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Prognosen: CDU/CSU gewinnt Wahl trotz Verlusten - AfD zweistellig



Die Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Bundestagswahl vom Sonntag nach ersten Prognosen der deutschen Fernsehsender gewonnen. Die CDU/CSU lag klar vor den Sozialdemokraten (SPD) von Herausforderer Martin Schulz.

Die SPD erzielte ihr schlechtestes Bundestagsergebnis aller Zeiten. Die rechtspopulistische AfD ist mit einem zweistelligen Ergebnis erstmals im Parlament vertreten. Sie kam auf den dritten Platz. Die regierende grosse Koalition hat mehr als 14 Prozentpunkte verloren.

Nach den Prognosen von ARD und ZDF (18.00 Uhr) kam die CDU/CSU auf 32.5 bis 33.5 Prozent (2013: 41.5). Die SPD von Kanzlerkandidat Martin Schulz landete mit 20.0 bis 21.0 Prozent (2013: 25.7) abgeschlagen auf Platz zwei.

Die AfD erreichte 13 bis 13.5 Prozent (2013: 4.7), die FDP (Liberale) kehrt nach vier Jahren Abwesenheit mit 10 bis 10.5 Prozent (2013: 4.8) ins nationale Parlament zurück. Die Partei Die Linke erreichte 9 Prozent (2013: 8.6), die Grünen 9 bis 9.5 Prozent (2013: 8.4).

Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: CDU/CSU 216, SPD 133, AfD 89, FDP 70, Linke 60, Grüne 63 Sitze.

Nach diesen Prognosen wäre eine Fortsetzung der regierenden «schwarz-roten» Koalition aus CDU/CSU und SPD möglich, die die SPD aber nicht will. Merkel könnte auch versuchen, eine «Jamaika-Koalition» (Schwarz-Gelb-Grün) mit FDP und Grünen zu bilden, die es auf Bundesebene in Deutschland bisher noch nicht gegeben hat.

Die Prognosen basieren auf Befragungen von Wählern nach der Stimmabgabe. Die hohe Zahl der Briefwahlstimmen wurde nicht berücksichtigt. Mit ersten Hochrechnungen, die auf bereits ausgezählten Stimmen basieren, wird in Kürze gerechnet. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird nach Mitternacht erwartet.

Nach Angaben des Bundeswahlleiters war die Wahlbeteiligung bis zur Mittagszeit nahezu identisch mit der Wahl vor vier Jahren: Bis 14.00 Uhr hatten 41.1 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 41.4 Prozent gelegen. (sda)

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