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epa06460533 Martin Schulz (C), leader of the Social Democratic Party (SPD), sits between Andrea Nahles (2-L), parliamentary group leader of the SPD, and Malu Dreyer (R), deputy leader of the SPD, during the extraordinary federal party convention of the German Social Democratic Party (SPD) in Bonn, Germany, 21 January 2018. Some 600 delegates and 45 board members of the SPD will discuss and decide whether or not to start coalition negotiations with the conservative Christian Democratic Union (CDU) and Christian Social Union (CSU) parties to form another so-called 'Grand Coalition' (Grosse Koalition, or GroKo) government on the basis of the recent on the basis of the exploratory talks. It is expected that SPD leader Martin Schulz will face some criticism from the party's basis and demands to amend the SPD's catalogue of requirements.  EPA/SASCHA STEINBACH

Die SPD-Spitze heute in Bonn. Bild: EPA/EPA

Nach stundenlangen Debatten: SPD-Parteitag für Aufnahme von Koalitionsverhandlungen

So eine wuchtige Auseinandersetzung hat die SPD lange nicht gesehen. Die Partei ringt leidenschaftlich um ein Ja oder Nein zu Koalitionsverhandlungen mit der Union aus CDU und CSU. Ausgerechnet Parteichef Martin Schulz macht dabei eine blasse Figur. Er ist jetzt der 56-Prozent-Vorsitzende.

21.01.18, 18:29 21.01.18, 22:43


Es geht knapp aus. Schmerzhaft knapp. Am Ende eines denkwürdigen Sonntags in Bonn stimmt eine magere Mehrheit von Genossen für Koalitionsverhandlungen mit der Union. Ein grosser Sieg ist das nicht wirklich für SPD-Chef Schulz und die Führungsriege der Partei. Eher die – fast demütigende – Verhinderung einer desaströsen Niederlage.

Schulz tritt um kurz vor zwölf in der Bonner Kongresshalle auf die Bühne, leicht angeschlagen, etwas heiser. Was folgt, ist der einstündige Versuch, seine Partei einzufangen. Er appelliert an den Stolz der Genossen, an ihren demokratischen Anspruch, an ihren Gestaltungswillen und immer wieder an ihr Verantwortungsbewusstsein.

Schulz ätzt gegen «Jamaika», er bemüht den Glanz der Mächtigen aus der Nachbarschaft («Macron hat mich gestern angerufen»). Doch richtig leidenschaftlich wirkt er nicht. Den Saal begeistern kann Schulz jedenfalls nicht.

epa06461292 Andrea Nahles (L), parliamentary group leader of the Social Democratic Party (SPD),  and Martin Schulz (R), leader of the Social Democratic Party (SPD), react during a voting at the extraordinary federal party convention of the German Social Democratic Party (SPD) in Bonn, Germany, 21 January 2018. Some 600 delegates and 45 board members of the SPD will discuss and decide whether or not to start coalition negotiations with the conservative Christian Democratic Union (CDU) and Christian Social Union (CSU) parties to form another so-called 'Grand Coalition' (Grosse Koalition, or GroKo) government on the basis of the recent on the basis of the exploratory talks. It is expected that SPD leader Martin Schulz will face some criticism from the party's basis and demands to amend the SPD's catalogue of requirements.  EPA/SASCHA STEINBACH

Martin Schulz und Andrea Nahles (Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion) sind mit dem Resultat des SPD-Parteitags zufrieden. Bild: EPA/EPA

Der SPD-Chef rattert die Sondierungsergebnisse mit der Union herunter: Gesundheit, Rente, Bildung, Europa. Und nennt dabei immer jene SPD-Sondierer, die diese Dinge mit ausgehandelt haben: Olaf Scholz, Andrea Nahles, Ralf Stegner, Manuela Schwesig etwa. Er nennt sie einzeln, laut und deutlich. Schulz' Botschaft: Ich habe das Ganze nicht alleine zu verantworten.

Immer wenn Schulz einen der Sondierer nennt, werden sie auf den grossen Leinwänden in der Halle eingeblendet. Da sind in Grossaufnahme angespannte Gesichter zu sehen. Die Spitzengenossen wissen, was Schulz' Aufzählung bedeutet: Stürzt er, stürzen auch sie – alle, die so vehement für Koalitionsverhandlungen geworben haben.

Schulz: Es geht um die Zukunft Europas

Schulz mahnt, alles in den Sondierungen Vereinbarte komme nur, wenn die SPD weiter verhandle. Es gehe darum, etwas zu erreichen für Pflegebedürftige, Rentner, Alleinerziehende, Angestellte. «Das sind die Menschen, die sich auf uns verlassen», ruft er. «In meinen Augen wäre es fahrlässig, diese Chance jetzt nicht zu ergreifen.» Es gehe auch nicht nur um Koalitionsverhandlungen, sondern um den weiteren Weg Deutschlands und Europas.

epa06461068 Martin Schulz, leader of the Social Democratic Party (SPD), sits at his seat on the podium after delivering speech at the extraordinary federal party convention of the German Social Democratic Party (SPD) in Bonn, Germany, 21 January 2018. Some 600 delegates and 45 board members of the SPD will discuss and decide whether or not to start coalition negotiations with the conservative Christian Democratic Union (CDU) and Christian Social Union (CSU) parties to form another so-called 'Grand Coalition' (Grosse Koalition, or GroKo) government on the basis of the recent on the basis of the exploratory talks. It is expected that SPD leader Martin Schulz will face some criticism from the party's basis and demands to amend the SPD's catalogue of requirements.  EPA/SASCHA STEINBACH

Martin Schulz ist neu der «56-Prozent-Vorsitzende». Bild: EPA/EPA

Schulz verspricht, die Erneuerung der Partei werde in einer Regierung nicht hinten runter fallen, sondern Priorität haben. Und vor allem verspricht er, in Koalitionsverhandlungen noch etwas herauszuholen: eine Härtefallregelung beim Familiennachzug und etwas mehr Gleichstellung von gesetzlich und privat Krankenversicherten.

Auch das Thema sachgrundlose Befristung bei Arbeitsverträgen wolle er bei Verhandlungen mit der Union «wieder aufrufen».

Druck aus Nordrhein-Westfalen und Hessen

Diese Versprechen gibt Schulz allerdings nicht ganz freiwillig. Die mächtige SPD Nordrhein-Westfalens hatte am Vortag des Parteitages – unterstützt von der Hessen-SPD – in einem Antragsentwurf weitere Verhandlungen an diesen drei Punkten und setzte die Parteispitze damit unter Zugzwang.

epa06460583 Kevin Kuehnert, chairman of the youth organization of the Social Democratic Party (SPD), the 'Young Socialists', (Junge Sosialisten, or Jusos), delivers his speech during the extraordinary federal party convention of the German Social Democratic Party (SPD) in Bonn, Germany, 21 January 2018. Some 600 delegates and 45 board members of the SPD will discuss and decide whether or not to start coalition negotiations with the conservative Christian Democratic Union (CDU) and Christian Social Union (CSU) parties to form another so-called 'Grand Coalition' (Grosse Koalition, or GroKo) government on the basis of the recent on the basis of the exploratory talks. It is expected that SPD leader Martin Schulz will face some criticism from the party's basis and demands to amend the SPD's catalogue of requirements.  EPA/SASCHA STEINBACH

Juso-Chef Kevin Kühnert ist gegen die GroKo.  Bild: EPA/EPA

Über Nacht wurde gehandelt und gefeilscht, bis die Parteispitze am Sonntag einen erweiterten Leitantrag mit den Wünschen aus den Ländern vorlegt – allerdings deutlich abgeschwächt. Die Forderungen klingen darin eher wie Arbeitsaufträge als rote Linien.

Doch der Applaus für Schulz bleibt am Ende verhalten, eine Minute klatschen die Delegierten nach der Rede. Die Standing Ovations, der Jubel und der Rausch um den 100-Prozent-Vorsitzenden aus dem vergangenen Frühjahr – all das scheint in Bonn endlos weit weg.

Merkel begrüsst Ja des SPD-Parteitages zu Koalitionsverhandlungen

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich zufrieden mit dem knappen Ja des SPD-Sonderparteitags zu Koalitionsverhandlungen mit der Union geäussert. Die Union strebe eine stabile Regierung an, bekräftigte die CDU-Vorsitzende am Sonntagabend vor Beratungen der Spitzengremien ihrer Partei in Berlin.

Es gehe dabei auch um wirtschaftliche Stabilität im Zeitalter der Digitalisierung sowie um soziale Gerechtigkeit. Grundlage der nun anstehenden Koalitionsverhandlungen sei das Sondierungspapier. Eine Vielzahl von Fragen sei noch zu klären. Es gehe jetzt darum, möglichst bald damit zu starten.

Juso-Chef redet Schulz in Grund und Boden

Nach Schulz spricht der Anführer der Anti-GroKo-Bewegung: Juso-Chef Kevin Kühnert. Der 28-Jährige ist ein talentierter Redner. Und auch diesmal redet er Schulz in Grund und Boden. Moderat im Ton, gewandt, schlagfertig und gewitzt appelliert er an die Partei, sich neu zu erfinden und aus dem Würgegriff der Union zu befreien.

Die Hassfigur der Genossen, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, hatte mit Blick auf die Jusos und Kühnert über einen «Zwergenaufstand» bei der SPD gespottet. Kühnert kontert: «Heute einmal ein Zwerg sein, um zukünftig vielleicht wieder Riesen sein zu können.» Johlen im Saal. Das Geklatsche endet nur deshalb nach einer Minute, weil eilig der nächste Redner aufgerufen wird.

In der Debatte muss die gesamte Führungsriege ran. Einer nach dem anderen wirbt, mahnt, fleht. Die Botschaften sind immer gleich: Die Erneuerung der SPD wird trotzdem kommen – versprochen. Minderheitsregierung und andere Modelle sind eine Illusion. Nur an der Regierung können wir unsere Inhalte umsetzen.

Und: Denkt an die Folgen, wenn wir Nein sagen. Die GroKo-Kritiker – mit weniger bekannten Gesichtern – halten dagegen. Promis gegen Basis also.

Leidenschaftliche Nahles begeistert

Mittendrin hält Andrea Nahles die Rede, die manche von Schulz erwartet hätten. Die Fraktionschefin brüllt sich ihre Stimme aus dem Leib. Es könne nicht sein, dass die SPD nur noch mitregiere, wenn sie absolute Mehrheiten habe oder in einem derzeit illusorischen Linksbündnis regiere. «Das ist Blödsinn, verdammt noch mal.»

epa06461003 Andrea Nahles, the parliamentary group leader of the Social Democratic Party (SPD), speaks during the extraordinary federal party convention of the German Social Democratic Party (SPD) in Bonn, Germany, 21 January 2018. Some 600 delegates and 45 board members of the SPD will discuss and decide whether or not to start coalition negotiations with the conservative Christian Democratic Union (CDU) and Christian Social Union (CSU) parties to form another so-called 'Grand Coalition' (Grosse Koalition, or GroKo) government on the basis of the recent on the basis of the exploratory talks. It is expected that SPD leader Martin Schulz will face some criticism from the party's basis and demands to amend the SPD's catalogue of requirements.  EPA/SASCHA STEINBACH

Andrea Nahles' Voten kommen gut an. Bild: EPA/EPA

Nahles räumt Fehler ein. In der jüngsten GroKo sei einiges nicht gut gelaufen, die SPD habe auch kommunikative Fehler gemacht. «Aber was um alles in der Welt hat das mit der Merkel, dem blöden Dobrindt und den anderen zu tun? Das ist ausschliesslich unser Problem, das wir lösen müssen. Und zwar jetzt.» Viel Applaus. Der Saal ist hellwach.

Schulz dürfte gemerkt haben, dass der Funke bei ihm nicht übergesprungen ist. Kurz vor der Abstimmung geht er noch mal auf die Bühne. «Ja, man muss nicht um jeden Preis regieren, das ist richtig», sagt er. «Aber man darf auch nicht um jeden Preis nicht regieren wollen.» Er bittet noch mal um ein Ja - «von ganzem Herzen und bei allem Respekt». Wieder bleibt der Beifall eher pflichtbewusst.

Am Ende siegt die Disziplin. 362 von 642 Delegierten sagen Ja. Einige wohl mit geballter Faust im Sack. 56 Prozent also. Eine denkbar dürftige Mehrheit. (sda/dpa)

Die Gewinner und Verlierer der Wahlen in 2017

Video: srf/SDA SRF

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 22.01.2018 10:47
    Highlight Das war doch eine richtig demokratische Meinungsfindung!
    Für beide Wege der SPD gibt es Dafür und Dawider, das ist doch völlig klar.
    Aber eine Volkspartei, die sich dermassen offen und ehrlich darüber auseinandersetzt, welchen Weg sie gehen will, IST bereits auf dem Weg der Erneuerung!
    Gratuliere, liebe SPD,
    mit Euch ist bald wieder zu rechnen!
    Lasst Euch von Mutti mit ihrer unverbindlichen Gemütlichkeit von Wischiwaschi-Mitte-Blabla des "Nicht zu viel, ABER auch nicht zu wenig!" nicht zu sehr einlullen!
    Und wenn es dann wieder Pudding gibt zum Dessert, einfach Augen zu und aufessen!
    3 1 Melden
  • Haiderfroh 22.01.2018 09:07
    Highlight Die SPD ist dabei, sich komplett zu zerlegen. Die AfD freut es.
    3 1 Melden
  • C-Cello 21.01.2018 23:33
    Highlight Vorwärts in die Vergangenheit. Alles bleibt beim Alten, oder bei der Alten. Muppet Show mit Merkel, Altmaier und Schulz. Toll dass die Juso in Deutschland so gescheit politisieren kann, nicht wie der Juso-Schweiz Kindergarten.
    11 1 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 21.01.2018 19:41
    Highlight Etwas mehr Rückgrat, wie zB bei der FDP, würden den Sozialisten nicht schlecht stehen. Aber ja, Sozialisten und Rückgrat.. kennen wir ja auch aus der Schweiz nicht anders...
    33 27 Melden
    • Waedliman 22.01.2018 16:55
      Highlight Die SPD ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands und hat nichts mit Sozialisten zu tun. Aber das geht in die Köpfe vor allem von NoBillag-Fans natürlich nicht sooooo gerne rein, richtig?
      0 1 Melden
  • poga 21.01.2018 18:36
    Highlight Ich warte immer noch darauf, dass irgendjemand sagt: Haha das war alles nur ein grosser Scherz und Ihr seid nur auf die beste Komikertruppe der Welt reingefallen.
    27 6 Melden
    • rodolofo 22.01.2018 10:56
      Highlight Und ich habe gedacht, Dir gefalle es im Sumpf...
      Ist anscheinend doch nicht so.
      1 0 Melden
  • amore 21.01.2018 17:36
    Highlight Die verpasste Chance für Deutschland. Eine Minderheitsregierung würde in dieser unwägbaren Zeit ALLE demokratischen Kräfte im Bundestag einbinden und stärken. Es müsste immer mit guten Argumenten um starke Entscheide gerungen werden. Das gäbe sicher bessere Lösungen als mit diesen altbekannten alternativlosen, ausgelutschten Regierungsparteien. So wird weiter von den Bürgerinnen und Bürgern weg politisiert. Dessen bin ich mir ganz sicher.
    37 4 Melden
    • koks 21.01.2018 23:53
      Highlight ausgelutschter geht immer.
      zum beispiel der slogan am rednerpult: eine neue zeit braucht eine neue politik. spd.
      ich lach mich schlapp.
      4 1 Melden
  • Majoras Maske 21.01.2018 17:26
    Highlight Dann wird jetzt so weiter gemacht wie bisher und die AFD wird grösste Oppositionspartei...? Nicht sehr klug.
    42 6 Melden
    • rodolofo 22.01.2018 13:25
      Highlight So schlecht kann das Bisherige ja nicht gewesen sein, wenn Deutschland heute so floriert, oder?
      1 0 Melden
  • TanookiStormtrooper 21.01.2018 17:08
    Highlight So schnell kann es gehen...
    86 6 Melden
    • Roterriese 21.01.2018 18:10
      Highlight Naja, den Linken konnte man noch nie trauen.
      35 44 Melden
    • Fabio74 21.01.2018 18:34
      Highlight Tja immerhin übernimmt einer Vetantwortung und den Auftrag des Volkes ernst. Lindner und seine FDP sind ja zu feige. Kläffen nur und ziehen dann den Schwanz ein.
      Neuwahlen wären eine schlechte Oprötion solange rechnerisch der Auftrag des Volkes lösbar ist
      17 39 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 21.01.2018 19:43
      Highlight Politiker halt. Da motzen alle über Trump, aber wir haben auch Lügner ganz in der Nähe...
      31 5 Melden
    • MaskedTruth 21.01.2018 19:46
      Highlight ....was kümmert mich das Geplapper von gestern?
      28 4 Melden
    • MaskedTruth 21.01.2018 19:49
      Highlight Roterriese hat keinen Schimmer, aber davon hat er ganz viel! Hauptsache bashing nach links und auf dem rechten Auge blind!
      20 23 Melden
    • koks 21.01.2018 23:51
      Highlight und solchen windfähnchen soll der wähler dann vertrauen schenken - diese spd ist zum kaputtlachen.
      5 2 Melden
    • koks 21.01.2018 23:54
      Highlight fabio, verantwortung des volkes? tolle floskel. wenn der wähler eins nicht mehr wollte, in deutschland, wars die groko.
      10 1 Melden
    • Sophia 22.01.2018 00:10
      Highlight Ganz viel keinen, RoWi?
      Aber es ist schon so, wie du sagst, es gibt immer Kurzsichtige und Weitsichtige.
      Die SPD wollte sich in der Opposition "erneuern", wegen der Verantwortungslosigkeit der FDP mit einem narzisstischen Plotteri an der Spitze ist Jamaika geplatzt. Die alte SP hat sich noch nie vor der Verantwortung gedrückt und das ist ihr hoch anzurechnen. Sie muss nun aber Profil entwickeln und sich vor allem von dem schwachen Schulz trennen. Auch in der Koalition kann man Profil gewinnen, wie einst W. Brandt bewies, der einer der besten deutschen Kanzler wurde.
      3 4 Melden
    • rodolofo 22.01.2018 10:54
      Highlight Mir ist ein flexibles Mutterschaf lieber, als ein sturer Bock...
      2 2 Melden
    • rodolofo 22.01.2018 11:01
      Highlight @ Fabio74
      Lindner ist der klassisch Deutsche "Streber und Alles Besser Wisser"...
      Doch vieles davon ist nur Theater und Maskerade.
      Ich hoffe, die Deutschen fallen nicht noch einmal auf sein forsches und unsympathisches Auftreten herein!
      In den Gesichtern der SPD-Leute lese ich eine neue Ehrlichkeit! Und die gefällt mir ausserordentlich!
      Mit dem aufgesetzten Grinsen der Nachwuchs-Merkel Klöckner hingegen (die "Doris Leuthard von Deutschland") und ihren wohlklingenden Leerformeln kann ich hingegen überhaupt nichts anfangen.
      2 1 Melden
  • Alnothur 21.01.2018 17:04
    Highlight Mein herzliches Beileid, Deutschland.
    61 16 Melden
  • Dä_Dröggo 21.01.2018 14:17
    Highlight Bravo! Keine GroKo mehr. Das ist schon mal gut. Ernst nimmt die SPD trotzdem keiner mehr. Zu lange haben die SPD viel zu wenig gegen befristete Arbeitsplätze, gegen Sozialabbau und die Abwälzung von Spielschulden der Privatwirtschaft auf den Staat unternommen.

    Im Gegenteil; Die SPD sicherte der CDU/CSU/FDP stets eine Totschlagmehrheit im Bundestag. Genau die gleichen Neoliberalisten wie Mutti selbst.

    Wenn die SPD wieder ernst genommen werden will, muss sie unter anderem eine Finanzmarktregulierung in der EU fordern. Alles andere ist unglaubwürdig, sorry.
    10 39 Melden
  • Es ist Nachgerichtet 21.01.2018 13:54
    Highlight Gratulation an denjenigen der das Foto ausgesucht hat.
    24 1 Melden
    • wes 21.01.2018 18:39
      Highlight Trifft auch auf die SP zu.
      8 9 Melden

«Die AfD plant den Staatsstreich» – eine Aussteigerin packt aus

Franziska Schreiber war vier Jahre lang Mitglied der AfD. Zuerst als Vorsitzende der Jugendorganisation Junge Alternative, dann als Mitglied im Bundesvorstand. Kurz vor den Bundestagswahlen im Herbst 2017 trat die 27-Jährige aus der Partei aus. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie vor ihrer ehemaligen Partei warnt.

Frau Schreiber, wenn Sie noch in der AfD wären, und wenn die AfD stärkste Partei wäre in Deutschland, könnte ich dann dieses Interview mit Ihnen noch führen?Franziska Schreiber: Nein, könnten Sie nicht, aus dem einfachen Grund, dass Sie dann als Journalist in Deutschland gar keine Lizenz mehr hätten. Sie sind, in der Sprache der AfD-Funktionäre, Schreiberling eines «linksrotgrün versifften Mediums», das man um jeden Preis eindämmen müsste. Die Medienlandschaft würde gesäubert, wer …

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