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Trump stahl diesem Basketballer die Karriere – in der Schweiz will er sie sich zurückholen

Basketballprofi Joel Wright startete gerade so richtig durch. Dann machte ihm Donald Trump einen Strich durch die Rechnung. In der Schweiz sucht er den Neuanfang – und setzt seine gesamte Zukunft auf eine Karte.



Gleich fünf Mal hintereinander versenkt Joel Wright den Basketball von der Dreipunktelinie. Hier steht ein Ausnahmekönner, das wird in diesem Training schnell klar. Das Werfen ist aber eigentlich gar nicht das, was Wright am liebsten tut. Am meisten fasziniert ihn das Fliegen, das Dunken. Den Ball mit einem satten Sprung in den Korb zu donnern. «Ich liebe dieses Geräusch, ich liebe dieses Gefühl», schwärmt er. Er, der wegen seiner Sprungkraft «Air Jamaica» genannt wird.

Wer lieber Video schaut als liest:

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Seine Flugfähigkeiten haben Wright weit gebracht. Es ist gerade mal zwei Jahre her, da strömten 30'000 Fans ins Stadion, um ihn fliegen zu sehen. Wright war so populär, dass er Bodyguards brauchte und in seine Hotelsuite bestellen konnte, was er wollte. Essen, Massagen, Frauen. Doch das war damals in Manila, als Wright 26 Jahre alt und auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn war.

Heute ist die Realität eine andere. Den Basketballcourt teilt er sich mit Mittelschülern, die Wohnung mit zwei Teamkollegen. An die Heimspiele kommen keine 1000 Zuschauer, der Lohn ist siebenmal tiefer. Sein Zuhause ist keine vibrierende Metropole auf den Philippinen mehr, sondern eine graue Provinzstadt im Unterwallis. «Air Jamaica» ist in Monthey gelandet. 

Wie kam es zu diesem Karriere-Sinkflug? Hatte Wright die Koordinaten falsch eingestellt und sich im Hoch die Flügel verbrannt? Ist er den Verlockungen des grossen Geldes erlegen? Die Antwort ist eine andere. Sie hat mit seiner Herkunft, mit einer illegalen Einreise – und vor allem mit Donald Trump zu tun.

Joel Wright ist einer von 800'000 jungen Menschen, die einen Grossteil ihres Lebens in den USA verbrachten und deren Träume sich quasi über Nacht in Luft auflösten. Joel Wright ist ein «Dreamer» – und das ist seine Geschichte: 

Der Start

Wright ist neun Jahre alt, als er erstmals US-Boden betritt. Seine Mutter ist schon vor ihm nach New York ausgewandert. Geflüchtet vor der Armut und der Gewalt in Jamaikas Hauptstadt Kingston.

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Wright als Baby in Kingston, Jamaika. bild: Zvg

«Ich habe zwar nur neun Jahre in Kingston gelebt», erzählt Wright, «aber ich habe so viele schlimme Sachen gesehen.» Eines Morgens sei er am Fussballspielen gewesen, als ein Auto vorbeifuhr und jemand aus dem offenen Fenster seinen Cousin erschoss. «Vor meinen Augen haben die den einfach umgelegt.»

Abseits der grossen Touristenressorts ist Jamaika auch heute noch eines der unsichersten Länder der Welt. Im Jahr 2016 hatten nur Honduras, El Salvador und Venezuela eine höhere Mordrate.

Der Schein trügt: Jamaika ist auch heute noch eines der unsichersten Länder der Welt. shutterstock

Als die Situation immer prekärer wird, verlässt auch Wright das Land. Er fliegt von Kingston nach New York. Organisiert hat die Reise seine Mutter. «Sie sagt mir bis heute, dass ich mit einem falschen Pass eingereist bin», erzählt er. Ob das stimmt, wisse er allerdings auch nicht. Jedenfalls sei es vor 9/11 deutlich einfacher gewesen, in die Staaten einzureisen, als heute.

Doch das ist dem Neunjährigen zu diesem Zeitpunkt sowieso alles ziemlich egal. Er ist erst einmal einfach froh, seine Mutter wiederzusehen. Wright geht in Brooklyn in die Schule, lebt sich ein, wird zum Teenager.

Im Alter von 13, 14 Jahren merkt er, dass er ein durchaus talentierter Basketballspieler ist. «Ich wurde verdammt gross auf einmal. Ursprünglich habe ich ja eigentlich mehr Fussball gespielt.»

Das Basketballfieber packt den jungen Mann. Stundenlang übt und spielt er in einem Park in Brooklyn. «Ich lernte, wie man dunkt und probierte neue Moves.» Schnell wird er zum Gesprächsthema im Quartier. «Die liebten meine Energie, ich sprang jeweils fast aus dem Park», scherzt er. «Das war auch die Zeit, als sie mir den Namen ‹Air Jamaica› gaben.»

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Wright im Dean-Street Park in Brooklyn, NYC. bild: zvg

Ein Agent wird auf Wright aufmerksam, fördert ihn. «Ich konnte auf einmal in der Halle trainieren, stand eigentlich jeden Tag auf dem Court und machte erstmals Krafttraining.» In der High School folgen die ersten Angebote. «Plötzlich riefen Coaches von anderen Schulen an, die mich holen wollten.»

Danach geht es stetig aufwärts. Wright geht an ein College in Texas, fällt auch dort durch gute Leistungen auf und schafft den Sprung in die NBA D-League. Die D-League, welche heute wegen des Sponsors Gatorade G-League genannt wird, hat das Ziel, Nachwuchsspieler zu fördern, die eines Tages den Sprung in die beste Liga der Welt schaffen könnten. Die NBA. 

Davon träumt auch Wright. Er gibt Vollgas, trainiert hart und spielt gut: «Das war nichts als Blut, Schweiss und Tränen.» In dieser Zeit geschieht es auch, dass Barack Obama das Daca-Dekret erlässt. Dieses erlaubt bestimmten illegalen Einwanderern, die bereits als Kind in die USA gekommen sind, Arbeit zu finden und schützt sie gleichzeitig vor einer Abschiebung. Die betroffenen Personen müssen Daca selber beantragen und dieses alle zwei Jahre erneuern, um den Schutzstatus nicht zu verlieren.

«Ohne das Daca-Programm  hätte ich gar nie bei einem D-League-Club arbeiten können.»

Für Wright verändert sich vieles zum Positiven. Er erhält eine Sozialversicherungsnummer, kann offiziell arbeiten und macht einen Fahrausweis. «Dieses Gefühl, dass ich akzeptiert werde, gab mir nochmals einen gewaltigen Schub. Mal ganz abgesehen davon, dass ich ohne das Daca-Programm gar nie bei einem D-League-Club hätte arbeiten können.»

Wright bei Texas State. printscreen: youtube

Der Sprung in die NBA will vorerst nicht klappen. Doch im Sommer 2016 tut sich eine andere Möglichkeit auf. In der von der NBA organisierten «Summer League» spielt Wright für ein Team mit den besten Jungs der D-League. «Ich hatte einen guten Lauf, spielte gegen NBA-Teams wie die Houston Rockets oder die Memphis Grizzlies.»  

Und da sei plötzlich diese Frau dagewesen. Ein Scout aus den Philippinen, die die Summer League beobachtet habe. «Sie wollte mich unbedingt haben und kontaktierte meinen Agenten.» 

Philadelphia 76ers' Maodo Lo drives around D-League Select's Joel Wright during the second half of an NBA summer league basketball game, Wednesday, July 13, 2016, in Las Vegas. (AP Photo/John Locher)

Summer-League-Spiel in Las Vegas. Zweikampf gegen Maodo Lo von den Philadelphia 76ers. Bild: AP/AP

Wright ist sofort Feuer und Flamme für die Idee. Die «Star Hotshots» aus Manila machen ihm ein ausgezeichnetes Angebot. «Als ich das erste Mal hörte, was sie mir zahlen wollen, drehte ich völlig durch.» Zusammen mit seinem Agenten organisiert er im Rahmen des Daca-Programms eine Ausreiseerlaubnis, die ihm ermöglicht, innerhalb von 30 Tagen wieder in die USA einzureisen. Viel zu kurz, wie sich bald herausstellen sollte. Doch das ist Wright zu diesem Zeitpunkt egal. «Alles kam zusammen, meine Träume schienen mit einem Mal Realität zu werden.»

Der Höhenflug

Im Alter von 26 Jahren reist Wright zum ersten Mal aus den USA aus. 9 Jahre hat er in Jamaika gelebt, deren 17 in den Staaten. Bis er wieder zurückkehrt, wird es mehrere Monate dauern. Aus dem geplanten Kurztrip wird eine Odyssee, die ihn via Malaysia und Israel bis nach Saudi-Arabien führt.

Der Auftakt in sein Auslandabenteuer könnte besser nicht sein. In Manila erwartet man den Gast aus den Staaten bereits sehnlichst. «Die waren alle da, um mich am Flughafen abzuholen. Wärmer kannst du nicht empfangen werden.» 

Wright wird behandelt wie ein König. «Basketball ist der populärste Sport in den Philippinen, die gaben mir sogar Bodyguards.» Die Trainingsanlagen, die Organisation, die Coaches: Alles ist hochprofessionell. 

Wright wird in Manila als Held empfangen. Die Kinder tragen Wright-Shirts. bild: Zvg

Der Club stellt Wright einen persönlichen Fahrer und eine Suite in einem Luxushotel zur Verfügung. «Das war schon krass, ich hatte von dem Zimmer eine geniale Aussicht über die Stadt. Wenn ich Hunger hatte, konnte ich einfach die Rezeption anrufen, die haben mir dann das Essen hochgebracht. Natürlich alles auf Kosten des Clubs.» 

Wright ist kein Kind von Traurigkeit. Daraus macht er kein Geheimnis. Er kostet das Leben in den Tropen in all seinen Annehmlichkeiten aus. Auch an weiblicher Begleitung fehlt es ihm nicht. «Ich spürte so viel Liebe da», lacht er. Hinzu kommt: Ein fürstliches Salär von 25'000 US-Dollar pro Monat. «Air Jamaica» im Höhenflug.

Doch trotz all der Verlockungen, die so ein Leben als Überflieger mit sich bringen, verliert Wright den Fokus aufs Wesentliche nicht. Er erobert die Herzen auch auf dem Basketballcourt. Vor teilweise über 30'000 Zuschauern bringt er Topleistungen. Im Shirt der «Star Hotshots» erzielt er pro Spiel im Schnitt 28,6 Punkte. Ein herausragender Wert. «Mann, das hat wirklich Spass gemacht», schwärmt der 1.95-Meter-Mann.

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«Air Jamaica» in seinem Element beim Manila Clasico. youtube

Wrights Vertrag läuft nur gerade drei Monate, dann ist die Saison auf den Philippinen fertig. Doch bereits flattert das nächste Angebot herein. 

«Ein Team in Malaysia hat mir 7000 US-Dollar angeboten, nur um die Vor-Saison zu spielen, welche nur zwei Wochen dauert.»

Mit vielen guten Erinnerungen und mit dem Gefühl, eines Tages wieder hierhin zurückzukehren, verlässt Wright die Philippinen in Richtung Kuala Lumpur. Auch in Malaysia wird er wie ein Superstar behandelt. Und es kommt gar noch besser.

Cholet, ein Team aus der obersten französischen Liga, will Wright für eine Saison verpflichten. Das Salär: 120'000 US-Dollar pro Jahr. «Ich war so aufgeregt, alles lief wie am Schnürchen.»

Was er aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Über ihm hat sich längst ein Unwetter zusammengebraut. 

Die Turbulenzen 

Wright packt also seine Sachen zusammen, fährt an den Flughafen in Kuala Lumpur. Das Flugticket nach Frankreich ist bereits gebucht, sein Agent hat das übernommen. Doch dieser hat geschlampt: Dem Team in Frankreich hat er erzählt, Wright sei ein US-Amerikaner mit jamaikanischen Wurzeln. 

Die Verantwortlichen in Cholet nehmen an, Wright besitze einen US-Pass. In diesem Fall könnte er ohne Visum einreisen, die Formalitäten und Arbeitserlaubnis vor Ort organisieren. Einem jamaikanischen Staatsbürger ist es indes nicht möglich, ohne Visum in Frankreich einzureisen.

Am Flughafen in Kuala Lumpur gerät «Air Jamaica» jäh ab der Fahrbahn. Weil er kein Visum hat, darf er die Maschine Richtung Europa nicht besteigen. «Stell dir vor, du stehst beim Check-In und auf einmal geht's nicht mehr weiter. Das hat mich fertig gemacht. Ich dachte, es sei alles organisiert.»

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Joel Wright im Gespräch mit watson-Reporter Corsin Manser. bild: nico franzoni

Wright fährt zurück in die Stadt, bleibt dort mehrere Wochen. Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam. Zu langsam. Der Deal mit Cholet platzt. 

Was nun? Zurück in die USA? Nun, so einfach ist das mittlerweile nicht mehr. Denn Wright hat seine 30 Tage, die er im Rahmen des Daca-Programms hätte ausreisen dürfen, längst überschritten. «Ich hatte einfach zu viel Spass da draussen, ich lebte meinen Traum. Zudem wurde mir gesagt, dass die US-Behörden nicht so strikt seien, die würden mich wieder einreisen lassen, sobald sie meine Story hörten.»

Doch das Problem ist zunächst die Ausreise. Wright kann ohne Visum gar keinen Flieger in die USA besteigen. Also kommt sein Agent auf eine Idee. Da dieser Israeli ist, will er den Basketballer zu sich nach Tel Aviv holen. Auf der US-Botschaft in Israel soll dann das Visum für die Heimreise organisiert werden, so der Plan. 

Die Reise von Kuala Lumpur nach Tel Aviv ist wiederum kein Problem. Jamaikanische Staatsbürger können in Israel 90 Tage visumfrei einreisen. 

So findet sich Wright plötzlich am Mittelmeer wieder. Das Visum für die USA lässt sich aber auch in Israel nicht so schnell organisieren, also macht er erst mal ein bisschen Ferien, «just chilling». Doch noch einmal nimmt Wrights Reise eine unerwartete Wendung: «Willst du das Verrückteste wissen? Dann bekam ich ein Angebot aus Saudi-Arabien. Saudi-Arabien!» 

«Die offerierten mir 10'000 Dollar im Monat. Steuerfrei natürlich.»

Wright unterschreibt bei Al-Ahli, einem Verein aus der Stadt Dschiddah. Er tut dies nicht zuletzt, weil das Leben in Tel Aviv teuer ist und er keine Aussicht auf weitere Einkünfte hat.

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«Air Jamaica» in der Garderobe bei Al-Ahli. zvg

Die Zeit in Saudi-Arabien ist hart und setzt Wright zu. An den Gastgebern liegt das nicht. «Da waren alle so herzlich und gut zu mir.» Es ist die Furcht, vielleicht nie mehr wieder in die USA reisen zu können, die Wright innerlich zerfrisst.

«Mann, ich hatte so Angst. Ich habe nächtelang mit meinen Freunden in New York telefoniert. Ich bin ihnen so dankbar, dass sie mich in dieser Zeit unterstützt haben.» 

Auf dem Court läuft es Wright ausgezeichnet. Auch wenn im Wüstenstaat alles etwas anders ist als gewohnt. «Wenn offizielle Gebetszeit ist, wird die Partie unterbrochen und die Spieler beten», erzählt er und beginnt zu schmunzeln. «Irgendwann habe ich auch damit angefangen. Das eine Gebet konnte ich sogar auswendig aufsagen.» Er habe sich wirklich für die Menschen in Saudi-Arabien interessiert, die seien so «echt» gewesen, sagt Wright, der selber Christ ist und an Gott glaubt.

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«Wenn offizielle Gebetszeit ist, wird die Partie unterbrochen und die Spieler beten»: Wright in Saudi-Arabien.  bild: zvg

Die Erlösung folgt nach drei Monaten. Nicht vom Himmel herab, sondern von der US-Botschaft. Nach monatelangem Hin und Her ist Wrights Visum für die USA eingetroffen. Die Saudis sind zwar derart begeistert vom Basketballer aus Übersee, dass sie ihm 30'000 US-Dollar pro Monat anbieten, damit er bleibt.

Doch ebenso gut hätten sie ihr Angebot irgendwo in den menschenleeren Dünen zwischen Medina und Dschiddah in den Wüstenwind schreien können. Wright hat dafür kein Gehör, hat sich längst entschieden. «Das Visum für die USA war nur noch elf Tage gültig. Ich wollte unbedingt nach Hause. Ich hatte Angst, dass ich meine Familie sonst vielleicht nie mehr sehen würde.»

Im März 2017 erhält «Air Jamaica» endlich Starterlaubnis für New York. Doch das Schlimmste steht erst noch bevor. Der Fluglotse hat gewechselt. Seit einigen Wochen sitzt Donald Trump in der Schaltzentrale.

Immer fokussiert: Joel Wright aka «Air Jamaica». nico franzoni

Der Crash

Die Einreise in die USA verläuft problemlos. «Nachdem ich denen meine Geschichte erklärt hatte, liessen die mich schnell rein», sagt Wright. Er ist überglücklich, seine Familie und Freunde wieder zu sehen. Er spürt endlich wieder Boden unter den Füssen.

Wright geniesst die Tage in New York. Er ist ständig unter Leuten und greift diesen finanziell auch schon mal unter die Arme. «Ich hatte das Privileg, viel Geld zu verdienen, nun wollte ich etwas zurückgeben. Ich hatte immer das Gefühl, es sei meine Aufgabe, anderen Leuten zu helfen.»

Wright zeigt sich überaus grosszügig, das Geld wird schnell knapper. Doch genau zum richtigen Zeitpunkt klopft bei Wright ein Team aus Belgien an und macht ein lukratives Angebot. Wright sagt zu, in einigen Wochen soll es losgehen. Er denkt sich, dass er im Rahmen des Daca-Programms eine einjährige Aus- und Einreiseerlaubnis organisieren kann.

Doch eines Abends sitzt Wright vor dem Fernseher und hört, wie Donald Trump ankündigt, das ganze Daca-Programm einzustampfen. Die Einwanderungspolitik ist dem US-Präsidenten zu lasch. Das Dekret von Obama sei sowieso illegal, behauptet er. Unterstützt wird er in dieser Argumentation von Attorney General Jeff Sessions.

FILE - In this Dec. 15, 2017, file photo, President Donald Trump sits with Attorney General Jeff Sessions during the FBI National Academy graduation ceremony in Quantico, Va. Trump’s White House counsel personally lobbied Attorney General Jeff Sessions to not recuse himself from the Justice Department’s investigation into potential ties between Russia and the Trump campaign. (AP Photo/Evan Vucci, File)

Donald Trump und Jeff Sessions: Gemeinsam kämpfen sie gegen das Daca-Programm. Bild: AP/AP

Wright wird nervös, ist verunsichert und ruft seinen Anwalt an. Dieser rät ihm, das Land nicht zu verlassen, es könnte schwierig werden, wieder zurückzukehren. Schweren Herzens beschliesst der Basketballer, trotz Vertrags nicht nach Belgien zu reisen. Seine Reputation in Europa ist damit im Eimer.

Der einstige Überflieger, dessen Energie sie überall immer so geliebt haben, fühlt sich mit einem Mal wie gelähmt. «Ich hatte keine Kontrolle mehr über mein Leben, meine Karriere.»

Nie habe er ein Verbrechen begangen, nie im Knast gesessen, habe immer versucht, das Richtige zu machen, sagt Wright. 

«Und nun kommt Trump und will mir erzählen, dass ich nicht mehr das machen darf, was ich liebe, nur um friedlich in mein Land zurückzukehren?»

Wright geht es immer schlechter, finanziell ist er komplett ausgeschossen. Er schläft bei Freunden auf der Couch, weiss nicht, woher die nächste Mahlzeit kommen soll. «Das war so beschämend», erinnert sich Wright. 

An einem Abend, als sich die Ohnmacht besonders gross anfühlt, schreibt Wright auf Facebook über seine Situation als Dreamer. Es ist knapp eine Woche vergangen, seit Trump das Daca-Programm offiziell für beendet erklärt hat.

«Ich habe zahlreiche Reaktionen auf diesen Post erhalten, auch Dreamer haben sich gemeldet, die in einer ähnlichen Situation waren», erzählt Wright. «Leute, die nicht mehr das tun können, was sie lieben.» Das Feedback und die guten Wünsche lösen etwas aus in ihm. Er schaltet wieder in den Kampfmodus. «Ich trainierte jeden Tag, ich wollte den Dreamern zeigen, dass sie niemals aufgeben sollten.»

Wright will zurück in die D-League. Schreibt die Clubs an, telefoniert mit den Agenten. Doch auch hier macht ihm die Politik des Weissen Hauses einen Strich durch die Rechnung. Weil niemand weiss, ob Wright demnächst abgeschoben wird, will kein Team ihn mehr aufnehmen. 

So geht das fast ein Jahr lang. Absage um Absage. Das Daca-Programm ist trotz Trumps Ansage noch in Kraft, da sich diverse Bundesstaaten gegen die Abschaffung gewehrt haben. Doch dieser Zustand ist nur vorübergehend, jederzeit könnte der Justizstreit zu Ungunsten der Dreamers ausfallen. Und dann wären die 800'000 Menschen auf einen Schlag nicht mehr vor einer Ausschaffung geschützt. Für die jungen Arbeitskräfte ist die Jobsuche dadurch um ein Vielfaches schwieriger geworden, da viele Arbeitgeber nicht mehr langfristig mit ihnen planen können.

Joel Wright spielte über ein Jahr kein Profi-Basketball mehr.   nico franzoni

Irgendwann im Sommer 2018 erreicht Wright ein Telefon. Ein Agent aus Genf kontaktiert ihn. Ein Club aus der obersten Liga der Schweiz habe Interesse an ihm bekundet. Und so hört Wright zum ersten Mal im Leben von BBC Monthey, einem monatlichen Lohn von 3500 US-Dollar und der Möglichkeit, seine Reputation in Europa wieder aufzubügeln. 

Der Agent hat auch den neuen Coach von Monthey vermittelt, weiss genau, was «Air Jamaica» braucht, um wieder abzuheben. Sicher kein schlechtes Angebot.

Aber für Wright steht alles auf dem Spiel. Wenn er die USA jetzt verlässt, gibt es kein Zurück mehr. Die Trump-Regierung erlässt für Dreamers keine Aus- und Einreiseerlaubnisse mehr. Der 28-Jährige müsste unter seinem jamaikanischen Pass reisen. Er müsste sich für unbestimmt oder für immer von seiner Familie in Brooklyn verabschieden. 

Das alles für eine einjährige Arbeitsbewilligung in der Schweiz, einem ihm total unbekannten Ort und einem Salär, das gerade so knapp zum Überleben reicht. Was ist, wenn er sich verletzt? Was, wenn er keinen neuen Vertrag erhält? 

Fragen, die sich Wright jetzt alle nicht stellen will. Er hat genug. Genug davon, seinen besten Freunden auf der Tasche zu liegen. Genug davon, zusehen zu müssen, wie die besten Jahre seines Sportlerlebens verstreichen. Er will seine Karriere zurück. Jenes Leben zurück, das ihm Donald Trump gestohlen hat. «Ich tat, was ich tun musste. Ich wollte wieder meinen Träumen nachjagen.»

Und so hebt «Air Jamaica» Ende August 2018 nach eineinhalb Jahren am Boden wieder ab. Ab ins Unbekannte. Zu dem Zeitpunkt, als Wright das Flugzeug besteigt, weiss er nicht einmal, dass Schweden und die Schweiz zwei verschiedene Länder sind.

Der Neustart

«Als ich den Flieger betrat, war ich zunächst einfach nur erleichtert, die USA verlassen zu dürfen», erzählt Wright. Einmal in Genf angekommen, wird Wright von seinem Agenten und einem Vertreter von BBC Monthey abgeholt. Es ist auch der Moment, als er realisiert, dass er hier nicht in Schweden gelandet ist. «Haha, darüber mussten wir lachen. Sowieso war die Stimmung bei der Ankunft sehr herzlich. Ich fühlte mich sofort willkommen. Überall waren die Leute so lieb zu mir.»

Auch mit den Teamkollegen kommt Wright gut aus, zwei Spieler sind US-Amerikaner. Mit ihnen teilt er sich eine Wohnung, welche der Verein zur Verfügung stellt. Die ersten Stunden in der Schweiz geben Wright Mut. Geben Wright Bestätigung, den richtigen Entscheid getroffen zu haben.

Bald macht die Erleichterung jedoch einem anderen Gefühl Platz. In den ersten zwei Tagen in der neuen Wohnung beginnt der 28-Jährige erst so richtig zu realisieren, was er gerade gemacht hat. Es sei wie ein Schlag ins Gesicht gewesen, beschreibt er seine Emotionen. 

«Ich kann jetzt nicht mehr nach Hause. Ich habe mich selber ausgeschafft. Jedoch nicht zurück nach Jamaika, sondern in die Schweiz, um Basketball zu spielen.»

Sollte sich Wright jemals als US-Amerikaner gefühlt haben, spätestens jetzt tut er es nicht mehr. «Ich fühle mich weder als Amerikaner noch als Jamaikaner, ich fühle mich als Immigrant.»

Es gibt Stunden, da hält er seine Situation kaum aus. Immer wieder bricht er zusammen. «Es tut weh, meine Mutter in New York anzurufen, ohne zu wissen, ob und wann ich sie wieder sehen kann. Es fühlt sich an, als würde ich auf Eis laufen.» 

Der Sport und die Mannschaft helfen ihm in diesen Momenten der Trauer und der Unsicherheit wieder auf die Beine. Er versucht, sich voll aufs Basketball zu konzentrieren, alles andere so gut wie möglich auszublenden. «Wenn immer es geht, will ich gar nicht zu weit vorausdenken. Sondern alles Schritt für Schritt nehmen. Training für Training. Spiel für Spiel.»

Gruppenfoto mit Teamkollegen in Monthey. bild: facebook/monthey --- Charles Niklaus

Bei anderen Profisportlern mögen solche Aussagen leere Floskeln sein, spricht Wright sie aus, bekommen sie Bedeutungsschwere. Wenn sein Augenmerk aus dem Basketball-Tunnel ausbricht, offenbart sich ihm eine Welt, die ihm keinerlei Sicherheiten gibt. 

Schafft er es nicht, sich durchzusetzen, sei es auch nur wegen einer Verletzung, steht er vor dem Nichts. In Jamaika kennt er niemanden, in die USA kann er nicht und Geld hat er auch keines auf der Seite. 

Über einen möglichen Misserfolg redet Wright nur, wenn man ihn darauf anspricht. Selber will er darüber nicht nachdenken. «Keinen Erfolg zu haben, ist für mich keine Option im Moment. Ich will hier keine negative Energie in die Luft setzen», sagt er.

Also sprechen wir über seine Träume und Wünsche. Spielen will Wright noch bis er 35, 36 Jahre alt ist. Das wären gute sieben Jahre. Dann will er sich irgendwo niederlassen und Familienvater werden. Im Moment ist er zwar noch Single, an weiblichen Fans mangelt es ihm aber auch im Unterwallis nicht, gibt er uns grinsend zu verstehen. 

Im Unterwallis bleiben will er indes nicht, Monthey soll als Sprungbrett dienen. «Ich hoffe, die in Frankreich oder Belgien sehen, dass ich den Schritt hierhin tatsächlich gewagt habe. Ich will meinen Ruf wiederherstellen.» Mit guten Leistungen versucht er, sich nun in den Fokus dieser Ligen zu spielen und so zu einem Engagement zu kommen. Und wenn nochmals ein Angebot aus den Philippinen reinflattern sollte? «Das wäre natürlich das Grösste.» 

Auch in Monthey am fliegen:

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Preseason action! 😤

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Vorerst heisst die Realität aber Monthey. Die Mannschaft trainiert zwei Mal täglich. Einmal über Mittag, einmal abends. Wright und seine Kollegen müssen sich nach den Sportstunden der Mittelschüler richten. Die Turnhalle gehört zum Schulhaus Le Reposieux. 

Diese verwandelt sich bei den Heimspielen von BBC Monthey jeweils zum Hexenkessel. Das sagen nicht wir, sondern Wright. Zwar passen nicht wie in Manila 30'000 Menschen in die Halle. Doch die 800 Personen, die bei seinem ersten Spiel anwesend waren, hinterliessen bei Wright einen bleibenden Eindruck. «Wir haben die besten Fans der Liga, die haben alles gegeben.»

Ganz los lässt es uns aber immer noch nicht, dass der junge Mann nun einfach komplett ohne Plan B dasteht. Wir fragen ihn, ob er nicht hoffe, dass der politische Wind in den USA irgendwann drehen werde und er eines Tages wieder nach New York zurückkehren könne.

«Nein, das denke ich nicht», antwortet Wright. Und vielleicht tut er gut daran, sich keine falschen Hoffnung zu machen. Denn die Aussichten für die 800'000 Dreamer haben sich in den vergangenen Tagen wohl nochmals verschlechtert. 

Weil die juristische Situation um das Daca-Programm zurzeit derart verstrickt ist, sieht es danach aus, als ob letzten Endes der Supreme Court einen Entscheid fällen müsste. War der oberste Gerichtshof entlang ideologischer Linien Ende Sommer noch mit 4 gegen 4 Stimmen gespalten, so kippte mit der Nomination Brett Kavanaughs die Mehrheit zu Gunsten der Konservativen.

Auch wenn Kavanaugh nicht unbedingt als Gegner des Daca-Programms bekannt ist, ist kaum anzunehmen, dass er Trump mit seiner Stimme um einen derart wichtigen Prestige-Sieg bringen würde. Wie es derzeit aussieht, dürfte das Daca-Programm unter der aktuellen Regierung über lang oder kurz kaum eine Chance haben, weiter zu existieren. 

Für Wright bedeutet das:

«Egal, ob in New York oder in der Schweiz, Sicherheiten für meinen Aufenthaltsstatus habe ich an beiden Orten nicht.»

Ihm ist es jedoch lieber, selber an seiner Zukunft zu arbeiten, als sein Schicksal in die Hände einiger weniger Politiker und Richter zu legen. Deshalb hat er den Weg in die Schweiz gewählt. Deshalb steht «Air Jamaica» an diesem Herbstmorgen auf einem Pausenplatz in Monthey und sagt: «Jetzt heisst es: alles oder nichts!»

Noch mehr «Air Jamaica»:

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Konrad 16.10.2018 14:14
    Highlight Highlight Herzlich willkommen in der Schweiz, Joel Wright, ich wünsche Dir alles Gute!
    12 7 Melden
  • Spooky 16.10.2018 02:14
    Highlight Highlight "Den Basketballcourt teilt er sich mit Mittelschülern, die Wohnung mit zwei Teamkollegen."

    Oh je. Der Arme 😭
    16 27 Melden
  • simiimi 16.10.2018 00:38
    Highlight Highlight Was für 1 guter Bericht!
    23 12 Melden
  • PeterGotBirthday 15.10.2018 21:04
    Highlight Highlight Kann mir jemand sagen, ob etwas anders gelaufen wäre, wäre er nicht "dem schnellen Geld" nach Manilla gefolgt, sondern hätte es in der NBA versucht?
    Hätte er dann nicht theoretisch eine Greencard mit Profivertrag bekommen, hätte Ihn jemand verpflichtet?
    Es sah ja gut aus mit D League und den All Star Games
    58 5 Melden
    • SJ_California 16.10.2018 01:15
      Highlight Highlight Wäre vlt besser gewesen. Aber es ist halt oft so: die jungen Sportler folgen dem Geld und Ruhm (wir sehen das v.a. auch im Fussball)
      20 2 Melden
    • Domino 16.10.2018 01:35
      Highlight Highlight Mit 26 Jahren war er nicht mehr jung, sondern eher zu alt um je in die NBA zu kommen...
      29 3 Melden
  • Sebultikon 15.10.2018 20:25
    Highlight Highlight Das ist halt der gute Mix aus suboptimalen Entscheidungen und unerwarteten Veränderungen. Aber ich denke man kann ihm nicht wirklich einen Vorwurf machen, Erfolg in jungen Jahren bringt dies halt mit sich. Umso schöner wie er sein Schicksal wieder in die eigenen Hände nimmt. Um es positiv zu sehen: Wer mal im Leben mal viel verloren hat und es schafft sich wieder aufzurichten geht gestärkt daraus hervor. Hoffe ihm gelingt nochmals der Durchbruch, solche Geschichten verdienen auch mal ein kitschiges happy end ;-).
    89 9 Melden
  • ManInBlack 15.10.2018 19:33
    Highlight Highlight Zum Thema Jamaika ist eines der gefährlichsten Länder der Welt. Kingston, ja dort ist es sicher gefährlich, wie in jeder Hauptstadt in armen Ländern wo jeder denkt einen Job zu finden, sich dann aber mit Kriminalität seinen Lebensunterhalt verdienen "muss". Ich habe mich in Jamaika extrem wohl gefühlt (waren alleine mit Mietwagen unterwegs) auch weit von den Touristikzentren entfernt nur gute Erfahrungen. Habe nirgends herzlichere Menschen getroffen. In diesem Sinne Ya Man, Jamaika ich komme wieder!
    31 34 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 16.10.2018 00:33
      Highlight Highlight Als Tourist mit Mietwagen kannst du dich kaum mit denen vergleichen, die dort Leben und allen Umständen ausgesetzt sind.
      51 4 Melden
  • walsi 15.10.2018 18:30
    Highlight Highlight Das alles als Trumps Verschulden hinzustellen ist doch sehr einfach. Trump hat angeboten, dass sich die 1.8 Mio. Dreamer einbürgern lassen können, aber nicht ohne Gegenleistung. Hätten die Demokraten mitgemacht hätte der junge Mann heute einen US-Pass oder wäre zumindest auf dem Weg dazu. Genau genommen haben es am Schluss die Demokraten verbockt. Weil sie das Problem der Dreamer nie auf ein rechtlich saubere Art gelöst haben. Der Erlass von Obama war ja auch nur Flickwerk und kein richtiges Gesetz.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/donald-trump-einwanderung-usa
    81 63 Melden
    • swisskiss 15.10.2018 19:06
      Highlight Highlight walsi: Zuerst mal war diese "Gegenleistung" die Tump angeboten hat, der Bau der Mauer zu Mexiko, die Beendung des Familiennachzugs und der Visalotterie, sowie massive Einschränkungen des greencard Projekts. Das konnten de Dems nicht schlucken.

      Man sollte wissen, dass Obamas DACA Regelung auf einem präsidialen Dekret basierte, da zum Zeitpunkt der Einführung Senat und Repräsentantenhaus mir republikanischer Mehrheit regierten und das Gesetz nie durchgekommen wäre.

      Es ist schon richtig, wenn Du das ansprichst, nur sollte man wissen, was die eigentlichen Ursachen sind.
      107 27 Melden
    • Hoppla! 15.10.2018 19:26
      Highlight Highlight Weil die Demokraten ja die Mehrheit im Parlament hatten und dieses Gesetz locker durchbringen konnten, gell?
      50 13 Melden
    • walsi 15.10.2018 19:37
      Highlight Highlight @Hoppla, Swisskiss u. Petrarca: Politik besteht daraus Kompromisse zu finden. Wenn man keine Mehrheit im Parlament hat muss man halt grössere Kompromisse eingehen. So ist das nun mal im Leben.
      19 47 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 15.10.2018 17:45
    Highlight Highlight Hoffen wir auf ein gutes Angebot aus den Philipinen.

    Einen Ort an dem er viel Geld zur Seite legen kann und die Lebenshaltungskosten nicht zu hoch sind.

    Er hat noch 5-10 Jahre vor sich und ich hoffe er wird sie nutzen können.
    70 7 Melden
  • Blackmilk 15.10.2018 17:14
    Highlight Highlight Ich zieh mir auf jeden Fall mal ein Spiel von im rein :D
    44 12 Melden
  • derEchteElch 15.10.2018 17:08
    Highlight Highlight Ich habedie Story gelesen.
    Er ist selbst schuld.

    Er hält die nötigen Fristen nicht ein. Überlässt das ganze Organisieren seinem Agenten (der es eigentlich verbockt hatte). Er macht lieber weitere Abstecher nach Saudi-Arabien. Er will es mal chillenund Zeit verstreichen lassen und verpasst so wieder die Fristen.

    Er ist selber schuld.

    Jeder, der etwas anderes Behauptet, ist nicht ehrlich zu sich selbst. Man kann es einfach testen. Einfach alle Namen/Länder durch Variablen ersetzen..
    218 344 Melden
    • corsin.manser 15.10.2018 17:31
      Highlight Highlight Dass er nach seinem Philippinen-Trip nicht mehr sofort zurück in die USA durfte, hat er ein Stück weit selber verschuldet.

      Dass er danach aber nicht mehr ausreisen und nicht mehr in Europa spielen konnte, ist auf politische Entscheidungen zurückzuführen.
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    • bcZcity 15.10.2018 17:34
      Highlight Highlight So geht es vielen die jung und naiv sind, gerade in den USA. Da fehlt einfach eine gute Förderung, Menschen welche dir helfen Papiere zu bekommen und den Fokus zu bewahren (Einbürgern wäre ja eine Option gewesen in 17 Jahren USA) etc. Aber hier zeigt sich das Loch im US System.

      no money, no honey. no fame, no gain.
      59 12 Melden
    • Gzuz187ers 15.10.2018 17:41
      Highlight Highlight Nunja aber eigentlich ist es extrem traurig dass jemand der mit 9 Jahren in die USA gekommen ist, plötzlich illegal ist. Ich meine die „Dreamer“ sind einfach ein Spielball in der Politik.
      122 19 Melden
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  • BetterTrap 15.10.2018 16:45
    Highlight Highlight Schöner Bericht. Danke.
    260 46 Melden
  • hoi123 15.10.2018 16:41
    Highlight Highlight Er ist selber Schuld wenn er die Fristen nicht einhält!
    203 393 Melden
    • m4in CS 15.10.2018 17:01
      Highlight Highlight Danke, dass Sie wieder typische bünzlig Ihren negativen Senf dazu geben müssen. Die ganze Situation für die sogenannten Dreamer ist eine Katastrophe und eine Schande. Ihnen hingegen würde eine Prise Menschlichkeit gut tun.
      168 57 Melden
    • Enzasa 15.10.2018 17:08
      Highlight Highlight Ja.
      Natürlich soll man Fristen und Regelungen einhalten aber man kann auch seine Menschlichkeit beibehalten.
      Menschen sind manchmal unachtsam und abgelenkt, gerade junge Menschen. Nachsicht und Weitsicht
      Sollte die Stärke von Behörden sein
      106 32 Melden
    • Jogut 15.10.2018 17:58
      Highlight Highlight Mehr schweizerisch kann ein Kommentar gar nicht sein...
      56 21 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ahab Dent 15.10.2018 16:25
    Highlight Highlight Danke für den Bericht! Joel Wrights Geschichte wurde auch in der Podcastfolge "The Not-So-Great Unknown" von This American Life gebracht.
    46 16 Melden
    • canadienne 15.10.2018 18:31
      Highlight Highlight dachte ichs mir doch, dass ich die geschichte schonmal gehört habe! mag man von amerika halten, was man will - „this anerican life“ ist ein grossartiger podcast.
      14 1 Melden
  • Lukas Hässig 15.10.2018 16:19
    Highlight Highlight <3 starker typ!
    56 25 Melden

«Ich bin stolz, mit 37 noch so konkurrenzfähig zu sein»

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