UNO
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Stadtpräsidentin Mauch referiert bei der UNO über Gleichstellung

10.03.15, 06:04

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist nur zu erreichen, wenn sich auch die Männer dafür einsetzen. Davon überzeugt zeigte sich die Zürcher Stadtpräsidentin Corinne Mauch (SP) am Montag an einer Veranstaltung an der UNO in New York im Rahmen des Treffen der Kommission für die Stellung der Frau (CSW).

Zum Thema Frauen in politischen Führungspositionen organisierte die Schweiz eine Diskussionsrunde, an der auch Mauch, die seit 2009 Zürich präsidiert, teilnahm. «Die Politik braucht Frauen mehr denn je, nicht weil sie besser sind, sondern weil die Politik besser wird, wenn sich alle daran beteiligen», sagte Mauch in New York.

Eroeffnung der Durchmesserlinie mit Corinne Mauch, Stadpraesidentin Zuerich, links, und Bundesraetin Doris Leuthard, rechts, am Tiefbahnhof Loewenstrasse am Haupbahnhof Zuerich am Donnerstag, 12. Juni 2014, in Zuerich. Sieben Jahre nach dem Start der Bauarbeiten ist am Donnerstag am Hauptbahnhof Zuerich der erste Teil der Durchmesserlinie (DML) feierlich eingeweiht worden. Ab Sonntag fahren die ersten S-Bahn-Zuege durch die neue Linie.(KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER).

Corinne Mauch (links) mit Bundesrätin Doris Leuthard.  Bild: KEYSTONE

Die Zürcherin betonte weiter, wie wichtig ein Umfeld sei, das ein Mädchen oder eine junge Frau in politischen Ambitionen unterstütze. Wohl herrsche nach Gesetz Gleichheit, die Wirklichkeit zeige sich aber oft anders, sagte Mauch. Frauen würden an Massstäben gemessen, die auf Männer nicht angewendet würden.

«Die Gleichberechtigung kann nicht ein Frauenthema bleiben. Die Welt wird sich nicht verändern, wenn sich die Einstellung der Männer nicht ändert,» sagte die Politikerin vor dem voll besetzten UNO-Saal. Moderiert wurde das Gespräch von Benno Bättig, dem Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA und Leiter der Schweizer Delegation am CSW-Treffen in New York, das noch bis am 20. März dauert.

Die Schweiz präsentiert eine Bilanz

Die Schweiz wird am Treffen der UNO-Kommission eine Bilanz ihrer Bemühungen im Inland seit der Peking-Deklaration von 1995 präsentieren. Vor 20 Jahren verabschiedeten dort 189 Staaten an der Weltfrauenkonferenz eine Deklaration mit dem Ziel, die Gleichstellung von Frau und Mann weltweit voranzubringen.

Beschlossen wurden Massnahmen zur Reduktion von Armut, zur Förderung von Bildung, Gesundheit und zur Besserstellung der Frauen in der Arbeitswelt, aber der Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt im häuslichen Umfeld und in bewaffneten Konflikten sollte verbessert werden. Fortschritte erzielt wurden in der Schweiz vor allem beim straffreien Schwangerschaftsabbruch, beim Mutterschafts-Erwerbsersatz sowie bei der Verhinderung von Zwangsheiraten und Genitalverstümmelungen.

JAHRESRUECKBLICK 2014 – NATIONAL – Die Bundesraete Simonetta Sommaruga, Didier Burkhalter, Ueli Maurer, Doris Leuthard, Eveline Widmer-Schlumpf, Johann Schneider-Ammann, Alain Berset und Bundeskanzlerin Corina Casanova, von links, erfreuen sich anlaesslich ihrer Bundesratssreise am Saut de Doubs, in Les Brenets im Neuenburger Jura, am Donnerstag, 3. Juli. 2014. (KEYSTONE/ Peter Schneider)

Im Budesrat sind die Frauen nicht schlecht vertreten. In der Wirtschaft sieht es schlechter aus.  Bild: KEYSTONE

Frauen sind in der Schweiz heute wesentlich zahlreicher an den Hochschulen vertreten. Handlungsbedarf besteht dagegen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Lohnungleichheit sowie bei der Segregation auf dem Arbeitsmarkt. Eine weitere Herausforderung ist die erschreckend weit verbreitete Gewalt an Frauen.

Zu wenige Frauen in den Chefetagen

Frauen sind in der Schweiz weiterhin untervertreten in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungspositionen. Sie leiden zudem unter der ungleichen Verteilung von Betreuungsaufgaben zwischen Frau und Mann.

Die CSW ist das zentrale Organ der UNO, das sich mit der Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter befasst. Sie wurde 1946 gegründet. Ihr gehören 45 UNO-Mitgliedstaaten - darunter die Schweiz - an. (feb/sda)



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kreml zitiert Schweizer Botschafter ins russische Aussenministerium

Die russischen Behörden haben am Dienstag die Botschafter der Schweiz und der Niederlande einbestellt. Sie beklagten die «unbegründeten Vorwürfe», wonach russische Agenten das Chemielabor Spiez und die Welt-Anti-Doping-Agentur in Lausanne hätten ausspionieren wollen.

Dem Schweizer Botschafter Yves Rossier wurde vom russischen Aussenminister zu verstehen gegeben, dass derart feindlich formulierte Äusserungen den Beziehungen zwischen Bern und Moskau erheblich schaden könnten.

Aussenminister Ignazio …

Artikel lesen