      Nehmen wir zum Vergleich einen Raub eine Handtasche.
      Hier reicht auch die Aussage der Geschädigten, sie muss keine Verletzung vorweisen oder beweisen dass sie besonders laut geschrien hat.
      Nur im Sexualstrafrecht wird das anders gehandhabt. Das muss sich ändern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bratansauce 17.01.2020 09:52
    Highlight Highlight Also ich glaube, dass beim Geschlechtsverkehr immer viel Empathie mitspielt. Unter Umständen kann sich auch ein Ja, wie ein Nein anfühlen und wenn man nicht sicher ist, dass es das Gegenüber auch wirklich will, sollte man lieber darauf verzichten oder das ganze vertagen.
    Ich weiss aber nicht was ich von der Gesetzesänderung halten soll, am Ende ist es wohl oft Aussage gegen Aussage, weil bei den Betroffenen völlig unterschiedliche moralische Verständnisse oder Selbstverständnisse vorherrschen.
  • Mutbürgerin 17.01.2020 09:52
    Highlight Highlight Ich schlage ein Register vor: www.jaichwill.xxx, dort müssen sich Frauen vor dem Verkehr registrieren und angeben wo, mit wem und wann sie einen Kopulierungstermin haben. Gleichzeitig können sie dort die akzeptierten Techniken anklicken. Auch als App oder in Tinder integriert. Für spontane Hormonschübe kann man dann Favoriten mit den bevorzugten Partnern einrichten und mit einem Klick kann's losgehen. Wir werden keine unklaren Fälle mehr haben.
  • Bruno Wüthrich 17.01.2020 09:40
    Highlight Highlight Es handelt sich hier um einen hochsensiblen Bereich. Allein schon deshalb, weil ein Vergewaltiger im Knast sowas von unten durch muss und anschliessend auch in Freiheit nie mehr einen normalen gesellschaftlichen Status erreichen wird. Zudem ist bereits der unbewiesene Vorwurf ein Grund zur Stigmatisierung.
    Es gibt hunderte von verschiedenen möglichen Abläufen und es gibt Gründe, weshalb jemand einvernehmlichen Sex hinterher als Vergewaltigung dargestellt haben möchte (z.B. wer beim Fremdgehen erwischt wird).
    Fazit: Wir werden dieser hochsensiblen Angelegenheit nie gerecht werden können.
    • Bruno Wüthrich 17.01.2020 12:26
      Highlight Highlight Mein eigener Kommentar hat mir keine Ruhe gelassen. Zwar kann ich zu 100 Prozent dahinter stehen, und doch ist er mir zu einseitig. Deshalb ist es mir wichtig, folgendes noch anzufügen:
      Es ist natürlich vor allem auch für die Frauen ein hochsensibler Bereich, gerade weil ein Beweis so schwierig zu führen ist, und dieser Umstand auch gnadenlos ausgenutzt wird.
      Die hohe Sensibilität ist ja gerade deswegen gegeben, weil sowohl die Tat wie auch die falsche Anschuldigung zerstörerische Wirkung haben können.
    • ChlyklassSFI 17.01.2020 17:43
      Highlight Highlight Bruno Wüthrich: Du kommentierst immer mit viel Gehalt. Ich lese die Kommentare gerne.
  • Enemy№1 17.01.2020 09:31
    Highlight Highlight "«Nein-heisst-Nein»-Regel: Bei der Veto-Lösung liegt eine Vergewaltigung vor, wenn die Frau Nein gesagt hat und es dennoch zum Sex kommt. "

    1.
    Zu obigem Zitat: Wenn ich also nein sage (Warum auch immer) und sie macht weiter, dann ist alles tutti? Mol du, top!

    2.
    Wie zur Hölle beweise ich (muss ich ja) ihr Ja, falls es zu einer Anschuldigung kommt? Das ist doch völlig für den A****. Kann ja während dem Sex merken, dass sie nen Freund hat und peng, bist du der lackierte.

    Vergewaltigungen sind abscheulich!
    Ganz ernsthaft: Wie soll das funktionieren? Wie kann ich mich selbst schützen?
  • THEOne 17.01.2020 09:23
    Highlight Highlight soll von einem auf 2 jahre erhöht werden... spott und hohn sondergleichen, wenn man bedenkt , dass strafen bis 24 monate auf bewährung ausgesetzt werden können. heisst; in knast geht auch jetzt kein vergewaltiger.
  • Super8 17.01.2020 09:17
    Highlight Highlight Als Mann frag ich mich was bloss mit all den Männern nicht stimmt, die gegen den Willen einer Frau mit ihr Sex haben. "Schön" kann es ja nicht sein. Ist es eine Machtdemonstration? Ist es Besitzdemonstration? Sind das alles Psychopathen? Ich hatte mal eine Affäre mit einer verheirateten Frau und sie wollte deshalb keinen Sex. Ich hätte schon gerne gehabt, aber ich bin nie auf die Idee gekommen, sie zu Sex zu zwingen.
  • Rolf Meyer 17.01.2020 09:16
    Highlight Highlight Warum ist die Schweiz mal wieder so langsam? Wann können solche Entscheide endlich schneller beschlossen werden?
  • R10 17.01.2020 09:03
    Highlight Highlight Es ist unglaublich, wie bei solchen Artikeln in der Kommentarspalte immer mit juristischem Halbwissen und Unwahrheiten herumgeworfen wird.

    Diese extrem emotionalen Diskussionen bringen keinem etwas. Recht ist nüchtern und muss sachlich betrachtet werden, nicht emotionsgesteuert, wie es hier wieder einmal der Fall ist.

    Zum Glück haben wir genügend Richter, Juristen und auch noch einige Personen der Legislative, die bei ihren Tätigkeiten genau das tun.
    • bebby 17.01.2020 09:27
      Highlight Highlight Auch Richter sind nur Menschen.
    • Domimar 17.01.2020 09:28
      Highlight Highlight @R10 Ausgangslage: Frau beschuldigt Mann der Vergewaltigung. Fall 1: Es stimmt nicht, weil sie sich an ihm wegen irgendwas rächen will - Fall 2: Es stimmt, weil er ein Ekelpaket ist. Frage: Wie soll die Beweisführung erfolgen, um die Wahrheit in beiden Fällen sachlich und nüchtern festzustellen?
    • R10 17.01.2020 09:56
      Highlight Highlight @Domimar
      Fragst Du nun ernsthaft, wie ein fairer Gerichtsprozess ablaufen soll?

      Aber nun gut;
      Indem der Richter unvoreingenommen ist, weder den Mann als Ekelpaket betrachtet, noch die Frau als Lügnerin, beide Parteien anhört, Zeugen einvernimmt, Gutachter hinzuzieht und und und...

      Eigentlich so, wie jede Gerichtsverhandlung abläuft und wie es in den entsprechenden Prozessordnungen geregelt ist. Dies ist absolut keine Hexerei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 17.01.2020 09:01
    Highlight Highlight Artikel 190 (Vergewaltigung) und Artikel 189 (sexuelle Nötigung) unterscheiden sich nur in wenigen Punkten;

    > 190 ist nur auf den Beischlaf bezogen
    > 190 ist nur bei Frauen anwendbar
    > die Mindeststrafe bei 190 beträgt 1 Jahr

    Ansonsten ist der Wortlaut beider Artikel identisch und beide haben eine maximale Freiheitsstrafe von 10 Jahren (!).

    > Artikel 189 kennt keine (!) Mindeststrafe

    Ob es Vergewaltigung oder sex. Nötigung heisst, ist im Endeffekt nur reines Wording.

    Der „Freeze-Modus“ kann heute schon als psychischen Druck gelten. Hierfür muss sie aber das „Wie“ ausführlich beschreiben.
  • RichiZueri 17.01.2020 08:56
    Highlight Highlight Spannend auch, dass per Gesetz ein Gericht heute keine/n Täter/Täterin als Vergewaltiger/in eines Mannes verurteilen kann, bloss weil dies im aktuellen Gesetzestext nicht vorgesehen ist. Eventuell bräuchte das Gericht etwas mehr Freiheiten, wobei diese dann natürlich enorm schwer eingrenzbar wären.
    • Magnum44 17.01.2020 09:08
      Highlight Highlight Ganz bestimmt nicht im Strafrecht.
    • phreko 17.01.2020 09:13
      Highlight Highlight Vergewaltigung kommt daher, dass aus dem Sex eine Schwangerschaft resultieren könnte, alles andere ist sexuelle Nötigung. Das war früher vor allem ein wesentlich schlimmerer Umstand als heute, wo man abtreiben könnte...
    • fidget 17.01.2020 10:09
      Highlight Highlight Mehr Freiheiten? Das wären dann Urteile nach dem Prinzip der Willkür. Es braucht klare Gesetze, die zur Anwendung kommen und überprüfbar sind. Wenn ein Gesetz nicht mehr aktuell ist, dann soll es durch die Politik auf dem normalen Weg angepasst werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • el perro 17.01.2020 08:46
    Highlight Highlight Im Wort Vergewaltigung steckt das Wort Gewalt. Ohne Gewalt kann es sich folglich nicht um Vergewaltigung handeln. Für erzwungenen Sex ohne Gewalt wurde ja die sexuelle Nötigung geschaffen. Natürlich sollte das Mindeststrafmass und geschlechtsneutale Formulierung angepasst werden. Und selbstverständlich soll es auch keine Rolle spielen, ob anal, oral oder vaginal penetriert wird.
    Aber alles andere sollte gleich bleiben.
    Man stelle sich mal vor, wie man da zu Sache gehen will und dann beide noch sagen sollen "Ja, ich will das"... Stelle ich mir jetzt nicht gerade lustfördernd vor.
    • Cassady 17.01.2020 19:53
      Highlight Highlight Falsch. Hört mal auf mit diesem Halbwissen und Google das StGB zumindest vorher.
    • R10 18.01.2020 08:58
      Highlight Highlight @el perro

      Sind wir ehrlich, Du hast keine Ahnung von was Du sprichst.

      Ist ja eigentlich nicht schlimm, es handelt sich um ein komplexes Thema, bei dem sogar teilweise Juristen Mühe haben, um durchzublicken. Aber dann schreib bitte keinen Kommentar, in dem inhaltlich praktisch von A bis Z alles falsch ist.


  • HiCh 17.01.2020 08:36
    Highlight Highlight Ob ich jetzt laut ein Ja oder laut ein Nein sage, wird immer schwierig beweisbar bleiben, wenn andere körperliche Verletzungen fehlen. Insofern finde ich es zwar schön, dass man gegen Vergewaltigungen versucht strenger vorzugehen, bin mir aber nicht sicher, ob man sich hier nicht einfach was vormacht. Eine Vergewaltigung, ohne weitere Hinweise, wird nach wie vor gleich schwierig zu beweisen sein.
    • Ghandi88 17.01.2020 09:27
      Highlight Highlight Ich war vor einem halben Jahr in Schweden und habe in der Thematik mit einigen gleichaltrigen jüngeren und älteren Frauen und Männer gesprochen. Sie meinen sehr deutlich, dass der Umgang mit dem anderen Geschlecht, aber auch Gleichgeschlechtlich sich positiv verändert hat. Das Mühsame zwischen den Zeilen lesen, ob das Gegenüber auch Gefallen an einem hat und (doppeltunterstrichen) Lust hat gemeinsam Sex zu haben entfällt. Es müssen beide einander Fragen. Zuerst ob man es sich vorstellen könnte kann noch irrgendwo in der Bar sein und bevor es zur Sache geht. Habe nur gute Erfahrungen gemacht!
    • phreko 17.01.2020 10:35
      Highlight Highlight Eine Vergewaltigung setzt schon heute sicher keine körperlichen Verletzungen voraus!
  • Watsianer 17.01.2020 08:03
    Highlight Highlight "«Falschanschuldigungen sind verwerflich und werden bestraft», sagte...….... Scheidegger schliesst deshalb aus, dass es zu mehr Falschanschuldigungen kommen würde als vorher. "

    Ich bin amüsiert und schockiert zugleich ob soviel Leichtgläubigkeit. Der Witz an Falschaussagen in diesem Kontext ist ja die Schwierigkeit die Aussage mit Beweisen zu untermauern.

    Die Umkehr der Beweislast widerspricht dem Grundsatz unserer Rechtsprechung. Bereits jetzt ist eine Falschanschuldigung der soziale Tod für einen Mann. Diese Gesetzesänderung wäre der Nagel im Sarg für jeden zu Unrecht beschuldigten Mann.
    • Mehrspieler 17.01.2020 09:04
      Highlight Highlight Schön gesagt.
      Gerade bei derart verwerflichen und emotional so aufgeladenen Delikten ist es umso wichtiger, die Grundsätze unseres Rechtsstaates beizubehalten. Bereits jetzt werden bei Sexualdelikten mangels Beweisen Glaubwürdigkeitsentscheide gefällt. Ist das Opfer glaubwürdig, kommt es (zurecht) zu einer Verurteilung. Hier die Beweislast noch umzudrehen, wäre fatal.
    • dä dingsbums 17.01.2020 09:19
      Highlight Highlight Ich gewichte den Schutz der Betroffenen wesentlich höher als der potentielle Missbrauch des Gesetzes.
    • Enemy№1 17.01.2020 09:44
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass die Anschuldigung allein dich sozial tötet als Mann! Du wirst sie nicht wieder los! Wie auch: Du kannst es nicht zu 100% beweisen.
      In den Köpfen wird immer die Frage bleiben: "Könnte es nicht doch wahr gewesen sein?" Habe so einen Fall im Kollegenkreis.

      Wie wäre es denn, das Strafmass für Falschbeschuldigung demjenigen von Vergewaltigung/Missbrauch gleichzusetzen? Das ganze noch verschärfen und dann gilt für beide: Sei anständig, oder es knallt gewaltig!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Doublethink 17.01.2020 07:53
    Highlight Highlight Wenn, dann macht die "Nein"-Regel mehr Sinn als umgekehrt.

    Bitte allerdings das Strafmass für "falsche Anschuldigung" anpassen. Und zwar auf jeweils den Betrag, den die andere Partei im Falle einer Verurteilung hätte absitzen müssen.
    • who cares? 17.01.2020 09:53
      Highlight Highlight Nice, dann wird wohl gar niemand mehr Vergewaltiger anzeigen. Mangels Beweisen werden heute so viele freigesprochen, die können dann alle noch gegen ihr Opfer gerichtlich vorgehen und somit den letzten Nagel noch in den Sarg schlagen. Vor allem einflussreiche Personen mit einem Heer von Anwälten können sich dann so gut wie alles erlauben.
    • Doublethink 17.01.2020 11:34
      Highlight Highlight Wenn jemand mangels Beweisen freigesprochen wird, heisst das nicht automatisch dass die Anklage auf "falschen Anschuldigungen" basiert.

      Ebenfalls ist es ziemlich aufwendig jemandem nachzuweisen, dass seine Anschuldigungen falsch sind.

      Nicht nur Vergewaltigungen können ganze leben zerstören, falsche Anschuldigungen genau so.
    • Pafeld 17.01.2020 11:52
      Highlight Highlight Blödsinn. Nur weil man jemandem eine Vergewaltigung nicht nachweisen kann, ist deswegen der Beweis für die Falschbeschuldigung noch lange nicht erbracht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • R10 17.01.2020 07:50
    Highlight Highlight Die Unterschiede der Begriffe „Vergewaltigung“ und „sex. Nötigung“ sind juristische Wortklaubereien. Es wird bestraft, wer einen Mann zu Geschlechtsverkehr zwingt und auch der, der dies bei einer Frau tut, egal ob anal, oral, oder vaginal.

    Die jetzige Regelung macht Sinn, da nicht jede sex. Nötigung mit einer Vergewaltigung gleich zu setzen ist und nicht jede sex. Nötigung gleich schwerwiegend ist. Der Richter hat Spielraum, um je nach Fall entscheiden zu können.
    Weiter sollte keines Falls eine Beweislastumkehr wie in der neuen Regel stattfinden.

    Caronis Zwischenlösung ist die sinnvollste.
    • phreko 17.01.2020 09:17
      Highlight Highlight Vergewaltigung hat mit einer möglichen Schwangerschaft zu tun. Rechtlich ist ein Kind ja kein Schaden, aber persönlich, gesellschaftlich und finanziell sieht das wohl wesentlich anders aus nach einer Vergewaltigung.
    • fidget 17.01.2020 11:10
      Highlight Highlight Diese Wortklauberei, wie du sie nennst, hat aber eine Auswirkung auf das Strafmass. Während bei einer Vergewaltigung mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe gesprochen wird, kann eine sexuelle Nötigung auch nur mit Geldbusse abgestraft werden. Diesen Fehler, dass nur Frauen vergewaltigt werden können, muss zwingend korrigiert werden.
      Mit der Beweislastumkehr gehe ich mit dir einig.
    • Cassady 17.01.2020 19:56
      Highlight Highlight Caronis "Zwischenlösung" stammt von Scheidegger und Coninx. Just saying.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pümpernüssler 17.01.2020 07:45
    Highlight Highlight Wird Falschanschuldigung genau so hart bestraft werden? Wird ja sonst ein leichtes, jemanden falsch zu beschuldigen.
  • Asmodeus 17.01.2020 07:34
    Highlight Highlight Kleiner Hinweis.

    Als Mann kann man auch vergewaltigt werden ohne penetriert zu werden. Aber daß diese Erkenntnis die meisten noch überfordert bin ich leider gewohnt.


    Was die Beweislastumkehr anbelangt. Tut es doch gar nicht?

    "Haben Sie nein gesagt?" - "ja"
    "Nein hat sie nicht, sonst hätte ich aufgehört"

    Und prompt sind wir wieder genau dort wo wir jetzt schon sind. Aussage gegen Aussage.

    Wie bei zig anderen Delikten halt auch.
    • Kant 17.01.2020 10:13
      Highlight Highlight Wie kann ein Mann ohne Penetration vergewaltigt werden?
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 17.01.2020 10:33
      Highlight Highlight Ich moechte dir wirklich nicht zu nahe treten aber, wie kann ein Mann vergewaltigt warden ohne penetriert zu warden?
      Also meinst du erzwungenen Oralverkehr? Ist das nicht auch eine penetration?

      Ich frage wirklich nicht in einem ironischen oder gehaessigem ton. Ich habe gemerkt, dass bei deiner Aussage auch bei mir ein Fragezeichen im Kopf erschienen ist. Aber darum frage ich, damit ich lernen kann.
    • ChillDaHood 17.01.2020 11:17
      Highlight Highlight Das genau gleiche denke ich auch. Vor dem Gericht sagt eine/r sie hat Ja/Nein gesagt, der/die andere, dass er/sie das nicht gesagt hat.

      Was dann geschehen würde, ist wohl, dass weder A eine Falschanschuldigung, noch B eine Straftat bewiesen werden kann.

      Der einzige Unterschied ist, dass evt. ein Umdenken der Beteiligten stattfindet. Ist übrigens bei mit jetzt schon so. Kurz bevor es zur Sache geht, will ich von ihr hören, dass sie das will. Und - nein - ich finde das sogar noch etwas "kinky". Los - sag mir, dass du mich jetzt willst!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wandervogel 17.01.2020 07:29
    Highlight Highlight Mir geht einfach nicht in den Kopf, dass eine Vergewaltigung lediglich mit einem Strafmass von lediglich zwei Jahren bestraft werden soll, während die Opfer unter Umständen nicht mehr erwerbstätig sein können, jahrelang in Therapie müssen und wahrscheinlich für immer, Vertrauens- & Bindungsstörungen haben werden. Das schlimmste ist: Das Opfer könnte dem Täter/ der Täterin jederzeit über den Weg laufen. Hier bin ich ganz klar dafür, dass Strafmass massiv, z.B. auf 10 Jahre zu erhöhen. Mindeststrafmass versteht sich.
    • Pümpernüssler 17.01.2020 07:45
      Highlight Highlight Und dann wirst du falsch beschuldigt und wanderst 10 jahre in den knast. wird ja heiter werden
    • DarthMeowder 17.01.2020 07:48
      Highlight Highlight Das ist nachvollziehbar. Aber wie kommen Sie darauf, dass zwei Jahre des Freiheitsentzugs nicht auch eine starke Strafe darstellen? Ich war schon eine Zeit weggesperrt und tue Alles dafür, dass nie mehr zu erleben.
    • Kronrod 17.01.2020 07:53
      Highlight Highlight Es macht schon Sinn, eine Vergewaltigung weniger stark zu bestrafen als einen Mord. Auch finde ich es gut, wenn dem Richter Ermessensspielraum eingeräumt wird, denn die Umstände variieren von Fall zu Fall.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 17.01.2020 07:19
    Highlight Highlight ◾️Rasche Anpassung tut Not

    ◾️Bei der „Ja-Lösung“ muss ein vorheriges gegenseitiges „Ja“ ausgesprochen werden. Kopfnicken reicht nicht. Ohne „Ja“ kein Sex. Heute gilt es auch unausgesprochen.

    ◾️Bei der „Nein-Lösung“ muss nur bei Nichtzustimmung ein „Nein“ ausgesprochen werden. Da geht man davon aus, dass ein implizites „Ja“ so lange besteht, bis ein explizites „Nein“ gesagt wird.

    ◾️Es muss aber beides möglich sein. Kommt es zum bejahten Sex und während des Sex verändert sich die Situation, muss ein „Nein“ gelten, obwohl man vorher zugestimmt hat.

    ◾️Beweislast ist problematisch
    • Team Insomnia 17.01.2020 07:56
      Highlight Highlight Was macht jemand der Taub und Stumm ist?🤷‍♂️🤔
    • Dogbone 17.01.2020 08:06
      Highlight Highlight Genau, die Beweislast ist nicht problematisch, sondern faktisch unmöglich. Ausser du lässt vom ersten Kontakt bis zum Ende von allfälligem Sex ein Aufnahmegerät laufen, auf welches ganz zu Beginn der volle Name und die Sozialversicherungsnummer aufgesprochen wird.

      Ich seh schon, wie es aus der Industrie schicke Sex-Dashcams zu kaufen geben wird, welche man sich wie eine Stirnlampe an den Schädel montieren kann - natürlich mit Infrarot🙄
  • Sam1984 17.01.2020 07:16
    Highlight Highlight Gilt die Nein-gleich-Nein Regel nur wenn die Frau nein sagt, oder auch wenn der Mann nein sagt ?

    Ist das ein Fehler im Text oder einfach nur sexistisch ?
    • Enemy№1 17.01.2020 10:56
      Highlight Highlight Denke, das ist gewollt so. Die Hoheit über sexuelle Aktivitäten liegt allein bei der Frau (rechtlich). Das müssen wir Männer lernen zu akzeptieren. Darum ist es auch ein Spiel mit dem Feuer. Ist immer ein Risiko dabei.
    • Frances Ryder 17.01.2020 11:12
      Highlight Highlight Freudian Slip heisst das.
  • Sir Lanzelot 17.01.2020 07:10
    Highlight Highlight Am besten sich vor dem Akt eine Unterschrift einholen. Somit ist dann auch dieses lästige Knistern, dass in der Luft liegt ganz sicher weg...
    • Enemy№1 17.01.2020 11:48
      Highlight Highlight Dann hast du den nächsten Artikel mit einer Headline à la: "WAS IST LOS MIT EUCH MÄNNER - Männer sind verunsicherte Waschlappen, sie haben Angst vor starken Frauen und können nicht mehr [Flirten|Küssen|sexuell aktiv werten|die Initiative ergreifen| den nächsten Schritt wagen]." Kannst dir was aussuchen.

      Irgendwie so stell ich mir das vor, haha.
  • Gawayn 17.01.2020 07:08
    Highlight Highlight Genau wie in der früheren Variante, kann man auch das neue Gesetz ausnutzen.

    Den Unterschied sehe ich darin, das beim alten Gesetz der Täter es zu seinen Gunsten ausnutzen kann.
    Im neuen Gesetz kann es das Opfer.

    Das Neue ist mir aber lieber.
    • Suigarah 17.01.2020 09:55
      Highlight Highlight Wäre das Opfer dann nicht Opfer sonder Täter?
    • IZO 17.01.2020 18:06
      Highlight Highlight Sui, Wtf? Genau wegen Leuten die so Ticken wie du braucht es das neue Gesetz. Täterschutz= Nein Danke.
  • The fine Laird 17.01.2020 06:57
    Highlight Highlight Ein ganzes Leben traumatisiert und wenns dumm läuft für dich muss er/sie nur 2 Jahre in den Bau. Moll. Super.
  • Hummingbird 17.01.2020 06:51
    Highlight Highlight Wieso ist diese Umkehrung der Beweislast ein Problem? In vielen anderen Bereichen ist das doch auch so u.B. bei Hausfriedensbruch.
    • Beggride 17.01.2020 07:13
      Highlight Highlight Frag mal Herrn Kachelmann, wieso das genau ein Problem sein könnte...
    • Anima Sana in Corpore Sano 17.01.2020 07:21
      Highlight Highlight Linke: Verteidigt den Rechtsstaat! Es gilt die Unschuldsvermutung! Resozialisierung! Jeder hat eine zweite Chance verdient! In dubio pro reo!

      Auch Linke: "Wieso ist diese Umkehrung der Beweislast ein Problem?"

      ¯\_(ツ)_/¯
    • Mrlukluk 17.01.2020 07:21
      Highlight Highlight Ist scheisse, wenn ein Vergewaltigungsvorwurf als Waffe eingesetzt wird. Aber in den meisten Fällen werden Vergewaltigungen nicht geahndet oder gar nicht erst angezeigt, weil die Erfolgschancen für eine Verurteilung minim sind.
      Und auch in Zukunft (ob mit Nein ist Nein/Ja ist Ja) wird es Wort gegen Wort stehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Name_nicht_relevant 17.01.2020 06:12
    Highlight Highlight Es gibt nichts schlimmeres als eine Analae Vergewaltigung egal ob Mann oder Frau, dies ist so ein Empfindlicher bereich ich kann überhaupt nicht verstehen wiso man so etwas tut und nicht bestraft. Ich wurde selber Vergewaltigt und für mich war allein die Vaginale Vergewaltigung die Hölle, das Er Freigesprochen wurde unglaublich Psychischer kollaps. Ich bin so dankbar gibt es die Opferhilfe ohne die hötte ich es nie verarbeitet. ich wünsche mir sehr dass das Gesetz geändert wird, für alle kommenden Opfer & die es wurden früher und jetzt.
    • phreko 17.01.2020 10:26
      Highlight Highlight Dass eine anale Vergewaltigung nicht bestraft werde ist kompletter Unsinn. Dies ist sexuelle Nötigung und diese hat den genau gleichen oberen Strafrahmen wie die Vergewaltigung.

    • NaSkivaL 17.01.2020 10:28
      Highlight Highlight Das interessiert die meisten Männer hier nicht. Ihr Sorgen, sie könnten falsch beschuldigt werden, ist viel wichtiger als Millionen vergewaltigter Frauen und auch Männer.
    • who cares? 17.01.2020 10:33
      Highlight Highlight Und manche Leute fordern noch, dass bei Falschanschuldigung die gleiche Strafe gelten soll, wie der Vergewaltiger bekommen hätte. Dann könnte jetzt dein Vergewaltiger rechtlich gegen dich vorgehen und du hättest vielleicht ein paar Jahre Gefängnis vor dir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • häxxebäse 17.01.2020 06:10
    Highlight Highlight Wie soll das bewiesen werden.... anal und/oder oral ist doch die schlimmere penetration wenn erzwungen - für beide geschlechter.
    Zudem müssten die strafen höher sein, da man mit einer vergewaltigung jmd das leben zerstören kann, psychisch wie physisch.
    • Qui-Gon 17.01.2020 09:17
      Highlight Highlight Theoretisch bräuchte es ja den Tatbestand der Vergewaltigung gar nicht. Die geschlechtsneutral formulierte sexuelle Nötigung würde für alle Fälle reichen. Dort zudem noch eine Mindeststrafe ergänzen, wenn irgendeine Penetration im Spiel ist.
    • häxxebäse 17.01.2020 10:37
      Highlight Highlight Das klingt noch besser 👍
    • IZO 17.01.2020 18:25
      Highlight Highlight Nötigung verniedlicht in den meisten Fällen die Situation aufs gröbste! Schändung trifft es eher. Als Anwalt würde man es ernst meinen, könnte man bei den meisten Fällen noch Körperverletzung(z.b.Anspucken gilt schon u.U.als Körperverletzung!), Freiheitsberaubung oder auch Erpressung anführen. Aber es scheint als hätten gewisse Kreise kein Interresse daran solche Delikte ernsthaft zu Ahnden. Darum, schützt euch selber.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trompete 17.01.2020 05:45
    Highlight Highlight Der x-te Artikel zum selbigen Thema und trotzdem schafft er es nicht, eine konkrete Lösung zu präsentieren, sondern wirkt eher wie ein Artikel der verfasst wurde, um die eigene (wankende) Meinung des Schreibenden, welche richtig sein soll, zu verstärken.

    Bezüglich Punkt 4 nähme mich noch Wunder: welche Aussage untermauert die Aussage, Strafrechtsprofessorinnen gehe die geplante Revision zu wenig weit? Wenn ich diesen Satz lese, gehe ich davon aus, dass von der Mehrheit der schweizerischen Strafrechtprofessorinnen (wieviele gibt es?) gesprochen wird und finde bzgl. Genanntem nichts.
    • IZO 17.01.2020 18:27
      Highlight Highlight Fassigslos. Zeig dä post bitte dim Mami, hoffentlich reagiert si ahgmässä druf 😑
    • Trompete 18.01.2020 08:10
      Highlight Highlight Sie versteht nicht, genau wie ich, was du überhaupt sagen möchtest. Sinngemäss hat sie dich als moralingesteuerten Troll bezeichnet, weil du noch nicht mal versuchst, ein sachliches Argument entgegenzubringen.

      Zum sachlichen: Sie findet ebenfalls, dass Punkt 5 nicht explizit ist, i.S.v. wie dieses Ja resp. Nein zustandekommen und auch festgehalten werden soll, bestätigt somit meine Forderung nach Konkretisierung.

      Bzgl. Punkt 4 findet sie nicht, dass damit gezwungenermassen die Mehrheit der Strafrechtsprofessorinnen gemeint sei, sondern der Rhetorik geschuldet.

      Sie fragt: Ist das angemessen?
  • Cassady 17.01.2020 05:42
    Highlight Highlight Es ist Zeit, dass diese Reform kommt. Der Vorschlag der Dreistufen-Regelung kommt übrigens auch von Coninx und Scheidegger - siehe ihre Auslegeordnung vom Juni 2019.

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