DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wenn Trump nicht will, dann eben der Rest der Welt – Mexiko sucht Handelspartner

19.02.2017, 10:2819.02.2017, 10:41
Aussenminister Luis Videgaray (hinten) mit Präsident Nieto.
Aussenminister Luis Videgaray (hinten) mit Präsident Nieto.Bild: EDGARD GARRIDO/REUTERS

Wegen der Drohungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit Strafzöllen versucht Mexiko, den Handel mit anderen Staaten mittels neuer Abkommen auszubauen. Die Regierung strebt noch in diesem Jahr eine Reform des Handelsabkommens mit Europa an.

Das sagte Aussenminister Luis Videgaray dem spanischen Dienst der Nachrichtenagentur dpa. Zudem wolle man ähnliche Verträge mit Brasilien und Argentinien schliessen. «Das heisst: Das Hauptziel ist, dass Mexiko stärker an den Rest der Welt heranrückt.»

Es gebe nach dem geplatzten Treffen von Präsident Enrique Peña Nieto und Trump keinen neuen Termin - und auch keine Gespräche über den Bau einer Grenzmauer, betonte er. Man sei an einem entscheidenden Moment angelangt. «Die Entscheidungen, die in den nächsten Monaten getroffen werden, werden wahrscheinlich bestimmen, wie die Koexistenz zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten in den kommenden Jahrzehnten aussehen wird», sagte Videgaray.

Er versprach deutschen und anderen ausländischen Unternehmen, bei einer Neuverhandlung des Freihandelsabkommens Nafta deren Interessen zu wahren. Mexiko lehne Strafzölle ab. Derzeit würden die eigenen Wirtschaftssektoren um eine Bilanz des 1994 unterzeichneten Abkommens gebeten.

Die Verhandlungen mit den USA könnten im Juni beginnen, sagte er. Er setze auf eine Fortsetzung und könne sich sogar eine Ausweitung vorstellen. «Beispielsweise gilt das für den Bereich Internet-Handel, der heute eine sehr grosse Bedeutung hat.» Wichtig seien weltweit Verbündete «gegen diese protektionistischen Gefahren, die es in der Welt gibt». (sda/dpa)

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA

1 / 9
Die Grenze zwischen Mexiko und den USA
quelle: x02883 / jorge duenes
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
US-Regierung bereitet sich auf Andrang von Migranten an Südgrenze vor

Einen Monat vor der Abschaffung einer pandemiebedingten weitgehenden Beschränkung der Einwanderung an der südlichen Grenze zu Mexiko bereitet sich die US-Regierung auf einen Andrang von Migranten vor. Es sei davon auszugehen, «dass die Zahl der Migranten zunehmen wird», zumal Schmuggler die neue Lage für ihre Zwecke missbrauchen dürften, hiess es am Dienstag in einem Memorandum von Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas. Die Pandemie-Regelung soll am 23. Mai auslaufen.

Zur Story