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Bannon wirft Trumps Sohn Verrat vor



Der frühere Chefstratege im Weissen Haus, Steve Bannon, hat den ältesten Sohn von US-Präsident Donald Trump wegen eines Treffens mit einer russischen Anwältin mitten im Präsidentschaftswahlkampf scharf attackiert.

Die Begegnung im New Yorker Trump Tower im Juni 2016, an der auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der damalige Wahlkampfleiter Paul Manafort teilnahmen, sei «verräterisch» und «unpatriotisch» gewesen, zitierte die britische Zeitung «The Guardian» Bannon am Mittwoch.

«Die drei wichtigsten Vertreter der Kampagne dachten, dass es eine gute Idee sei, eine ausländische Regierung im Konferenzraum in der 25. Etage des Trump Towers zu treffen - ohne Anwälte», sagte Bannon laut dem Bericht dem Buchautor Michael Wolff.

«Selbst wenn man davon ausgeht, dass dies nicht verräterisch oder unpatriotisch oder eine Dummheit war - und ich ich denke zufällig, dass es all dies ist - hätte man sofort das FBI rufen müssen.»

Die Aussagen stammen aus einem neuen Buch über Trumps Präsidentschaft («Fire and Fury: Inside the Trump White House»), das kommende Woche erscheint. Trump Jr. hatte sich auf das Treffen mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja eingelassen, nachdem ihm brisantes Material über Trumps Rivalin Hillary Clinton in Aussicht gestellt wurde.

Unter Druck

Präsident Trump steht wegen mutmasslich illegaler Russland-Kontakte seines Wahlkampfteams enorm unter Druck. Mit der Affäre befasst sich unter anderem der vom Justizministerium eingesetzte Sonderermittler Robert Mueller.

Die Ermittlungen führten bereits zu einer Anklage gegen Trumps zeitweiligen Wahlkampfleiter Manafort. Ihm wird Geldwäsche im Zusammenhang mit seiner Lobbyistentätigkeit für pro-russische Kräfte in der Ukraine vorgeworfen.

«Es dreht sich alles um Geldwäsche»

Nach Einschätzung Bannons, der im August 2016 für Trumps Wahlkampf verpflichtet wurde und ein Jahr später das Weisse Haus verlassen musste, stehen illegale Finanzgeschäfte im Zentrum von Muellers Ermittlungen. «Es dreht sich alles um Geldwäsche», sagte er laut dem «Guardian»-Bericht.

Auch die Millionen-Kredite der Deutschen Bank für Trumps Schwiegersohn Kushner seien Teil der Ermittlungen. Dessen Finanzgeschäfte bezeichnete er als «schmierig».

Präsident Trump reagierte in einem Statement auf die Äusserungen seines ehemaligen Chefstrategen. «Steve Bannon hat nichts mit mir oder meiner Präsidentschaft zu tun. Als er gefeuert wurde, hat er nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seinen Verstand. Steve war ein Mitarbeiter, der für mich gearbeitet hat, nachdem ich die Kandidatur bereits gewonnen hatte», erklärte Trump. (sda/afp/dpa)

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