Coronavirus
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Widersprüche inbegriffen: Wie wir uns jetzt verhalten sollten

Entspannen am See, in Pärken, beim Flanieren durch die Stadt: Mit den ersten Lockerungsschritten kehrt ein Stück Normalität in den Alltag zurück. Schnell sind die Abstandsregeln vergessen. Sicherheitspolitiker mahnen denn auch, die Arbeit für die Polizei werde schwieriger.

Kari Kälin und Doris Kleck / ch media



Man darf wieder zum Coiffeur, ins Restaurant, Schuhe kaufen und durch Märkte schlendern. Trotz den Lockerungsschritten gilt weiterhin: Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten, und zwei Meter Distanz müssen gewahrt werden. Wer die Coronaregeln missachtet, riskiert eine Busse von 100 Franken. Mit dem sonnige Wetter und den sinkenden Fallzahlen scheint die Disziplin nachzulassen.

Wer durch Städte flaniert, entlang von Flüssen und Seenoder einfach erreichbaren Wanderwegen spaziert: Die Coronaregeln werden längst nicht mehr so konsequent eingehalten wie noch vor ein paar Wochen. Machen die Fünfer-Gruppen- und die Zwei-Meter-Abstandsregeln noch Sinn? Eine Bestandesaufnahme in 10 Punkten.

Wo wurden die Regeln am offensichtlichsten gebrochen?

Die dicht bevoelkerte Einkaufsmeile Freie Strasse in Basel, am Samstag, 16. Mai 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Basel am Samstag Bild: KEYSTONE

Von der Steinenvorstadt in Basel machte ein Video mit Szenen vom Samstagabend Furore. Es zeigt, wie sorglos das Partyvolk mit dem Social Distancing umgeht. Ein Barbetreiber kritisierte gegenüber «20 Minuten» die fehlende Kontrolle durch die Polizei. Toprak Yerguz, Sprecher des Sicherheitsdepartements hielt fest, bei der Polizei seien in der ganzen Nacht keine Meldungen aus Steinenvorstadt oder anderweitig wegen eines Verstosses gegen die Covid-Verordnung eingegangen.

Am Sonntag aber verstärkte die Polizei in Basel ihre Kontrolltätigkeit. Sicherheitsdirektor Baschi Dürr sagte gegenüber der Tagesschau: «Wir behalten uns weitere Massnahmen, beispielsweise temporäre Absperrungen von bestimmten Orten vor, wo es einfach zu viele Leute hat.»

Was sagt der Bund zu den Vorkommnissen in Basel?

Daniel Koch, Delegierter des BAG fuer COVID-19, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus (COVID-19), am Montag, 18. Mai 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Daniel Koch Bild: KEYSTONE

«Es ist ein grosses Risiko für die Gäste und die Betreiber der Bars», sagte Daniel Koch vor den Medien. Der Corona-Delegierte des Bundes appelliert deshalb, solche Situationen wie in Basel zu vermeiden. Wenn sich die Situation wieder verschlimmere, werde es «mehreren Menschen wehtun». Im schlimmsten Fall müsste man solche Orte, die sich nicht an die Auflagen halten würden, schliessen. Zudem erinnerte Koch an einen Vorfall in Südkorea: «Ein einziger Fall hat ausgelöst, dass man 1500 Kontakte gesucht hat. Das ist im Interesse von niemandem.»

Wer hat die Coronaregeln vorsätzlich gebrochen?

Menschen demonstrieren gegen den Corona-Lockdown auf dem Sechselaeutenplatz in Zuerich am Samstag, 16. Mai 2020. Die Polizei rueckte mit mehreren Streifenwagen zum Einsatz aus. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Aufmarsch in Zürich Bild: KEYSTONE

Corona-Demonstranten in Zürich zum Beispiel. Am Samstagnachmittag protestierten auf dem Sechseläutenplatz rund 200 Personen gegen das Coronaregime. Die Mehrheit verliess den Platz nach einer Intervention der Polizei.

53 Personen aber weigerten sich. Sie wurden kontrolliert und weggewiesen. 37 Personen wurden verzeigt, weil sie das Veranstaltungsverbot ignorierten.

Bleiben Demonstrationen weiterhin verboten?

Die Juristen des BAG und des Bundesamts für Justiz haben sich gemäss Koch auf eine neue Interpretation geeinigt: Demnach würden politische Demonstration mit mehr als fünf Personen nicht mehr als Veranstaltungen gelten und dürften bewilligt werden, wenn die nötigen Abstandsregeln eingehalten werden können. Abschliessend entscheiden muss das laut Koch aber der Bundesrat. Er werde sich mit diesem Problem auseinandersetzen und informieren.

Können die Zwei-Meter-Distanz und die Fünfer-Gruppen-Regeln überhaupt noch durchgesetzt werden?

Der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann anlaesslich der Medienkonferenz zum Jahresrueckblick 2013 der Aargauer Kantonspolizei, am Freitag, 28. Maerz 2014, in Aarau. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Urs Hofmann Bild: KEYSTONE

Einfacher wird es nicht. Urs Hofmann, Aargauer Sicherheitsdirektor und Präsident der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren, sagt: «Sobald die Restaurants öffnen und wieder mehr Normalität ins Alltagsleben zurückkehrt, wird es für die Polizei schwieriger, die Coronaregeln durchzuziehen.» Man könne nicht Hunderte Ordnungshüter aufmarschieren lassen, um die Distanz- und Abstandsregeln an jedem Flecken zu kontrollieren.

Die Polizisten befänden sich in einer schwierigen Situation. «Das Hauptziel ist nicht, die Menschen mit Bussen zu drangsalieren, sondern das Virus in Schach zu halten. Es braucht sehr viel Fingerspitzengefühl. Doch wenn der Appell an die Vernunft nicht fruchtet, sind Bussen unumgänglich», sagt Hofmann. Im Kanton Aargau hätten die Polizisten übers Wochenende vereinzelt grössere Gruppen angetroffen.

Teilen andere Politiker Hofmanns Einschätzung?

Personen desinfizieren ihre Haende waehrend eines Klimastreiks, am Freitag, 15. Mai 2020, in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Klimademo in Bern. Bild: KEYSTONE

Ja. Mit den Lockerungen gestalte sich das Management des öffentlichen Raums immer schwieriger, sagt Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern. Die Polizei markiere derzeit mit einem Maximum an Patrouillen Präsenz. Die Durchhaltefähigkeit nehme aber langsam ab, zumal mit den sommerlichen Temperaturen die Stadtparks und die Aare scharenweise Menschen anlocken.

Für Nause ist auch klar: «Der Vollzug für die Polizisten an der Front wird schwieriger, weil die Lockerungsschritte nicht ganz widerspruchsfrei sind.» Die Polizisten müssten im Freien die Zwei-Meter-Regel durchsetzen, doch in manch einer Gartenbeiz sässen die Menschen näher beieinander. Nause hat beobachtet, dass aber gerade Gastronomen, Ladenbetreiber und Marktfahrer die Sicherheitsregeln sehr vorbildlich umsetzen. Und die Mehrheit der Bevölkerung halte sich nach wie vor sehr diszipliniert an die Coronaregeln.

Wie schätzt die Polizei die Lage ein?

Für die Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten ist es noch zu früh, um Bilanz zu ziehen, wie die Medienstelle mitteilt. Einschätzungen liefert dafür die Basis. Den Polizisten gelinge es meistens, die Einhaltung der Coronaregeln im Dialog sicherzustellen, sagt Johanna Bundi Ryser, Präsidentin des Verbandes Schweizerischer Polizeibeamter. «Seit den Lockerungsschritten ist die Arbeit der Polizisten aber schwieriger geworden. Es braucht jetzt noch mehr Fingerspitzengefühl.»

Die Akzeptanz für das Coronaregime und die Kontrollen durch die Polizei seien gesunken. «Die Leute sind weniger für die Regeln sensibilisiert, der Solidaritätsgedanke rückt allmählich in den Hintergrund.» Man sei sich weniger im Klaren, dass mit den Lockerungsschritten nicht alle Sicherheitsregeln abgeschafft worden seien. Wenn das Gespräch nicht mehr weiterhelfe und die Passanten die Abstands- und Gruppenregeln missachteten, müssten die Polizisten Bussen verteilen. Bundi Ryser ruft die Bevölkerung dazu auf, «sich auch weiterhin an die Regeln zu halten.»

Nicht länger als 15 Minuten und nicht näher als 2 Meter mit einer erkrankten Person zusammen sein: Gilt das noch?

Die Polizei beendet eine Mahnwache fuer die Wahrheitsfindung und die Einhaltung der Grundrechte der Organisation Baselwach auf dem Muensterplatz in Basel, am Samstag, 16. Mai 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Ja. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schreibt: «Der derzeit bekannte Hauptübertragungsweg des neuen Coronavirus ist der enge Kontakt, wenn man zu einer erkrankten Person weniger als 2 Meter Abstand hält. Niest oder hustet diese, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen anderer Personen gelangen.» Wenn man vor dem Gemüseregal im Supermarkt aus Unachtsamkeit einen Moment lang einer anderen Person näher als zwei Meter komme, sei das jedoch unproblematisch, sagt ein BAG-Sprecher

Machen zwei Meter Distanz Sinn?

Dänemark sagt neu: Zwei Armlängen oder ein Meter Abstand genügt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen Meter, die europäische Präventionsagentur ECDC schlägt zwei vor. Den grössten Teil des Risikos, sagt Pietro Vernazza, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Galler Kantonsspital, könne man mit einem Meter Distanz ausschalten.

Mit eineinhalb Metern lasse sich das Risiko noch etwas reduzieren. Vernazza moniert, die reine Maximierung von Sicherheit bringe kaum einen messbaren Effekt, verursache aber praktische Probleme und verunsichere die Leute. Nicht überall, etwa auf Trottoirs oder in Läden, habe es dafür genügend Platz.

Sind die Regeln des Bundes widersprüchlich?

ARCHIVBILD ZUR GEPLANTEN RUECKKEHR ZUM NORMALEN FAHRPLAN --- A train conductor of the Swiss Federal Railways checks passenger's tickets on a train travelling from Zurich to Lucerne, Switzerland, on March 20, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Ja. Zugfahren ist erlaubt, obwohl die Distanz zum Gegenüber weniger als zwei Meter beträgt und man in Stosszeiten die Distanzregeln ohnehin nicht einhalten kann. Der Bund empfiehlt in diesem Fall dringend das Maskentragen. In der Öffentlichkeit aber rät der Bund vom Maskentragen ab, «Dies schützt sie nicht genügend vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Hingegen kann eine Maske verhindern, dass eine bereits infizierte Person andere ansteckt», schreibt der Bund. Alles klar? Falls nicht: auch zu den Kindern gibt es Widersprüchliches. In der Freizeit sollen sie höchstens zu fünft in möglichst immer gleicher Konstellation spielen. Für den Pausenplatz ist diese Regel aber gestrichen.

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84
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    Alle Leser-Kommentare
  • Hüendli 18.05.2020 22:59
    Highlight Highlight Laufen zwei Leute, die nicht im gleichen Haushalt wohnen, draussen auf dem Trottoir normal nebeneinander, können sie gebüsst werden. Drinnen in der Beiz dürfen sie aber den ganzen Abend lang nebeneinander sitzen...
    • Notra 19.05.2020 13:08
      Highlight Highlight Covidlogisch! Sobald im Restaurant nebeneinander sitzt, ist man nicht mehr ansteckend ...
  • Kubod 18.05.2020 21:23
    Highlight Highlight Man hat in Deutschland die Ansteckungen durch die chinesische Patientin Null nachverfolgt.
    Einer hat sich in der Kantine angesteckt. Am Morgen war ein mehrstündiges Meeting. Ein Arbeitskollege der Patientin Null hat sich in der Kantine umgedreht und einen Kollegen am Nebentisch nach Salz gefragt. Sich bedankt und wieder umgedreht. Die beiden sassen Rücken an Rücken am Mittag. Der salzgebende Arbeitskollege hat sich in dieser kurzen Aktion angesteckt.
    Nur so zum Sagen. Falls jemand meint, auf die Uhr kucken - 10 Minuten Kontakt und man ist immer noch sicher virenfrei. Nein,ist man nicht.
    • Team Insomnia 18.05.2020 21:50
      Highlight Highlight @Kubod: „Falls jemand meint, auf die Uhr kucken - 10 Minuten Kontakt und man ist immer noch sicher virenfrei. Nein,ist man nicht.“

      Wunderschön geschrieben, stimme zu. Leider gibt es x Tausende Hirnis da Draussen die selbst so eine einfach verständliche Aussage nicht kapieren. Leider.
    • Notra 18.05.2020 23:59
      Highlight Highlight Das ist eine moderne Legende. Es steht nicht fest, wie diese Patientin Null sich angesteckt hat.

      Seltsam ist, dass nicht der Arbeitskollege, der Ihr das Salz reichte der Patient Null ist.

      Also entweder hat er sie nicht angesteckt oder aber sie ist nicht Patientin Null.

      Die Geschichte ist faul.
    • Citation Needed 19.05.2020 07:07
      Highlight Highlight Das Salz wurde nicht ihr gereicht. Es steht lediglich fest, dass einer, der sich für Salz kurz umdrehte, angesteckt wurde (obwohl an seinem Tisch niemand erkrankt war). Und doch, es steht fest, wie sich Patientin 0 ansteckte. Dieses Webasto-Cluster ist sehr genau erforscht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 18.05.2020 21:20
    Highlight Highlight Bei den Hygieneregeln ist man in seinem eigenen Verhalten autonom, auch scheinen mir die Läden gut ausgerüstet zu sein. Auf die Einhaltung der Abstandsregelung wird es ankommen. Ehrlich gesagt wäre es mir egal, wenn sich bspw das Partyvolk ansteckt. Sie wussten vom Risiko. Nicht egal ist es, wenn diese dann wiederum andere anstecken. Und das ist naive und egozentrische bei diesen Idioten.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 19.05.2020 03:14
      Highlight Highlight Eure Kinder halt... What do you expect?
  • Cello Pfischterer 18.05.2020 19:53
    Highlight Highlight Die Regeln waren von Anfang an eine Lachnummer, ein riesiger Kindergarten und unnötig, wie sich z.B. in Schweden exemplarisch zeigt. Sie dien(t)en primär, der Bevölkerung Angst einzujagen, sie gefügig zu machen und um die verfassungsmässig garantierten Rechte einzuschränken. Wie sich sowohl hier und auch in Schweden längst gezeigt hat, könnte man diese Lachnummer nun langsam wieder im Schrank versorgen, es sei denn, man möchte die Bevölkerung noch länger wie kleine Kinder behandeln, drangsalieren und um sie gefügig zu halten. Die Demokratie Schweiz hat sich längst demaskiert!
    • Juliet Bravo 18.05.2020 20:04
      Highlight Highlight In Schweden tun sie gut daran, sich noch etwas länger strikt dran zu halten:
    • Juliet Bravo 18.05.2020 20:05
      Highlight Highlight Jetzt
      Benutzer Bild
    • Juliet Bravo 18.05.2020 20:07
      Highlight Highlight Währen man anhand der Schweiz sieht, dass die Massnahmen so richtig perfekt gewirkt haben:
      Benutzer Bild
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  • Maria R. 18.05.2020 18:58
    Highlight Highlight Ich weiss nicht recht, ob bestimmte Leute mit Karacho auf der zweiten Welle reiten wollen, oder ob nur nach zu langer Lockdown-Zeit einfach kurzfristig der Verstand ausgesetzt hat. Ich kenne die Basler relativ gut, und weiss, dass sie super gerne feiern.
    Nun sollte aber der Verstand wieder das Zepter übernehmen, ob in Basel, Zürich, Chur, Bern oder sonstwo. Wenn die Wirtschaft nochmals auf die Bremse steigen sollte, ist der Schaden noch grösser.
    Es ist der normale Bürger, der die Suppe auslöffeln muss.
    • Notra 18.05.2020 23:53
      Highlight Highlight Es spielt für die Wirtschaft überhaupt gar keine Rolle, ob sie für eine, zwei, drei oder noch mehr Wellen ausgebremst wird. Es zählt nur die Summe aller Tage der massiven Behinderung der Wirtschaft.

      Jeder Tag an dem wir kraft unseres Fleisses nicht 100 % erwirtschaften können, brockt der Nation grosse Mindereinnahmen ein. Geld das fehlt, bei den Löhnen, den Steuern und schliesslich auch beim Gesundheitswesen.
      Die Pandemiemassnahmen sind auf Dauer kontraproduktiv! Das sind sie längst schon geworden und gehören daher sofort aufgehoben.
      Sie sind eine Kur, die den Patienten umbringt!
    • Citation Needed 19.05.2020 07:25
      Highlight Highlight Falsch, Notra. Du machst unbelegbare Aussagen.
      Es gibt zB eine neue DE-Studie die zeigt, wie heftig die Wirtschaft ohne Lockdown aber mit Ausbruch (versch. Szenarien) getroffen worden wäre. Fazit: die Schäden wären sogar noch grösser. Kann man alles nachlesen (ndr-podcast 40).
      Und warum ‚auf Dauer‘? Bei Pandemien steigt man nur zu Beginn massiv ein, um Fallzahlen wieder tief zu bekommen, dann lockert man kontrolliert.
      Du gehst davon aus, dass es kein 🦠 gibt, bzw. der Lockdown null Einfluss auf dessen Eindämmung hatte. Unter der Voraussetzung
    • Citation Needed 19.05.2020 08:00
      Highlight Highlight (letzter Satz unvollständig:) .... träumt es sich schöner, mit Betonung auf 'träumt.'


    Weitere Antworten anzeigen
  • Lapsusius 18.05.2020 18:10
    Highlight Highlight "Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten", ausser natürlich man steht irgendwo an um etwas zu konsumieren (Baumarkt, Gartencenter etc)...
    • Notra 19.05.2020 00:19
      Highlight Highlight Ja, die Covid-19-Verordnung ist in diesem Punkt extrem unklar formuliert.

      Es ist ganz unspezifisch von Ansammlungen die Rede. Das ist alles mögliche: Menschen, die an der Kasse oder dem Einkaufsladen anstehen; Menschen die gerade im Zug sitzen, Arbeiter in Fabriken, ein tagendes Parlament, etc. etc. Letztlich ist die ganze Schweiz ist eine einzige, grosse Ansammlung und streng nach der Verordnung verboten ...

      Man möchte fast meinen, man hat mit Absicht eine maximal unklare Verordnung geschrieben, um maximale Behördenwillkür zu legitimieren. Ein Schelm, wer da Böses denkt.
    • Citation Needed 19.05.2020 08:12
      Highlight Highlight Notra: wenn Du Schelm sein und Absichten unterstellen willst, nur zu.
      Der Idee, dass der Staat mit den Massnahmen seine Machtfülle ausbauen will, liegt aber a) ein Verschwörungsdenken zugrunde (die-gegen-uns; wem nützt's?, etc.), und schlimmer noch b): die unsinnige Idee, dass jene Machtstreber so blöd wären, die Wirtschaft des Landes für etwas mehr Kontrolle schlimmer zu schädigen als je zuvor. Zerstöre ich mir das Königreich, das ich beherrschen will? Absurd. Hinzu kommt c): die finsteren Mächte in BR/BAG spannen heimlich mit allen anderen Weltregierungen zäme und ALLE halten dicht?
      OK.
    • Wiedergabe 19.05.2020 09:52
      Highlight Highlight Notra, ich würde Schelm durch unwissender Behaupti ersetzen.
      Die Verordnung setzt klare Leitplanken auf der richtigen "Flughöhe".
      Wer nur auf Nörgeln und Spitzfindigkeiten aus ist, steht hier halt an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Halb Wissen 18.05.2020 17:15
    Highlight Highlight Auf welcher offiziellen Seite steht das mit den 5 Personen? Ich finde nichts dazu.
  • Shiftphoner 18.05.2020 16:26
    Highlight Highlight Ich versuche mich so gut es geht an Auflagen zu halten, zumal ich selbst in der Pflege arbeite... Einige Widersprüche, die schon auch schon früh während des Lockdowns aufkamen, bereiten mir jedoch noch immer Kopfzerbrechen. Warum wurde Makeup-Mist weiter munter als "wichtig" verkauft, während der Verkauf von Kleidern und Schuhen nicht gestattet war? Warum war es nie gefährlich einzukaufen, aber die Kirchen wurden so früh als möglich massiv eingeschränkt, anstatt dass z.B. Gottesdienste im Kleinen gestattet waren? Mir missfallen die Aluhüte in Bern zutiefst - die Regierung aber leider auch...
    • Juliet Bravo 18.05.2020 21:27
      Highlight Highlight Stimmt schon. Ist nicht immer konsistent. Aber z.B. bei Messen sind die Menschen länger zusammen, als wenn dir ein paar Personen zwischen Regalen ausweichen.
    • lilie 18.05.2020 21:31
      Highlight Highlight @Shiftphoner: Das Problem war, dass den Kantonen überlassen war, welche Produkte sie als "Güter des täglichen Bedarfs" einstuften. Daher kam es teilweise zu unterschiedlichen und widersprüchlichen Praktiken.

      Für die Dauer des Shutdowns wurde einfach alles runtergefahren, was nicht unmittelbar überlebenswichtig ist. Und Einkaufen ist nun mal lebensnotwendig, zumindest Esswaren, Hygieneartikel und Medikamente, Gottesdienste aber nicht.

      Aber da ja nun alles wieder raufgefahren wird, ist es bald nicht mehr relevant, wann was warum verboten wurde.
    • Shiftphoner 18.05.2020 22:18
      Highlight Highlight Ihr bringt beide gute Argumente und ich danke Euch für die sachliche Auseinandersetzung - ist (leider oft genug) nicht selbstverständlich.

      Durch den Wocheneinkauf für Nachbarn war ich oft länger als "kurz" engen Menschenmassen ausgesetzt. So nah komme ich ich keiner katholischen Messe. Und in meinem Pflegeberuf schreit auch keiner, wenn mir Leute 8-10 Stunden ins Gesicht husten.

      Ihr habt schon recht, hoffentlich haben wirs bald alle überstanden. :) Die Messe ist das Einzige, was ich hab... Ich merke, wie mir Substanz fehlt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 18.05.2020 16:26
    Highlight Highlight Was du jetzt über die neuen Corona-Regeln wissen musst.

    Bei diesem Titel bekomm ich schon leichte Würgereize. Mein Gott liebe Journalisten. Es gelten immer noch die gleichen Regeln seit Wochen. Das ganze wirkt schon wie die Verdauung eines Wiederkäuers. Immer und immer und immer wieder verdaut ihr die gleiche Sache.

    Macht doch lieber eine Analyse darüber ob die Erzeugung solcher Artikel nicht mehr CO2 erzeugt als jener Verdauungstrackt einer Kuh.

    Ganz ehrlich. Widmet euch doch wieder lieber wichtigeren Themen. Der Mensch hat ein Hirn, kann denken und verstehen.....oder eben nicht.
    • Steasy 18.05.2020 16:52
      Highlight Highlight Wenn man immer noch täglich Leute sieht, die in der Öffentlichkeit eine Maske tragen und diese dann nur über den Mund ziehen und die Nase frei lassen, kann man schon auf die Idee kommen, dass die Empfehlungen noch immer nicht alle verstanden haben.
    • sowhat 18.05.2020 18:59
      Highlight Highlight Leider nein, Scaros_2, Menschen brauchen diese Erinnerung von Zeit zu Zeit, sonst setzen die alten Reflexe ein und die heissen eben nicht Abstand, sondern Gedränge.
      Also ja, es ist richtig solche Artikel laufend neu aufzulegen.
      Sonst würde das bedeuten "ist uns doch egal, wenn ihrs vergesst, steckt euch doch an"
    • Hüendli 18.05.2020 22:53
      Highlight Highlight Danke @watson fürs 'Abmildern' des Titels, geschieht normalerweise ja eher andersherum ("Wie wir uns jetzt verhalten sollten" ist viel angenehmer als "was Du wissen musst).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 18.05.2020 16:22
    Highlight Highlight Am lächerlichsten ist die 5 Personen-Regel mit Abstand halten. Wenn ich Abstand halte müsste ich von der Logik her auch 10 Personen treffen können. Durch die fünf Personenregel müsste also so sein, dass man zu den max. vier Anderen den Abstand unterschreiten darf. Jetzt schreit ihr dann gleich los: NEIN Abstand gilt immer etc. Als Beispiel: Ein Paar das nicht im selben Haushalt wohnt geht zu zweit spazieren, die müssten gebüsst werden, wenn die 5er (oder weniger) Gruppen Abstand einhalten müssten untereinander.
    • schuldig 18.05.2020 16:36
      Highlight Highlight @ohniznachtinsbett, für diesen Kommentar müssen Sie ohniznachtinsbett
    • dropcliffsnotbombs 18.05.2020 16:38
      Highlight Highlight Vielleicht müsstest du mal mit znacht is bett damit du nicht an den Massnahmen herumnörgeln würdest.
    • Wiedergabe 18.05.2020 17:16
      Highlight Highlight Genau solche Leute sind der Grund für die Flut von Gesetzen, Richter und Anwälten...
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