Kunst
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Empa-Forscher bringen Pilzen das Malen bei



Mit unterschiedlichen Pilzen schaffen die Forschenden im Labor diverse Muster im Labor.

Forschende der Empa haben eine Methode entwickelt, um Harthölzern mithilfe von Fäulnispilzen Marmormuster zu verleihen. Daraus lassen sich anschliessend Möbel und Musikinstrumente herstellen.

Fäulnispilze zersetzen Baumstämme, können aber mitunter wunderschöne Muster ins Holz zaubern und es trotzdem in brauchbarem Zustand belassen. So beispielsweise bei der Trüffelbuche, deren mit dunklen Linien durchzogenes Holz seit der Antike für die Möbelherstellung begehrt ist. Sie ist allerdings selten und schwierig zu finden.

Wissenschaftler der Forschungsanstalt Empa in St. Gallen haben ein Verfahren entwickelt, um mithilfe von Pilzen kontrolliert Muster in Harthölzer wie Buche, Esche und Ahorn zu zaubern. Das so verzierte Holz bietet sich für Möbel, Parkettböden, Küchenfronten und Musikinstrumente an, schrieb die Empa am Dienstag in einer Mitteilung.

Fronten eines Kampfs im Holz

Die dunklen Linien im Holz seien eigentlich Spuren eines Kampfes um Territorium und Ressourcen, hiess es weiter. Mit den pigmentierten Linien grenzen sich Pilzgemeinschaften ab und schützen ihre Kolonie vor anderen Pilzen, Bakterien und Insekten.

«Wir konnten in der Natur wachsende Pilzarten identifizieren und analysieren, um jene mit den günstigsten Eigenschaften als Holzveredler auszuwählen», erklärte Hugh Morris von der Empa gemäss der Mitteilung. Beispielsweise hinterlassen Brandkrustenpilz und Schmetterlingstramete mit dem Farbstoff Melanin pigmentierte schwarze Linien und bleichen gleichzeitig das umliegende Holz dank eines Enzyms aus. Zugleich greifen die gewählten Pilze das Holz kaum an, es behält also Stabilität und Form.

Die Kombination macht's

Unterschiedliche Kombinationen an Pilzen führen zu verschiedenen Ergebnissen, mal wilde Muster, mal fast geometrisch. Womöglich liessen sich sogar Wörter ins Holz schreiben, glaubt Morris.

Neben der Wahl der richtigen Pilze setzen die Empa-Forschenden aber auch auf speziell gewählte Wachstumsbedingungen. So wachsen die Pilze im Labor bei deutlich geringerer Feuchtigkeit im Holz als dies in der Natur der Fall wäre. So müsse das Holz nicht erst langwierig getrocknet werden, was Energie und Kosten spare.

Gemeinsam mit einem Industriepartner sind die Wissenschaftler daran, die Produktion effizient und ökologisch nachhaltig auf die Beine zu stellen. Insbesondere sollen regionale Hölzer wie die Buche zum Einsatz kommen, schrieb die Empa. (aeg/sda)

Kunst auf der Haube: Kühlerfiguren von anno dazumal

Geschreddertes Banksy-Bild erstmals in einer Ausstellung

Play Icon

Kunst, Kunst, Kunst!

12 Muttermale, die durch kreative Tattoos zu Kunstwerken wurden

Link zum Artikel

Ordentlich! Künstler macht wilde Graffitis leicht lesbar

Link zum Artikel

Es ist an der Zeit, den malenden Valentin Lustig in seinem Atelier an der Langstrasse zu besuchen

Link zum Artikel

Die Frau mit dem Fleisch – oder was ein «Luxustouristen-Paket» in den Walliser Alpen mit Migrationspolitik zu tun hat

Link zum Artikel

Wie H.R. Giger zum Film kam? Es hat mit Drogen, «Dune» und Salvador Dalí zu tun

Link zum Artikel

Vielleicht krieg' ich jetzt einen Zusammenschiss, aber ich kann diese nackte, grenzauflösende Menstruations-Kunst einfach nicht mehr sehen 

Link zum Artikel

Der «Stricher» ist in Zürich zurück: Harald Naegeli sprayt seinen Zorn an die Wand

Link zum Artikel

Diese kleinen Superheldinnen sind dem strengen viktorianischen Zeitalter entflohen

Link zum Artikel

Über das Leben von «Tags» – Die verachteten Zeichen der modernen Stadt bekommen eine eigene, liebevolle Ausstellung

Link zum Artikel

Eine Künstlerin schenkt Opfern von häuslicher Gewalt gratis Tattoos. Und die Ergebnisse sind ... einfach unglaublich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ist der Tod umkehrbar? Forscher reaktivieren Gehirn von totem Schwein

US-Forscher konnten die Gehirne von Schweinen Stunden nach deren Tod wiederbeleben. Damit stellt sich die Frage: Wann ist tot wirklich tot?

US-Wissenschaftlern ist es gelungen, Gehirne von Schweinen vier Stunden nach deren Schlachtung teilweise wiederzubeleben. Diese Forschungsergebnisse gelten als Sensation. Wie der britische Nachrichtensender «BBC News» berichtet, könnten sie eine neue Debatte über die Grenze zwischen Leben und Tod anstossen und die Therapiemöglichkeiten von Krankheiten wie Alzheimer ermöglichen.

Aber von Anfang an.

Sie sammelten 32 Schweinehirne von einem Schlachthof und schlossen diese vier Stunden nach dem Tod …

Artikel lesen
Link zum Artikel