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Berner und Obwaldner Skigebiete prüfen Zusammenschluss

14.09.18, 10:40


Ein Projekt der neuen Regionalpolitik (NRP) soll Aufschluss darüber geben, ob die drei Skigebiete Engelberg-Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg zu einer Erlebnisregion zusammengeschlossen werden können. Die Machbarkeitsstudie kostet rund 300'000 Franken.

Die drei Bergbahnen, die von einem Zusammenschluss betroffen wären, befürworten Abklärungen zu einer gemeinsamen nachhaltigen Entwicklung und unterstützen diese mit 100'000 Franken sowie Eigenleistungen, wie der Kanton Obwalden am Freitag vor den Medien auf der Melchsee-Frutt mitteilte. Die Studie soll 2021 vorliegen.

Sie soll die Machbarkeit einer Verbindung aufzeigen und einen Beitrag zur Konsensfindung zwischen den Interessengruppen leisten. Eine Masterarbeit der Hochschule Luzern (HSLU) zu dem Thema war nämlich zum Schluss gekommen, dass bei den betroffenen Akteuren derzeit kein genügender Konsens bestehe für einen Zusammenschluss.

15 Jahre alt ist die Idee einer Verbindung der Tourismusgebiete Melchsee-Frutt, Titlis und Hasliberg. Ende 2003 hatten vier Bergbahnen in der Zentralschweiz und im Berner Oberland angekündigt, man wolle sich zum neuen «Schneeparadies Hasliberg-Titlis» zusammenschliessen. Mit 51 Transportanlagen und 210 Kilometern Skipisten würde das Gebiet zu den grösseren der Alpen zählen. 60 Millionen Franken sollten investiert werden.

Opposition gegen Zusammenschluss

Doch bereits 2004 kamen rund 10'000 Unterschriften gegen das Projekt zusammenkamen, auch aus Bedenken wegen des Naturschutzes. Erst im Mai diesen Jahres bemängelte die SP im Obwaldner Kantonsrat, dass das Projekt nicht ad acta gelegt werde.

Aufgrund des Bekenntnisses der Bergbahnen und der strategischen sowie volkswirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für den Kanton Obwalden habe die Regierung das Volkswirtschaftsdepartement beauftragt, im Rahmen der NRP eine Studie zu erstellen. Neben dem Beitrag der Bahnen wird sie mit 100'000 Franken Bundesbeitrag finanziert. Der Kanton Bern steuert 30'000 Franken bei, Nidwalden 10'000 und Obwalden maximal 60'000 Franken.

In der Studie sollen Fakten und Bedürfnisse der verschiedenen Anspruchsgruppen zusammengetragen und analysiert werden. «Im Gegensatz zum Zusammenschlussprojekt Schneeparadies werden alle Anspruchsgruppen in den Prozess einbezogen», hält die Obwaldner Regierung fest. Zudem würden unterschiedliche Verbindungsvarianten auf die technische Realisierbarkeit und Umweltverträglichkeit hin ergebnisoffen geprüft.

Projektleiter ist der ehemalige Obwaldner Regierungsrat Niklaus Bleiker, der erst im Juli sein Amt abgegeben hatte. Zwei Kommissionen sollen die Themengruppe Wirtschaft, Markt Produkt sowie Gesellschaft, Umwelt, Technik im Detail bearbeiten. (sda)

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