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«Weltwoche»-Vize Philipp Gut muss wegen Artikel zur Zuger Affäre vor Gericht



Der stellvertretende Chefredaktor der «Weltwoche», Philipp Gut, muss vor Gericht. Er wurde wegen übler Nachrede angeklagt. Privatklägerin ist die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin.

Weltwoche Redaktor Philipp Gut vor dem Bezirksgericht in Zuerich am Dienstag, 28. Juni 2016. Weltwoche Redaktor Philipp Gut muss beweisen, dass seine Vorwuerfe gegen die Professoren Philipp Sarasin und Svenja Goltermann der Wahrheit entsprechen. Gut warf und wirft Philipp Sarasin vor, er habe schon vor dem Berufungsverfahren zur Neubesetzung des Lehrstuhls fuer Geschichte der Neuzeit an der Uni Zuerich eine Liebesbeziehung mit Svenja Goltermann unterhalten, jener Frau also, die den Lehrstuhl schliesslich erhielt. Sarasins Vergehen: Er habe das Verhaeltnis gegenueber den Verantwortlichen der Uni verschwiegen und sei in jenem Berufungsverfahren auch nicht in den Ausstand getreten. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Muss vor Gericht: Weltwoche-Vizechef Philipp Gut. Bild: KEYSTONE

Wie mehrere Medien am Mittwochabend übereinstimmend und unter Berufung auf die Anklageschrift berichteten, geht es um einen «Weltwoche»-Artikel, der am 24. September 2015 unter dem Titel «Die fatalen Folgen eines Fehltritts» erschienen ist.

Darin arbeitet Gut die Zuger Affäre um Jolanda Spiess-Hegglin und ihren damaligen Ratskollegen Markus Hürlimann auf. Bei der Zuger Landammannfeier vom Dezember 2014 soll es zwischen den beiden zu einem sexuellen Kontakt gekommen sein, bei dem auch K.o.-Tropfen eine Rolle gespielt haben sollen.

ZUR MELDUNG, DASS SICH JOLANDA SPIESS-HEGGLIN ALS ZUGER KANTONSRAETIN ZURUECKTRITT, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 24. NOVEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Die Zuger Kantonsraetin Jolanda Spiess-Hegglin von der Piratenpartei posiert anlaesslich einer Kantonsratssitzung am Donnerstag, 28. Januar 2016, im Regierungsgebaeude in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Jolanda Spiess-Hegglin klagt gegen Gut wegen einem Artikel. Bild: KEYSTONE

Der Artikel stelle Spiess-Hegglin in ein derart schlechtes Licht, «dass sie im Ansehen der Mitmenschen empfindlich herabgesetzt wird», heisst es in der Anklageschrift. Gleichzeitig sei es Philipp Gut nicht gelungen, zu beweisen, dass die von ihm aufgestellten Behauptungen der Wahrheit entsprechen oder dass er ernsthafte Gründe hatte, sie für wahr zu halten.

Der Staatsanwalt fordert deshalb für Gut eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 130 Franken sowie eine Busse von 3000 Franken. Das Bezirksgericht Zürich wird sich am 15. Mai mit der Angelegenheit befassen. Für Gut gilt die Unschuldsvermutung. (sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 05.04.2017 22:59
    Highlight Highlight Seit wann erwartet jemand von der WW beweisbare Behauptungen? :)
    11 6 Melden
  • pachnota 05.04.2017 20:37
    Highlight Highlight Wer sich fragt was den Frau Spiess-Hegglin für eine ist, sollte sich ruhig mal die Schawinski Sendung anschauen.
    Ich jedenfalls ware beeindruckt.
    Vorallem, wass sie über die (schnelle) Antwort betref. der Anfrage zur Sendug sagte.
    Schawinski konterte umgehend mit Beweisen...
    8 13 Melden
  • ArcticFox 05.04.2017 20:03
    Highlight Highlight spiess-hegglin zieht's konsequent durch. gefӓllt mir!
    19 14 Melden