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Tausende auf den Strassen

«Marsch der Würde» in Madrid artet in gewaltsame Zusammenstösse aus



Tausende haben in Madrid gegen die Sparpolitik der konservativen Regierung Spaniens protestiert. Mehrere Demonstrationszüge zogen am Samstag ins Zentrum der Hauptstadt. Auch in anderen Städten kam es zu Kundgebungen unter dem Motto: «Marsch der Würde».

Anti-austerity demonstrators crowd into Colon square as they take part in a demonstration which organisers have labeled the

Bild: X00122

Auf Plakaten forderten die Kundgebungsteilnehmer unter anderem «Die Krise sollen die Banker zahlen» und «Keine Kürzungen». Die Demonstranten, von denen zahlreiche bereits seit Wochen zu Fuss nach Madrid unterwegs waren, kommen unter anderem aus den Regionen Andalusien im Süden, Katalonien im Osten, Asturien im Nordosten und der Extremadura im Westen.

epa04136636 General view of the March for Dignity called in Colon square, downtown Madrid, Spain, 22 March 2014, during a protest against the economic and social crisis; the Government's cuts, the labor reform and the new abortion law amongst other issues. Various cities in Spain have called different 'Marches for Dignity' in order to stress the importance of people's dignity despite the crisis and the need to change things to save the Spanish society.  EPA/FERNANDO ALVARADO

Bild: EPA/EFE

Gewerkschaften sowie linksgerichtete Studentenverbände und Bürgerinitiativen hatten in mehreren Städten Spaniens zu «Märschen der Würde» aufgerufen, um gegen Sozialkürzungen und Verarmung sowie für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit mobil zu machen.

epa04136637 Police guard during the March for Dignity called in Colon square, downtown Madrid, Spain, 22 March 2014, during a protest against the economic and social crisis; the Government's cuts, the labor reform and the new abortion law amongst other issues. Various cities in Spain have called different 'Marches for Dignity' in order to stress the importance of people's dignity despite the crisis and the need to change things to save the Spanish society.  EPA/JAVIER LIZON

Bild: EPA/EFE

Spanien ist die viertgrösste Volkswirtschaft der Eurozone. Das Land leidet noch immer unter den Folgen der 2008 geplatzten Immobilienblase und steckte seit Ende 2011 in der Rezession. Zuletzt besserte sich die Lage und das Land entkam Ende vergangenen Jahres nach Einschätzung der Zentralbank der Rezession. Die Arbeitslosigkeit verharrt jedoch weiter auf sehr hohem Niveau bei rund 26 Prozent. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind davon stark betroffen.

epa04136457 Demonstrators take part in the 'March for Dignity' in Madrid, Spain, 22 March 2014, against the economic and social crisis; government cuts, the labor reform and the new abortion law, among other issues. Various cities in Spain have called 'Marches for Dignity' in order to stress the importance of people's dignity, despite the crisis.  EPA/JAVIER LIZON

Bild: EPA/EFE

Gegen Ende der Protestveranstaltung am Abend kam es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Polizisten gingen gegen mehrere Dutzend Jugendliche vor, die Wurfgeschosse auf Beamte geschleudert hatten.

epa04136755 Riot police officers clash with demonstrators during the March for Dignity in Colon square, downtown Madrid, Spain, 22 March 2014, in a protest against the economic and social crisis; the Government's cuts, the labor reform and the new abortion law amongst other issues. Various cities in Spain have called different 'Marches for Dignity' in order to stress the importance of people's dignity despite the crisis and the need to change things to save the Spanish society.  EPA/JAVIER LIZON

Bild: EPA/EFE

Die jungen Demonstranten errichteten Barrikaden aus Absperrgittern, zündeten Mülltonnen an und schlugen die Fensterscheiben einer Bank ein. Einige bauten auf einer Hauptstrasse im Zentrum Zelte auf und kündigten an, bleiben zu wollen.

Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen seien mehr als 60 Menschen verletzt worden, darunter 50 Polizeibeamte, teilte die Präfektin der spanischen Hauptstadt, Cristina Cifuentes, am Samstagabend mit. Mindestens 19 mutmassliche Gewalttäter seien festgenommen worden.(sda/dpa/afp)

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