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Trumps irrer Auftritt beim Nato-Gipfel

Kein Geld? Kein Schutz vor Russland! US-Präsident Trump hat beim Nato-Gipfel verhandelt wie ein Mafiaboss, er drohte indirekt mit dem Ende der Nato. Heraus kam ein schaler Kompromiss mit maximaler Unsicherheit.

12.07.18, 16:20 13.07.18, 08:04

Markus Becker, Matthias Gebauer und Peter Müller



Ein Artikel von

Donald Trump steht vor der internationalen Presse und ist ganz bei sich selbst. «Die Nato ist viel stärker als vor zwei Tagen», sagt der US-Präsident am zweiten Tag des Gipfeltreffens der Allianz. «Fantastisch» sei das Treffen mit den anderen Staats- und Regierungschefs gewesen. Ein «grossartiger Gemeinschaftsgeist» habe geherrscht. Die Nato sei «sehr geeint, sehr stark», sagte der Präsident am Donnerstag im Brüsseler EU-Hauptquartier. Und das alles natürlich dank ihm, Trump, von dem er gern in der dritten Person redet.

Die anderen Minister, Staats- und Regierungschefs dürften sich spätestens in diesem Moment in einem Paralleluniversum gewähnt haben. Noch nie in der Geschichte der Nato wurden sie von ihrem US-Kollegen derart öffentlich vorgeführt, noch nie derart unverhohlen unter Druck gesetzt.

epa06883641 US President Donald J. Trump speaks during a press conference on the second day of the NATO Summit in Brussels, Belgium, 12 July 2018. NATO member countries' heads of states and governments gather in Brussels on 11 and 12 July 2018 for a two days meeting.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Donald Trump während der Pressekonferenz im Nato-Hauptquartier in Brüssel. Bild: EPA/EPA

Schon kurz vor Beginn des Gipfels hatte Trump die anderen Nato-Länder wegen ihrer zu niedrigen Verteidigungsausgaben scharf angegangen, als Lieblingsziel hatte er sich Deutschland ausgesucht. Am Donnerstag, dem zweiten Tag des Gipfels, machte er im selben Stil weiter: Deutschland und andere müssen mehr «für den Schutz vor Russland bezahlen».

Ukraine und Georgien müssen warten

Als sich die Staatschefs wenig später wieder im Hauptquartier zusammensetzten, sollte es eigentlich um die Ukraine und Georgien gehen. Beide Länder warten seit Jahren auf einen Beitritt zum Bündnis. Trump selber war zunächst gar nicht anwesend, erst nach einigen Rednern kam er in den abhörsicheren Sitzungssaal. Dann liess er es krachen. Fast 20 Minuten redete der US-Präsident in Rage, schnell war klar, dass er einen Eklat anzetteln will.

Was Trump und Boris Johnson gemeinsam haben: 

Heftig wie nie waren die Attacken. Viel zu viele Nato-Länder hätten sich immer noch nicht genug bewegt, die USA aber böten den säumigen Partnern immer noch Schutz «für Milliarden und noch mehr Milliarden an». Trump wetterte, er könne diese unfaire Situation zu Hause nicht mehr verkaufen. Dann drohte er: Wenn nicht alle Nato-Partner bis Januar 2019 das Zwei-Prozent-Ziel erreichten, «muss ich mein eigenes Ding machen».

epa06881935 NATO heads of state and government pose for a family photo in front of the Arcades du Cinquantenaire during a NATO Summit in Brussels, Belgium, 11 July 2018. NATO member countries' heads of states and governments gather in Brussels on 11 and 12 July 2018 for a two days meeting.  EPA/IAN LANGSDON

Vereint: die Staatsschefs der Nato-Staaten am ersten Gipfeltag in Brüssel Bild: EPA/EPA

Stoltenberg berief Krisensitzung ein

Die Staatschefs waren baff: Das Ultimatum war eine eindeutige Drohung, dass Trump das Bündnis im Fall des Falls verlassen oder die US-Schutzgarantie für Europa aufkündigen wollte. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg schritt daraufhin ein und startete eine Krisensitzung. Alle Staatschefs durften nur noch die engsten Mitarbeiter im Saal behalten, die beiden Regierungschefs aus Georgien und der Ukraine mussten ebenfalls gehen.

Was sich danach abspielte, war nicht weniger als einer der schwersten Streits in der Geschichte der Nato. In zwei Runden redeten die Staatschefs auf Trump ein, mahnten ihn zur Mässigung. Kanzlerin Angela Merkel appellierte, das Ultimatum sei für Berlin nicht zu erreichen, gleichwohl werde sie sich weiter für Steigerungen des Wehretats einsetzen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, er könne gar nicht so schnell ein neues Budget genehmigt bekommen.

Trump gab sich von all dem unbeeindruckt. Merkel fuhr er direkt an, die deutschen Ausgaben von derzeit 1.2 Prozent des Bruttoinlandprodukts seien geradezu lächerlich. Merkel betonte später vor der Presse: Deutschland wisse, dass es mehr für Verteidigung leisten müsse. «Die Trendwende ist längst eingeleitet», so die Kanzlerin. Alle europäischen Nato-Mitglieder seien sich einig über die veränderte Sicherheitslage.

epa06883024 A media assistant brings a US flag into the NATO press briefing room ahead of a news conference of US President Donald J. Trump on the second day of the NATO Summit in Brussels, Belgium, 12 July 2018. NATO member countries' heads of states and governments gather in Brussels on 11 and 12 July 2018 for a two days meeting.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Die Fahnen für Trumps Pressekonferenz werde installiert. Bild: EPA/EPA

Ob Deutschland aber seine Zusage, den Wehretat bis 2024 auf 1.5 Prozent des BIP zu erhöhen, noch einmal aufstocken werde, liess Merkel offen. Eine Lösung für das Problem mit Trumps Forderungen fanden auch die versammelten Staatschefs nicht. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg schlug am Ende eine Art faulen Kompromiss vor. «Wir alle haben ihre Nachricht verstanden», sagte Stoltenberg an Trump gerichtet. Alle Staaten sollten den Gipfel mit der wenigstens halbwegs harmonischen Nachricht verlassen, dass man sich zur Nato und zu höheren Verteidigungsausgaben bekenne.

Streit? Welcher Streit?

Trump wollte von einem Zerwürfnis anschliessend nichts wissen. Ja, anfangs sei das Meeting «etwas rau» gewesen. Aber am Ende hätten alle das Ergebnis gutgeheissen, sagte Trump in einer mehr als 30-minütigen, teils bizarren Pressekonferenz: «Jeder im Raum hat mir gedankt.»

Was genau aber das Ergebnis nun ist, dürfte weiterhin eine Interpretationsfrage sein. Die zuvor vereinbarte Gipfel-Erklärung zumindest blieb unverändert: Die Nato-Staaten bekräftigen darin lediglich ihr 2014 beschlossenes Ziel, sich bis zum Jahr 2024 «in Richtung» des Zwei-Prozent-Ziels zu bewegen. Trump aber, der die Erklärung ebenfalls abgesegnet hat, schien das anders zu sehen. Das Zwei-Prozent-Ziel sei jetzt eine «feste Zusage», was vorher nicht der Fall gewesen sei. Das gelte auch für Deutschland und Kanada, wie der Präsident auf Nachfrage betonte: «Sie werden auf zwei Prozent steigern, das haben sie alle zugesagt.» Schon in wenigen Jahren werde das Ziel erreicht sein.

Seine Drohungen, sollten die anderen Nato-Partner seinen Forderungen nicht folgen, nahm Trump zudem keineswegs zurück. Er glaube, dass er die USA sogar ohne Zustimmung des US-Kongresses aus der Nato führen könnte, sagte Trump. «Aber das wird nicht notwendig sein.» Denn jetzt zögen ja alle an einem Strang.

Trump verwechselt Vater und Grossvater

Trump ging in seiner Pressekonferenz auch auf zahlreiche andere Fragen ein – und das wenigste davon dürfte den Europäern gefallen. Am Montag etwa trifft er Russlands Präsident Wladimir Putin in Helsinki. Ob er Putin ein Ende der Militärübungen auf dem Balkan anbieten könnte, falls Putin dies verlangt, wollte ein Journalist wissen. «Vielleicht werden wir darüber reden», antwortete Trump.

Auch auf den Handelsstreit mit der EU ging er ein. Am 25. Juli kämen EU-Vertreter nach Washington, um mit ihm zu verhandeln. Sollten sie das nicht «in gutem Glauben» tun, «werden wir etwas mit den Millionen von Autos machen, die in unser Land kommen und praktisch nicht besteuert werden», drohte Trump. Es war eine weitere Spitze gegen Deutschland und dessen Autoindustrie.

Dabei habe er grossen Respekt vor Deutschland, beteuerte Trump. Schliesslich stamme sein Vater aus Deutschland. «Meine beiden Eltern kamen aus der EU», fügte Trump noch hinzu. Dabei war es sein Grossvater, nicht sein Vater, der in Deutschland zur Welt kam.

Immerhin: Der Gau blieb beim Nato-Gipfel aus. Trump hat die USA nicht aus der Nato geführt und sogar das Gipfel-Kommuniqué abgesegnet. Zwar kursierte unter den Ministern und Staatschefs die Befürchtung, dass Trump aus dem Flugzeug noch die Abschlusserklärung als nichtig erklären könne, so wie kürzlich nach dem G7-Gipfel. Als Trump aber danach bei seiner Pressekonferenz gefragt wurde, winkte er ab: «Ich bin sehr konsistent. Ich bin ein sehr stabiles Genie.»

3 Fakten zum Austritt der USA aus dem UNO-Menschenrechtsrat

Video: srf/Nouvo

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80
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    Alle Leser-Kommentare
  • ...nachgedacht... 15.07.2018 12:20
    Highlight Eins muss man Trump, dem Nichtpolitiker, dem Dealmaker, lassen:

    Er getraut sich auf internationaler Bühne sein Mund öffentlich weit aufzumachen.

    Ob das gut ist für die Welt wird sich erst in einem zukünftigen Rückblick zeigen.
    2 2 Melden
  • Watcher 13.07.2018 13:09
    Highlight Wer hat Angst vor Russland?
    2 2 Melden
  • Waldorf 13.07.2018 11:00
    Highlight Die anderen Staatschefs müssen ja völlig ausrasten hinter verschlossenen Türen! Ich würde da total die Fassung verlieren.
    13 4 Melden
  • Dogbone 13.07.2018 09:31
    Highlight Hat sich Europa etwa zu lang und zu sehr wie eine Made im leckeren Speck gewälzt und sich bequem eingerichtet? Mit Trump Politik zu machen ist ganz bestimmt mehr als mühsam aber Europa täte eben grad auch darum gut daran, sein eigenens Ding zu machen und halt auch den Preis dafür selber zu zahlen. Viele Jahre eigene Geschichte und Erfahrungen, aus denen wir schöpfen können, gibt es auf dem alten Kontinent ja genug.
    Es ist einfach kaum erträglich, wie er die europäischen Staaten wie eine Marionette behandelt und diese nichts dagegenhalten können. Inkl. der Schweiz übrigens...
    23 3 Melden
    • swisskiss 13.07.2018 11:34
      Highlight Dogbone: Ganz unschuldig an dieser Passivhaltung ist Europa mit Sicherheit nicht. Besonders wurde das Erstarken Deutschlands unter dem Eindruck zweier Weltkriege von der Nachbarschaft sehr skeptisch beurteilt.

      Aber die Besatzung Deutschlands durch die Siegermächte, die Machtzementierung durch den kalten Krieg in 2 Blöcke, hat Europa jahrzehntelang gelähmt und verhindert das für die eigene Sicherheit zu sorgen ist. Als "Alibi"Sicherheit wurde auf die NATO gesetzt, ohne zu merken, wie abhängig man sich von den USA und ihren Zielen machte.

      Da kann man hoffen, das Trump ein Weckruf war!
      12 3 Melden
  • Str ant (Darkling) 13.07.2018 08:04
    Highlight Europa muss sich endlich von den USA abnabeln das ja wohl sehr deutlich geworden
    26 2 Melden
    • just sayin' 13.07.2018 10:37
      Highlight härzig
      2 13 Melden
  • Psychonaut1934 13.07.2018 06:12
    Highlight 🐕🐕
    9 2 Melden
  • Corrado 13.07.2018 03:07
    Highlight Gedanken eines absout Nicht-Trump-Fans: Angenommen, die spätere Geschichte wird ihm in einigen Punkten recht geben, weil eben "andere" nicht ganz soooo lieb sind und re(a)gieren, wie wir uns dies vorstellen...…..(Putin, Korea, Türkei...….andere)…...vielen wollen sich diesen Gedanken einfach verschliessen - nur mal an"denken" könnte doch auch mal nützlich sein.
    6 15 Melden
    • reconquista's creed 13.07.2018 21:08
      Highlight Wenn Trump seine politischen Gegner persönlich beleidigt (sick Obama, crooked Hillary, lying ted), öffentlich Neonazis in Schutz nimmt (fine people), Leute beleidigt die auf Missstände aufmerksam machen (footballplayer who kneel are son of bitches), offen rassistisch ist (mexicans here are rapists), nachweislich ständig lügt, den Klimaschutz absägt, militärisch aufrüstet und Versicherungen für Arme und Kranke streicht, ist das dann für Sie ALLES fake news oder finden sie das genannte wirklich jedi-mässig auf der hellen Seite der Macht?
      7 0 Melden
  • Matti_St 13.07.2018 02:33
    Highlight Ist eigentlich bekannt, wie viel der USA Krieg gegen die Achse des Bösen die NATO bis jetzt gekostet hat?
    13 2 Melden
  • Vanessa_2107 13.07.2018 01:48
    Highlight Das die sich das alles gefallen lassen. Ein Trauerspiel dieser Nato
    gipfel. Und niemand hat die Eier diesem Irren die Stirn zu bieten. Wie zu Hause in den USA, kann er machen und erzählen was er will. Und keiner stellt sich ihm entgegen. Journalisten hängen gebannt an seinen Lippen, fragen die immer selben Fragen, im Wissen, dass er irgend eine Blabla Antwort geben wird. Der Mann gehört längstens weggesperrt. Und seine Anhängerschaft wächst und wächst. Langsam frage ich mich, ticke ich nicht mehr richtig?
    24 7 Melden
    • Sophia 15.07.2018 08:32
      Highlight Du tickst schon richtig Vanessa! Ich wundere mich auch über dieses devote Verhalten aller möglichen Akteure. Jedes Wort dieses offensichtlich irren Typen im Weissen Haus wird mit einem Ernst aufgenommen und diskutiert, dass einem schaudert. Sind wir Menschen (Zumindest ein grosser Teil) denn alles Herdentiere, die dem Alphatier in jedem Falle folgen, auch wenn dieses gestört ist?
      Die Geschichte scheint dies zu bestätigen! Die "Weltwoche" biedert sich dem Trump an, obschon der unserer Wirtschaft schadet. (Gut, das ist Nationalistenverhalten, was so wie so eher schlicht ist.)
      1 0 Melden
    • Vanessa_2107 15.07.2018 13:16
      Highlight @Sophia, beängstigend ist vor allem, wie seine Anhängerschaft stetig wächst, auch bei uns.
      1 0 Melden
  • Kong 12.07.2018 22:40
    Highlight Wenn man wenig Inhalt hat, muss man mehr Lärm machen. Scheint bei Trump ein Teil seiner Strategie zu sein, obwohl Strategie ja schon wieder Intellekt unterstellt. Aber vielleicht hat das jemand hinter ihm der ihn coacht.

    Bei aller Trumpfokussierung. Vielleicht täte Europa gut daran etwas mehr Selbstsicherheit zu zeigen und Eigeninitiative zu ergreifen. Ich verstehe das die USA ein wichtiger Markt sind, aber erwachsen werden täte der EU nicht schlecht. Mehr Selbstbestimmung, mehr Vernetzung mit dem Rest der Welt. Etwas Loslösung von der US-Weltpolitik könnte der bessere Weg werden.
    67 5 Melden
  • SpoonerStreet 12.07.2018 22:34
    Highlight Ich werde das Gefühl nicht los, dass viele Wähler der USA überhaupt keinen Schimmer hatten auf was sie sich bei Trump einlassen. Währen des Wahlkampfes werden solche Themen komplett ausgeblendet. Und ich denke sogar, dass es viele Amerikanern auch nicht gross interessiert wie die Beziehungen zur EU sind da es sie nicht direkt betrifft. Ich hoffe ich unterstelle ihnen böses und sie werden es bei den nächsten Wahlen zeigen.
    46 12 Melden
    • Leider Geil 13.07.2018 01:19
      Highlight Ich würde noch weiter gehen und vielen Amis unterstellen, dass sie nicht mal wissen wer oder was die EU überhaupt ist und wo diese EU auf der Karte zu finden ist.
      26 2 Melden
    • Watcher 13.07.2018 14:48
      Highlight Bei den Wahlen beginnt es schon: Die Auswahl ist das Problem, es gibt nur Machtgierige Geier. Eigentlich sollte man nicht wählen gehen, weil eigentlich niemand in Frage kommt.
      1 0 Melden
  • sgrandis 12.07.2018 21:56
    Highlight Lach mich tot: Deutschland soll aufrüsten! Ich dachte nach zwei Weltkriegen wären dürfen wir das sein lassen und unsere Panzer stattdessen teuer an Saudis, Erdo und Co. verkaufen...
    56 7 Melden
  • Royeti 12.07.2018 21:41
    Highlight Hand aufs Herz. Trump hat in dieser Angelegenheit doch einfach Recht.

    Über Stil, Taktit und Tonalität kann jedoch man jedoch geteilter Meinung sein.
    25 99 Melden
    • mogad 13.07.2018 09:40
      Highlight Nein hat er nicht. Niemand getraut sich zu sagen, dass Europa schon genug blutet für die USA. Es sind die USA die nach eigenem Gusto Rohstoff-Kriege anzetteln, dadurch den nahen und mittleren Osten in Schutt und Asche legen. Und wir in Europa haben nachher die Millionen von Flüchtlingen, für die wir sorgen und zahlen müssen. Ganz zu Schweigen von der einseitigen Issrealpolitik der Amerikaner.
      28 4 Melden
  • willi22 12.07.2018 21:18
    Highlight Es geht um die eigene Industrie. Dass das niemand merkt? Wenn die alle den Etat erhöhen wo geben sie denn das Geld aus? Da kann sich die USA mit seiner Waffenindustrie aber freuen. 2% des BIP ist doch Wahnsinn! Würden wir 2% in neue Technologien (Und Forschung) zur Energiegewinnung investieren bräuchten wir auch keine Ressourcenkriege mehr zu führen. Die Welt wird von Wahnsinnigen regiert.
    101 6 Melden
    • Gregor Hast 12.07.2018 21:33
      Highlight Und warum steigt Deutschland denn nicht aus? Weil das Land nicht souverän ist- darum!
      23 45 Melden
    • tomdance 12.07.2018 23:21
      Highlight Nun ja. Bei uns stehen ja bald Flugzeugkäufe an. Ich hoffe, dass die US-Amerikanischen Offerten nicht berücksichtigt werden. Zum Beispiel wegen der politisch unsicheren Lage im Herstellungsland.
      20 1 Melden
  • HotGreenpepper 12.07.2018 20:13
    Highlight Man könnte ja auch vereinbaren, dass jeder Staat, inkl. USA, sagen wir 1,2% für das Militär ausgeben. Das wäre immer noch ein immenser Betrag. Die kriegstreibende Macht USA und insbesondere die Militärindustrie, würde dem jedoch niemals zustimmen!
    55 6 Melden
    • mogad 13.07.2018 10:58
      Highlight Derweil die Infrastruktur verlottert. Brücken, Strassen, Eisenbahnschienen, Schulen. Sowohl in Deutschland als auch in den USA, wo viele Schulen nur noch dank privater Sponsoren den Betrieb aufrecht erhalten können.
      14 0 Melden
  • C-Cello 12.07.2018 20:10
    Highlight Trump scheint der einzige zu sein der mit der EU Rosinenpickerei umzugehen weiss.
    25 84 Melden
    • Enzasa 13.07.2018 10:30
      Highlight „Schutzgelder“ erpressen ist in D eine Straftat
      17 4 Melden
    • Sophia 15.07.2018 08:37
      Highlight Cello, könntest du uns mal die von der EU gepickten Rosinen zeigen, oder uns zumindest ein wenig näher erklären, wo die sind? Danke für Aufklärung!
      1 0 Melden
  • DerSimu 12.07.2018 19:41
    Highlight Dwr wechselt seine meinung schneller, als meine Ex während ihrer Periode 🤦🏼‍♂️

    Für humorresidtente: Das war ein Scherz.
    44 19 Melden
  • zombie woof 12.07.2018 19:23
    Highlight Ein stabiles Genie....

    Glaube an die eigene Göttlichkeit, Verschwendungssucht,
    „theatralischer Schein“,
    „Heisshunger nach militärischen Triumphen“ und
    eine Neigung zum Verfolgungswahn, kurzum das ist Cäsarenwahn
    71 4 Melden
  • PhilippS 12.07.2018 18:30
    Highlight [...Immerhin: Der Gau blieb beim NATO Gipfel aus...]

    Schon bedenklich, mit wie wenig sich die Politik seit Trump zufrieden geben muss. Vielleicht sagen wir zukünftig nicht mehr „Elefant im Porzellanladen“, sondern einfach nur noch „Trump“...
    145 13 Melden
  • Walser 12.07.2018 18:26
    Highlight Gewisse Dinge gefallen mir an Trump. Zb. dass er sich nicht scheut politisch unkorrekt zu sein. Dass er unverhohlen zeigt wie stark und einflussreich die USA sind. Er geht Risiken ein und nennt die Dinge beim Namen.
    37 168 Melden
    • swisskiss 12.07.2018 19:01
      Highlight Walser: Da dürfen wir uns doch alle freuen, das im militärischen Ernstfall oder der grossartigen Idee, Demokratie gegen Oel zu "tauschen" wie kürzlich im Irak, die Risiken und Stärke der USA, so richtig zum Tragen kommen und wieder 2 Millionen tote Zvilisten zurückbleiben. Wenn politische Unkorrektheit zu menschlichem Leiden führt, sollte die Bewunderung für einen drohenden, unbeherrschten Rüpel nochmals intensiv hinterfragt werden. Sonst könnte der Verdacht aufkommen, dass man diktatorisches, rücksichtsloses Verhalten aus Bewunderung für einen starken Führer höher gewichtet als Menschlichkeit
      98 11 Melden
    • mbr72 12.07.2018 19:23
      Highlight Er nennt Dinge nicht beim Namen, sondern lügt, as simple as that... das Einzige, was die restlichen Weichbecher von Politikern noch nicht kapiert haben, ist, diese SOFORT und ohne Beschönigung als solche zu bezeichnen und auf volle Konfrotation zu gehen.
      Dazu kommt mir nur Appeasement-Politik der 30er Jahre in den Sinn. Wie das geendet hat, weiss man!
      79 14 Melden
    • reconquista's creed 12.07.2018 20:32
      Highlight Das alles macht ein 4 jähriges verwöhntes Kind auch. Würde es das zu einem guten US-Präsidenten machen?
      68 9 Melden
    • Enzasa 13.07.2018 10:32
      Highlight Walser wirst du ihn auch gutfinden, wenn Bomben auf uns fallen, weil er Risiken eingeht.
      10 1 Melden
    • Walser 13.07.2018 18:33
      Highlight Würde den ganzen USA Hassern hier mal empfehlen ein bisschen Geschichte zu studieren. Man braucht die Amis weder zu lieben noch sie grundsätzlich gut finden. Fakt ist jedoch, dass sie uns Europäern schon mehrfach den Karren aus dem Dreck gezogen haben. Europa ist ein Haufen von schwachen Egoistenstaaten, die bei einer militärischen Agression von irgendwo unfähig wären zu reagieren.
      1 4 Melden
    • reconquista's creed 13.07.2018 20:04
      Highlight Meine Güte, wenn man für einen sehr kurzsichtigen Kommentar kritisiert wird ist es schon sehr einfach und uneinsichtig einfach von USA-Hassern zu schreiben.
      Und wenn wir schon beim Fach Geschichte sind. Betrachten sie mal die Geschichte der USA. Ausser dem Zweiten Weltkrieg haben sie mit der übermässigen Mehrheit ihrer Kriege der Welt mehr geschadet als geholfen.
      4 0 Melden
  • Zeit_Genosse 12.07.2018 18:18
    Highlight Jeder der pokert blufft zwischendurch. Doch Europa scheint auf jeden Bluff hereinzufallen. Der US-Präsident pokert jedesmal lautstark hoch, lässt es für seinen zukünftigen Wahlerfolg krachen. Für die USA, die sich als Schutzmacht aufspielt, liegt auch viel auf dem Tisch. Man könnte auch mal selbstbewusst ein Spiel mitgehen. Angst vor Russland, China und neu auch von den USA ist ein schlechter Ratgeber. Die Europolitiker haben dazu noch Angst vor dem eigenen Volk und knicken ein. Doch manch ein Volk würde sich gerne diesem Wirtschaftsimperialisten entgegenstellen.
    73 14 Melden
    • Zeit_Genosse 12.07.2018 21:56
      Highlight Wer bei „all-in“ blufft hat nicht viel zu verlieren oder ist hochriskant unterwegs. Der US-Präsident nimmt mehr Risiko und gewinnt bei Zollstreitigkeiten (Handelsbilanz), bei NATO-Ausgaben (notabene kaufen die Europäer auch US-Waffen) und die EU-Politiker steigen aus. Trump kann fast nicht verlieren bei seinen Wählern, während die EU-Politiker von einer kleineren Wählerschaft getragen werden und für Mut nicht belohnt werden. Damit gehen die Deals zu Gunsten der USA.
      12 3 Melden
    • Zeit_Genosse 13.07.2018 08:14
      Highlight „du weisst aber schon...“
      Wer so beginnt, sollte nicht so empfindlich sein hier.

      Ich wünschte ich hätte nicht recht. Ist nur mein Beitrag. Musst dich nicht daran abarbeiten.

      easy yusuf ;)
      1 1 Melden
    • Enzasa 13.07.2018 10:37
      Highlight Das was eine Partnerschaft ausmacht ist vertrauen.
      Das Vertraue hat Trump verspielt. Mit ihm wird zukünftig verhandelt und kontrolliert wie eben auch mit einem Gegener, immer davon ausgehend, dass man gelinkt wird.
      1 0 Melden
  • Pana 12.07.2018 18:15
    Highlight «Meine beiden Eltern kamen aus der EU, fügte Trump noch hinzu.»

    «Ich bin sehr konsistent. Ich bin ein sehr stabiles Genie.»
    66 13 Melden
  • DreamerDu 12.07.2018 18:08
    Highlight "Ich bin ein sehr stabiles Genie"

    Diesen Satz muss ich in mein Repertoire aufnehmen.
    Schade habe ich in näherer Zukunft kein Bewerbungsgespräch. Mit dieser Beschreibung meiner Selbst müsste ich jeden Job kriegen!
    236 11 Melden
    • Gregor Hast 12.07.2018 21:31
      Highlight Viel Glück....
      10 7 Melden
    • Kalsarikännit 13.07.2018 08:27
      Highlight Ich werde mich bald auf ein paar Stellen bewerben. Ich halte dich auf dem Laufenden, wie der Satz so bei den HR-Tölpeln ankommt ;)
      4 2 Melden
  • Crissie 12.07.2018 17:59
    Highlight Ich zitiere: "Trumps irrer Auftritt"! Nicht zum ersten Mal wird an seiner geistigen Verfassung gezweifelt. Wann endlich werden Konsequenzen gezogen und unabhängige, neutrale (!!) Untersuchungen veranlasst, die beweisen, dass dieser Mann abolut ungeeignet für sein Amt ist??
    63 30 Melden
    • glointhegreat 12.07.2018 19:00
      Highlight Dein zitat stammt aus der feder eines journalisten einer eher links gerichteten news zeitung. Was erwartest du? Ausgewogenen journalismus? Wie sich die verhältnisse der staatengemeinschaft (pol)isieren so verhärten sich auch die fronten in den informationsquellen. Ich kann fast jeden der schachzüge trumps nachvollziehen auch wenn sie mir nicht gefallen. Jedes genie hat irgendwo seine schwächen und sein plan geht bisher voll auf. Versetz dich mal in seine lage. Würdest du vieles anders machen? Auch in den usa gibt es armut, wieso sollen sie uns schützen? Schützen wir sie auch?
      23 64 Melden
    • Demo78 12.07.2018 19:26
      Highlight Als würden Trumps Handlungen gegem die Armut nützen 😂😂😂
      42 10 Melden
    • reconquista's creed 12.07.2018 20:36
      Highlight Als würden die USA ihre Stützpunkte freiwillig auf der Welt verteilen und man ihnen dafür noch danke sagen sollte... ein Witz!
      Nene, wenn die es so geil finden mehr als der Rest der Welt zusammen fürs Militär auszugeben um auf der ganzen Welt Krieg spielen zu können und ihre Wirtschaftsinteressen zu erpressen, sollen sie ruhig. Aber dafür bedanken ist naiv.
      34 7 Melden
  • Shikoba 12.07.2018 17:43
    Highlight *Kopf meets Tischplatte*
    161 23 Melden
  • Fabian Studer 12.07.2018 17:35
    Highlight Entweder ist Europa militärisch auf dem Stand auf dem es gewünscht ist und es ist nicht Schlimm wenn die USA das Bündnis verlassen würde oder die europäischen Staaten sind profiteure und rechtfertigen somit das politische Ziel von Trump.

    Aber wie immer kann man sich wieder mal nicht entscheiden ob Trump ein Idiot ist oder ein bösartiges Genie.
    Wie immer will man das weggli und den batzen...
    41 21 Melden
  • Madmessie 12.07.2018 17:10
    Highlight Fakt ist doch, dass sich die wenigsten Länder an die 2% Militärausgaben halten. Und das schon lange. Da ist die Kritik von Trump 100% berechtigt.
    40 62 Melden
    • swisskiss 12.07.2018 18:42
      Highlight Madmessie: Fakt ist, dass die USA im Rahmen ihres Wehretats von rund 656 Milliarden, rund 32 Milliarden in die NATO einspeisen. Die europäischen NATO-Partner bezahlen rund 240 Milliarden.

      Das "Verteidigungsbündnis" wird unter Führung der USA, für logistische und unterstützende Aufgaben missbraucht (Irak, Afghanistan, Syrien, Lybien etc.) die nicht den Kernaufgaben entsprechen.

      Das Ziel eines 2% Beitrags jedes Landes ist am 1. Januar 2024 fällig.
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Die halbe Welt macht sich über Trump lustig – in 13 Karikaturen 

Das Treffen zwischen Trump und Putin am Montag in Helsinki schlug auf der ganzen Welt Wellen der Empörung. Darüber hinaus inspirierte es aber auch einige Künstler zu Karikaturen:

Die «New York Times» recycelte zum Anlass des Tages ein Video, das sie bereits im Juni verbreitet hatten. Dieses hatte bereits damals für viel Aufruhr gesorgt und war von mehreren Seiten als homophob betitelt worden. 

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