Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Biologie: ETH Lausanne stösst auf überraschende Fähigkeit des Immunsystems



Bei der Untersuchung von Wurm-Infektionen sind Forscher der ETH Lausanne (EPFL) auf eine überraschende Fähigkeit des Immunsystem gestossen: Lymphknoten produzieren anscheinend mehr Immunzellen, wenn sie von Darmwürmern infiziert sind.

Die Zentimeter-langen Lymphknoten sind die «Aussenposten» des Immunsystems im Körper, wie die EPFL am Donnerstag mitteilte. Sie filtern Flüssigkeiten, beseitigen Abfälle und fangen Erreger wie Bakterien oder Viren ein. Ausserdem sind sie vollgepackt mit Immunzellen und «schwellen an», wenn sie eindringende Erreger entdecken.

Die Wissenschaftler fanden nun heraus, dass die Lymphknoten auch mehr Immunzellen enthielten, wenn der Wirt von einem komplexeren Eindringling infiziert war, nämlich dem Darmwurm. Die Entdeckung wurde im Fachmagazin «Cell Reports» veröffentlicht. Die Ergebnisse hätten bedeutende Auswirkungen auf unser Verständnis, wie das Immunsystem auf Infektionen reagiere, schreibt die EPFL.

Antikörper im Blut

Der Autor der Studie, Lalit Kumar Dubey, hatte im Labor von Professorin Nicola Harris beobachtet, dass die Lymphknoten von Mäusen, die mit dem Darmwurm «Heligmosomoides polygyrus bakeri» infiziert waren, stark anwuchsen.

Lymphknoten haben mikroskopische Kammern, genannt «Lymphfollikel», worin sie eine bestimmte Art von Immunzellen lagern, die B-Zellen. Diese pumpen Antikörper ins Blut, um eindringende Erreger anzugreifen.

Die Forscher fanden nun heraus, dass die Lymphknoten der mit einem Darmwurm infizierten Maus mehr Lymphfollikel produzierten. Sie folgerten daraus, dass diese in der Folge auch mehr B-Zellen produzieren müssten und schafften es, deren molekularer Ablauf zu rekonstruieren.

Bisher ging man davon aus, dass neue Lymphfollikel einzig nach der Geburt gebildet werden. Diese Studie liefere nun zum ersten Mal einen detaillierten Nachweis, dass dieses Phänomen auch bei erwachsenen Säugetieren stattfinden könne, hiess es. Die Forscher hätten ausserdem aufgezeigt, dass die Bildung von neuen Lymphfollikeln wichtig für die Bekämpfung von Infektionen sei und die Produktion von mehr Antikörpern fördere. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen