DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trump-Anhängerin Greene entschuldigt sich für Holocaust-Vergleich

15.06.2021, 05:4115.06.2021, 14:32
Marjorie Taylor Greene.
Marjorie Taylor Greene.Bild: keystone

Die republikanische US-Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Green hat sich für Vergleiche zwischen Schutzmassnahmen in der Corona-Pandemie und der Judenverfolgung durch die Nazis entschuldigt. «Eine der besten Lektionen, die mir mein Vater immer beigebracht hat, ist, dass man, wenn man einen Fehler macht, diesen eingestehen sollte», sagte die Anhängerin des früheren US-Präsidenten Donald Trump am Montag (Ortszeit) in Washington.

Sie sei am Nachmittag im Holocaust-Museum in der US-Hauptstadt gewesen, erklärte Greene. Schon als junge Frau habe sie sich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinandergesetzt: bei einem Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. «Es gibt keinen Vergleich zum Holocaust und es gibt Worte, die ich gesagt habe, und Bemerkungen, die ich gemacht habe, von denen ich weiss, dass sie beleidigend sind, und dafür möchte ich mich entschuldigen», sagte Greene.

An ihrer Kritik an Corona-Schutzmassnahmen und einem vermeintlichen «Impfzwang» - den es in den USA nicht gibt - hielt die Politikerin fest. «Ich finde, dass Zwangsmasken und Zwangsimpfungen oder Impfpässe eine Art von Diskriminierung sind, und ich bin sehr gegen diese Art von Diskriminierung.»

Greene hatte unter anderem geplante Impflogos auf Namensschildern von Mitarbeitern eines Supermarktes damit verglichen, dass die Nazis das Tragen von Judensternen erzwungen hätten. Im Mai sagte Greene im US-Repräsentantenhaus über die Maskenpflicht: «Wissen Sie, wir können auf eine Zeit in der Geschichte zurückblicken, in der Menschen gesagt wurde, sie müssten einen goldenen Stern tragen, und sie wurden definitiv wie Bürger zweiter Klasse behandelt, so sehr, dass sie in Züge gesteckt und in Gaskammern in Nazi-Deutschland gebracht wurden.»

Mit ihren wiederholten Vergleichen der Corona-Massnahmen mit dem systematischen Mord an sechs Millionen Juden hatte Greene über die Parteigrenzen hinweg Empörung ausgelöst und ihre eigene Fraktionsführung gegen sich aufgebracht. Auch warb sie schon mehrfach offen für die sogenannten QAnon-Verschwörungstheorien. Deren Anhänger glauben etwa, dass Trump versucht habe, systematischen Kindesmissbrauch durch satanistische Politiker der US-Demokraten aufzudecken. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten Bernie-Sanders-Memes von der Inauguration

1 / 17
Die besten Bernie-Sanders-Memes von der Inauguration
quelle: merie weismiller wallace/paramou
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Highlights von Bidens Antrittsrede

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

29 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Füürtüfäli
15.06.2021 08:20registriert März 2019
Wie können so unsäglich depperte Personen solche Posten haben ...
465
Melden
Zum Kommentar
avatar
cheko
15.06.2021 08:29registriert Dezember 2015
Diese Verrückte gehört aus der Politik verbannt!!
404
Melden
Zum Kommentar
avatar
tss
15.06.2021 06:50registriert Juni 2020
«Eine der besten Lektionen, die mir mein Vater immer beigebracht hat, ist, dass man, wenn man einen Fehler macht, diesen eingestehen sollte»
Ich glaube ihr kein Wort. Wenn sie als junge Frau sich bereits mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinandergesetzt hat und einem Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau hätte sie diese vergleiche nicht gemacht. Sie sei am Nachmittag im Holocaust-Museum in der US-Hauptstadt gewesen, wurde ihr da klar was sie getan hat?
Wohl kaum, schadenbegrenzung wohl eher. Rücktritt wäre ein Beweis für ihre reue.
332
Melden
Zum Kommentar
29
Nord Stream ist unbrauchbar – wem das alles nützt

Noch sind die Umstände, welche zu den Lecks an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 geführt haben, nicht abschliessend geklärt. Klar ist aber: Alle Indizien deuten auf einen Anschlag hin. Der Leiter des schwedischen Erdbebenzentrums, Björn Lund, sagte: «Es gibt keinen Zweifel, dass es sich dabei um Explosionen handelte.» Auch Ursula von der Leyen spricht bereits offen von Sabotage.

Zur Story