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Alle Medaillenentscheidungen vom 28. Juli in Tokio

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Alle Medaillenentscheidungen vom 28. Juli in Tokio
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Wilmaa
Olympiaticker

Japaner Hashimoto holt Mehrkampf-Gold ++++ Weltrekord im Gewichtheben

28.07.2021, 15:0128.07.2021, 16:08

Liveticker: Olympia-Tagesticker, 28.07.2021

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Daiki Hashimoto wird Mehrkampf-Olympiasieger
Benjamin Gischard und Eddy Yusof haben den olympischen Mehrkampf-Final der Kunstturner auf den Plätzen 13 und 16 abgeschlossen.

Gold ging an den 19-jährigenJapaner Daiki Hashimoto. Der grosse Hoffnungsträger des Olympia-Gastgebers setzte sich in dem spannenden Wettkampf vor dem Chinesen Xiao Ruoteng und dem Russen Nikita Nagorni durch. (sda)
epa09374055 Daiki Hashimoto of Japan competes on the Parallel Bars in the Men's All-Around Final during the Artistic Gymnastics events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Ariake Gymnastics Centre in Tokyo, Japan, 28 July 2021.  EPA/TATYANA ZENKOVICH
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Chinese stellt neuen Weltrekord im Gewichtheben auf
Shi Zhiyong, Weltrekordhalter im Gewichtheben bis 73 kg, holt Gold und stellt einen neuen Weltrekord auf. Mit 166 Kilogramm beim Reissen und 198 Kilogramm beim Stossen stellt er in beiden Einzeldisziplinen neue Olympia-Rekorde auf. Gesamthaft sind die 364 Kilogramm Weltrekord.
Silber geht an Julio Ruben Mayora Pernia aus Venezuela, Bronze sichert sich der Albaner Briken Calja.
Shi Zhiyong of China celebrates after winning the gold medal and sets a new Olympic record in the men's 73kg weightlifting event, at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Luca Bruno)
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Chinesische Doppelführung im Mehrkampf der Kunstturner
Hochspannung im Mehrkampf der Kunstturner: Nach vier Übungen liegen die vier führenden Athleten innerhalb von 0,4 Punkten. An der Spitze liegt der Chinese Ruoteng Xiao mit 58,633 Punkten – dank Wei Sun hat China aktuell gar eine Doppelführung. Auf den vierten Rang zurückgefallen ist der Japaner Daiki Hashimoto, weil der Russe Nikita Nagorny 0,2 Punkte mehr erhielt für die Übung am Sprung. Die beiden Schweizer Benjamin Grischard und Eddy Yusof zeigen einen für ihre Verhältnisse starken Wettkampf und liegen momentan auf den Rängen 13 und 17 von insgesamt 24 Athleten. (pre)
Xiao Ruoteng, of China, performs on the pommel horse during the artistic gymnastic men's all-around final at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo. (AP Photo/Gregory Bull)
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Südkorea holt Gold im Säbelfechten
Gold im Teamwettkampf im Säbelfechten geht an Südkorea. Im Final bezwingen Gu Bongil, Kim Junghwan, Oh Sanguk und Kim Junho die Italiener mit 45:26. Damit holt Südkorea die erste Goldmedaille im Fechten an diesen Olympischen Spielen. Das Duell um Bronze entschied Ungarn gegen Deutschland knapp mit 45:40 für sich. (pre)
South Korea team fencers celebrate after winning a the men's Sabre team medal at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Chiba, Japan. (AP Photo/Andrew Medichini)
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Desplanches, Mityukov und Mamié im Halbfinal
Jérémy Desplanches qualifiziert sich über 200 Meter Lagen souverän für den Halbfinal. Er schwimmt in 1:56,89 Minuten die zweitschnellste Zeit in den Vorläufen und muss sich nur dem Amerikaner Michael Andrew geschlagen geben. Auch Roman Mityukov (als 11. über 200 m Rücken) und Lisa Mamié (als 14. über 200 m Brust) schaffen es in die Halbfinals, Maria Ugolkova ist über 100 m Crawl hingegen chancenlos. Im Heat von Mamié verpasst die Südafrikanerin Tatjana Schoenmaker den Weltrekord übrigens um nur fünf Hundertstel. Immerhin reicht es für den olympischen Rekord. (pre)
Jeremy Desplanches, of Switzerland, swims in his heat in the men's 100m breaststroke at the 2020 Summer Olympics, Saturday, July 24, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Matthias Schrader)
Jeremy Desplanches
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Deutschlands Fussballer scheitern
Die deutsche Olympia-Auswahl ist im Fussball bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Das Team von Trainer Stefan Kuntz holte gegen die Elfenbeinküste nur ein 1:1, was nicht für ein Viertelfinalticket reicht. Mit vier Punkten aus drei Spielen ist Deutschland nämlich nur Gruppendritter hinter Brasilien (sieben Punkte) und der Elfenbeinküste (fünf).

Dabei hatte die deutsche Auswahl genug Chancen für genug Tore, liess aber zu viele liegen. Nach einem Eigentor von Benjamin Henrichs in der 67. Minute geriet die DFB-Elf in Rückstand. Kurze Zeit später glich Eduard Löwen vom VfL Bochum per Freistoss aus (73.), doch einen weiteren Treffer erzielte Deutschland nicht. Das Parallelspiel gewann Brasilien gegen Saudi-Arabien mit 3:1. (zap/t-online)
Sanz Lanz büsst Plätze ein
Auffrischender Wind machte dem RS:X-Windsurfer Mateo Sanz Lanz das Leben schwer. Er fiel vom 2. in den 8. Rang zurück. Die Top 12 liegen indes noch relativ eng beisammen.

«Es war mir schon am Morgen klar, dass es ein komplizierter Tag werden würde», sagte der Schweizer Leichtwind-Spezialist. «Weil wir auf dem äusseren Kurs im offenen Meer segelten, waren die Bedingungen noch schwieriger. Ich bin zufrieden, dass ich meinen Rückstand in Grenzen halten konnte», resümierte der 27-Jährige. (ram/sda)
epa09373074 Mateo Sanz Lanz of Switzerland competes in the Men's RS:X windsurf during the Sailing events of the Tokyo 2020 Olympic Games in Enoshima, Japan, 28 July 2021.  EPA/OLIVIER HOSLET
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Fidschi wiederholt Rugby-Triumph
Wie vor fünf Jahren in Rio de Janeiro heisst der Sieger des Rugby-Turniers auch in Tokio Fidschi. Die Südsee-Truppe schlug im Final Neuseeland deutlich mit 27:12. Bronze holte sich dank einem 17:12-Sieg über Grossbritannien Argentinien. (ram)
epa09373216 Players from Fiji react after defeating New Zealand during the Rugby Sevens Men's Gold Medal match between New Zealand and Fiji at the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo Stadium in Chofu, Tokyo, Japan, 28 July 2021.  EPA/JEON HEON-KYUN
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Bencic trifft auf Rybakina, Djokovic locker weiter
Belinda Bencic trifft im Halbfinale der Olympischen Spiele auf Elena Rybakina. Die Kasachin (WTA 20) setzt sich überraschend mit 7:5 und 6:1 gegen die Spanierin Garbina Muguruza (WTA 9) durch. Im anderen Halbfinale trifft die letzte verbleibende Top-10-Spielerin Elina Switolina (WTA 6) auf Marketa Vondrousova (WTA 42).

Bei den Männern marschiert Novak Djokovic weiter Richtung Olympiasieg. Die serbische Weltnummer 1 gewinnt im Achtelfinale mit 6:3 und 6:1 gegen Alejandro Davidovich Fokina. Im Viertelfinal trifft Djokovic auf den Japaner Kei Nishikori. (zap)
Elena Rybakina, of Kazakhstan, returns to Donna Vekic, of Croatia, during the third round of the women's tennis competition at the 2020 Summer Olympics, Tuesday, July 27, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Patrick Semansky)
Elena Rybakina
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Dougoud und Marx in den Halbfinals
Martin Dougoud und Alena Marx erreichen im Wildwasser-Kanal in Kasai die Halbfinals. Für Kajak-Einer Dougoud könnte die Reise gar noch weitergehen.

Was grundsätzlich möglich ist, zeigte der 30-jährige Romand und Teamleader im ersten der beiden Qualifikationsläufe, von denen der bessere in die Wertung einfliesst. Dougoud verlor als Sechster auf den laufschnellsten Italiener Giovanni de Gennaro 2,78 Sekunden. Da sich der zweite Lauf als minim schneller erwies, reichten die 93,70 Sekunden Dougoud in der Gesamtabrechnung lediglich zum 14. Rang.

In dem engen Männerfeld ist dennoch einiges möglich. Im zweiten Lauf, der dem in Frankreich lebenden Schweizer Dougoud mit vier Strafsekunden misslang, lagen die besten sechs Kanuten nach den 25 Toren keine zwei Sekunden auseinander. Umso wichtiger wird für Dougoud für den Halbfinal sein, den Parcours ohne Fehler zu beenden.

Deutlicher auseinander liegt das Feld im Canadier der Frauen, wo allerdings auch die Vorgeschichte von Alena Marx eine andere ist. Bereits der Halbfinal-Vorstoss der Bernerin darf als Erfolg gewertet werden. Die 20-Jährige hatte ihre Ambitionen auf Tokio 2020 eigentlich bereits begraben müssen, als sie wegen des Verzichts einer anderen Athletin doch noch nachrückte. Auf dem anspruchsvollen Kurs im Wildwasserpark von Kasai liess Marx sechs Athletinnen hinter sich und löste als 16. mit einem Rückstand von über 15 Sekunden auf die Britin Mallory Franklin den Platz in den Halbfinals vom Donnerstag.

Für Marx, die drittjüngste Athletin im Halbfinalfeld in Tokio, gibt es also weitere Erfahrungen im Hinblick auf Paris 2024 zu sammeln. In vier Jahren werden die in Japan gesammelten Eindrücke dem – mit Ausnahme von Dougoud – jungen Schweizer Team hoffentlich zugutekommen. (zap/sda)
epa08680291 Martin Dougoud of Switzerland competes in the men's Kayak (K1) semifinal at the Canoe Slalom European Championships in Prague, Czech Republic, 19 September 2020.  EPA/MARTIN DIVISEK
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Katie Ledeckys sechstes Olympia-Gold
Im dritten Anlauf reicht es der Amerikanerin Katie Ledecky in Tokio erstmals zu Gold. Sie gewinnt das Rennen über 1500 m, das zum ersten Mal im Olympia-Programm figuriert.

Der amerikanische Superstar reagierte mit seinem sechsten Olympia-Gold auf die grösste olympische Enttäuschung ihrer Karriere. Über 200 m Crawl hatte Ledecky nicht nur zum zweiten Mal (nach 400 m Crawl) das Nachsehen gegen die junge Australierin Ariarne Titmus, sie verpasste sogar die Medaillen und beendete das Rennen nur auf Platz 5, ihre schlechteste Klassierung in einem Olympiarennen seit sie vor neun Jahren in London mit 15 als jüngste Athletin des US-Schwimmteams erstmals gross in Erscheinung getreten war.

Die Wende zum Guten gelang Ledecky, weil sie die grosse Niederlage eine Stunde vor dem Rennen über 1500 m völlig kalt liess. «Ich bin sicher, es gibt Leute, die bedauern, dass ich nicht alles und jedes Rennen gewinne. Ich selber sehe das aus einem anderen Blickwinkel. Es gibt so viele Leute, die wirklich leiden müssen auf der Welt. Ich bin einfach nur stolz, dass ich hier für das Team USA Medaillen holen kann.»

Nach Silber über 400 m Crawl am Montag holte Ledecky über die Langdistanz überlegen Gold. Und ein paar weitere Chancen auf Medaillen bieten sich der 24-jährigen aus Washington, D.C. noch.

Schon jetzt zählt Kathleen Ledecky mit sechs Goldmedaillen an Olympischen Spielen, 15 WM-Titeln und aktuell 3 Weltrekorden als eine der besten Schwimmerinnen und Crawlerinnen der Geschichte. (zap/sda)
Katie Ledecky, of the United States, reacts after winning the women's 1500-meters freestyle final at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Matthias Schrader)
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Der Sir muss die Segel streichen – Andy Murray scheidet im Doppel aus
Mit grossen Hoffnungen sind Andy Murray und Joe Salisbury in das olympische Doppelturnier gestartet. Im Viertelfinal muss das britische Doppel aber die Segel streichen. Die Kroaten Marin Cilic und Ivan Dodig beweisen im Match-Tie-Break die besseren Nerven und setzen sich mit 4:6, 7:6 und 10:7 durch. Für Murray, der im Einzel nicht teilgenommen hatte, sind die Olympischen Spiele in Tokio damit vorbei.
Vielleicht gibt es aber noch einen Platz in einem Synchron-Wettbewerb:
Das nicht mehr ganz so traumhafte «Dream Team» schlägt zurück
Nach der enttäuschenden Auftakt-Niederlage gegen Frankreich können sich die US-Basketballer etwas rehabilitieren. Gegen stark unterlegene Iraner können sie einen 120:66-Sieg feiern und ihre Dominanz so unter Beweis stellen. Damian Lillard war mit 21 Punkten der beste Skorer – auch die Jungstars Devin Booker und Jayson Tatum konnten in rund 19 bzw. 17 Minuten Spielzeit mit 16 und 14 Punkten glänzen. Das iranische Team musste sich bereits im ersten Spiel geschlagen geben. Gegen Tschechien setzte es eine 78:84-Niederlage.
Küng startet um 9.07 Uhr ins Zeitfahren
Die ersten zehn Zeitfahrer sind bereits im Ziel, im Moment führt der Belgier Remco Evenepoel mit einer Zeit von 57:21.27 vor dem Italiener Alberto Bettiol. Stefan Küng geht als Drittletzter ins Rennen, sein Start ist für 9.07 Uhr vorgesehen. Kurz nach 10 Uhr wissen wir also, ob es bereits die siebte Schweizer Medaille gibt.
Hier geht's zum Liveticker:
CAS schliesst Alex Wilson von Olympischen Spielen aus
Alex Wilson kann nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Die Ad-hoc-Division des Internationalen Sportgerichtshof (CAS) belegt den 30-jährigen Basler mit einer provisorischen Sperre. Diese steht nicht im Zusammenhang mit dem gestrichenen Europarekord von Atlanta. Alex Wilson wurde am 15. März 2021 durch Antidoping Schweiz ausserhalb eines Wettkampfes positiv getestet. (zap/sda) Mehr dazu:
Das Zeitfahren der Männer steht an
In diesen Sekunden ist das Zeitfahren der Männer gestartet. Nach der Silbermedaille von Marlen Reusser hat die Schweiz auch hier einen Trumpf im Rennen: Stefan Küng rechnet sich durchaus Medaillenchancen aus, er wird als einer der letzten starten. Wir brauchen also noch etwas Geduld.
Stefan Kueng from Switzerland of Groupama-Fdj during the fourth stage, a 171 km race from St. Urban to Gstaad, at the 84th Tour de Suisse UCI ProTour cycling race, on Wednesday, June 9, 2021. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
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Wieder Schweizer Rekord und wieder Platz 6
Bravo Schweizer Freistilschwimmer! Im ersten olympischen Staffel-Final mit Schweizer Beteiligung im Schwimmen gelingt der 4 x 200 m Crawl-Staffel in 7:06,12 Minuten nochmals ein Schweizer Rekord.

Schon am Dienstag hatten Antonio Djakovic, Nils Liess, Noè Ponti und Roman Mityukov die alte Schweizer Bestleistung um viereinhalb Sekunden torpediert. Im Final steigerten sich die Vier nochmals um fast eine halbe Sekunde. Djakovic verbesserte als Startschwimmer zudem den 13 Jahre alten Schweizer Rekord über 200 m Crawl von Dominik Meichtry um drei Hundertstel auf 1:45,77 Minuten.

Die Schweizer Leistung reichte zu Platz 6. Die Medaillen gewannen Grossbritannien (Gold), die Russen (Silber) und Australien (Bronze). Zu den Medaillenrängen fehlten den vier jungen Schweizern 4,3 Sekunden. Aber die Schweizer Crawl-Staffel schlug bei drei Auftritten in Tokio (einer über 4 x 100 m) in jedem Rennen die einstige Schwimm-Grossmacht Deutschland.
(zap/sda)
epa09370967 (L-R) Roman Mityukov, Antonio Djakovic, Noe Ponti and Nils Liess of Switzerland pose for a photo after qualifying for the Final in of the men's 4x200m Freestyle Relay Heats during the Swimming events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo Aquatics Centre in Tokyo, Japan, 27 July 2021.  EPA/PATRICK B. KRAEMER
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Marlen Reusser holt Olympia-Silber im Zeitfahren
Grosser Erfolg von Marlen Reusser im olympischen Zeitfahren der Frauen in Tokio: Die Berner Olympia-Debütantin gewinnt im Kampf gegen die Uhr die Silbermedaille.

Reusser musste sich auf dem 22 km langen und coupierten Parcours auf und um den Fuji International Speedway nur Annemiek van Vleuten geschlagen geben. Die Niederländerin wurde mit einem grossen Vorsprung von 56 Sekunden überlegen Olympiasiegerin. Dritte wurde mit einem Rückstand von 1:01 Minuten mit Anna van der Breggen eine weitere Niederländerin. (zap/sda)
Gruppensieg für Nina Betschart/Tanja Hüberli
Mit einem erkämpften 14:21, 21:19, 15:12-Erfolg über die Japanerinnen Miki Ishii/Megumi Murakami sichern sich die Beachvolleyballerinnen Nina Betschart/Tanja Hüberli den Gruppensieg.

Die Schweizerinnen mussten indes zittern. Beim Stand von 14:21, 5:6 drohte der Absturz auf Platz 3 der Gruppe und ein Playoff-Spiel um die Achtelfinalqualifikation. Aber die Schweizerinnen steigerten sich, sicherten sich zuerst mit dem Satzgewinn die Achtelfinals und später mit dem Sieg (nach 8:9-Rückstand im Entscheidungssatz) den Gruppensieg. (zap/sda)
Tanja Huberli, left, of Switzerland, hits a shot as Miki Ishi, of Japan, defends while teammates Nina Betschart, of Switzerland, bottom, and Megumi Murakami, of Japan, close in during a women's beach volleyball match at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Felipe Dana)
Miki Ishi,Tanja Huberli,Nina Betschart,Megumi Murakami
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Platz 16 für Roman Mityukov
Im Halbfinal über 100 m Crawl wird Roman Mityukov in 48,53 Sekunden Letzter in seinem Lauf und 16. insgesamt.

Für den 20-jährigen Genfer lag indes nicht viel mehr drin. Der Bronzemedaillengewinner über 200 m Rücken an den letzten Europameisterschaften wäre auch nur 15. geworden, hätte er seinen Schweizer Rekord (48,20) egalisiert. Um den Final zu erreichen, hätte Mityukov die 100 m in 47,82 Sekunden schwimmen müssen. (zap/sda)
epa09369919 Roman Mityukov of Switzerland competes in the Men's 100m Freestyle heats during the Swimming events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo Aquatics Centre in Tokyo, Japan, 27 July 2021.  EPA/VALDRIN XHEMAJ
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Sabrina Jaquet beendet Karriere mit Niederlage
Sabrina Jaquet verliert im olympischen Badminton-Turnier auch ihr drittes Gruppenspiel. Die Neuenburgerin beendet damit auch ihre dritten Olympischen Spiele ohne Sieg.

Die einzige Schweizer Vertreterin im Badminton unterlag in ihrem allerletzten Match der Karriere der Vietnamesin Thuy Linh Nguyen 8:21, 17:21. Jaquet beendete das Turnier in Tokio damit wie bei ihrer Olympia-Premiere 2012 in London und vor fünf Jahren in Rio de Janeiro sieglos als Letzte ihrer Gruppe. Als Siegerin der Vierergruppe zog Tai Tzu-Ying, die Weltnummer 1 aus Taiwan, souverän und ohne Satzverlust in die Viertelfinals ein.

Jaquet blieb auch bei ihrer dritten Olympia-Teilnahme ohne Erfolgserlebnis. Immer noch beeinträchtigt durch eine Wadenverletzung, die sie sich in ihrem ersten Training nach der Ankunft in Tokio zugezogen hatte, tat sich die 30-malige Schweizer Meisterin auch gegen Nguyen, im Ranking eigentlich drei Positionen hinter ihr klassiert, vor allem zu Beginn schwer.
(zap/sda)
Bild: fxp-fr-sda-rtp
Delarze/Röösli verpassen Medaille klar
Der Schweizer Doppelzweier mit Barnabé Delarze und Roman Röösli verpasst die angestrebte Olympia-Medaille. Im Final bleibt das Schweizer Duo chancenlos und klassiert sich abgeschlagen im 5. Rang.

Delarze/Röösli mussten im Final rasch erkennen, dass sich der Traum von Olympia-Gold nicht erfüllen würde. Das horrende Tempo des späteren Olympiasiegers aus Frankreich mit Hugo Boucheron/Matthieu Androdias und der Niederländer Melvin Twellaar/Stef Broenink konnten die Schweizer nicht mitgehen.

Enttäuschend war allerdings, wie rasch Delarze/Röösli auch im Kampf um Bronze an Land gegen die chinesischen Weltmeister Liu Zhiyu/Zhang Liang verloren. Schon bis zur Rennhälfte lag die Medaille um mehr als drei Sekunden ausser Reichweite, bis ins Ziel verloren die Schweizer als Fünfte über fünf Sekunden auf Bronze. Für Delarze/Röösli setzte sich damit fort, was sich in den Halbfinals angedeutet hatte.

Andere Teams kamen mit den Bedingungen im Sea Forest Waterway besser zurecht, als Delarze/Röösli. Es sei einiges zu verbessern, hatte Röösli nach dem eben noch so geschafften Final-Einzug gesagt. Röösli/Delarze steigerten sich nicht genug und hatten bei der Medaillen-Entscheidung zudem den Nachteil, von Aussenbahn 1 ins Rennen zu starten.
(zap/sda)
Barnabe Delarze and Roman Roeoesli of Switzerland react after competing in the men's double sculls semifinal at the 2020 Summer Olympics, Sunday, July 25, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Lee Jin-man)
Barnabe Delarze,Roman Roeoesli
Bild: keystone
Zweite Niederlage für Schweizer Männer
Die Schweizer Beachvolleyballer kommen im Olympia-Turnier noch nicht auf Touren. Mirco Gerson und Adrian Heidrich verlieren auch das zweite Vorrundenspiel.

Nach dem 17:21, 16:21 gegen die starken Katarer unterlagen Gerson/Heidrich im zweiten Spiel den Amerikanern Tri Bourne/Jake Gibb 19:21, 21:23. Den Schweizern unterliefen im ersten Satz sieben Fehler beim Aufschlag, und im zweiten Satz patzten sie in der entscheidenden Phase in der Offensive.

Im zweiten Durchgang führten die Schweizer 13:10 und 16:14. Bei 17:18 gerieten sie erstmals in Rückstand. Das Team aus den USA nützte den dritten Satzball.

Um die Gruppenphase doch noch zu überstehen, müssen Gerson/Heidrich am Freitag gegen die Italiener Adrian Carambula/Enrico Rossi zwingend gewinnen. (zap/sda)
Jacob Gibb, right, of the shot of of the United States, goes up for the block of Mirco Gerson, of Switzerland, while teammates Adrian Heidrich, second from left, and Tri Bourne, second from left, look on during a men's beach volleyball match against at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Felipe Dana)
Jacob Gibb,Mirco Gerson,Tri Bourne,Adrian Heidrich
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Zehntes Olympia-Gold für Japan: Softballerinnen besiegen USA
Japans Softball-Team hat dem Olympia-Gastgeber bereits die zehnte Goldmedaille bei den Sommerspielen in Tokio beschert. Die Japanerinnen setzten sich im Final gegen die USA mit 2:0 durch und feierten den zweiten Triumph nach 2008 in Peking. Zuvor hatten die Amerikanerinnen seit der Premiere 1996 in Atlanta dreimal nacheinander Gold gewonnen. 2012 in London und 2016 in Rio stand die Sportart nicht im olympischen Programm, so wie auch 2024 in Paris nicht mehr. (nih/sda)
epa09370791 Japanese players celebrate after winning the Softball Gold Medal Game between Japan and the USA at the Tokyo 2020 Olympic Games in Yokohama, near Tokyo, Japan, 27 July 2021.  EPA/FRANCK ROBICHON
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US-Amerikanische Turnerinnen entthront – Russland holt Gold im Team
Russland sorgt im Teamfinal der Frauen für eine Überraschung und verweist die favorisierten USA auf Rang 2. Der amerikanische Superstar Simone Biles zieht sich aus dem Wettkampf zurück.

Die Entscheidung im amerikanisch-russischen Duell fiel mit der viertletzten Übung am Boden, als ein Sturz von Jordan Chiles die amerikanische Aufholjagd jäh stoppte. Zuvor hatten die Russinnen mit zwei Stürzen am Schwebebalken ihren am Sprung und Stufenbarren erarbeiteten Vorsprung fast wieder eingebüsst.

Nach den Olympiasiegen 2012 und 2016 musste die USA damit wieder einer anderen Nation den Vortritt lassen. Die Russinnen taten es den Männern gleich und holten erstmals seit 1992 wieder Olympia-Gold, als sie als Gemeinschaft Unabhängiger Staaten triumphierten. (nih/sda)
Nach Flucht aus Iran: emotionales Olympia-Silber für Judoka Mollaei
Bei den emotionalen Worten über seine Familie in der Heimat streichelte Saeid Mollaei nachdenklich über die Silber-Medaille vor seiner Brust. Vor knapp zwei Jahren war der iranische Judoka aus Furcht vor Repressionen nach Deutschland geflohen, startet inzwischen für die Mongolei und holte bei den Olympischen Spielen von Tokio trotz aller Widrigkeiten Silber. «Ich hätte dies schon früher bekommen können. Leider haben einige Leute dies nicht zugelassen. Es gab viele schlimme Dinge, Dinge, die ich von mir entfernt halten musste», sagte der 29-Jährige laut einer Übersetzung ins Englische. «Als freier Mensch kannst du erreichen, was du willst – das ist meine Botschaft.»

Der Fall des heute 29-Jährigen hatte nach der Weltmeisterschaft 2019 in Tokio für Schlagzeilen gesorgt. Damals hatte der Iraner die Anweisung erhalten, im Halbfinal nicht anzutreten. Er sollte so einem möglichen Final gegen den Israeli Sagi Muki aus dem Weg gehen. Mollaei widersetzte sich dem, floh nach Deutschland, kämpfte zeitweise in der Bundesliga und erhielt die mongolische Staatsbürgerschaft.

Im Final in der Gewichtsklasse bis 61 kg musste sich Mollaei nur dem Japaner Takanori Nagase geschlagen geben. Es war die vierte Goldmedaille für Japan im vierten Wettkampf der Männer. (nih/sda/dpa)
epa09370215 Silver medalist Saeid Mollaei of Mongolia poses during the medal ceremony for the Men's Judo -81kg category of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Nippon Budokan arena in Tokyo, Japan, 27 July 2021.  EPA/RUNGROJ YONGRIT
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Die Schweizer Fahnenträger bei Olympia

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