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Immer mehr Kriminalitätsopfer suchen Rat und Hilfe



Opferhilfezentren haben vergangenes Jahr rund 38'800 Beratungen durchgeführt, so viele wie noch nie. Fast in jedem zweiten Fall ging es um Körperverletzung und Tätlichkeit, gut in jedem zehnten um sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung.

In den Zahlen von 2017 sind erstmals auch 3200 Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen oder Angehöriger solcher Personen erfasst. Auch ohne diese Fälle haben die Beratungen für Opfer von Straftaten seit 2001 um mehr als zwei Drittel zugenommen, wie die am Dienstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) publizierten Daten zeigen.

Opferhilfe kann jede Person beanspruchen, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität beeinträchtigt worden ist. 2017 waren das zu 70 Prozent Frauen. Jedes sechste Opfer ist minderjährig. Bei den Tatverdächtigen handelte es sich zu 87 Prozent um Männer.

Drohungen und Gewalt

Neben Körperverletzung und Tätlichkeiten waren Erpressung, Drohung und/oder Nötigung die häufigsten Gründe, eine Opferhilfestelle aufzusuchen. Fast ein Drittel aller Fälle betrafen solche Delikte. 12 Prozent der Beratungen erfolgten wegen sexueller Handlungen mit Kindern, fast ebenso viele wegen sexueller Nötigung oder Vergewaltigung.

2017 wurden 1182 Anträge auf Entschädigungen und Genugtuungen gestellt. Davon wurden 53 Prozent gutgeheissen. Die Summe der ausbezahlten Leistungen ging im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel zurück und betrug noch 5.0 Millionen Franken. (sda)

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