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Bill Cosby is escorted out of the Montgomery County Correctional Facility, Tuesday Sept. 25, 2018, in Eagleville, Pa., following his sentencing to three-to-10-year prison sentence for sexual assault. (AP Photo/Jacqueline Larma)

Bill Cosby wurde nach der Verurteilung in Handschellen abgeführt. Bild: AP/AP

«Tag der Abrechnung ist gekommen»: Bill Cosby sitzt bereits im Gefängnis



Nach seiner Verurteilung wegen sexueller Nötigung in drei Fällen hat der Ex-Schauspieler und Comedian Bill Cosby seine mehrjährige Haftstrafe angetreten. Polizisten führten den 81-Jährigen am Dienstag in Handschellen aus dem Gerichtssaal in Norristown in Pennsylvania.

Hier verlässt Bill Cosby den Gerichtssaal.

In einer Sammelstelle wird entschieden, in welche der 24 Haftanstalten des Bundesstaats Cosby kommt. Er muss eine Strafe von mindestens drei und höchstens zehn Jahren Haft absitzen.

Cosby wurde direkt in ein Gefängnis überführt. 

Den einst sehr beliebten «TV-Papa» Amerikas in Handschellen zu sehen, sei «kein Grund zum Feiern», sagte Staatsanwalt Kevin Steele. «Wir nehmen es sehr ernst, wenn jemandem die Freiheit genommen wird. Aber ich werde mich nicht für meinen Job entschuldigen.» Die zuständige Behörde im Bezirk Montgomery County veröffentlichte kurz darauf das Polizeifoto, das Cosby im weissen Hemd mit Hosenträgern zeigt. Er wirkt auf dem Foto niedergeschlagen und schaut nicht in die Kamera.

Weitere Instanzen

Cosbys Verteidiger Joseph Green scheiterte beim Versuch, Cosby gegen Kaution auf freien Fuss zu bekommen, bis über das geplante Berufungsverfahren entschieden ist. Dieses würde beim nächsthöheren Gericht verhandelt, dem Superior Court in Harrisburg. Dieses Gericht muss den Fall anhören - anders als der übergeordnete Supreme Court, das höchste Gericht im Staat Pennsylvania. Cosby muss zusätzlich eine Geldstrafe von 25'000 Dollar zahlen und die Gerichtskosten des Strafprozesses tragen.

epa07043205 Attorney Joseph P. Green, Jr. (R), arrives at the Montgomery County Courthouse in Norristown, Pennsylvania, USA, 24 September 2018 ahead of the sentencing hearing for US entertainer Bill Cosby. Cosby was found guilty on three counts of sexual assault against Andrea Constand in 2004.  EPA/TRACIE VAN AUKEN

Cosbys Verteidiger Joseph Green Bild: EPA/EPA

Cosby verzichtete auf die Gelegenheit, sich im Prozess abschliessend zu äussern. Auch auf Fragen von Reportern reagierte er nicht. «Mister Cosby geht es gut und Mister Cosby weiss, dass Gott über ihn wacht», sagte sein Sprecher Andrew Wyatt nach dem Urteil. Kein Prozess sei in der Geschichte der USA rassistischer und sexistischer gewesen als dieser. Wyatt erwähnte auch den «Sex-Krieg» gegen den umstrittenen Kandidaten für den obersten US-Gerichtshof, Brett Kavanaugh, gegen den derzeit Missbrauchsvorwürfe im Raum stehen.

Der tiefe Fall eines TV-Stars:

abspielen

Video: srf

Tag der Abrechnung

Former model Janice Dickinson gestures outside the Montgomery County Courthouse during Bill Cosby's sentencing hearing, Tuesday, Sept. 25, 2018, in Norristown, Pa. (AP Photo/Matt Slocum)

Janice Dickinson freut sich über die Verurteilung Bild: AP/AP

60 Frauen hatten Cosby sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen. «Die Vergewaltigung ist in meine Seele eingraviert», teilte das Model Janice Dickinson nach dem Urteil mit, deren Fall zu keiner strafrechtlichen Verfolgung geführt hatte. Dickinson hatte im Prozess als Zeugin ausgesagt. Der Tag der Abrechnung sei für Cosby endlich gekommen, sagte Anwältin Gloria Allred, die mehrere der Frauen vertritt.

Staatsanwalt Kevin Steele äusserte sich über die Verurteilung von Cosby.

«Über Jahrzehnte konnte der Angeklagte sein wahres Ich und seine wahren Verbrechen verbergen», sagte Staatsanwalt Kevin Steele. Cosby habe sich hinter der TV-Figur des Dr. Cliff Huxtable versteckt, die er für die einst sehr beliebte ‹Bill Cosby Show› geschaffen hatte. Steele bezeichnete die Strafe als «fair und bedeutend». (sda/dpa)

Mehr zu Bill Cosby:

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    Alle Leser-Kommentare
  • milkdefeater 26.09.2018 12:36
    Highlight Highlight "Er schaute nicht in die Kamera", wie auch, wenn er blind ist?
  • Adumdum 26.09.2018 11:58
    Highlight Highlight “Kein Prozess sei in der Geschichte der USA rassistischer und sexistischer gewesen als dieser.”

    Nee, ist klar. Das arme Opfer.
  • banda69 26.09.2018 08:11
    Highlight Highlight gute frage.
    Benutzer Bild
    • Saraina 26.09.2018 11:59
      Highlight Highlight Öh, because he is black...?
    • Adumdum 26.09.2018 12:00
      Highlight Highlight Weil die anderen nicht von dreißig Frauen angeklagt wurden dass sie unter Drogen gesetzt und vergewaltigt wurden? Sogar H. Weinstein hat das anscheinend noch etwas subtiler angestellt...

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