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Ekstase in Grün-Weiss: St.Gallen besteigt in Basel den Super-League-Thron.
Ekstase in Grün-Weiss: St.Gallen besteigt in Basel den Super-League-Thron.Bild: KEYSTONE

St.Gallen ist Super-League-Leader: «Das klingt sehr geil!» – Remis zwischen Sion und FCZ

02.02.2020, 18:1302.02.2020, 18:55

Basel – St.Gallen

Der FC St. Gallen ist erstmals seit über sieben Jahren Leader der Super League. Die Ostschweizer gewannen das Spitzenspiel der 20. Runde beim FC Basel dank einem Treffer in der 93. Minute mit 2:1.

St. Gallen geriet in der 19. Minute durch einen Treffer von Kevin Bua in Rückstand, reagierte darauf aber stark. Betim Fazliji glich kurz vor der Pause aus, und Boris Babic erzielte nach einer Stunde einen Treffer, der durch den Videoschiedsrichter annulliert wurde. Jérémy Guillemenot hatte bei der entscheidenden Balleroberung Taulant Xhaka mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen. Doch der Aussenseiter drückte weiter auf den Sieg und wurde in der Nachspielzeit belohnt: Der Portugiese Andre Ribeiro erzielte mit seinem ersten Super-League-Treffer das verdiente 2:1.

«Wir wollten in der zweiten Halbzeit einfach dagegen halten und möglichst viele Möglichkeiten kreieren. Das ist uns gelungen. St. Gallen als Leader? Das klingt sehr geil!»
Boris Babic, FC St.Gallen

St. Gallen liegt nun dank dem besseren Torverhältnis vor dem punktgleichen YB, das am Samstag in Luzern 0:2 unterlag. Der FC Basel weist nach der dritten Niederlage in Folge fünf Zähler Rückstand auf das führende Duo auf.

«Ich finde die richtigen Worte noch nicht. Wir sind sehr enttäuscht, dass wir die Chance, zu YB aufzuschliessen verpasst haben. Wir haben zu viele kleine Fehler gemacht.»
Luca Zuffi, FC Basel
Hängende Köpfe bei Basel, im Hintergrund feiern die St.Galler.
Hängende Köpfe bei Basel, im Hintergrund feiern die St.Galler.Bild: KEYSTONE

Basel - St. Gallen 1:2 (1:1)
20'527 Zuschauer. - SR San.
Tore: 19. Bua (Frei) 1:0. 44. Fazliji (Ruiz) 1:1. 60. Babic (Muheim) 2:1. 93. Ribeiro (Bakayoko) 1:2.
Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Van der Werff (52. Bergström), Petretta; Xhaka, Zuffi; Zhegrova, Frei (75. Campo), Bua (72. Pululu); Ademi.
St. Gallen: Zigi; Hefti, Stergiou, Fazliji, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz; Guillemenot (84. Ribeiro); Babic (75. Bakayoko), Itten.
Bemerkungen: Basel ohne Alderete, Stocker (beide gesperrt), Cabral, Kuzmanovic und Van Wolfswinkel (alle verletzt). St. Gallen ohne Demirovic, Letard (beide gesperrt), Klinsmann, Lüchinger, Nuhu und Strübi (alle verletzt).
Verwarnungen: 49. Itten (Foul). 55. Zuffi (Foul). 63. Guillemenot (Foul). 67. Frei (Foul). 78. Xhaka (Foul). Muheim (Foul). 83. Hefti (Foul). 92. Petretta (Foul).

Sion – Zürich

Der FC Sion kann auch unter Ricardo Dionisio bislang nicht gewinnen. Beim 1:1 gegen den FC Zürich verhindert ein starker Yanick Brecher im Tor der Zürcher den Premieresieg des neuen Trainers.

Sion, das vor Wochenfrist von Thun in den ersten vier Minuten zwei Mal kalt geduscht, legte im Tourbillon selber einen Blitzstart hin. Nach einem abgefangenen Ball fand Pajtim Kasami nach zwei Minuten auf der rechten Seite viel Raum vor, den er zur präziesen Hereingabe auf Filip Sojilkovic nutzte. Yanick Brecher, der den ersten Abschluss des Sittener Angreifers parieren konnte, war gegen den Nachschuss von Patrick Luan chancenlos.

Die Zürcher reagierten auf den frühen Rückstand mit Vehemenz und ihrer besten Phase des Spiels. Nachdem eine erste Ausgleichschance ungenutzt geblieben war, nutzte Marco Schönbächler eine Hereingabe Kevin Rüeggs in der 9. Minute zum raschen Ausgleich. Weitere sechs Minuten verhinderte der später verletzt ausgeschiedene Sion-Goalie Kevin Fickentscher mit einer Glanzparade gar die Führung der Gäste.

In der Folge erhielt allen voran FCZ-Schlussmann Brecher die Gelegenheit sich auszuzeichnen. Gleich mehrere Male bewahrte er das Team von Ludovic Magnin vor der Niederlage, zuletzt in der fünften Minute der Nachspielzeit, als er mit dem Fuss gegen Filip Stojilkovic rettete.

Kevin Rüegg und Pajtim Kasami kämpfen um den Ball.
Kevin Rüegg und Pajtim Kasami kämpfen um den Ball.Bild: KEYSTONE

Sion - Zürich 1:1 (1:1)
6800 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 3. Luan (Stojilkovic) 1:0. 9. Schönbächler (Sohm) 1:1.
Sion: Fickentscher (58. Mitrjuschkin); Maçeiras, Kouassi, Ruiz (39. Djourou), Abdellaoui; Toma, Grgic; Kasami, Lenjani; Luan (83. Doumbia), Stojilkovic.
Zürich: Brecher; Rüegg, Nathan, Bangura, Pedersen; Sohm, Domgjoni; Tosin, Mahi, Schönbächler (78. Kolloli); Kramer (91. Winter).
Bemerkungen: Sion ohne Ndoye, Fayulu und Raphael (alle verletzt). Zürich ohne Omeragic (krank) Charabadse, Marchesano und Pa Modou (alle verletzt). 97. Gelb-Rote Karte Kouassi (Foul).
Verwarnungen: 15. Luan (Foul). 51. Pedersen (Foul). 65. Kouassi (Foul). 71. Tosin (Foul). 76. Kramer (Simulieren). 83. Mahi (Reklamieren). 86. Nathan (Reklamieren). 92. Grgic (Foul).

Servette – Thun 2:0

Servette erweist sich in den Super League immer deutlicher als bester Aufsteiger seit vielen Jahren. Mit einem 2:0 daheim gegen Thun errangen die Genfer den siebten Sieg in den letzten acht spielen.

Allein in der ersten Halbzeit hatten die Genfer verschiedene gute Möglichkeiten, mit denen sie mit konventionellen Angriffen deutlich hätten in Führung gehen können. Aber erst etwas Unkonventionelles liess, in der 52. Minute, den Knoten platzen. Park Jung-Bin schoss aus der Distanz scharf, und Gaël Ondoua lenkte den Ball reaktionsschnell und mit einer akrobatischen Einlage ins Tor ab. Thuns machtloser Goalie Guillaume Faivre hatte davor dreimal mit erstklassigen Paraden sicher scheinende Tore verhindert. Ein weiteres Mal hatte Innenverteidiger Steve Rouiller mit einem Kopfball-Aufsetzer nach einem Corner den Pfosten getroffen. Die Servettiens blieben auch nach dem 1:0 überlegen. Park, vom abermals ausgezeichneten Miroslav Stevanovic im Strafraum freigespielt, erhöhte mit einem Flachschuss auf 2:0.

Früh im Spiel hatte Servette seinen starken Goalie Jérémy Frick verloren. Er verletzte sich bei einem unglücklichen Zusammenstoss leicht und konnte nicht weiterspielen.

Park Jung-Bin ist ein echter Gewinn für die Servettiens.
Park Jung-Bin ist ein echter Gewinn für die Servettiens.Bild: KEYSTONE

Servette - Thun 2:0 (0:0)
4862 Zuschauer. - SR Schärer.
Tore: 52. Ondoua (Park) 1:0. 79. Park (Stevanovic) 2:0.
Servette: Frick (23. Kiassumbua); Sauthier, Rouiller, Sasso, Iapichino; Ondoua, Cognat; Stevanovic, Tasar (79. Cespedes), Park; Koné (64. Kyei).
Thun: Faivre; Glarner, Stillhart, Sutter, Hefti; Bertone; Tosetti (57. Ahmed), Castroman, Hasler (81. Chihadeh), Salanovic (71. Bandé); Rapp.
Bemerkungen: Servette ohne Schalk (verletzt), Wüthrich und Lang (beide nicht im Aufgebot). Thun ohne Kablan (gesperrt), Bigler, Hediger und Karlen (alle verletzt). 45. Kopfball von Rouiller an den Pfosten.
Verwarnungen: 42. Ondoua (Foul), 61. Castroman (Foul). (abu/sda)

Die Tabelle

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Holy Crèpe
02.02.2020 19:07registriert März 2016
Als FCSG-Anhänger macht der momentane Lauf einfach eine riesengrosse Freude. Pure Dominanz im Joggeli, zumindest in der zweiten Halbzeit! 😎
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anonymer analphabet
02.02.2020 20:52registriert April 2016
Für mich eine Fehlentscheidung das Tor von Babic wegen diesem kleinlichen Ellbogen zu annulieren. Es war kein Schlag, Xhaka hatte sein Gesicht auf Elbogenhöhe dumm gelaufen. Zudem soll der VAR doch nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen.
Schön hat St.Gallen doch noch gewonnen.
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zellweger_fussballgott
02.02.2020 20:02registriert November 2017
Ooh ist das schön!!
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ManUtd nach Fehlstart unter Beschuss – bei einem Thema ist gar Gary Neville sprachlos
Und schon wieder Krisenstimmung: Nach der 1:2-Startniederlage gegen Brighton & Hove Albion ist bei Manchester United mal wieder Feuer unter dem Dach. Von allen Seiten hagelt es Kritik – ein schneller Ausweg scheint nicht in Sicht.

Die Gesichtsausdrücke von Cristiano Ronaldo sprachen Bände. Der Superstar von Manchester United, der den Klub gerne in Richtung eines Champions-League-Teilnehmers verlassen möchte, sass bei der blamablen 1:2-Heimpleite gegen Brighton & Hove Albion zum Premier-League-Start zunächst nur auf der Bank – und zog trotzdem sämtliche Aufmerksamkeit auf sich.

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