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Basel demontiert Sion +++ Luzern gleicht in Extremis aus +++ Lugano schlägt Servette

Basel lässt dem FC Sion keine Chance. Der FC Luzern verhindert die zweite Niederlage im zweiten Spiel mit der letzten Aktion des Spiels. Lugano siegt auswärts gegen Servette.



Basel – Sion 6:1

Der FC Basel stürmt mit einem Kantersieg an die Tabellenspitze der Super League. Die Mannschaft von Patrick Rahmen deklassiert den FC Sion daheim nach 5:0-Pausenführung mit 6:1.

Der FC Basel nutzte die Schwächen der Walliser in der ersten Stunde gnadenlos aus. Aus fast jeder Spielsituation gelangen Treffer. Pajtim Kasami (4.), Eray Cömert (21.) und Arthur Cabral (44.) trafen nach Eckbällen, Sergio Lopez (15.) und Edin Zhegrova (55.) nach Kontern, und Sebastiano Esposito (42.) traf mit einer herrlichen Einzelaktion. Dem 19-jährigen Italiener gelang mit dem Aussenrist das schönste Tor des Nachmittags.

Für die Basler, die in den letzten Saisons immer wieder mal unten durch mussten, war der höchste Meisterschaftssieg seit über drei Jahren die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein mit den neu verpflichteten Spielern. Gerade in der Offensive scheint der FCB einiges an Qualität hinzugewonnen zu haben.

Der FC Sion, der auswärts gegen den FC Basel schon seit Jahren kaum mal etwas Zählbares erreicht, machte es den Gastgebern mit dem desolaten Auftritt auch sehr einfach. Schon zur Pause nahm Trainer Marco Walker vier Auswechslungen vor. Es ging dabei nur noch darum, den Schaden einigermassen im Rahmen zu halten und nicht in ein Liga-historisches Debakel zu laufen. Die höchste Niederlage seit Einführung der Super League 2003 bleibt jene der Grasshoppers (1:8 in Basel im September 2004).

In Sitten wird das Debakel - deutlicher verlor der FC Sion in der Meisterschaft letztmals 1979 (0:8 gegen Xamax) - trotzdem Nachwirkungen haben, den es war nicht nur von spielerischen, sondern auch von administrativen Mängeln begleitet. Kevin Bua lief nicht auf, weil der Klub vergessen hatte, ihn im Vorfeld auf eine wegen der Corona-Richtlinien notwendigen Spielerliste zu setzen.

Basel - Sion 6:1 (5:0) 15'112 Zuschauer. - SR San.
Tore: 4. Kasami (Stocker) 1:0. 15. Sergio Lopez (Zhegrova) 2:0. 21. Cömert (Esposito) 3:0. 42. Esposito (Cabral) 4:0 44. Cabral (Zhegrova) 5:0. 55. Zhegrova (Cabral) 6:0. 88. Stojilkovic (Foulpenalty) 6:1.
Basel: Lindner; Sergio Lopez (73. Lang), Cömert, Pelmard, Petretta (73. Frei); Kasami, Quintilla (86. Palacios); Zhegrova, Esposito, Stocker (61. Millar); Cabral (61. Males).
Sion: Fickentscher; Cavaré, Lacroix, Ruiz, Marquinhos Cipriano; Itaitinga (46. Araz), Serey Die (62. Martic), Zuffi (46. Ndoye), Tosetti (46. Grgic); Stojilkovic, Hoarau (46. Uldrikis).
Bemerkungen: Basel ohne Djiga, Padula und Nikolic (alle verletzt). Sion ohne Baltazar (gesperrt), Bamert, Luan, Doldur, Khasa, Iapichino, Fayulu und Rodrigues (alle verletzt). 90. Pfostenschuss von Males. Verwarnungen: 24. Serey Die. 36. Lacroix (beide Foul). 36. Sergio Lopez (Unsportlichkeit).

St. Gallen – Luzern 2:2

So perfekt der Match für die St. Galler Fans begonnen hatte, so bitter endete er. 25 Minuten lang bekamen die über 12'000 Zuschauer alles das zu sehen, was sie im Stadion so lange nicht miterleben durften. Die Ostschweizer überrollten den FC Luzern zwei Monate nach dem verlorenen Cupfinal richtiggehend. Zweimal profitierten sie in der Startviertelstunde vom schwachen Abwehrverhalten der Luzern, das sich durch die ganze Partie zog. Victor Ruiz traf in der 1. Minute nach einem Ballverlust von Simon Grether, Boris Babic nach einem Konter über zwei Stationen.

St. Gallens Trainer Peter Zeidler reagiert im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Luzern, am Sonntag, 1. August 2021, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Wie immer mit viel Leidenschaft dabei: St. Gallens Trainer Peter Zeidler. Bild: keystone

Der St. Galler Offensivdrang stoppte einer aus den eigenen Reihen: Elie Youan kassierte wegen einer Schwalbe im gegnerischen Strafraum zu Recht die zweite Gelbe Karte. Die Luzerner, die ab der 69. Minute und dem Platzverweis gegen Marvin Schulz auch zu zehnt spielten, machten lange Zeit nur mit defensiven Unsicherheiten, auch solche von Ersatzgoalie Vaso Vasic, auf sich aufmerksam. Doch die Schlussphase sollte den Gästen gehören. Filip Ugrinic traf in der 82. Minute, und Tasar sorgte nach der letzten Flanke des Spiels mit einem gelungenen Kopfball für das 2:2.

St. Gallen - Luzern 2:2 (2:0) 12'548 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Tore: 1. Ruiz (Babic) 1:0. 13. Babic (Besio) 2:0. 82. Ugrinic (Sidler) 2:1. 96. Tasar (Ndiaye) 2:2.
St. Gallen: Zigi; Lüchinger, Stergiou, Fazliji, Kempter; Görtler, Diakité, Youan; Ruiz (84. Cabral); Besio (46. Stillhart), Babic (46. Schubert).
Luzern: Vasic; Farkas (80. Sidler), Schulz, Burch, Frydek; Tasar, Gentner, Grether (61. Badstuber), Ugrinic; Alounga (67. Emini), Ndiaye.
Bemerkungen: St. Gallen ohne Kräuchi (verletzt). Luzern ohne Müller, Ndenge und Alabi (alle verletzt). 26. Gelb-Rote Karte gegen Youan (Schwalbe). 69. Rote Karte gegen Schulz (Foul). Verwarnungen: 16. Youan (Foul). 44. Ndiaye (Foul). 64. Stillhart (Foul). 70. Emini (Unsportlichkeit). 70. Görtler (Unsportlichkeit).

Servette – Lugano 0:2

Dank einem Doppelschlag in den ersten vier Minuten nach der Pause erringt der FC Lugano mit einem 2:0 in Genf gegen Servette den ersten Saisonsieg.

Die Genfer hatten in der gefälligen, wenngleich torlosen ersten Halbzeit Vorteile, sodass die Geschehnisse direkt nach der Pause unvermittelt kamen. Innerhalb von drei Minuten trafen Mattia Bottani und – nachdem Servettes Goalie Jérémy Frick den Ball nicht hatte klären können – Asumah Abubakar. Die Tessiner gaben unter ihrem neuen Trainer Abel Braga eine Antwort auf die 0:2-Heimniederlage gegen den FCZ.

Servette's midfielder Timothe Cognat, left, fights for the ball with Lugano's defender Mickael Facchinetti, right, during the Super League soccer match of Swiss Championship between Servette FC and FC Lugano, at the Stade de Geneve stadium, in Geneva, Switzerland, Sunday, August 1, 2021. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Servette hat gegen Lugano das Nachsehen. Bild: keystone

Die Mannschaft von Trainer Alain Geiger spielte trotz einer guten ersten Halbzeit nicht so schwungvoll und zwingend wie am Donnerstag beim 2:0-Heimsieg in der Conference-League-Qualifikation gegen Molde. Die beiden unvermuteten Gegentore schienen die Servettiens eine Zeitlang zu lähmen. Überdies spielten die Tessiner noch defensiver, eine Weile kaum gute Angriffe zulassend. Servette fand dennoch ins Spiel zurück und lehnte sich – vergeblich – gegen die Niederlage auf.

Servette - Lugano 0:2 (0:0) 3225 Zuschauer. - SR Bieri.
Tore: 47. Bottani (Facchinetti) 0:1. 49. Abubakar (Daprelà) 0:2.
Servette: Frick; Diallo (77. Sauthier), Rouiller, Severin, Clichy; Cespedes; Cognat (87. Douline), Valls (77. Schalk); Stevanovic, Kyei (56. Rodelin), Imeri (56. Antunes).
Lugano: Baumann; Hajrizi, Daprelà, Ziegler; Custodio; Lavanchy, Lovric (64. Phelipe), Sabbatini, Facchinetti (80. Yuri); Abubakar (80. Ba), Bottani (87. Maric).
Bemerkungen: Servette ohne Fofana, Deana (beide verletzt) und Oberlin (nicht qualifiziert). Lugano ohne Macek, Baldé und Alexander Muci (alle verletzt). Verwarnungen: 35. Custodio (Foul), 41. Kyei (Foul), 45. Hajrizi (Foul), 66. Phelipe (Behinderung bei Freistoss), 71. Lavanchy (Foul).

(rst/sda)

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