Grossbritannien
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Britisches Gericht fällt erstmals Urteil wegen Genitalverstümmelung



Ein Gericht hat zum ersten Mal in Grossbritannien eine Verurteilung wegen weiblicher Genitalverstümmelung ausgesprochen. Eine Frau aus Uganda wurde am Freitag schuldig befunden, 2017 ihre damals drei Jahre alte Tochter an ihren Geschlechtsorganen verstümmelt zu haben.

Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal am Strafgerichtshof Old Bailey in London. Die Frau erwartet der BBC zufolge nun eine Haftstrafe von bis zu 14 Jahren. Das Strafmass soll am 8. März verkündet werden.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete den Schuldspruch als Meilenstein. Das Urteil sende «eine klare Botschaft, dass wer diese barbarische Praxis ausübt, nicht länger ungestraft bleibt», twitterte Khan.

Die 37-jährige Frau hatte behauptet, ihre Tochter habe sich die Verletzungen bei einem Sturz selbst zugezogen. Sie hatte versucht, mit bizarren Zauberritualen Polizei und Sozialarbeiter von Ermittlungen abzuhalten.

Grauenvolle Durchführung

Unter anderem wurden in ihrer Wohnung mit Draht umwickelte Rinderzungen sowie Zettel mit den Namen von Ermittlern und deren Bilder gefunden, die in gefrorenem Obst oder einem Einmachglas mit Pfeffer verborgen waren.

Obwohl weibliche Genitalverstümmelung bereits seit 1985 in Grossbritannien unter Strafe steht, gab es bislang nur eine Hand voll Anklagen. Keine führte bislang zur Verurteilung.

Bei der archaischen Prozedur werden je nach Tradition die äusseren Geschlechtsorgane von jungen Mädchen teilweise oder ganz abgeschnitten, meist ohne Betäubung und mit nicht sterilen Gegenständen wie etwa Rasierklingen oder Glasscherben. Die Opfer leiden oft unter lebenslangen körperlichen und psychischen Folgen. (sda/dpa)

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DemonCore 02.02.2019 11:45
    Highlight Highlight Nahöstliche Religionen, ein Segen für die Menschen! Hass für Ungläubige und verschnipselte Genitalien für die Kinder. In den christlich-jüdischen USA werden wie in Afrika und im nahen Osten bis zu 80% der Buben beschnitten.
  • Stichelei 02.02.2019 10:09
    Highlight Highlight Es gibt gar kein Wort, um diese Abscheulichkeit adäquat zu bezeichnen. Wer immer so etwas veranlasst und/oder durchführt gehört aus dem Verkehr gezogen. Und dann wird das von gewissen Leuten noch mit der Religionsfreiheit verteidigt. Kein (imaginärer) Gott kann einem das Recht geben, einen anderen Menschen zu verstümmeln, vor allem wenn es sich dabei um wehrlose Kinder handelt. Das gilt im Übrigen auch für die nicht medizinisch begründete Knabenbeschneidung.
    • Stichelei 02.02.2019 12:02
      Highlight Highlight @Alsk: Du meinst, die beiden mir bisher unerklärlichen Blitze stammen vom Rabbi und seinem Anwalt?
    • DemonCore 02.02.2019 12:13
      Highlight Highlight Fast alle Vorhautentfernungen in den USA werden von nicht-jüdischen Männern und Frauen an ihren Kindern veranlasst. Die Bundestaaten des Mittleren Westen haben mit 80% eine ähnlich hohe Rate wie der Nahe Osten und das muslimische Afrika.
    • Stichelei 02.02.2019 16:52
      Highlight Highlight @DemonCore: Das macht das Ganze ja auch nicht besser. Die Idee, einem Knaben in den ersten Lebensjahren ohne medizinischen Grund einen Teil seines Körpers wegzuschnippseln, ist mit oder ohne religiöser Begründung abartig. Es käme auch niemand auf die Idee, den linken mittleren Zeh abzuschneiden; den braucht man ja auch nicht zum Leben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 02.02.2019 09:58
    Highlight Highlight Sehr gut!

    Jetzt muss die Wirtschaftshilfe für Afrika eingestellt werden, bis dort auch endlich rigoros gegen dieses barbarische „Ritual“ vorgegangen wird.

    Das hören Linke nicht gerne, aber wenn Frauen geschützt werden sollen, muss Afrika brutal erzogen werden. Es muss ein Umdenken in den Köpfen dort erzwungen werden. Auch um die Misshandlungen zu bekämpfen.
    • manhunt 02.02.2019 11:42
      Highlight Highlight afrika muss brutal erzogen werden? afrika ist ein kontinent mit über 50 ländern. in den wenigsten wird die rituelle beschneidung praktiziert. und schon gar nicht flächendeckend. du hast offensichtlich keine ahnung von was du redest. aber deine überheblichkeit spricht bände.
    • Binnennomade 02.02.2019 11:54
      Highlight Highlight Also Kulturimperialismus?
    • The oder ich 02.02.2019 12:30
      Highlight Highlight @Binnennomade: wenn die Durchsetzung der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für Dich Kulturimperialismus ist, dann darfst Du mich gerne einen Kulturimperialisten nennen.

      Wenn Du nur den Bewohnern westlicher Staaten die körperliche Unversehrtheit zugestehst, bist Du allerdings auch vom Dünkel des Imperialismus befallen. Sorry, da kannst Du nicht gewinnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 02.02.2019 08:50
    Highlight Highlight Sehr gut!
    Traditionen müssen nicht notwendigerweise gut sein, nur weil sie Traditionen sind!
    Es gibt gute Traditionen, und es gibt schlechte Traditionen.
    Und es gibt Traditionen, mit denen gewisse Profiteure gut leben und die Ausgenützten und Verstümmelten sehr schlecht leben.
    Oft kommt es leider zum "Stockholm-Syndrom":
    Das heisst, ein Opfer übernimmt die Sichtweise seiner Peiniger, damit es sich nicht mehr als Opfer fühlen muss.
    Niemand ist vor diesem "Stockholm-Syndrom" gefeit!
    Prominente Opfer des "Stockholm-Syndroms", die zu Tätern wurden:
    Shi Shin Pin, Trump und Putin!
  • Lina-Lou 02.02.2019 08:13
    Highlight Highlight Endlich! Das ist dass einzig Richtige, dass solche Grausamkeiten bestraft werden!
    Unvorstellbar dass man so etwas einem Kind oder überhaubt jemanden antut...
  • Fräulein Sarahs Gespür für den ISLAM 02.02.2019 06:52
    Highlight Highlight Gäbe es hier bei uns so ein Urteil, würden die Linken womöglich noch dagegen protestieren weil sie in der moralischen Doppelmühle stecken.

    Eine Fall, der exemplarisch den merkwürdigen Spagat aufzeigt, den Linke und Frauenrechtlerinnen zu vollführen versuchen, wenn es um darum geht, die (frauenfeindlichen) Sitten anderer Kulturen einzuschränken.
    • Binnennomade 02.02.2019 11:57
      Highlight Highlight Ich kann dir als Linker versichern, dass wir auch hinter dem Urteil stehen. Aber keine Angst, du bist nicht der einzige Rechte, der eine etwas abstruse Vorstellung von den Ansichten Linker hat.
    • DemonCore 02.02.2019 12:20
      Highlight Highlight Viele Linke sind Kulturrelativisten: "Alle Kulturen sind gleichwertig". Bei rückständigen religiösen oder kulturellen Praxen (z.B. Kopftuchzwang, Genitalverstümmelung an Kindern und tw Erwachsenen, Gewalt gegen Ungläubige oder Homosexuelle) entsteht ein Dilemma.
    • Mutzli 02.02.2019 12:54
      Highlight Highlight Der im Artikel erwähnte Bürgermeister von London, welcher das Urteil zum Meilenstein erklärt hat, ist auch so ein “böser Linker“. Der hat anscheinend nach Ihnen noch nicht die Memo gekriegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Citation Needed 02.02.2019 05:16
    Highlight Highlight Gut so.
  • DemonCore 02.02.2019 04:23
    Highlight Highlight Bei Mädchen ist der Anfang gemacht. Das ist schön. Wann wird die Genitalverstümmelung bei Knaben mit der gleichen gebotenen Härte verfolgt?
    • Binnennomade 02.02.2019 12:01
      Highlight Highlight Was ist denn an Beschneidungen schlimm? Jetzt ganz im Ernst, ich bin aus medizinischen Gründen beschnitten, und verstehe diese Diskussion nicht. Ich habe keinerleinNachteile mit meinem beschnittenen Lümmel, zudem ist die Gefahr der Übertragung von STDs erwiesenermassen kleiner. Kann mich da jemand aufklären?
    • who cares? 02.02.2019 12:12
      Highlight Highlight Klar sollte auch kein Junge gegen seinen Willen beschnitten werden. Die Folgen sind aber viel weniger schlimm (vorausgesetzt es wurde seriös durchgeführt). Ein beschnittenes Mädchen wird aber ein Leben lang Schmerzen beim WC-Gang und Geschlechtsverkehr haben. Lust empfinden geht sowieso nicht mehr, weil das abgeschnitten wurde. Währenddem ein Arzt eine männliche Beschneidung durchführen würde, würde er eine weibliche nie machen.
      Die beiden Dinge eins zu eins zu vergleichen ist sehr zynisch gegenüber den beschnittenen Mädchen und Frauen und verharmlost es.
    • DemonCore 02.02.2019 12:32
      Highlight Highlight Zuerst einmal ist es ein unumkehrbarer Gewaltakt gegen ein Kleinkind, das keine Zustimmung geben kann. Sensitives Gewebe, das für die Lustempfindung wichtig ist, wird dauerhaft entfernt. Der allfällige Hygienevorteil ist sehr klein und kann mit anderen Mitteln (richtiges Waschen, Kondome) besser erreicht werden. Wieso muss man die in fast allen Fällen medizinisch nicht notwendige Verstümmelung von kleine Buben schön reden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinz Dietsche (1) 02.02.2019 00:11
    Highlight Highlight Whats on???
  • David Steger 01.02.2019 23:22
    Highlight Highlight Bleibt zu hoffen, dass es in der Schweiz zu ähnlichen Urteilen kommt.
    • Alter-Sack 02.02.2019 09:36
      Highlight Highlight In der Schweiz gibt es dafür eher 14 Jahre Sozialhilfe!
  • Else 01.02.2019 21:38
    Highlight Highlight Meilenstein ist das richtige Wort. Well done, Britain!

Liebe Kiffer, hier sind 5 Dinge, die ihr jetzt wissen müsst (und dann eh wieder versifft)

Das Bundesgericht urteilte, dass auch Minderjährige im Besitz von Cannabis straffrei bleiben. Ein Überblick was beim Cannabis-Konsum inzwischen legal ist – und was nicht.

Grundsätzlich gilt: Cannabisprodukte, die einen THC-Gehalt von über 1 Prozent aufweisen, sind illegale Drogen und unterstehen dem Betäubungsmittelgesetz. Besitz, Konsum, Anbau und Handel sind verboten. CBD-Produkte, also Cannabis mit einem THC-Gehalt unter 1 Prozent, sind seit Sommer 2016 frei im Schweizer Handel erhältlich.

Grosser Zankapfel bei der Frage, was nun erlaubt ist und was nicht, stellt Absatz 19b im Betäubungsmittelgesetz dar. Dort heisst es: «Wer nur eine geringfügige Menge …

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